Entwicklungstrauma: Kinder psychisch gestörter Eltern

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Eltern meinen es in der Regel gut mit ihren Kindern. Sie haben einen natürlichen Beschützerinstinkt und sind mit ihrem Nachwuchs auf einer tiefen Ebene eng verbunden. Ihre Intuition weiß genau, was ein Baby braucht, auch wenn es sich noch sehr unspezifisch mitteilt. Mütter und Väter fühlen sich empathisch in die Kleinen ein und erleben ihre Freude oder ihr Leid hautnah mit.

Das trifft im Grunde auf alle seelisch gesunden Eltern zu. Sie machen bestimmt nicht alles richtig, einige gut gemeinte Erziehungsmaßnahmen richten sogar Schaden an. Aber prinzipiell wollen sie gut für ihre Zöglinge sorgen und ihnen ein gesundes Gedeihen ermöglichen, damit sie ein glückliches Leben führen können.

Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen in ihrer Elternschaft nicht wesentlich beeinträchtigt sein. Das eine oder andere Trauma haben wir alle. Eine kleine Phobie oder eine depressive Verstimmung sind auch keine Hindernisse dafür, Nachwuchs in die Welt zu setzen. Einige Störungen allerdings wirken sich auf die Fähigkeit zur Empathie aus und behindern damit das Entstehen einer stabilen Bindung. Wenn die Eltern ihre Emotionen nicht angemessen spüren oder nicht regulieren können, fehlt dem Kind die spiegelnde Lernmöglichkeit für diese Prozesse. Problematisch sind daher pathologische Formen von Narzissmus, Borderline-Störung, Schizophrenie und andere Psychosen. Wir kommen später noch zu ein paar ausgewählten Symptomen dieser Krankheitsbilder und ihren Auswirkungen auf die Kinder.

Bevor wir die vielfältigen Problemfelder näher beleuchten, möchte ich etwas Wesentliches klarstellen: Auch wenn Kinder psychisch gestörter Eltern es sicher schwerer haben als andere, können die meisten von ihnen das Leben viel besser meistern als man es in Anbetracht der Umstände für möglich halten würde. Einige finden zu einer seelischen Tiefe und Reife, die sie ohne ihr frühes Trauma vielleicht nie erreicht hätten. Und letztlich ist die Alternative dazu, in diese Familie hineingeboren zu werden nicht, andere Eltern zu haben, sondern gar nicht ins Leben zu kommen. Lassen Sie uns das im Hinterkopf behalten, wenn wir über die Schwierigkeiten reden, die solche Eltern – mit oder ohne Absicht – ihren Kindern bescheren.

Ein seelisch beeinträchtigter Elternteil

Wenn in einer Familie eine Person krank ist, kann das Gesamtsystem sich häufig über die gesunden Anteile regulieren. Das Kind lernt dann beispielsweise von dem gesunden Vater, dass die Ängste der neurotischen Mutter nicht übernommen werden müssen. Oder von der gesunden Mutter, dass die düstere Weltsicht des depressiven Vaters nur eine mögliche Perspektive ist und man auch eine andere einnehmen kann. Erlebt das Kind den Genesungsprozess eines Elternteils mit, kann diese Erfahrung seine eigene Resilienz stärken. Dann erlebt es, dass Beeinträchtigungen veränderlich sind und die Seele über eine beachtliches Heilungspotenzial verfügt.

Dramatischer wirken sich die Persönlichkeitsstörungen aus. Im Gegensatz zu den seelischen Erkrankungen gelten sie als so tief verwurzelt in der Persönlichkeit, dass sie „unheilbar“ sind. Da ich selbst von einer angeblich unheilbaren (körperlichen) Erkrankung schon vor Jahren genesen bin, stehe ich solchen Etiketten generell skeptisch gegenüber. Wir können uns darauf einigen, dass es persönlichkeitsprägende Erkrankungen gibt, die man schwer loslassen kann, ohne den Halt der eigenen Persönlichkeit aufs Spiel zu setzen: Wer bin ich ohne meine Psychose?

Die Wahrnehmung von psychiatrischen Patienten kann sich wesentlich von einer als normal eingestuften unterscheiden. Man bezeichnet solche Symptome als Illusion (ich sehe eine Lampe und halte sie für einen Hasen), als Halluzinationen (ich sehe einen Hasen, wo gar kein Gegenstand ist) oder als Wahnwahrnehmung (niemand kann mir ausreden, dass da wirklich ein Hase ist).

Noch absurder erscheinen uns als „Normalo“, die sogenannten Ich-Störungen. Können Sie sich vorstellen, wie es ist, ohne das Gefühl einer eigenen Identität zu leben? Wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, WER gerade denkt? Wenn man glaubt, die eigenen Gedanken seien von außen eingegeben? Wenn man davon überzeugt ist, jemand anders entscheide über das eigene Denken, Sprechen oder Handeln? Das können wir nicht. Es widerspricht unserem eigenen Erleben in elementarer Weise. Wir können Wörter wie „Depersonalisation“ oder „Derealisation“ aussprechen, nachempfinden können wir solche Erscheinungen mit einer gesunden Psyche nicht. Und natürlich können das auch Kinder nicht, wenn sie mit Eltern aufwachsen, die davon betroffen sind.

Wenn Mutter und Vater krank sind…

Welche Auswirkungen ein Elternteil mit Realitätsverlust oder anderen massiven Erkrankungen auf die Entwicklung eines Kindes haben kann, erahnen Sie vielleicht. Studien belegen die erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten psychischer Probleme bei den Kindern, sogar schon, wenn ein Elternteil „nur“ für längere Zeit schwer depressiv ist.

Nun kommt es gar nicht selten vor, dass Menschen mit verzerrter Wahrnehmung oder affektiven Störungen (die erlebten Gefühle passen nicht zur Situation) von psychisch Gesunden nicht verstanden oder nicht akzeptiert werden (können). Als logische Konsequenz finden sich des öfteren seelisch beeinträchtigte Paare zusammen mit unterschiedlichen oder gleichartigen Störungen.

Komplementär sind zum Beispiel eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bei dem einen und eine abhängige Persönlichkeitsstörung oder eine Schizophrenie mit Identitätsstörung bei dem anderen. In beiden Fällen wird sich der Narzisst mit seiner ausgeprägten Egozentrik durchsetzen, weil der andere gar nicht weiß, wer er ist, oder sich gerne unterwirft.

Es kommt vor, dass sich Partner gegenseitig ihre wahnhaften Vorstellungen bestätigen. Sie bilden dann ein sehr stabiles System. Das mag für das Paar prima sein. Für andere Familienmitglieder nicht.

Stellen Sie sich vor, ein Kind hat keinen gesunden Elternteil, an dem es sich orientieren kann. Dann wächst es in einem – salopp ausgedrückt – völlig verrücken Umfeld auf. Es fühlt sich mit seinen gesunden Impulsen im kranken System wie ein Alien und muss diese ständig unterdrücken. Normale Reaktionen auf das gestörte Verhalten der Eltern werden hart sanktioniert und als „falsch“ deklariert. Die Eltern handeln voller Überzeugung. Sie leben in ihrer eigenen Wirklichkeit, welche mit der objektiven Realität nichts zu tun haben muss. Als abhängiges Baby, Kleinkind und Jugendlicher kann man da wenig ausrichten. Man versucht, unter dem Radar zu bleiben, um keinen Unmut zu erregen, und die Situation irgendwie zu überstehen, bis man endlich ausziehen kann.

Erlernte Hilflosigkeit ist keine Depression.

Der permanente Mangel an Handlungsoptionen führt zu einem Phänomen, das man „erlernte Hilflosigkeit“ nennt. Kämpfen und Flüchten geht nicht, also reagiert man gar nicht. Dieses Muster ist verbunden mit Ohnmachtsgefühlen. Man kann keine Entscheidungen treffen oder Neues in Angriff nehmen. Ohne die Vorgeschichte zu betrachten, könnte man die Kinder später als Erwachsene für depressiv halten, ihnen Charakterschwäche oder Aufschieberitis vorwerfen. Tatsächlich kann die Haltung „da kann man leider gar nichts machen, also versuche ich es erst gar nicht“ eine Nachwirkung des Entwicklungstraumas aus der Kindheitserfahrung mit psychisch gestörten Eltern sein. Das zu verstehen ist oft schon ein wesentlicher Schritt für die Betroffenen.

Unter solchen Umständen entfernt sich das ursprünglich gesunde kindliche Empfinden immer mehr vom natürlichen intuitiven Differenzieren zwischen gut und schlecht, zwischen richtig und falsch, im Grunde zwischen lebensfördernd und lebensfeindlich. Am Ende wissen die Buben und Mädchen nicht mehr, wo oben und wo unten ist, so kirre hat sie die Dauererfahrung der Orientierungslosigkeit gemacht. Ein Bezugspunkt außerhalb der Familie könnte dienlich sein.

Keine Hilfe von außen

Beziehungen zu Außenstehenden werden von psychisch gestörten Eltern oft als bedrohlich empfunden. Sie versuchen sie zu unterbinden. Immer wieder ist zu sehen, wie sich kranke Systeme gegen Außenstehende abschotten. Schon den Kleinsten wird ein Schweigegelübde abgenötigt: Kinder aus psychotischen Familien dürfen meist nicht darüber sprechen, was zu Hause hinter verschlossenen Türen geschieht. Solche Eltern fürchten manchmal grundlos, aber leider auch oft zu Recht, dass man ihnen die Kinder wegnehmen könnte, wenn ihre häuslichen Zustände ans Licht kämen. Beim Narzissten reicht schon das Risiko, dass sein Ruf Schaden nehmen könnte. Also hüllen sie den Mantel des Schweigens um die verborgenen Geschehnisse. Nach außen hin soll alles möglichst „normal“ wirken. Für die Kinder stellt dieser Zwiespalt eine innere Zerreißprobe dar. Sie müssen mindestens ein bisschen dissoziieren, um das aushalten zu können. Im abgespaltenen Zustand spüren sie sich weniger. Dadurch ist der Zugang zu ihren gesunden Impulsen blockiert.

Damit die Kinder ihrem natürlichen Bedürfnis nicht folgen, sich mit anderen Menschen auszutauschen und sich Beistand zu holen, redet man ihnen Schuldgefühle ein. Sie sollen sich schämen, damit sie dicht halten. Wenn es ihnen mit ihren familiären Erfahrungen nicht gut geht, sind sie selbst schuld. Peinliche oder kriminelle Sachverhalte werden tabuisiert, verschleiert oder umbenannt, um die Kommunikation absichtlich zu erschweren. Was nicht benannt werden kann, kann auch nicht angegriffen oder angeklagt werden.

