Dem Selbst treu sein

Schreibkunst Texter Schriftsteller Essayist

Seit geraumer Zeit bin ich dabei, meine Sprache in einen Wortschatz zu wandeln, der von Herzen kommt. Es ist mir wichtig, die Menschen nicht nur auf der Ebene des Verstandes, sondern auch auf der Seelenebene zu erreichen. Dazu ist meinem Empfinden nach notwendig, Fremdwörter weitestgehend zu verbannen.

Ausgerechnet bei einer Eigenschaft, die ich für wesentlich halte, habe ich lange überlegt, wie das lateinische Wort angemessen zu ersetzen ist: Integrität.

Wie drückt man das mit einem einzigen Wort unmissverständlich aus? Eine Weile habe ich den Begriff Aufrichtigkeit verwendet. Er gefällt mir, weil er etwas Bildhaftes hat und weil der Leser sofort die Erinnerung an ein Erleben dazu abrufen kann: Jeder weiß, wie es sich anfühlt, den eigenen Leib aufzurichten, die Wirbelsäule zu strecken, den Kopf zu heben. Diese Körperhaltung sagt viel über die innere Haltung aus. Sprichwörter sind oft aufschlussreich, um tiefere Bedeutungen zu ergründen. Vielleicht kennen Sie die Redewendung, dass jemand „Rückgrat zeigt“? Sieht man das Gegenteil, erkennt man daraus schon von weitem die Gestimmtheit eines Menschen: Eine gebückte, gekrümmte oder eingesunkene Figur deutet nicht auf ein heiteres, freies und leichtes Gemüt hin.

Die Definition von Integrität stiftet Verwirrung. Auf Wikipedia können wir lesen: Die „persönliche“ Integrität ist erreicht, wenn man gemäß seiner Werte spricht und handelt. Ich würde diese Beschreibung so ergänzen, dass Denken, Fühlen, Sprechen und Handeln in Einklang sind. Was natürlich auch viel zu platt ist. Denn unser Wertesystem beinhaltet reichlich Aufgezwungenes, das nicht aus uns selbst erwachsen ist. Das Wort „persönlich“ setze ich hier in Anführungszeichen, weil die Person ja gerade das Resultat der Anpassung an äußere Erfordernisse ist. Also das Gegenteil von Integrität. Sie sehen: Mit dieser offiziellen Verlautbarung kommen wir nicht wirklich zum Ziel.

Forschen wir weiter, welche Bedeutungen das Fremdwort noch hat, dann finden wir einen wertvollen Hinweis: In der Biologie und im Völkerrecht hat Integrität etwas mit Unversehrtheit zu tun. Aha. Star-Trek-Zuschauer kennen den Begriff der „Hüllen-Integrität“. Gemeint ist, ob die Schutzhülle des Raumschiffs noch hält. Vielleicht dient uns dieses Bild, bei unserer Betrachtung. Was bleibt heil oder ganz, wenn meine Taten und mein Reden meinen inneren Überzeugungen gemäß sind? Was wird verletzt, wenn ich stattdessen die Welt oder mich selbst belüge durch unaufrichtige Worte oder unstimmiges Handeln?

Es ist die Treue zu mir selbst. Mein Selbst ist mein Kern, meine Essenz, mein wahres Wesen. Dieses Selbst verraten viele von uns im Alltag, indem sie scheinbaren Sachzwängen folgen. Wir tun etwas entgegen unserer Überzeugung. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, die ich hier nicht darlegen will. Stattdessen richte ich meine Aufmerksamkeit auf die Folgen des sogenannten Selbstbetrugs.

Warum schreibe ich „sogenannt“? Auch dieser Begriff ist knapp daneben. Das Selbst kann man nicht „betrügen“, weil es sich nicht täuschen lässt. Ganz im Gegenteil: Unsere Empfindungen sind ein Kompass auf dem Weg in die Integrität. Man muss sie schon ausblenden, um sie nicht mehr wahrzunehmen. Dann ist das Selbst um seine Verwirklichung gebracht. Das ist eher ein Raub als eine Betrug. Wir spüren sehr wohl, wenn wir unsere Überzeugungen verraten, egal, welche wohlklingenden Beweggründe wir vordergründig anführen. Das fühlt sich gar nicht gut an.

