Rubrik: Manipulative Muster erkennen

Arthur Schopenhauer (1788-1860) hat die Debatten der griechischen Philosophen studiert. Ihm sind wiederkehrende Muster aufgefallen, mit denen sie versuchten, Recht zu bekommen, auch wenn sie nicht richtig lagen. Sein schlaues Buch “Die Kunst Recht zu behalten” lies er in der Schublade verschwinden. Es wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht.

Vermutlich wollte Schopenhauer vermeiden, dass sich die Kniffe der Sprachkunst verbreiten. Es ist trotzdem geschehen. Wir begegnen ihnen jeden Tag. Aus meiner Sicht wird es Zeit, dass die Allgemeinheit erfährt, mit welchen teils plumpen, teils perfiden Beeinflussungen sie gelenkt wird. 

Manipulative Muster aufzudecken, schützt uns davor, ihnen arglos auf dem Leim zu gehen. Und es bewahrt uns auch davon, sie unbewusst selbst anzuwenden.

Mich fasziniert es, wie ausgeklügelt manche Taktiken sind, mit denen Menschen sich gegenseitig übers Ohr hauen. Gleichzeitig bin ich immer wieder erstaunt, mit welch einfachen Taschenspielertricks das ebenfalls gelingt.

Tauchen Sie mit mir ein in die vielschichtige Welt der Masken und Täuschungen.

Wie Mode uns beeinflusst

01.03.2021 . Lesedauer ~25 Minuten
Rubrik: Manipulative Muster erkennen

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: Susanne Gebbeken / pixelio.de

Manche Leser fragen sich jetzt, warum ein tiefgründiger Mensch sich mit Mode beschäftigt. Sie werden sich wundern, wie vielschichtig Fragen rund um Kleidung sein können. Natürlich schreibe ich nicht darüber, was diese Saison auf den Laufstegen der Haut Couture gezeigt wird. Davon habe ich tatsächlich keine Ahnung. Vielmehr möchte ich Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie wir über Mode gesteuert werden und wie Mode andererseits zur Wahrhaftigkeit im Selbstausdruck beitragen kann.

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Nackt und gackernd durch den Stadtpark

08.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~17 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Martin Wendring / pixelio.de

Nehmen wir einmal an, ich möchte Sie hypnotisieren, ohne dass Sie es bemerken. Am besten, Sie kommen nicht einmal auf die Idee, dass jemand Sie hypnotisiert haben könnte. Wie könnte ich Sie in aller Seelenruhe hypnotisieren und Sie wären dabei völlig ahnungslos?

Wir alle werden jeden Tag hypnotisiert und die meisten haben davon nicht den leisesten Hauch eines Schimmers. Ein eklatanter Fehler in der öffentlichen Meinung über Hypnose ist dafür verantwortlich, dass sie es nicht wissen. Die Frage ist berechtigt, wer ein Interesse an diesem „Missverständnis“ haben könnte, das sich auf wundersame Weise so hartnäckig hält und partout keine Klärung findet.

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Entwicklungstrauma: Kinder psychisch gestörter Eltern

28.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~15 Minuten

Foto zum Beitrag Entwicklungstrauma
Foto: Simone Hainz / pixelio

Eltern meinen es in der Regel gut mit ihren Kindern. Sie haben einen natürlichen Beschützerinstinkt und sind mit ihrem Nachwuchs auf einer tiefen Ebene eng verbunden. Ihre Intuition weiß genau, was ein Baby braucht, auch wenn es sich noch sehr unspezifisch mitteilt. Mütter und Väter fühlen sich empathisch in die Kleinen ein und erleben ihre Freude oder ihr Leid hautnah mit. Das trifft im Grunde auf alle seelisch gesunden Eltern zu.

Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen in ihrer Elternschaft nicht wesentlich beeinträchtigt sein. Einige Störungen allerdings wirken sich auf die Fähigkeit zur Empathie aus und behindern damit das Entstehen einer stabilen Bindung. Wir beleuchten, wie sich verschiedene Krankheitsbilder auf die seelische Gesundheit der Kinder auswirken. Und was man als erwachsener Sohn oder als erwachsene Tochter tun kann.