Herbeigeführte Spaltung

Krankhaft narzisstische Eltern versuchen häufig, Geschwister in feindliche Lager zu spalten, damit sie sich nicht gegen sie verbünden und ihren Majestätsanspruch infrage stellen. Sie hetzen ihre Töchter und Söhne (wahlweise später die Schwiegerkinder) manchmal regelrecht gegeneinander auf. Dafür schaffen sie Ungerechtigkeiten wie ungleiche Behandlung, schüren Konkurrenzgefühle und Neid. Sie loben den einen und werten den anderen ab. Oder der eine ist Schuld an der (eigentlich völlig ungerechtfertigten oder überzogenen) Strafe, die beide jetzt aushalten müssen. Narzissten und Psychopathen stiften gerne Verwirrung. Undurchsichtige und unsinnige Regeln werden aufgestellt und Verstöße mal gar nicht, mal drakonisch bestraft. Hauptsache niemand kann sich sicher fühlen und die Lage bleibt unberechenbar. Das erzeugt ein maximales Ohnmachtsgefühl.

In solchen Konstellationen suchen die verunsicherten Kinderseelen nach irgendeinem Halt. Sie verpetzen sich notfalls gegenseitig bei Mutti oder Vati in der Hoffnung auf Anerkennung und Lob. Gemeinschaftsfeindliches Verhalten wird von den Eltern gefordert und gefördert.

Erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern tun sich sehr schwer, sich aus den familiären Mustern zu lösen, die ihnen und später auch ihren Kindern schaden. Seit frühester Jugend wurden sie dafür verantwortlich gemacht, wie es den Eltern geht – verkehrte Welt! Sie haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich vor den Auswirkungen wahnhaften Verhaltens in Sicherheit bringen. Mit diesem schlechten „Familiengewissen“ müssen sie leben, auch wenn ihr Verstand genau weiß, dass sie richtig handeln.

Narzisstische Systeme werfen den Kindern bis weit ins Erwachsenenalter hinein Steine in den Weg der Autonomie und des freien Willens. Ich habe mit einer Frau gearbeitet, die sich mit Mitte Siebzig noch nicht aus den energetischen Tentakeln ihrer knapp hundertjährigen Mutter gelöst hatte.

Rückzug – eine Übung für Fortgeschrittene

Sich von dem Narzissten zurückzuziehen oder abzuwenden, erlebt dieser als unerhörte Kränkung, die je nach Grad der Störung einen gnadenlosen Zorn nach sich ziehen kann. Nun ist es aber der natürliche Lauf der Dinge, dass Kinder irgendwann aus dem Haus gehen und ihr eigenes Leben führen, vielleicht sogar eine eigene Familie gründen. Der Konflikt ist vorprogrammiert.

Aus Angst vor hässlichen Auseinandersetzungen, vor Liebesentzug oder aus eingeredeten Schuldgefühlen scheuen sich die Kinder noch als Erwachsene, die dringend notwendigen Grenzen zu setzen. Das ist ein Teufelskreis. Mit jedem Tag im „Täterkontakt“ geht die Gehirnwäsche weiter, die verhindert, dass man zu einer ausgewogenen Haltung gegenüber den eigenen Bedürfnissen und den Ansprüchen anderer Menschen kommen kann. Die eigenen Bedürfnisse werden als unberechtigt empfunden und bestmöglich unterdrückt. Genau das behindert es, gegenüber dem kranken System einen gesunden Abstand einzunehmen. Die Frage, wie es dem Narzissten damit gehen mag, steht über der Sorge um das eigene Wohl – und das der eigenen Kinder.

Psychopathen, die kein Mitgefühl empfinden, benutzen ihre Kinder, so wie sie alle Menschen zu ihren Zwecken instrumentalisieren. Persönliche Beziehungen interessieren sie nur, wenn sie damit jemanden zu ihrem Vorteil manipulieren können. Stoppt ein Kind den Missbrauch, kann der psychopathische Elternteil aus Langeweile oder aus Kalkül versuchen, mit allen Mitteln den Fahnenflüchtling zu zerstören: finanziell, körperlich, seelisch oder sozial.

Das sind natürlich extreme Fälle, die glücklicherweise nicht so häufig vorkommen. Aber immerhin gibt es in unserer Bevölkerung rund 1 % Psychopathen. In einer Kleinstadt wie Weinheim mit ihren 42.000 Einwohnern leben also 420 Menschen lebenslang ohne Zugang zu ihren Gefühlen und damit auch ohne jedes Mitgefühl. Ein weiteres Prozent erleidet mindestens einmal im Leben eine Phase der Schizophrenie. Ihre Wahrnehmung und das Denken können schwer beeinträchtigt sein.

Aussteigen lohnt sich!

Verlangen Sie nicht von sich, sich willentlich aus toxischen Beziehungen zurückziehen zu können, auch und besonders, wenn es ein Elternteil oder gar beide betrifft. Das ist eine Übung für Fortgeschrittene. Sie werden Unterstützung brauchen. Aber es lohnt sich! Bleiben Sie nicht in Ihrer „das schaffe ich nie“ Haltung stecken, die man Ihnen von klein auf beigebracht hat. Gönnen Sie es sich, andere – bessere – Erfahrungen zu machen. Es ist essenziell wichtig, dass Sie sich als selbstwirksam erleben. Jedes Fitzelchen frei gestaltetes Leben dient Ihnen. Fangen Sie am Besten gleich damit an: Sorgen Sie auf einer ganz fundamentalen Ebene gut für sich. Was für andere selbstverständlich klingen mag, ist für Kinder psychisch kranker Eltern manchmal schon der ganz persönliche Mount Everest:

Essen Sie, worauf Sie Lust haben und was Ihnen guttut. Trinken Sie, wenn Sie durstig sind. Gehen Sie zur Toilette, wenn Sie müssen. Ruhen Sie sich aus, wenn Sie müde sind. Laufen Sie eine Runde um den Block, wenn Sie Bewegung brauchen. Holen Sie sich eine Decke, wenn Sie frieren, oder ziehen Sie sich um. Nein, nicht erst noch dieses oder jenes fertig machen. Jetzt! Ihre Bedürfnisse sind wichtig. Achten Sie sie ab sofort kompromisslos. Sie haben es verdient. Lassen Sie Ihren Körper jeden Tag erleben, dass sich jemand liebevoll und fürsorglich um ihn kümmert: Sie.




Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist Heilpraktikerin und Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit. Seit 2006 ist sie in ihrer Praxis für Ganzheitsmedizin und Psychotherapie niedergelassen. Sie hat sich auf Traumatherapie und systemische Familientherapie spezialisiert. Ihr Wissen und ihrer Erfahrungen teilt sie in Form von Text- und Video-Beiträgen mit der Welt. Sie gibt das Online-Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst heraus.

Die Sache mit dem freien Willen

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Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Eben hat man die Strapazen einer Geburt hinter sich, da wird einem auch schon eine übel schmeckende Substanz in den Mund getropft. Bitter ist unser erstes Geschmackserlebnis in dieser Welt. Angeblich um Risiken einer eventuellen Hirnblutung zu reduzieren. Die frisch Geschlüpften werden zusätzlich mit brennenden Augentropfen gequält. Diese sollen das Risiko einer Tripper-Übertragung auf das Kind verhindern. Und dann rammt man den zarten Babys eine Lanzette in die Ferse für eine Blutuntersuchung, die nicht bis zum nächsten Tag warten kann, weil sonst ein entwicklungsverzögerndes Hormon-Problem übersehen werden könnte.

Ganz ehrlich: Entwicklungsbehindernd sind all diese Eingriffe in das Ankommen. Dabei sprechen wir noch nicht von den potenziellen Traumatisierungen im Mutterleib und in den erste drei Lebensjahren.

Als Bewältigungsstrategie spaltet sich ein kindlicher Anteil ab, der in diesem Entwicklungsstadium wie eingefroren wird und der dann häufig im Erwachsenenalter noch unbemerkt auf dem Regiestuhl sitzt. Seine Handlungsoptionen bestehen aus Kampf, Flucht oder Totstellen. In einem solchen Zustand ist das wichtigste Motiv die Sicherheit, die durch Zugehörigkeit zu einer Gruppe erreicht wird. Jeder außerhalb der Gruppe wird als Bedrohung erlebt. Angst oder Zorn sind Reaktionen auf diese „Feinde“. Das entspricht dem Entwicklungsstand eines zwei- bis dreijährigen Kindes.

Für viele Erscheinungen habe ich Verständnis und möchte niemandem einen Vorwurf machen. Meine Beobachtungen bestätigen die Kleinkind-These: Frauen und Männer lassen sich ihre naturgegebenen Bedürfnisse aufgrund fadenscheiniger Argumente beschneiden, unterwerfen sich in vorauseilendem Gehorsam offensichtlich sinnlosen Regelungen und gefährden sogar die körperliche und seelische Gesundheit ihrer eigenen Kinder. Wenn man sie auf die harten Fakten hinweist, reagieren sie beleidigt oder aggressiv und berufen sich auf Autoritäten.

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe stellen wir auf dem Entwicklungsstand eines Kleinkindes ganz selbstverständlich über die zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit entwickelte Vernunft. Wir beugen uns dem Willen unserer Versorger, weil wir gar keine Alternative dazu haben. Erst in der zweiten Hälfte des dritten Lebensjahres bildet sich unser Wille aus.

Zunächst wollen wir, dass unsere Bedürfnisse befriedigt werden. Als Kind sind wir dabei auf die Erwachsenen angewiesen. Später können wir uns unsere Bedürfnisse selbst erfüllen. Ein sattes Maß an Selbstfürsorge spricht für einen fortgeschrittenen Entwicklungsstand. Natürlich nicht auf Kleinkind-Level ohne Rücksicht auf Verluste.

Was wir wollen, hängt stark von unserem Wertesystem ab. Was ist richtig und wichtig? Wir bekommen aus unserer Zeitepoche, aus unserer Gesellschaft, aus unserer Nationalität, aus unserer regionalen Mentalität, aus der Tradition unserer Familie, aus den persönlichen Meinungen unserer Eltern eine Grundausstattung an Werten mit auf den Weg. Zum Prozess des Erwachsenwerdens gehört es, diese später zu hinterfragen und ein eigenes Wertesystem zu entwickeln, welches dann die Grundlage unseres erwachsenen Handelns ist.

Erwachsen ist es übrigens nicht, aus Prinzip dagegen zu sein. Trotz macht genauso unfrei wie Gehorsam. Wenn wir immer das Gegenteil vom Verlangten tun, sind wir damit ebenfalls steuerbar und folgen nicht dem eigenen Willen.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich begriffen habe, wie es sein kann, dass nach den großen Bemühungen um unsere Umwelt, die doch von so vielen eifrig mitgetragen wurden, nun überall Abfälle von synthetischen Stofffetzen herumliegen. Das Umweltbewusstsein entsprang nicht einem Wert, sondern einer Ideologie. Was ist der Unterschied? Einen Wert erkenne ich innerlich als wahr und gut. Mein authentisches Handeln richtet sich automatisch an meinen inneren Werten aus. Eine Ideologie gaukelt Werte vor. Sie dienen der Ausrichtung des Handelns, sind aber nicht verinnerlicht, sondern nur von außen aufgesetzt. Daher sind sie beliebig austauschbar, je nachdem welches Handeln gerade den Rückhalt der Gruppe sichert. Erwachsen ist dieses Verhalten nicht.