Viele tun es trotzdem. Sie schieben das schlechte Gefühl beiseite und verdrängen ihre innere Stimme. Es ist zugegebenermaßen auch nicht leicht, unsere ur-eigene Stimme von all dem anderen Gesäusel zu unterscheiden, das wir im Laufe unseres Daseins von unseren Mitmenschen übernommen haben. Die Einflussnahme ist allgegenwärtig. Sie durchdringt jeden Lebensbereich. Unter zahllosen eingeimpften Ansichten liegt irgendwo unsere eigene Betrachtungsweise. Unterscheidungsfähigkeit ist die Eigenschaft, die hier ganz dringend gebraucht wird, sonst vergessen wir, wer wir in der Tiefe sind, und halten uns für die Person, die sich an der Oberfläche zeigt.

Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen werden oft als Wunsch in meiner psychologischen Beratung genannt. Die meisten Menschen verwenden diese Begriffe, ohne sich zu vergegenwärtigen, was sie eigentlich bedeuten. Daher wissen sie auch nicht, was zu tun ist, um ihr Ziel zu erringen. Nur wenn wir uns unseres Selbst bewusst sind, können wir ihm vertrauen. Und nur, wenn wir ihm vertrauen, werden wir ihm folgen. Stattdessen hat eine erschreckend große Anzahl der Leute keine Ahnung, wer sie sind.

Wozu führt diese Selbst-Vergessenheit?

Wir leben an uns vorbei. Wir erfüllen äußere Anforderungen und anderer Leute Bedürfnisse, statt unser Selbst in die Welt zu bringen und dabei unsere einzigartigen Gaben zu verwirklichen. Wenn wir uns aber daran erinnern, wer wir sind – und diese Möglichkeit geht niemals verloren – dann haben wir immer die Wahl, ob wir danach leben wollen oder nicht. Die Treue zu unserem Selbst, die Selbst-Treue, ist unser freier Wille. Wir können uns auch gegen sie entscheiden. Anscheinend ehrenwerte Gründe können dafür benannt werden, das eigene Selbst zu verraten: die viel gepriesene Solidarität gleich vorneweg, das Wohl anderer vor dem eigenen, der Gemeinschaftssinn, blablabla.

Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, in der die Menschen sich selbst verraten müssen, um sich gut einfügen zu können. Wer sich selbst verrät, verliert seine Selbst-Achtung. Möglicherweise ist das von bestimmten Kräften so gewollt. Mit einem Menschen ohne Selbst-Achtung kann man letztlich alles machen, weil er abhängig ist. Er benötigt dauernd Bestätigung von außen wie ein Junkie, der ständig die Dosis steigern muss, um seinen Kick zu erhalten. Für diese Anerkennung tut er alles und verrät dabei immer mehr sein Selbst, wodurch die Selbst-Achtung weiter sinkt. Das ist ein Teufelskreis. Und bei diesen sich selbst verstärkenden Spiralen hilft immer nur eins: Sie setzen beherzt einen Fuß dort heraus. Während Sie im Hamsterrad einfach weiter rennen, kommt es nie zum Stillstand. Vielleicht ist weniger Mut erforderlich als Sie denken, und wenn doch, lohnt sich der Einsatz.

Jede noch so kleine Handlung, die dem Inneren im Wesen entspricht, ist Balsam für die Seele. Damit würdigen Sie die Mühe, die sich Ihre Seele gemacht hat, um geboren zu werden, damit sie Ihr Selbst in die Welt bringen kann. Sie hatte gute Gründe dafür, das genau hier zu tun. In Ihrer Einzigartigkeit können Sie einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der Menschheit an diesem Punkt der Geschichte leisten. Nicht im Mittelalter und nicht in 500 Jahren, sondern genau jetzt.

Lauschen Sie in sich hinein, welche Werte Ihre eigenen sind, und lassen Sie aufgepfropfte Weltanschauungen los. So erlangen Sie Selbst-Bewusstsein. Sie müssen ja nicht gleich zum Gesetzlosen werden wie in einem amerikanischen Western. Wählen Sie mit Bedacht, wo Sie damit beginnen, Ihr wahres Wesen behutsam ans Licht der Welt zu bringen. Sie würden ein Kind auch nicht im Supermarkt gebären. Es ist wichtig, dass die Umgebung und das Umfeld dem Geschehen gemäß sind.