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Wer die Sprache beherrscht

30.11.1988 Aufsatz von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Schon als Schülerin habe ich mir Gedanken über Manipulation durch Sprache gemacht. Hier gewähre ich Ihnen Einblick in meine Klausur aus dem Grundkurs Deutsch. Viel Vergnügen an der historischen Betrachtung, die nicht das Geringste an Aktualität verloren hat.

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Stimmen Sie zu?

05.09.2020 Kommentar von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Blindes Vertrauen ist nicht immer angebracht.

Wenn Sie im Internet surfen, klicken Sie auf fast jeder Website auf einen Knopf mit der Aufschrift „Ich stimme zu“. Diese Einrichtung soll dazu dienen, Ihre Daten zu schützen. Sie haben die Möglichkeit, umfassende Ausführungen zur Verwendung Ihrer Daten zu lesen, bevor Sie die Meldung quittieren. Tun Sie das? Vermutlich nicht immer. Das wäre ein zeitintensives Hobby mit wenig Unterhaltungswert.

Mir geht es an dieser Stelle nicht um Datenschutz. Ich möchte die Beobachtung aus psychologischer Sicht einordnen: Wir gewöhnen uns daran, reflexhaft unsere Zustimmung zu bekunden, ohne uns damit auseinanderzusetzen, WOZU wir hier nicken. Das ist bedenklich.

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“Schatz, der Mülleimer ist voll!” Warum wir nicht sagen, was wir meinen.

24.07.2020 Essay von Petra Weiß. Lesedauer ~20 Minuten.
Rubrik: Manipulative Muster erkennen.

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Klarheit in der Kommunikation dient unseren lebendigen Beziehungen. 

In den letzten Wochen höre ich immer wieder, dass sich die Menschen manipuliert fühlen. Mag sein, dass die Manipulation in unserer Gesellschaft Formen angenommen hat, die schwer zu ertragen sind. Wenn wir die Kultur ändern wollen, fangen wir am Besten bei uns selbst an. „Ich manipuliere doch niemanden!“ werden manche jetzt entrüstet ausrufen. Falls Sie tatsächlich Ihre Bedürfnisse deutlich aussprechen, ohne jemanden emotional unter Druck zu setzen: Prima! Glückwunsch!

Die meisten von uns haben das nicht gelernt. Deshalb grämen Sie sich bitte nicht, wenn Sie sich ab und zu dabei erwischen, dass auch Sie die Kunst der Beeinflussung anwenden.

Wie sieht Manipulation in unserem ganz normalen Alltag aus? Warum greifen wir zu solchen Methoden? Und welche alternativen Kommunikationsmuster sind denkbar?

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Erleuchtung der Konsumkühe – vom Melkvieh zum bewussten Käufer

12.07.2020 Essay von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten
Rubrik: Manipulative Muster erkennen.

Schreibkunst Redakteur Journalist
Geht Ihnen ein Licht auf? Foto: Petra Weiß

Heute entscheiden die meisten von uns über Grundsätzliches in ihrem Leben selbst. Sie wählen freier als frühere Generationen, welchen Beruf sie ausüben, wo sie wohnen, ob, wann und wie viele Kinder sie haben und welches Beziehungskonzept sie leben. Sie entscheiden, was sie essen und trinken aus einer riesigen Auswahl von verfügbaren Speisen.

Das Maß an Individualität, mit dem wir heute leben, zeigt sich beispielsweise im Produktdesign von der Mode unserer Kleidung bis hin zur variantenreichen Konfiguration von Neufahrzeugen. Die Bedürfnisse der Menschheit entwickeln sich kollektiv in Richtung Freiheit und Selbstbestimmung. Wir erfüllen uns diese Wünsche häufig durch Konsum.

Unsere Welt ist hochkomplex. Niemand kann in allen Fragen Experte sein und treffsichere Entscheidungen fällen. Auch wenn sämtliche Information durch moderne Medien erreichbarer ist als je zuvor, so muss sie gesichtet und bewertet werden. Wer kann das leisten? Und wie gehen wir mit dieser Herausforderung um?

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