Die meisten von uns haben nicht den gesunden Umgang mit ihrem eigenen Willen und mit dem Willen ihres Umfelds, im Speziellen von Autoritätspersonen, gelernt. Diese Fähigkeit bilden Kinder im Alter von etwa 2 ½ Jahren aus, wenn ihr seelisches Gedeihen nicht behindert wird. Für diesen Schritt ist es wichtig, dass ihre Versuche, den kindlichen Willen durchzusetzen, angemessen beantwortet werden, dass sie durch liebevolle und verlässliche Grenzsetzung Sicherheit und Halt erleben. Weder das „möglichst frühzeitige Brechen des Willens“ wie es in der Nazi-Ideologie erklärtes Ziel der Erziehung war, noch das Nicht-Beantworten kindlichen Verhaltens der anti-autoritäten Erziehungsmodelle eignet sich dazu, selbstbewusste Menschen zu fördern. Menschen, die entscheiden, welche ihrer Impulse sie kontrollieren und sich mit dem Ergebnis dieser Selbstkontrolle identifizieren, statt einfach nur mit den Impulsen.

Wir haben jetzt die Gelegenheit, unsere Werte zu durchleuchten. Starten Sie mit der Frage, ob eine bestimmte Handlung dem Wert tatsächlich dient, dem sie vorgibt zu folgen. Fragen Sie sich, ob es andere Handlungsweisen gibt, die diesem Wert genauso gut oder auf bessere Weise dienen. Wägen Sie ab, welche Handlung Sie bevorzugen. Und dann fragen Sie sich, warum. Steht dieser Wert überhaupt in IHREM Wertesystem so weit oben? Welche Werte werden mit der Handlung bedient, und welchen wird durch sie widersprochen? Sie werden feststellen, dass die Meinung anderer oft eine Rolle spielt. Das muss nichts Schlechtes sein. Aber seien Sie sich darüber im Klaren, was sie für die Gruppenzugehörigkeit opfern.

Unsere Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

Die Willensbildung unterstützen wir im Energiesystem mit dem Sicherheitsenergieschloss SES12. Es befindet sich im Nacken auf halber Höhe der Halswirbelsäule rechts und links der Wirbelsäule. Die anatomische Nähe zum SES4 (Weise Entscheidungen treffen) an der Schädelbasis ist nicht zufällig: Willensbildung und Entscheidungsfindung (SES4) gehören natürlich zusammen.

SES12 sorgt für emotionales Gleichgewicht und löst Zorn als (unbewusste) Reaktion auf unbefriedigte Bedürfnisse auf. Die unberechtigte Erwartungshaltung gegenüber unserem Umfeld endet. So kommen wir aus der Opferrolle heraus und sorgen selbst gut für uns.

Die Reifung unseres individuellen Willens bringt ihn in Übereinstimmung mit dem Willen des Universums. Etwas in uns weiß genau, was gut und richtig für alle ist. Um die Signale zu erkennen, müssen wir das Begrenztsein unserer Perspektive anerkennen und unsere Halsstarrigkeit loslassen. Modern nennt man diese Fähigkeit, andere Standpunkte einzunehmen, Mentalisierung. Sie ist die Basis von Ethik und förder eine echte Moral, statt der modernen Doppelmoral unserer Zeit.

Wir werden ein wesentlicher Teil der Gemeinschaft, ohne unsere Individualität aufzugeben. Jeder darf er selbst sein, statt sich im Einheitsbrei aufzulösen. Er oder seine Gruppe muss nicht mehr besser sein als die anderen, um eine Richtung vorzugeben oder als Rechtfertigung, um jemanden zu beherrschen. Mit dem Fall des Hochmuts breitet sich eine wohltuende Demut aus.

Auf der körperlichen Ebene unterstützt SES12 alle Projekte im Schulter-Nacken-Bereich, in den Armen und Händen. Es hilft bei Schleudertrauma und Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule. SES12 hat sich außerdem bei Trigeminusneuralgie und Gesichtslähmung bewährt. Für diesen Zweck hält man SES12 nicht in Wirbelsäulennähe, sondern direkt unterhalb des Ohres.

Wenn uns vor Wut der Kamm schwillt oder uns die Angst im Nacken sitzt, erlöst uns der Einfluss von SES12 auf Leber/Gallenblase und Blase. Der freie Energiefluss in den Kopf lindert Kopfschmerzen und beugt Schlaganfällen vor. Besonders in Kombination mit dem Halten des Steißbeins wirkt das SES12 auf Leistenbrüche und Hüftbeschwerden. Legen Sie eine Hand in den Nacken und die andere ins Steißbein. Probieren Sie aus, ob Sie diese Position im Sitzen oder Liegen bequemer finden.

Übrigens wird SES12 auch in der Kinesiologie verwendet, und zwar in Kombination mit SES20 (dazu später mehr). Eine Hand in den Nacken zu legen und eine auf die Stirn, nennt man dort „Emotionale Stressregulation“ ESR. Dieser Griff ist äußerst wirksam und wird auch zum Auflösen von Traumata genutzt.




Zur Serie

Die Serie „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint im Online-Magazin „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und Februar 2021 wird jede Woche ein Beitrag gepostet. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt harmonisieren können. Ein gut balanciertes Energiesystem fördert Ihre Gesundheit, dient der emotionalen Regulation und unterstützt Ihren Bewusstseinsprozess. Grundlegende Informationen zur Methode und zur Anwendung der Griffe erhalten Sie aus dem…

Pilot-Artikel:

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Pilot-Artikel zur Serie. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

In unserem kollektiven Entwicklungsprozess kommen wir Menschen immer stärker in unsere Kraft. Wir werden uns darüber bewusst, dass wir sehr viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser ganzes Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer versuchten Eingriffe in unsere persönlichen Entscheidungen der Lebensführung, sondern durch unsere Selbstermächtigung in medizinischen Angelegenheiten.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

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Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

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Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

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Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
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Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein in ihrem Genesungsprozess von einer angeblich unheilbaren Erkrankung. Sie ist seit 2014 als Jin Shin Jyutsu Praktikerin zertifiziert, hält Vorträge für Therapeuten und Laien, gibt Selbsthilfekurse und hat mehrere eigene Themen-Workshops gestaltet.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Loslassen und leichter leben

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Lesedauer ~13 Minuten

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Befassen wir uns gedanklich mit schönen Erlebnissen oder freudigen Erwartungen, bringt uns das angenehme Gefühle im Jetzt. Oft wandern unsere Gedanken aber in Richtungen, die Angst, Trauer, Wut, Schuld- oder Ohnmachtsgefühle hervorbringen.

Eine Verletzung erkenntnisreich zu verarbeiten, in die eigenen Biografie zu integrieren und daran zu wachsen, ist etwas anderes, als sich in Groll zu ereifern oder in Selbstmitleid zu baden.

In vielen Fällen dient es uns, die Vergangenheit in einem größeren Zusammenhang zu betrachten. Der systemische Blick hat schon in so manche scheinbar unversöhnliche Beziehung wieder in Frieden gebracht.

Eltern, die beispielsweise traumatisiert, psychisch gestört oder seelisch krank waren, bringen ihren Kindern (meist unabsichtlich) viel Leid. Söhne und Töchter können ihren Schmerz erst loslassen, wenn sie später als Erwachsene verstehen, dass der Vater oder die Mutter – oder beide – nicht in der Lage waren, ihnen das zu geben, was sie als Kind so dringend gebraucht hätten und worauf sie auch einen berechtigten Anspruch hatten, der nicht erfüllt wurde. Dieser Verlust ist angemessen zu betrauern.

Unsere eigenen Verfehlungen bereiten uns ebenfalls oft noch lange Kummer. Schuldgefühle sind etwas ausgesprochen Nagendes – unabhängig davon, ob jemand wirklich Schuld auf sich geladen hat oder sich das nur einbildet bzw. eingeredet bekommen hat.

Wir können die Vergangenheit bekanntlich nicht ändern. Ja, wir sind Menschen und machen Fehler. Zerfleischen Sie sich deswegen nicht. Vielleicht gibt es noch die Möglichkeit, etwas auszugleichen. Bieten Sie dem Betreffenden den Ausgleich druckfrei an und hoffen Sie, dass er ihn annehmen kann. Falls nicht, hilft nur noch die Selbstvergebung.

Vergebung – auch für sich selbst – ist das Loslassen, welches die Vergangenheit betrifft. Wir werden es beim SES13 noch genauer betrachten. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft.

95 % aller Risiken, um die Sie sich jemals gesorgt haben, sind nicht eingetreten. Machen Sie sich das bewusst. Wir vergessen die peinigende Sorge ganz rasch, wenn sie sich als unbegründet erweist. Sinnvoll wäre es, jedes Mal einen Vermerk aufzuschreiben, wenn sich einmal wieder eine Sorge in Luft aufgelöst hat. Dann könnten wir nachvollziehen, wie viel Lebensenergie wir bereits in Risiken versenkt haben, die niemals eingetreten sind.

Das heißt nicht, unbekümmert und naiv durchs Leben zu schweben. Natürlich gibt es Risiken, die man wach im Blick haben will. Manche kann man durch entsprechende Maßnahmen abwenden oder im Schadensfall begrenzen. Wesentliches allerdings liegt häufig nicht in unserer Macht. Vorsorge ist in den allermeisten Fällen eine Illusion. Mit unseren Sorgen verdienen ganze Branchen ihr Geld.

Bevor Sie sich um mögliche Risiken in der Zukunft vorbeugend kümmern: Ist es wirklich das, worauf es ankommt? Worauf es Ihnen ankommt?

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, lindert dann eine Lebensversicherung Ihren Schmerz? Ist es nicht sinnvoller, für das Geld mit der Person zu Lebzeiten einen schönen Urlaub zu verbringen?

Wenn Sie ins Krankenhaus müssen, dient Ihnen dann eine Chefarztbehandlung? Wie viel kompetenter ist wohl die Therapie durch einen Manager als durch einen Praktiker? Und wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der Kompetenz im Medizinsystem extra bezahlt werden muss?

Sparen Sie eine Privatrente an? Das Geld können Sie jetzt nicht ausgeben und der Nutzen tritt vielleicht in 30 Jahren ein. Wieso vielleicht? Sie haben doch einen unterschriebenen Vertrag und bekommen Kontoauszüge. Da steht es Schwarz auf Weiß.

Ganz ehrlich: Wir können heute unmöglich wissen, was in 30 Jahren sein wird. Schauen Sie sich nur die vergangenen 30 Jahre an. So viele Ereignisse und Entwicklungen, die niemand absehen konnte. Prognosen über solche Zeiträume machen zu wollen, ist vermessen und illusorisch.

Die Wahrheit ist: Wie wir gerade sehen, wussten wir im März nicht einmal, wie die Welt heute aussehen würde. Alle Planungen, egal wie solide sie gewesen sein mögen, sind für viele Menschen bereits über den Haufen geworfen. Und genauso wenig wissen wir jetzt, was im kommenden Frühjahr sein wird. Mit diesem Nichtwissen müssen wir umgehen.

Die Lösung liegt nicht in der maximalen Vorsorge, sondern in der Präsenz. Quälen Sie sich nicht mit Gedankenschleifen, was werden könnte. Sonst werden Sie noch verrückt.