Machen Sie Erfahrungen. Lernen Sie aus den unangenehmen und schöpfen Sie Zuversicht aus den angenehmen. So bauen Sie Ihr Selbst-Vertrauen auf. Fangen Sie damit an, sich selbst treu zu sein. Jeden Tag ein bisschen mehr. Die so errungene Selbst-Achtung macht Sie unabhängig und frei, Ihr Leben nach Ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Warum ich so viel Wert auf den präzisen Einsatz von Worten lege? Sprachliche Genauigkeit ist bedeutsam für psychologische Fragestellungen. Ich möchte damit einen Aufruf senden: Lassen Sie sich nicht verwirren von einem Mangel an Trennschärfe bei der Beschreibung ganz wesentlicher Begriffe. Internet-Lexika sind nicht das Maß der Dinge. Hinterfragen Sie Definitionen und treffen Sie notfalls lieber Ihre eigenen. Sprache ist elementar. Sie dient uns dabei, innere Landkarten zu erstellen, an denen wir uns bei unserer Entwicklung entlangtasten. Kaum eine Sprache hat so eine Klarheit in den Details wie die deutsche. Wir lassen sie uns von schicken Fremdwörtern nicht nehmen.

Text: Petra Weiß
Foto: Alexandra H. / pixelio.de

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Petra Weiß ist Heilpraktikerin und psychologische Beraterin. Ihre Liebe zur Sprache begleitet sie schon ihr Leben lang. Sie hat zahlreiche Beiträge in Print und Online veröffentlicht. Seit Sommer 2020 gibt Sie die Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst” heraus.

 

All-gemeine Argumente

Schreibkunst Texter Schriftsteller

Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…
Klappe die zweite.

In unserer Reihe „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…“ beleuchten wir sprachliche Tricks und Kniffe, die Ihnen täglich in Ihrem privaten und dienstlichen Umfeld begegnen und die Sie möglicherweise manchmal unbewusst auch selbst verwenden.

Arthur Schopenhauer hat 38 rhetorische Kunstgriffe aus antiken Diskussionen in seinem Buch „Die Kunst Recht zu behalten“ notiert. An diesem Manuskript hangeln wir uns entlang.

Ich verwende ein Beispiel, dass viele von Ihnen vielleicht aus dem eigenen Erleben kennen: das alltägliche Machtspiel am Esstisch. Eine wohlmeinende Mutter besteht darauf, dass ihr Kind etwas verspeist, was dieses partout nicht will.

Die erste Runde des Wortgefechts lesen Sie im BeitragScheinargumente mit Tradition“.

Schauen wir doch einmal, wie die Debatte weitergehen könnte…

Den Rahmen erweitern. Eine recht einfache und damit auch leicht durchschaubare Taktik ist die der Erweiterung. Nehmen wir an, das spinathassende Kind müsste sich gegen die Ernährungserziehung durchsetzen, könnte es zu diesem Trick greifen:

„Grünes Gemüse ist nicht gesund für mich. Erst gestern hatte ich üble Bauchschmerzen nach dem Brokkoli!“

Es geht also gar nicht mehr um den Spinat im Besonderen, sondern um die Eingruppierung des Spinats in die Kategorie „grünes Gemüse“ – mit dem Ziel, das mütterliche Ernährungskonzept zu umgehen.

All-gemein. Geschickt wäre es, wenn der Sohn vorher seine Mutter dazu bringen könnte, eine Verallgemeinerung zu gebrauchen. Das ist gar nicht so schwer, weil wir oft reflexhaft antworten. Unser Verhalten ist vorhersehbar und dadurch gut zu lenken.

Der Junge könnte einfach behaupten „Rotes Gemüse ist gesund!“ Die Mutter freut sich ja, wenn der Zögling das Grünzeug mag, und nutzt die scheinbare Gelegenheit, ihren Spinat zu bewerben. Sie würde vermutlich drehbuchgemäß retournieren „Grünes Gemüse ist auch gesund!“. Schon hätte das Kind die Mutter genau da, wo sie selbst die Erweiterung in den Raum stellt. Dann kommt der Brokkoli zum Einsatz. Touché!