Machen Sie eine Risiko-Analyse, sorgen Sie in einem vernünftigen Rahmen vor und planen Sie so, dass Ihre Vorkehrungen für Sie gut sind – egal, ob das Risiko tatsächlich eintritt oder nicht.

Zu einer Risiko-Anlyse gehört die Frage „Welches Risiko könnte eintreten?“ immer mit der Ergänzung „Wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Risiko eintritt?“. „Kann ich das Risiko vermeiden?“ und „Welchen Preis hat die Vermeidung?“. Und schließlich: „Stehen das Risiko und der Preis meiner Vermeidungsstrategie in einem ausgewogenen Verhältnis zum Nutzen im Schadenfall?“

Es kann sehr hilfreich sein, dem möglichen Schadenfall nüchtern ins Auge zu blicken, statt sich nur immer von dem Risiko hypnotisieren zu lassen. „Und wenn das Risiko eintritt: Wie groß wäre der Schaden. Und was kann ich jetzt schon oder dann erst tun, um den Schaden zu begrenzen?“

Falls jemand also Angst hat, das Versorgungssystem könnte zusammenbrechen und er bekommt kein Klopapier mehr, ist der letzte Schritt der Risiko-Analyse aufschlussreich: „Und wenn ich kein Klopapier mehr bekomme, wie groß ist dieses Problem im Vergleich zu anderen, die dann eintreten? Was kann ich im Fall von akutem Klopapiermangel tun?“ Für das Problem gibt es eine ganze Reihe von Lösungsmöglichkeiten. Nüchtern betrachtet, bricht kein Drama aus (das mit Klopapier zu lösen wäre…).

Falls jemand fürchtet, das Gas könnte abgestellt werden und er müsse frieren, ist vielleicht die Anschaffung eines Kaminofens sinnvoll. An dieser Lösung gefällt mir besonders gut, dass es egal ist, ob das Risiko eintritt: Der Ofen dient seinem Betreiber jeden Tag, verbreitet wohlige Wärme und eine heimelige Atmosphäre. Unter solchen Bedingungen entspannen sich Körper und Seele – unabhängig von der Verfügbarkeit von Gas.

Nicht jeder hat Gelegenheit, diese Lösung zu installieren. Aber sie veranschaulicht, was ich mit Lösungen meine, die unabhängig vom Eintritt des Risikos gut sind. Das Gegenteil davon verdeutlicht das Prinzip: Eine Risikolebensversicherung ist nur gut, wenn der Versicherte stirbt. Sonst hat der Versicherungskonzern jahrelang Geld kassiert, ohne eine Leistung dafür zu erbringen.

Wenn Sie Ihre Risiko-Analyse durchgeführt haben, legen Sie das Thema zur Seite. Und leben Sie. Schnuppern Sie an einer Blume, schmecken Sie ein Stück Kuchen, umarmen Sie eine Freundin. Das ist Leben. Die sinnlichen Erfahrungen bringen uns ganz ins Hier und Jetzt.

Vertrauensvolle Verbindungen zu anderen Menschen können mehr Vorsorge sein als jede Versicherung der Welt. Wir müssen wieder lernen, uns von der Gemeinschaft tragen zu lassen, auf die Natur zu vertrauen und den Unwägbarkeiten des Lebens zuversichtlich zu begegnen.

Auf der energetischen Ebene unterstützt das Sicherheitsenergieschloss SES11 diesen Prozess. Es liegt am oberen Rand des Schulterblatts rechts und links der Wirbelsäule. Legen Sie eine Hand über die Schulter und Sie berühren den Punkt automatisch.

SES11 ist benachbart mit SES3, das Sie schon kennen (SES3 Die Aikido-Abwehr). Aus dieser Nachbarschaft erklärt sich, dass wir krank werden, wenn wir zu viel mit Sorgen und Kümmernissen befasst sind. Dann verschließt sich SES11, was zu einer Verhärtung der Nackenmuskulatur führt, die wiederum den Energiefluss durch SES3 behindert und so das Immunsystem stört.

SES11 befreit das Zwerchfell von Verspannungen und begünstigt so einen freien Atem. Es lindert Emotionen, vor allem Trauer oder Angst und stoppt negatives Denken. SES11 löst Zweifel auf und hilft beim Treffen von Entscheidungen.

Bei körperlichen Beschwerden ist der Energiepunkt ein Tausendsassa! Die Energie fließt von dort in die Arme und Hände. Darum hilft SES11 bei Tennisarm, Überbein am Handgelenk, Karpaltunnel, Kribbeln und Taubheit der Finger. Auch die Schilddrüse profitiert von einem geöffneten SES11. Im Becken werden die Fortpflanzungsorgane und der Stuhlgang unterstützt. Ischiasschmerzen können gelindert werden und Leistenbrüche heilen besser dank diesem Energieschloss. Systemische Probleme wie Bluthochdruck reagieren ebenfalls auf SES11.

SES11 steht in dem Ruf, das Risiko für Schlaganfälle zu reduzieren. Das ist ein gutes Beispiel für eine sinnvolle Vorsorge: Wenn Sie sich vor einem Schlaganfall fürchten, halten Sie regelmäßig Ihr SES11. Die Entspannung dient Ihnen auf so vielen Ebenen – und nicht erst, wenn das Risiko eintritt und Sie wirklich einen Schlaganfall bekommen.

Den Energiepunkt können die meisten gut erreichen. Berühren Sie das linke SES11 mit der rechten Hand oder umgekehrt. Sie können auch beide SES11 gleichzeitig strömen. Als Kurzgriff dient Ihnen das Halten des Zeigefingers. Wählen Sie frei, welche Variante Ihnen sympathisch ist, oder probieren Sie verschiedene Positionen aus.

Viel Freude beim Loslassen!




Zur Serie

Die Serie „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint im Online-Magazin „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und Februar 2021 wird jede Woche ein Beitrag gepostet. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt harmonisieren können. Ein gut balanciertes Energiesystem fördert Ihre Gesundheit, dient der emotionalen Regulation und unterstützt Ihren Bewusstseinsprozess. Grundlegende Informationen zur Methode und zur Anwendung der Griffe erhalten Sie aus dem…

Pilot-Artikel:

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Pilot-Artikel zur Serie. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

In unserem kollektiven Entwicklungsprozess kommen wir Menschen immer stärker in unsere Kraft. Wir werden uns darüber bewusst, dass wir sehr viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser ganzes Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer versuchten Eingriffe in unsere persönlichen Entscheidungen der Lebensführung, sondern durch unsere Selbstermächtigung in medizinischen Angelegenheiten.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein in ihrem Genesungsprozess von einer angeblich unheilbaren Erkrankung. Sie ist seit 2014 als Jin Shin Jyutsu Praktikerin zertifiziert, hält Vorträge für Therapeuten und Laien, gibt Selbsthilfekurse und hat mehrere eigene Themen-Workshops gestaltet.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Es ist doch nur eine Armbinde.

Bild zum Beitrag Es ist doch nur eine Armbinde

Lesedauer ~10 Minuten
Rubrik: Im Lichte der Geschichte

Vergangene Nacht jährten sich die November-Progrome von 1938. Menschen wurden ermordet, eingesperrt und bestohlen. Viele verloren ihre wirtschaftliche Existenz, ihre Freiheit und ihr Leben. Geschäfte und Privatwohnungen wurden zerstört. Gotteshäuser verwüstet und Friedhöfe geschändet. Mindestens 300 Menschen nahmen sich – aus Verzweiflung oder Weitsicht – das Leben. Danach begann der systematische Völkermord.

Wie konnte es so weit kommen? Das fragt man sich heute und man wird sich dieselbe Frage immer wieder stellen, wenn große Krisen die Eigenschaften der Menschen sichtbar machen: die guten wie die üblen. Ich möchte ein Licht aus meiner psychologischen Sicht auf die Entwicklungen werfen, die zu diesen Geschehnissen führten. Es wäre vermessen, die komplexen Zusammenhänge im Rahmen eines Beitrags umfänglich darstellen zu wollen. Daher richte ich mein Augenmerk auf ein paar wenige Aspekte, die mich dieser Tage besonders beschäftigen.

Im Vorfeld der Ereignisse hatten die politischen Akteure eine passende Rechtsgrundlage geschaffen. Wer Jude war, definierte ein Gesetz. Die Beweislast wurde umgekehrt: Man musste einen Ariernachweis erbringen, im Volksmund „Persilschein“ genannt, um sich von dem Verdacht reinzuwaschen, jüdisch zu sein. Den Juden und auch anderen Gruppen wurden nach und nach ihre Menschenrechte aberkannt. Das meiste Unrecht geschah gemäß geltendem Recht.

Gute Menschen halten sich prinzipiell an Gesetze – wie absurd ihr Inhalt auch sein mag. Ihre Beweggründe liegen auf der Hand: Die Alternative zu verbindlichen Regeln ist Anarchie. Im Chaos will niemand leben. Besser alle halten sich an fragwürdige Vorgaben als an gar keine. Die Menschen stehen unter sozialem Druck, sich so zu gebärden wie die anderen Gesetzestreuen, um dazu zu gehören. Sie haben Angst vor einer Strafe, die sie selbst oder ihre Familie in Schwierigkeiten bringen könnte. Und sie können sich der Illusion hingeben, sie hätten keine Verantwortung für ihr Handeln, was in jeder Lebenslage ein fataler Irrtum ist. Handeln auf Befehl war noch nie frei von Verantwortung – unabhängig von der Rechtsprechung.

Zum Zwecke der Kennzeichnung mussten Juden Armbinden tragen. Diese im Vergleich zu den späteren Entwicklungen scheinbar harmlose Verordnung war der Anfang vom Ende. So waren die „Aussätzigen“ für jeden schon von weitem leicht erkennbar. Repressalien durch die allgegenwärtigen Staatsdiener und Diskriminierung durch die selbsternannten Hüter der Ordnung waren alltäglich.

Natürlich gab es auch Nicht-Juden, die das als Ungerechtigkeit empfanden. Die Sympathisanten standen in dem Risiko, ebenfalls bestraft und aus ihren bürgerlichen Kreisen ausgeschlossen zu werden. Man nannte sie abwertend „Judenfreunde“. Es gab eine Kontaktschuld: Man konnte sich mit diesen Menschen nicht treffen, ohne sich selbst schuldig zu machen. Sogar die „falsche“ Gesinnung von Freunden der Freunde barg eine latente Gefahr für Leib und Leben.

Das Prinzip „DIE und WIR“ spaltete Familien, Freunde, Kollegen und Nachbarn. Diese Spaltung ist die Grundlage eines jeden Terrors. Ohne sie wäre es nicht möglich, Menschen zu quälen, damit ein paar empathielose Psychopathen daraus irgendeinen Nutzen ziehen.

Die Propaganda hatte ganze Arbeit geleistet. Das ständige Wiederholen derselben Narrative hatte dafür gesorgt, dass Juden als Ursache allen Übels bei einem großen Teil der Gesellschaft verhasst waren. Sie waren schuld – am Krieg, an der Armut, an der politischen Krise. Einfach an allem. Hier wurde die berechtigte Empörung der Menschen über ganz andere Probleme gezielt gelenkt. Der Trick ist genauso alt wie effektiv. Er funktioniert immer wieder. Das Wir-Gefühl erstarkt mit einem gemeinsamen Gegner. Man bestätigt sich gegenseitig die Berechtigung für das vereinte Handeln und trägt die Flagge der „Solidarität“ als Rechtfertigung für grausame Taten vor sich her. Der staatstreue Bürger fühlte sich im Recht, wenn er Juden ausgrenzte oder beschimpfte. Später sah man folgerichtig weg, wenn die zuvor Diffamierten weggebracht wurden oder man hielt es sogar für eine gute Sache.

Statt sich zu fragen, ob all diese Behauptungen stimmten, waren die Leute damit beschäftigt, ihre Existenz zu sichern, entlastende Dokumente zu beschaffen und für Lebensmittel anzustehen. Zum Hinterfragen war keine Zeit. Außerdem war es gefährlich, die Autoritäten infrage zu stellen.

Man hatte zwei Meinungen: eine private und eine öffentliche. Zensur erfolgte überall. Wie viele Wahrheit damals verloren ging, werden wir wohl nie erfahren. Ironischerweise darf betreffend dieser Epoche heute keine vom offiziellen Narrativ abweichende Meinung geäußert werden. Das wäre strafbar. Manchmal hat das Schicksal einen schrägen Humor.

Weil so viel Normales verboten war, wurden normale Bürger zu Gesetzesbrechern. Diese konnte man jetzt mit reinem Gewissen anzeigen. Als Denunziant fühlt man sich moralisch überlegen, während man jemanden für ein im Grunde unwesentliches Vergehen in die Pfanne haut.

Je ohnmächtiger sich der einfache Mann fühlte, desto verlockender war es, am Machtsystem teilzunehmen. Ein kleiner Hinweis an den Blockwart und der unliebsame Nachbar, der Konkurrent um einen Arbeitsplatz oder der Ehemann der Geliebten konnte in Schwierigkeiten gebracht werden. Wie überaus praktisch! Der Betroffene musste noch nicht einmal wirklich etwas falsch gemacht haben. Es reichte, wenn man etwas völlig aus der Luft Gegriffenes behauptete, um eine Lawine der Schikane loszutreten. Für falsche Anschuldigungen wurde niemand zur Rechenschaft gezogen.

Ein psychologisch brillanter Schachzug der NS-Regierung – vielleicht sogar der entscheidende – war es, die Allgemeinbevölkerung am Raub zu beteiligen. Die von Juden gestohlenen Gegenstände, ihre Häuser, die Geschäftsbetriebe wurden spottbillig verkauft. Der Pelzmantel und die Lederhandschuhe der jüdischen Nachbarin, das edle Porzellan des jüdischen Chefs, Kunsthandwerk aus jüdischem Familienbesitz – plötzlich konnten sich Lieschen Müller und Franz Meier die begehrten Dinge leisten. Viele nutzten das einmalige Angebot und labten sich an den Überresten jüdischen Wohlstands. Ein Großteil der Bevölkerung lebte in existenzieller Abhängigkeit. Man fand Arbeit in den Giftgasfabriken, als Spitzel oder bei der SS. So macht man Mitläufer zu Profiteuren. Sie würden sich niemals gegen das Unrecht wenden oder es als solches überhaupt anerkennen, denn dann wären sie selbst Verbrecher und ihre Beute in Gefahr.

Es dient niemandem, dass wir in Gefühlen von Scham und Schuld versinken, wenn wir heute an die Opfer, Täter und Mitläufer denken. Lassen Sie uns lieber wachsam nach den Unterschieden zwischen damals und heute schauen.

“Wenn man eines aus der Menschheitsgeschichte lernen kann, dann ist es die Tatsache, dass Menschen aus ihrer Geschichte nichts lernen.” sagt angeblich ein Chinesisches Sprichwort. Mir wäre es sehr recht, diesen Text durch mein praktisches Erleben zu widerlegen.

Wir alle brauchen Antworten, wenn wir uns später fragen, was wir in unserem Leben getan haben und warum. Das nennt man Verantwortung. Unser Tun in Einklang mit den eigene Werten zu bringen, macht es leichter, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Dazu müssen wir uns unserer Werte bewusst werden, unsere Überzeugungen überprüfen und bereit sein, aus alten Denkmustern auszusteigen. Dieser Prozess bringt uns als Menschheitsfamilie weiter beim Erforschen unseres Bewusstseins. Wir können Perspektiven nachvollziehen, die uns vorher fremd waren. So halten Gnade und Vergebung Einzug in unsere Seelen – für andere und für uns selbst.

Der Blick in die Geschichte lohnt sich immer dann, wenn er uns dabei hilft, unser Bewusstsein zu wecken für das was heute und in Zukunft geschieht.




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Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Parallel zu ihrer therapeutischen Arbeit ist sie als freie Journalistin im Ressort Medizin & Gesundheit tätig. Sie hat sich auf Naturheilkunde und Psychologie spezialisiert. Seit 2020 gibt sie das Online-Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst heraus. Es dient der Entwicklung des Einzelnen in eine freies und selbstbestimmtes Leben und unterstützt somit den Bewusstseinsprozess der Menschheit.

Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

Wenn wir voll berufstätig sind (35-40 Std.), verbringen wir 25-30 % unserer wachen Lebenszeit (bei 6-7,5 Std. Schlaf) mit Arbeit (plus Fahrtzeiten und Fortbildungen). Von dem erwirtschafteten Wert unserer Leistung (Gewinn des Unternehmens + AG-Anteil der Sozialabgaben + sogenannter Brutto-Lohn) erhält ein Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Verdienst (3.994 Euro brutto) nach Abzug aller Abgaben 24,6 %. Berücksichtigt ist die MWSt., weil sie praktisch alle Ausgaben betrifft, nicht berücksichtigt sind Sonderabgaben wie Versicherungssteuer, Alkoholsteuer oder Mineralölsteuer. Datenquelle: www.statista.de.

Kein Wunder, leben so viele Menschen in einem Gefühl von Mangel. ¾ ihrer Arbeitsleistung kassieren Unternehmer (29,27 %) und staatliche Einrichtungen (46,13 %). Leider konnte ich nicht ermitteln, wie viel Steuern die Unternehmen je Mitarbeiter abführen. Dieser Betrag verschiebt das Verhältnis sicher noch mehr in Richtung Staatseinkünfte. Haben Sie sich über diese Aufteilung schon einmal Gedanken gemacht? Ich – ehrlich gesagt – bis vor Kurzem überhaupt nicht.

Nehmen wir einfach einmal an, jeder von uns hätte den Ertrag seiner eigenen Lebensleistung zur Verfügung: Wir müssten nur halb so viel arbeiten und hätten doppelt so viel Geld!

Es ist also prinzipiell genug für alle da. Die Gemeinschaft kann problemlos alle Alten, Kranken und Schwachen mittragen. Das tun wir ohnehin! Wir müssen niemanden quälen, einen Job anzunehmen, den er gar nicht will oder für den er unpassend qualifiziert ist. Und wir müssen auch niemanden gegen seinen Willen in Qualifizierungsmaßnahmen stecken, damit die Statistik besser aussieht.

Statt auf HARZ IV Empfänger mit Fingern zu zeigen, weil manche von ihnen anscheinend in mehr Wohlstand leben als eine Pflegefachkraft, könnten wir uns fragen, warum die Fachkraft so wenig Einkommen hat, und warum ein Broker so viel mehr verdient, während er mit der Lebensenergie von Menschen (Geld) spekuliert. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf das eigentliche Problem, statt brav der Blickrichtung des Empörungsmanagements zu folgen. Wir könnten uns wundern, warum es Beitragsbemessungsgrenzen gibt, die dafür sorgen, dass der prozentuale Anteil der Sozialabgaben immer kleiner wird, je höher die Einkünfte der Top-Verdiener sind.

Wenn Sie glauben, Ihre schöne Steuer würde vornehmlich in soziale Einrichtungen und Infrastruktur fließen, empfehle ich Ihnen die Lektüre des jährlichen Berichts vom Bund der Steuerzahler.

Jeder einzelne Abgeordnete im Bundestag kostet uns (mit Dienstwagen, Reisekosten, Spesen, Büro, Dienstwohnung etc.) 750.000 Euro im Jahr. Siebenhundertfünfzigtausend. Mal 700 Abgeordnete. Werfen Sie selbst Ihren Taschenrechner an. Da geht Ihre Lebensleistung hin. Das Kanzleramt wird neu gebaut für 19.200 Euro. Pro Quadratmeter. Kein Scherz. Damit Sie eine Relation haben: Wenn eine 80-qm-Wohnung solch einen Quadratmeterpreis hätte, würde sie 1,5 Mio Euro kosten.

Wir geben den Löwenanteil unserer Lebensenergie in Form von Geld ab und freuen uns, wenn wir davon einen Bruchteil als Kindergeld oder Wohngeld zurück bekommen. Durch das Hin und Her von Abgaben gegen „Fördergelder“ sind unter den 83 Mio Einwohnern in Deutschland nur 27 Mio Nettosteuerzahler: Sie geben mehr Steuern ab als sie Gelder vom Staat erhalten. Von diesen 27 Mio sind 12 Mio Staatsbedienstete, deren steuerpflichtiges Einkommen ja aus den Steuereinnahmen bezahlt wird. Am Ende des Tages stützt sich das ganze System auf 15 Mio erwerbstätige Menschen, die für 83 Mio den Laden am Laufen halten. Quelle: Prof. Gerd Bosbach/Jens Jürgen Korff: “Die Zahlentrickser”

Und stellen Sie sich vor: Das funktioniert! So kostbar ist Lebensleistung, dass wir neben all dem mehr oder weniger Notwendigen aktuell noch 45,2 Milliarden Euro für Waffen übrig haben: 45.200.000.000 Euro. Quelle: Bundesministerium der Verteidigung

Wir Menschen können durch unsere Leistung ganz entspannt sämtliche Einrichtungen finanzieren, die wir wirklich brauchen. Wir haben mehr als genug zum Essen und für Kleidung. Jeder kann ein Dach über dem Kopf haben und Zugang zur medizinischen Versorgung.

Wir können uns problemlos jede sinnvolle Schulmedizin, naturheilkundliche Behandlung und echte Gesundheitsvorsorge leisten. Es ist mehr als genug Geld da.

2018 haben die Gesetzlichen Krankenkassen insgesamt 7,39 Milliarden Euro (7.390.000.000) für Krebsmedikamente bezahlt. Spitzenreiter war ein Leukämie-Mittel zum Preis von 275.000 Euro je Behandlung. Quelle: Wirtschaftswoche
In den letzten Monaten geben die Gesetzlichen Krankenkassen – die privaten will man nicht belasten – jede Woche 50,5 Mio Euro für PCR-Tests aus. Jede Woche. Von Ihren Krankenkassenbeiträgen. Quellen: Chip (Preis)/RKI (Anzahl)

So irrsinnig viel Geld ist da. Das haben wir alle gemeinsam erwirtschaftet. Beteiligt am Entstehen dieses Reichtums sind die einen durch ihre bezahlte Arbeit, die anderen durch ihre unbezahlte Arbeit, die genauso gebraucht wird, um unsere Gemeinschaft am Leben zu halten.