Ein Gegenbeispiel reicht. Das Terrain der Verallgemeinerungen ist glitschig wie ein lehmiger Abhang nach einem Gewitterregen. Sie sind selten wahr. Wenn man den Gegner zu einer pauschalen Aussage nötigen kann, ist dieses Match schon entschieden. Jede noch so unbedeutende Ausnahme dient als „Brokkoli in der Hinterhand“. Ein einziges Gegenbeispiel entkräftet die Aussage und lässt den Sprecher wie einen Lügner dastehen. Das reicht dann für Spiel, Satz und Sieg.

Text: Petra Weiß
Foto: knipseline / pixelio.de

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Scheinargumente mit Tradition

Schreibkunst Texter Autor Redakteur

Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…
Klappe, die erste!

Schon in der Antike beschäftigten sich die Gelehrten damit, wie man auf verlorenem Posten Wortgefechte durch Ausweichmanöver, unsinnige Scharmützel und Verdrehung des Gesprochenen doch noch gewinnen kann.

Arthur Schopenhauer (1788-1860) hat die überlieferten Gespräche der griechischen Philosophen eingehend untersucht. Ihm sind wiederkehrende Muster aufgefallen, mit denen sie versuchten, Recht zu bekommen, auch wenn sie nicht richtig lagen. Sein schlaues Buch “Die Kunst Recht zu behalten” ließ er in der Schublade. Es wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht.

Möglicherweise wollte Schopenhauer vermeiden, dass sich die Kniffe der Sprachkunst verbreiten. Es ist trotzdem geschehen. Wir begegnen ihnen jeden Tag. Aus meiner Sicht wird es Zeit, dass die Allgemeinheit erfährt, mit welchen teils plumpen, teils raffinierten Beeinflussungen sie gelenkt wird.

Manipulative Muster aufzudecken, schützt uns davor, ihnen arglos auf dem Leim zu gehen. Und es bewahrt uns auch davor, sie unbewusst selbst anzuwenden.

Mich fasziniert es, wie ausgeklügelt manche Taktiken sind, mit denen Menschen sich gegenseitig übers Ohr hauen. Gleichzeitig bin ich immer wieder erstaunt, mit welch einfachen Taschenspielertricks das ebenfalls gelingt.

Tauchen Sie mit mir ein in die vielschichtige Welt der Masken und Täuschungen.

In der Reihe „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…“ hangeln wir uns inhaltlich an dem Manuskript entlang, das in Schopenhauers Nachlass gefunden wurde. Dass er noch keine Überschriften hinzugefügt hatte, legt den Schluss nahe, dass seine Gliederung noch nicht fertig gewesen ist. Daher erlaube ich mir, ein paar Feinheiten zu verändern. Die Reihenfolge entspricht nicht immer dem Original. Hier und da fasse ich mehrere Kunstgriffe zu einem Punkt zusammen.

Erinnern Sie sich an unsere Gemüse-Debatte zur Mittagsmahlzeit? Wir bleiben bei dem Beispiel. Hier also frisch auf den Tisch die ersten Kunstgriffe aus der Trickkiste der Wortjongleure:

Scheinargumente mit Tradition.

Vielleicht wird die Mutter ihr Kind emotional unter Druck setzen, damit es sein Gemüse verzehrt: „Die Mama muss sich Sorgen um deine Gesundheit machen, wenn du den Spinat nicht isst.“ oder sie beruft sich auf eine Autorität: „Der Onkel Doktor hat gesagt, dass du Spinat essen sollst.“ Oder sie verbindet beide Varianten: „Der Papa ist traurig, wenn du den Spinat nicht isst.“

Beliebt ist auch immer wieder das Mitleidsargument „Jetzt habe ich mir so viel Mühe mit dem Essen gegeben, und du lässt es einfach stehen.“

Den Gemeinschaftssinn anzusprechen, kann ebenfalls beeindruckend sein „Dein Bruder und ich, wir lieben Spinat.“ Artverwandt ist das Isolationsargument „Du bist der einzige in unserer Familie, der keinen Spinat mag.“

Motivation und Drohung liegen nah beisammen in einer Wenn-dann-sonst-Andeutung wie „Wenn du den Spinat isst, wirst Du groß und stark…“ Als würde das Kind jämmerlich verkümmern, wenn das Grünzeug auf dem Teller bliebe.