Wenn Sie das Gefühl von Mangel und Begrenzung hinter sich lassen wollen, halten Sie sich das Sicherheitsenergieschloss SES10. Sinnigerweise dient dieses Schloss der Atmung, dem stimmhaften Ausdruck und hilft bei Schwindel jeder Art. Häufige Symptome wie Pollen- und Hausstauballergien oder Beschwerden des Nackens, der Knie und der Hüfte sowie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren und der Lunge gehen ebenfalls auf das Mangelgefühl zurück. Sie werden folglich mit demselben SES10 behandelt.

Der Energiepunkt befindet sich am Rücken rechts und links der Wirbelsäule auf halber Höhe des Schulterblatts. Nur die wenigsten werden ihn in einer bequemen Haltung berühren können. Daher empfiehlt es sich, alternativ einfach den Zeigefinger zu halten. Damit harmonisieren Sie den Nieren- und Blasenmeridian. Das erhöht Ihre allgemeine Vitalität und löst gleichzeitig Ängste auf. Eine andere Variante ist das Halten der hohen 19 (Abgrenzung) in Verbindung mit SES13 (alte Verletzungen loslassen). Die beiden SES werde wir später noch ausführlich besprechen. Hier schon mal die Übung für Fortgeschrittene: Sie halten mit der rechten Hand ihren linken Oberarm und legen die linke Hand auf den rechten Brustkorb. Die Arme sind dann gekreuzt.

Ich weiß, dass viele im Moment von Ängsten geplagt werden. Ihre Empfindungen nehme ich ernst. Ich will Sie nicht verhöhnen. Ganz im Gegenteil: Dank SES10 gewinnen Sie die geistige Freiheit, Wege zum Wohlstand fernab konventioneller Denk-Beschränkungen zu finden. Tauchen Sie ein in das Erleben der Fülle. Sie steht jedem Menschen zu. Das ist unser Geburtsrecht. Und wir müssen gar nicht so viel dafür leisten, wie wir immer meinen. Weniger ist manchmal mehr. Tanken Sie jetzt Kraft für das Kommende. Sie werden sie noch brauchen, um beim Gestalten unsere gemeinsamen Zukunft mitzuwirken.




Zur Serie

Die Serie „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint im Online-Magazin „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und Februar 2021 wird jede Woche ein Beitrag gepostet. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt harmonisieren können. Ein gut balanciertes Energiesystem fördert Ihre Gesundheit, dient der emotionalen Regulation und unterstützt Ihren Bewusstseinsprozess. Grundlegende Informationen zur Methode und zur Anwendung der Griffe erhalten Sie aus dem…

Pilot-Artikel:

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Pilot-Artikel zur Serie. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

In unserem kollektiven Entwicklungsprozess kommen wir Menschen immer stärker in unsere Kraft. Wir werden uns darüber bewusst, dass wir sehr viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser ganzes Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer versuchten Eingriffe in unsere persönlichen Entscheidungen der Lebensführung, sondern durch unsere Selbstermächtigung in medizinischen Angelegenheiten.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus? 

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Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein in ihrem Genesungsprozess von einer angeblich unheilbaren Erkrankung. Sie ist seit 2014 als Jin Shin Jyutsu Praktikerin zertifiziert, hält Vorträge für Therapeuten und Laien, gibt Selbsthilfekurse und hat mehrere eigene Themen-Workshops gestaltet.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Vom toten Gaul absteigen

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen

Versenkte Kosten nennt man in der Wirtschaft Investitionen, die bereits in ein Projekt geflossen sind, welches nicht mehr zum geplanten Erfolg geführt werden kann. Mit klarem Blick betrachtet, müsste man aus rein wirtschaftlicher Sicht das Vorhaben aufgeben – aber man hat ja schon so viel hineingesteckt! Also verpulvert man sinnlos weitere Millionen für den Bau oder die Software-Entwicklung oder Wasauchimmer. Das Phänomen begegnet uns auch in anderen Lebensbereichen.

Vielleicht waren Sie schon einmal im Urlaub und die Voraussetzungen, unter denen Sie Ihre Ferien genießen wollten, sind dort einfach nicht vorhanden. Bleiben Sie ohne Schnee im Ski-Gebiet, weil Sie die lange Anreise auf sich genommen haben und bei verfrühter Abreise Storno-Gebühren anfallen würden?

Wie lange haben Sie an einer hoffnungslosen Beziehung festgehalten, nur weil Sie sich nicht eingestehen wollten, dass Sie schon viel früher hätten gehen müssen? Mit jedem Tag werden die „versunkenen Kosten“ größer und das entwicklungsverhindernde Argument gewinnt weiter an Gewicht.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Voraussetzung fürs Loslassen ist, dass wir uns des Scheiterns bewusst werden und den Verlust angemessen betrauern. Den Tatsachen ins Auge zu blicken, kann sehr schmerzhaft sein.

Wir können uns die Trauer, die Wut oder die Scham aber nicht ersparen, wenn wir mit unseren Ressourcen im weiteren klug haushalten wollen. Unsere Kapazitäten sind in der Regel begrenzt, und das trifft beileibe nicht nur auf Euro zu. Auch Lebensenergie, Nerven, Resilienz und Leidensfähigkeit sind limitiert. Es darf unser vitales Interesse sein, dieses kostbare „Kapital“ nicht zu vergeuden, sondern mit Bedacht einzusetzen.

Beenden wir also endlich, was schon längst vorbei ist.

Bei diesem Prozess unterstützt uns das Sicherheitsenergieschloss SES9. Es befindet sich auf dem Rücken rechts und links der Wirbelsäule am unteren Rand der „Flügel“. Weil die meisten von uns ihre eigenen Schulterblätter nur schwer berühren können, verwenden wir Alternativen, die leichter erreichbar sind:

Als Kurzgriff halten Sie einfach den Daumen, insbesondere, wenn mit dem Thema emotional ein Zustand der Sorge verbunden ist. Eine andere Variante ist das Strömen des SES14 auf dem vorderen unteren Rippenbogen in Höhe der Leber rechts bzw. Milz links. Wir werden diesen und den nächsten Griff später noch detailliert besprechen. SES14 hilft beim Verdauen auf allen Ebenen. Auch das SES19 in der Ellenbeuge kann hilfreich sein. Für diese Variante würde ich mich entscheiden, wenn jemand versucht, Ihnen in Ihren Beschluss hineinzuquatschen. Der Griff dient dem Abgrenzen.

Das Ziel des SES9 ist es, mit dem Beenden eines Zyklus Raum zu schaffen für den Beginn von etwas Neuem. Unsere spirituellen Zyklen wollen abgeschlossen werden, damit sich der nächste Entwicklungsschritt entfalten kann, so wie wir es bei der Betrachtung der Jahrsiebte gesehen haben.




Zur Serie

Die Serie „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint im Online-Magazin „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und Februar 2021 wird jede Woche ein Beitrag gepostet. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt harmonisieren können. Ein gut balanciertes Energiesystem fördert Ihre Gesundheit, dient der emotionalen Regulation und unterstützt Ihren Bewusstseinsprozess. Grundlegende Informationen zur Methode und zur Anwendung der Griffe erhalten Sie aus dem…

Pilot-Artikel:

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Pilot-Artikel zur Serie. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

In unserem kollektiven Entwicklungsprozess kommen wir Menschen immer stärker in unsere Kraft. Wir werden uns darüber bewusst, dass wir sehr viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser ganzes Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer versuchten Eingriffe in unsere persönlichen Entscheidungen der Lebensführung, sondern durch unsere Selbstermächtigung in medizinischen Angelegenheiten.

Weiterlesen…

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Weiterlesen…

SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

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Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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Zur Person

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Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein in ihrem Genesungsprozess von einer angeblich unheilbaren Erkrankung. Sie ist seit 2014 als Jin Shin Jyutsu Praktikerin zertifiziert, hält Vorträge für Therapeuten und Laien, gibt Selbsthilfekurse und hat mehrere eigene Themen-Workshops gestaltet.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Rhythmus ist Leben

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Herz- und Atemrhythmus beispielsweise sind fein aufeinander abgestimmt. Die Herz-Atem-Kohärenz ist ein wichtiger Marker für die Regulationsfähigkeit im Organismus. Und sie lässt sich direkt über Gute-Laune-Gedanken beeinflussen. Das ist messbar.

Die Herzfrequenz hängt von dem Mineral Kalium ab. Ein klein wenig zu viel oder ein winziges Bisschen zu wenig an Kalium und das Herz gerät aus dem Takt. Die Kalium-Menge im Organismus wird von der Niere beeinflusst. Die Funktionen in unserem Organismus sind miteinander verflochten. Unser Hormonsystem ist ein Wunderwerk an Regulation.

Die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin wird durch die Dämmerung ausgelöst und durch Tageslicht (oder ähnliche Farbfrequenzen im LED-Licht) gestoppt. Das Produktion von Blutdruck erhöhendem Cortisol hingegen wird in den Morgenstunden angekurbelt und lässt uns kraftvoll in den Tag schreiten.

Der weibliche Zyklus entspricht dem Mondrhythmus, der auch die Gezeiten der Meere verursacht. Und übrigens beeinflussen wir Menschen uns in unserem Rhythmen auch gegenseitig. In Klöstern hat man herausgefunden, dass der Zyklus der Frauen sich nach einer Weile in der Gemeinschaft in verblüffender Weise angleicht.

Natürlich wirken auch die Jahreszeiten auf den Menschen. Im Frühjahr erblühen wir, die Hormone blubbern über, im Sommer brauchen vor allem Patienten mit Blutgruppe 0 oder anderweitigem Feuer-Überschuss vermehrt Ruhepausen und Abkühlung. Der Herbst bringt ganz praktische Veränderungen mit sich: Erntezeit heißt Einlagern für die kalte Jahreszeit. Und in der Stille des Winters sammeln wir Kraft für das Frühlingserwachen.

Die Lebensphasen sind ebenfalls einem Rhythmus unterworfen, wie ich in dem Beitrag zu den Jahrsiebten deutlich gemacht habe. Wir können nicht unsere Trotzphase mit Mitte 30 ausleben, ohne dass es uns enorm Kraft kostet. In diese Zeit gehören das Aufstampfen und reflexhafte Neinsagen einfach nicht.

Menschen, die ausreichend Erd-Element zur Verfügung haben, kommen häufig mit rhythmischen Prozessen gut klar. Wem aber die Erdung fehlt, für den ist Veränderung tendenziell eine Herausforderung. Der bekommt vielleicht bei Wetterwechsel oder zyklusabhängig Kopfschmerzen, Hautmalheur oder Verdauungsprobleme. Oder die Anpassung an eine Zeitumstellung führt zu Jetlag.

In die Rhythmen des Körpers punktuell einzugreifen, ohne die komplexen Wechselwirkungen zu berücksichtigen, bringt häufig Ungemach. Mit mechanistischem Weltbild schraubt die alte Medizin an einem Ende und bringt gar nicht damit in Verbindung, dass an einer anderen Stelle etwas aus dem Ruder läuft. Also schrauben wir auch dort unwissend an kleinen Rädchen herum und so zu. Nachhaltig hilfreich sind Medizinsysteme, die den ganzen Menschen im Blick haben, wie die traditionell Chinesische Medizin, das Ayurveda und die 4-Elemente-Medizin.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Das Sicherheitsenergieschloss SES8 befindet sich an der Außenseite der Knie. Es ist unter anderem für die Temperaturregulation zuständig: rechts wärmt, links kühlt. Bei allen anderen Rhythmusthemen halten Sie einfach eine oder beide Seiten – gerne auch über Kreuz.

Wenn Sie das möchten, bauen Sie sich eine kleine JSJ-Übung in Ihren Tages- oder Wochenablauf ein und fördern so das Erleben von Rhythmus im Alltag. Den eigenen Rhythmus finden kann man übrigens auch beim rhythmischen Gehen oder mit der JSJ-Atemübung 36 bewusste Atemzüge (Link zum Video: “Ich atme frei” auf www.praxis-lichtblick.eu).




Zur Serie

Die Serie „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint im Online-Magazin „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und Februar 2021 wird jede Woche ein Beitrag gepostet. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt harmonisieren können. Ein gut balanciertes Energiesystem fördert Ihre Gesundheit, dient der emotionalen Regulation und unterstützt Ihren Bewusstseinsprozess. Grundlegende Informationen zur Methode und zur Anwendung der Griffe erhalten Sie aus dem…

Pilot-Artikel:

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Pilot-Artikel zur Serie. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

In unserem kollektiven Entwicklungsprozess kommen wir Menschen immer stärker in unsere Kraft. Wir werden uns darüber bewusst, dass wir sehr viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser ganzes Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer versuchten Eingriffe in unsere persönlichen Entscheidungen der Lebensführung, sondern durch unsere Selbstermächtigung in medizinischen Angelegenheiten.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

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Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

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Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

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Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

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Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein in ihrem Genesungsprozess von einer angeblich unheilbaren Erkrankung. Sie ist seit 2014 als Jin Shin Jyutsu Praktikerin zertifiziert, hält Vorträge für Therapeuten und Laien, gibt Selbsthilfekurse und hat mehrere eigene Themen-Workshops gestaltet.

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Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Entwicklung in Zyklen

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden. Lassen Sie Ihrer Phantasie einmal freien Lauf…

In den ersten drei Jahrsiebten (0 bis 7 Jahre, 7 bis 14 Jahre und 14 bis 21 Jahre) lernen wir das Gute, Schöne und Wahre (in dieser Reihenfolge) kennen. Was gut ist, sagt uns unser Herz. Diese Instanz entscheidet auch zwischen den beiden anderen, wenn Verstand und Bauch sich nicht einig sind.

Ob etwas schön ist oder nicht, erfahren wir durch (Bauch-)Gefühle von Lust oder Unlust. Das Wahre erkennt unser Verstand, wenn er in seiner Kraft ist.

Wir befinden uns während der ersten 21 Jahre in Abhängigkeit, das ist diesem Alter gemäß. Die Entwicklung erfolgt insbesondere im Körperlichen. Im ersten Jahrsiebt liegt ihr Schwerpunkt auf den Sinnen, mit denen wir die Welt wahrnehmen, im zweiten auf den natürlichen Rhythmen in und um uns, die wir annehmen (müssen), im dritten dann gelangt mit der Hormontätigkeit der Stoffwechsel zur vollen Entfaltung.

Erwähnenswert ist in diese Zeit die erste Pubertät. Hier prüfen wir, ob unsere Eltern praktizieren, was sie uns beibringen wollen. Und wehe, sie predigen Wasser und trinken Wein! Je größer die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, desto holpriger die Pubertätskrise.

In den folgenden 21 Jahren bilden sich unsere Empfindung, unser Verstand und unser Bewusstsein aus. Diese Phase wird auch als „Krise der Talente“ bezeichnet. Es geht darum, das Selbst in die Welt zu bringen. Wir sind dabei allerdings mit der Realität konfrontiert und müssen „mit dem Wind segeln“, damit wir voran kommen. Die Zeit von 21 bis 42 ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Du. Unsere Beziehungen spielen eine wichtige Rolle als Spiegel und Verstärker für die Selbstreflexion. Das ist nicht immer angenehm und nicht alle (wollen) verstehen, dass sie durch Beziehungsprobleme wertvolle Hinweise auf ihre eigenen ungelösten Lebensthemen und inneren Konflikte erhalten.

Schauen wir auf die drei Jahrsiebte von 42 bis 63. Während dieser Phase geht es darum, den Geist zu entwickeln und sich selbst zu befreien: Ab dem 7. Jahrsiebt erleben wir eine zweite Pubertät, auch Midlifecrisis genannt. Hier vergleichen wir unsere eigenen Ansprüche mit unserem eigenen Leben. Autsch. Das kann schmerzhaft sein. Während wir zuvor der Spur gefolgt sind, kommen wir jetzt ins Zweifeln, ob das der richtige Weg ist. Durch die Korrektur der Lebensumstände in Richtung Authentizität kommt es häufig zu Trennungen, Umzügen oder Berufswechseln. Zwar nimmt die körperliche Energie in dieser Zeit ab, doch steigt die seelische Energie und gewinnt zunehmend an Kraft. Hier liegt jetzt der Schwerpunkt unsere Entwicklung.

Zwischen 42 und 49 geht es folglich darum, Mut zu entwickeln. Das heißt nicht, wir hätten in der Zeit keine Angst. Oft ist das Gegenteil der Fall. Mut ist die Fähigkeit, die wir benötigen, um etwas mit Angst zu tun, weil es wichtigeres gibt als die Angst.

Zwischen 49 und 56 dürfen wir dann zur Gelassenheit finden. Gründe für Aufregung gibt es in dieser Zeit meist genug, um die Kunst der Gelassenheit zu üben. Insbesondere können wir aus unserem Größen- und Machbarkeitswahn herausfinden und stattdessen unsere Demut entdecken. Nein, wir haben nicht alles unter Kontrolle und das müssen wir auch nicht. Das Wir wird wichtig. Wir lernen, uns in der Gruppe sicher zu fühlen und ihr zu dienen. Wir fangen an, weiterzugeben, was uns zu teil wurde, unsere Erfahrung und unser Wissen.

Das führt uns in das Jahrsiebt zwischen 56 und 63, in dem es um Weisheit geht, also um die Fähigkeit, Wissen und Erfahrung zu kombinieren. Mit dem Abschluss dieses Zyklus lösen wir uns immer mehr von unseren materiellen Vorstellungen von der Welt. Wir schließen viele Themen ab.

Ab 63 wird es noch einmal spannend. Erneut bewegen wir uns in den Themen „gut, schön und wahr“. In den sieben Jahren zwischen 63 und 70 erleben wir das Gute in der Welt mit gereiftem Blick. Unsere Werte sind befreit von Introjekten (Eingeimpftes von anderen), Erwartungen und Verstrickungen. Zwischen 70 und 77 gewinnen wir eine schöne Lust daran, für andere als Ratgeber zu fungieren. Wir finden heraus, wer jetzt wie viel unseres Rates wirklich braucht und haben will und welcher Rat der Gemeinschaft dient. Ab 77 ist der Weg frei für die Versöhnung mit der Wahrheit von allem was ist und war. Verletzungen, die vorher keine Vergebung finden konnten, haben jetzt eine Chance auf Heilung.

Über all diese Stufen entwickeln wir uns stetig aus dem „Erbstrom“ (Mitgebrachtes aus der Familie) heraus und in die Individualität hinein.

Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 2020 genau 71 Jahre alt. Bemerkenswert ist, welche Rolle Ratgeber in dieser Zeit spielen und wie wir unsere Funktion in verschiedenen Räten heute leben. Da ist noch Entwicklungspotenzial zu entfalten. Die Zeit ist reif. Wir wollen ja alle noch erleben, wie in sechs Jahren die Versöhnung mit der ganzen Wahrheit von allem, was ist und war in diesem Land, beginnt.

Im Jin Shin Jyutsu ist ausgerechnet das Sicherheitsenergieschloss SIEBEN SES7 der Energiepunkt, der uns dabei unterstützt, einen Entwicklungszyklus abzuschließen. Wenn das mal nicht passend ist!

Sie finden das SES7 an der Unterseite des großen Fußzehs. Halten Sie diesen Punkt, wenn Sie einen Entwicklungszyklus abschließen wollen. Der Punkt ganz unten harmonisiert Dysbalancen ganz oben, also im Kopfbereich, z.B. Kopfschmerzen oder epileptische Anfälle.

Der allerletzte Zyklus in unserem Leben wird übrigens auch mithilfe von SES7 abgeschlossen. Sterbenden hält man die großen Zehen, damit das Bewusstsein leichter aus dem Körper entweichen kann. Aus Sicht des Jin Shin Jyutsu tritt es durch das Fenster (SES4) in den Körper ein und dort auch wieder aus, nachdem es ganz unten (SES7) zuerst losgelassen worden ist.

Sie wissen ja: Beim Jin Shin Jyutsu können Sie sich strömen, indem Sie einfach nur die Punkte halten. Sie dürfen auch drücken, aber das müssen Sie nicht. Machen Sie es sich bequem. Probieren Sie es einfach aus, ob Sie den Punkt lieber mit den Händen oder mit den Füßen berühren wollen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Positionen. Manche Punkte hält man am Besten im Liegen, andere im Sitzen. Oder man stellt die Füße auf. Und vielleicht findet sich auch ein lieber Mensch, der gerne Ihre großen Zehen für Sie strömt.




Zur Serie

Die Serie „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint im Online-Magazin „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und Februar 2021 wird jede Woche ein Beitrag gepostet. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt harmonisieren können. Ein gut balanciertes Energiesystem fördert Ihre Gesundheit, dient der emotionalen Regulation und unterstützt Ihren Bewusstseinsprozess. Grundlegende Informationen zur Methode und zur Anwendung der Griffe erhalten Sie aus dem…

Pilot-Artikel:

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Pilot-Artikel zur Serie. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

In unserem kollektiven Entwicklungsprozess kommen wir Menschen immer stärker in unsere Kraft. Wir werden uns darüber bewusst, dass wir sehr viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser ganzes Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer versuchten Eingriffe in unsere persönlichen Entscheidungen der Lebensführung, sondern durch unsere Selbstermächtigung in medizinischen Angelegenheiten.

Weiterlesen…

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein in ihrem Genesungsprozess von einer angeblich unheilbaren Erkrankung. Sie ist seit 2014 als Jin Shin Jyutsu Praktikerin zertifiziert, hält Vorträge für Therapeuten und Laien, gibt Selbsthilfekurse und hat mehrere eigene Themen-Workshops gestaltet.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Im Schatten der Einheit

Kommentar von Petra Weiß. Lesedauer ~ 7 Minuten
Rubrik: Im Lichte der Geschichte

Während sich Politiker gegenseitig (und selbst) anerkennend auf die Schulter klopfen, denke ich an die psychologischen Folgen historischer Ereignisse und möchte sie aus meinem ganz persönlichen Blickwinkel beleuchten.