Der Zögling kann dann mit einem Traditionsargument kontern „Ich habe doch noch nie Spinat gegessen!“ Das ist schon ein bisschen platt, aber solche schlichten Totschläger sind erfahrungsgemäß verblüffend wirksam.

Arthur Schopenhauer hat insgesamt 38 Kunstgriffe beschrieben. 18 davon habe ich bereits für kommende Beiträge für Sie ausgearbeitet. Viel Spaß beim Entdecken der alltäglichen “Schopenhauereien”, die Ihnen bei Ihren eigenen und den Reden der anderen begegnen werden!

Text: Petra Weiß
Foto: SueSchi / pixelio.de

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Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…

Heilpraktiker psychologische Beratung Weinheim

Die eigenen Bedürfnisse dürfen bei unserer Lebensgestaltung an erster Stelle stehen. Oft erfüllen wir stattdessen anderer Leute Erwartungen und Wünsche. Das geschieht nicht immer freiwillig. Häufig durchblicken wir unterschwellige Botschaften gar nicht, von denen wir uns beeinflussen lassen.

Damit ist jetzt Schluss. In der Reihe „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…“ erforschen wir gemeinsam die bunte Palette der Redensarten, mit denen Emotionen gesteuert, Stimmung gemacht, Meinung gelenkt und Verhalten beeinflusst werden kann.

Seit Generationen werden bestimmte Berufsgruppen mit Wissen über die Redekunst ausgestattet. Verkäufer, Politiker, Führungskräfte, Juristen, PR-Manager und Werbetreibende, aber auch Therapeuten und Journalisten sind darin ausgebildet, wie man sich der Macht des Wortes bedient. Wenn sie ihren Einfluss im Dienste der Menschen nutzen, ist dagegen nichts einzuwenden. Sind ihre Absichten jedoch fraglich oder bösartig, tun wir gut daran, ihre Aufrichtigkeit in Zweifel zu ziehen.

Grenzenloses Vertrauen ist ebenso unangebracht wie zwanghaftes Misstrauen. Eine gesunde Wachsamkeit soll durchaus schon mal berechtigt gewesen sein.

Es wird höchste Zeit, die Trickkiste der Wortakrobaten vor aller Augen zu öffnen. Die Kniffe zu kennen, schützt uns vor ihrem unlauteren Gebrauch. Wir können einordnen, welchen Winkelzug unser Gegenüber gerade anwenden will. Oder wenn wir selbst aus Versehen in Begriff sind, unsere schöne Sprache auf diese Weise zu entehren.

Starten wir mit einer Klärung, als was wir hier Manipulation betrachten wollen und wie sie sich von der alltäglichen Beeinflussung unterscheidet.

Nicht jeder Versuch, Ihrer Meinung oder Ihrem Verhalten eine Richtung zu geben, ist als Manipulation zu werten. Nach meiner Lesart hat Manipulation im Grunde etwas mit verschleierten Absichten und undurchsichtigen Beweggründen zu tun. Schauen wir erst einmal, was keine Manipulation ist.

Überzeugen – überreden – überrumpeln.

Will eine Mutter beispielsweise ihrem Nachwuchs den Verzehr von Gemüse nahebringen, wird sie all ihre Überzeugungskraft zum Wohle des Kindes einsetzen. Wenn das nicht fruchtet, wird sie versuchen, den Zögling zu überreden. Vielleicht wird sie ihre Argumente wiederholen oder neue Vorzüge des Gemüseessens hervorbringen. Am Schluss wird sie möglicherweise etwas Grünzeug unter die geliebte Lasagne mischen. Vielleicht lässt der Bub oder das Mädchen sich auf diese Art zum Kosten verleiten.

Ist das Manipulation? Nein. Dem Kind und der Mutter ist vollkommen klar, was sie von ihm will und warum ihr das so wichtig ist. Das Kind soll Gemüse essen. Damit es gut gedeihen kann. Diese Form der Beeinflussung kann man nicht als Manipulation einstufen, weil Beweggründe und Absichten offensichtlich sind. Der Verschleierungscharakter fehlt.