Ich erinnere mich genau, wie mein Lehrer im Politik Leistungskurs im Schuljahr 1988/1989 die Klasse fragte, für wie wahrscheinlich wir eine Wiedervereinigung hielten. Meine Antwort war klar: Wünschenswert, aber unwahrscheinlich. Vielleicht irgendwann in ferner Zukunft, da müsste sich aber noch vieles ändern.

Wir hatten gerade das Grundgesetz studiert und die Unterschiede zwischen dem freiheitlich demokratischen System im Westen und der kommunistischen Knechtschaft im Osten gelernt. Das schien mir so gar nicht zusammengehen zu wollen.

Wenige Monate später fiel die Mauer. Ich war tief berührt und habe geweint. In meiner jugendlichen Naivität war die Grenzöffnung für mich ein Symbol der Brüderlichkeit. Die Erleichterung der vormals gewaltsam getrennten Menschen erfasste mich wie eine Woge der Euphorie. Ein Wunder war geschehen. Endlich waren Familien wieder vereint, eine Diktatur war beendet und Menschen wieder frei. Den 3. Oktober habe ich viele Jahre lang in diesem Sinne als Feiertag erlebt.

Später habe ich einigen Menschen „aus dem Osten“ kennengelernt. Durch sie gewann ich Einblicke in Schicksale, die eine andere Seite der Medaille zeigen.

Die Tochter eines Stasi-Mitarbeiters erzählte mir, wie ihre Familie aus heiterem Himmel alle Privilegien verlor. Zu Recht, werden Sie vielleicht sagen. Dennoch ist das für ein Kind verstörend. Sie musste ohne Vorlauf das Internat verlassen und wusste nicht, wie es weitergehen würde. Der Vater wurde inhaftiert. Mit der Wende fehlten der Familie von jetzt auf gleich die Existenzgrundlage und der gesellschaftliche Status. Aus psychologischer Sicht ist dieser Bruch in der Biografie prägend. Eben gehört man noch zur Elite und erlebt das als Alltagsnormalität, im nächsten Moment findet man sich am Rand der Gesellschaft wieder. Wie mag sich das auf das Mädchen ausgewirkt haben?

Der Sohn eines Arbeiters berichtete davon, dass er als Teenager an den Montagsdemonstrationen teilgenommen hatte. Als dann die ersehnte Wende kam, hat sein Vater die Veränderungen nicht verkraftet. Sein hart verdientes Geld war plötzlich nichts mehr wert. Alles, woran er geglaubt hatte, zerfiel von einem Tag auf den nächsten zu Staub. Die Ideologie, welche sein ganzes Leben lang Grundlage seiner Welt war, galt plötzlich als falsch. Der Mann wurde alkoholkrank und lebte zeitweise obdachlos auf der Straße, während seine Frau putzen ging, um die beiden Kinder durchzubringen. Wie mag sich das auf den jungen Mann ausgewirkt haben, der selbst daran mitgewirkt hatte, dass genau diese Veränderung erreicht wurde, an der sein Vater zerbrach?

Das Ende der DDR war nicht für alle ein Grund zum Feiern.

Am Tag der Wiedervereinigung gedenke ich derjenigen, die Opfer gebracht haben, um in Einigkeit und Recht und Freiheit zu leben. In meiner traumatherapeutischen Praxis erfahre ich, wie es manchen von ihnen heute geht:

Die Tochter einer Republikflüchtigen beschrieb ihr Leid, als Teenager von der Mutter verlassen worden zu sein. Sie ist wütend und verzweifelt, weil ihr dieses Opfer nun sinnlos erscheint in Anbetracht der politischen Entwicklungen.

Das Kind eines Widerständlers hatte immer wieder einschüchternde Hausdurchsuchungen miterleben müssen. Diese Grenzverletzungserfahrungen sitzen tief. Als erwachsener Mensch hat es jetzt Angst vor Kontrollen durch das Ordnungsamt.

Eine Frau, die als Jugendliche ohne jeglichen Besitz mit ihrer Familie in den Westen geflüchtet war, schaltet in den Anpassungsmodus um. Sie denkt, dass sie jetzt wieder zwei Meinungen braucht: eine öffentliche und eine private.

Ich finde das traurig. Heute. 30 Jahre danach. Wir dürfen alle gespannt sein, welche Spuren die jetzige Zeit hinterlassen wird.

In meiner Praxis beobachte ich, dass aktuell viele Traumareaktivierungen stattfinden. Das kann sehr krisenhaft sein, aber darin liegt auch eine Chance. Zu mir kommen immer mehr Menschen, die ihre schlimmen Erlebnisse jahrzehntelang gedeckelt hatten. Jetzt geht das nicht mehr. Bedrohungen – reale und eingeredete – lauern an jeder Ecke. Als Folge ergreifen Wut, Angst oder Lähmung die Menschen mit der vollen Wucht von damals. In diesem akuten Zustand drängen die chronischen Verletzungen auf Heilung.

Ich wünsche mir, dass diese Krise als Katalysator für die Entwicklung des Einzelnen und somit auch für den Bewusstseinsprozess der Menschheit dient. Wenn wir jetzt aus der Not heraus gezwungen sind, den alten Schmerz anzuschauen und die Wunden sauber zu versorgen, dann hat das Ganze langfristig einen Sinn. Lösen wir unsere Traumata, dann müssen wir das Leid nicht von Generation zu Generation immer weiterreichen. Diese Aussicht gibt mir Hoffnung.

Falls Sie nach dem schweren Stoff etwas zur Erheiterung brauchen, lege ich Ihnen den Film „Good bye Lenin“ ans Herz. Es ist wichtig, dass wir unseren Humor nicht verlieren.




 

Bereit für den Wandel

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war? Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

Während meiner Hypnosetherapie-Fortbildung habe ich einen wichtigen Grundsatz gelernt: „die Welle reiten“. In der Therapie erlebt man täglich, dass eine Sitzung nicht planbar ist. Menschen reagieren nicht vorhersehbar. Deshalb ist es schön, ein Konzept zu haben, aber man muss immer situativ reagieren und flexibel bleiben. Am Anfang meiner Laufbahn als Therapeutin hätte ich gerne eine stabile Linie gehabt, an der ich mich orientieren kann. Ich kam aus der IT-Branche. Dort konnte man Dinge präzise bestimmen. Wenn-dann-sonst-Situationen gibt es im echten Leben selten und erst gar nicht im therapeutischen Alltag.

Was also tun, wenn man als junge Therapeutin vieles gelernt hat und die Realität sich nicht immer ans Lehrbuch halten will? Man lernt, auf seine Intuition zu hören – sie speist sich aus dem Wissen und den Erfahrungen – und auf die Selbstregulation des Systems Mensch zu vertrauen: Etwas im Patienten weiß genau, wie Überleben geht, sonst wäre er nicht so weit gekommen, dass er heute in der Sprechstunde sitzt.

Dasselbe können Sie für sich verbuchen. Etwas in Ihnen hat sich immer an die Veränderungen angepasst, die Ihnen in Ihrem Leben schon tausendfach begegnet sind. Sie haben Veränderungskompetenz in sich. Die einen mehr die anderen etwas weniger. Aber prinzipiell ging es bisher immer weiter. So wird es auch mit den kommenden Monaten sein. Sie werden es überstehen. Vertrauen Sie auf Ihren Überlebensinstinkt.

Wie man besonders herausfordernde Situationen (gesund) übersteht, hat der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky anhand von Holocaust-Opfern untersucht und dabei etwas Wichtiges herausgefunden. Diejenigen, welche nicht an der gruseligen Situation zerbrochen sind, hatten drei Merkmale gemeinsam: Sie haben etwas Sinnhaftes in ihrem Schicksal erkannt, sie konnten die Erlebnisse in einen verstehbaren Rahmen einordnen. Und sie waren zuversichtlich, dass sie die Krise irgendwie bewältigen könnten.

Diese drei Ressourcen dienen uns allen, auch in weniger existenziellen Bedrohungen. Machen Sie sich daher bewusst, dass Sie in Ihrem Leben schon viele Krisen gemeistert haben. Vielleicht finden sie heraus, welche Ihrer besonderen Qualitäten Ihnen dabei geholfen haben. Betrachten Sie schwierige Phasen und Ereignisse aus ihrer Vergangenheit: Können Sie rückblickend verstehen, wie es dazu gekommen ist? Wozu waren diese Erfahrungen gut? Welchen Sinn können sie in ihnen im Nachhinein finden? Diese kleine Übung kann Ihnen dazu dienen, sich für das Kommende bereitzumachen.

Auf der energetischen Ebene hilft Ihnen das Sicherheitsenergieschloss 5, sich auf einen möglichst geschmeidigen Wandel einzulassen. Es befindet sich am inneren Fußknöchel zwischen dem Gelenk und der Ferse. Diesen Punkt erreichen Sie am Besten im Sitzen mit angewinkeltem Bein. Sie werden vielleicht feststellen, dass es nicht sehr bequem ist, SES5 mit den Händen zu berühren. Sie dürfen es sich leicht machen und den Punkt einfach mit ihrem anderen Fuß berühren.

Halten Sie diese Postion so lange und so oft wie es Ihnen wohltut. Es gibt keine Überdosis und keine Mindestdauer. Jede Berührung hilft.

Während Sie sich strömend auf den Wandel vorbereiten, lösen Sie gleichzeitig Ängste und Unsicherheiten auf. Sie unterstützen mit SES5 Ihre Nierenfunktion und die Gesundheit der Ohren. Außerdem dient das Halten von SES5 den männlichen und weiblichen Organen.

Nachdem wir mit den ersten vier SES den physischen Leib reguliert haben, befinden wir uns jetzt in der sogenannten „zweiten Tiefe“. Ihre Schwingungfrequenzen sind feinstofflicher. Hier wird der Emotionalkörper reguliert.




Zur Serie

Die Serie „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint im Online-Magazin „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und Februar 2021 wird jede Woche ein Beitrag gepostet. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt harmonisieren können. Ein gut balanciertes Energiesystem fördert Ihre Gesundheit, dient der emotionalen Regulation und unterstützt Ihren Bewusstseinsprozess. Grundlegende Informationen zur Methode und zur Anwendung der Griffe erhalten Sie aus dem…

Pilot-Artikel:

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Pilot-Artikel zur Serie. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

In unserem kollektiven Entwicklungsprozess kommen wir Menschen immer stärker in unsere Kraft. Wir werden uns darüber bewusst, dass wir sehr viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser ganzes Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer versuchten Eingriffe in unsere persönlichen Entscheidungen der Lebensführung, sondern durch unsere Selbstermächtigung in medizinischen Angelegenheiten.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

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Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
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Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
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Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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Zur Person

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Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein in ihrem Genesungsprozess von einer angeblich unheilbaren Erkrankung. Sie ist seit 2014 als Jin Shin Jyutsu Praktikerin zertifiziert, hält Vorträge für Therapeuten und Laien, gibt Selbsthilfekurse und hat mehrere eigene Themen-Workshops gestaltet.

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Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019