Schmeckt Ihnen die Gemüse-Debatte? Hoffentlich. Das Alltagsbeispiel dient mir nämlich in den kommenden Folgen dazu, Ihnen den Facettenreichtum häufig verwendeter Manipulationstechniken lebensnah aufzuzeigen.

Text: Petra Weiß
Foto: Gerhard Hermes / pixelio.de

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Petra Weiß ist Herausgeberin der Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst”. Ihr Anliegen ist es, mit Ihrer Schreibkunst etwas mehr Aufrichtigkeit in die Welt zu bringen. Diese Absicht verwirklicht sie über Ihre Beiträge und über psychologische Beratungen in ihrer Sprechstunde. Sie ist als Heilpraktikerin in Weinheim niedergelassen.

Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

Schreibkunst Texter Redaktion

Es gibt Menschen, die sich fortwährend entschuldigen und rechtfertigen. Diese wunderliche Gewohnheit ist so zu ihrer zweiten Natur geworden, dass sie es oft gar nicht mehr bemerken. Manche sind in zerstörerischen Sippen von klein auf mit Schuldzuweisungen überschüttet worden. Andere sind ausgesprochen empfindsam, so dass sie im Umkehrschluss dauernd befürchten, ihre Mitmenschen zu verletzen. Wieder andere fischen auf diese Weise nach Ermutigung, Zustimmung oder Beifall. Vielleicht wollen sie sich als besonders pflichtbewusst oder vorbildlich bemüht darstellen. Oder sie haben einen derart übertriebenen Vollkommenheitsanspruch, dass sie ihm einfach nicht genügen. Es gibt viele Gründe. Ein fruchtbares Verhalten ist das nicht.

In unserer Gesellschaft ist es üblich, dass wir uns Gedanken machen, was unser Umfeld von uns hält. In einem gewissen Umfang ist das normal. Schließlich sind wir Gemeinschaftswesen und möchten nicht Gefahr laufen, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Über den absonderlichen Umgang mit Fehlern habe ich an anderer Stelle schon ausführlich geschrieben. Kurz gesagt: Wir haben einen unerbittlichen, engstirnigen und denkbar beziehungsschädigenden Blick auf die Unvollkommenheit. Und zwar auf die eigene, auf die unseres Gegenübers und erst recht auf die von Dritten, die gerade nicht anwesend sind.

Unsere liebste Übung in diesem Zusammenhang ist die Empörung. Mein Gott: Was können wir uns aufregen! Über Dinge, die uns voraussichtlich niemals betreffen werden. Nur so. Aus Prinzip. Wir müssen in der Sache nicht mal Ahnung haben. Zu viel Wissen stört den Vorgang eher. Das hält uns nicht davon ab, uns eine Meinung zu bilden. Die Mischung aus wenig Sachlichkeit und reichlich Gefühlsbetonung hat schon so manchen aufrechten Bürger Kopf und Kragen gekostet. Früher hat man den Betreffenden am Baum aufgeknüpft. Heute macht man das digital. Schlaue Meinungsmacher steuern den aufgebrachten Pöbel aus dem Hintergrund. Man nennt das in der PR-Sprache „Empörungsmangement“: Wir lassen uns sagen, was wir so richtig schrecklich finden sollen. Und richten uns danach. Unser Gewinn ist der falsche Glaube an unsere sittliche Überlegenheit. Wer braucht da noch Mitgefühl, Verständnis oder eine genaue Kenntnis der Dinge?! – Ein bisschen Spott darf sein.

Und weil wir damit rechnen, dass andere sich genauso ungerechtfertigt über uns beschweren, sind wir auf der Hut. Schließlich wollen wir nicht, dass ein Abbild unseres heiligen Zorns auf uns selbst hernieder fährt. Das ist verständlich. Wie vermeiden wir das? Wir müssen unsere ganze Erscheinung so stromlienienförmig an den allgemeinen Trend anpassen wie nur möglich. Und wehe, wir fallen einmal aus dem Rahmen! Dann geißeln wir uns reumütig und unter den strengen Augen unserer Mitmenschen für jeden Anflug von Einzigartigkeit.

Da stehen wir heute.

Statt unserem Gewissen verpflichtet zu sein und unseren eigenen Überzeugungen zu folgen, richten wir unser Fähnchen nach dem Wind. Der Wind ist mal ein Tornado und mal eine laue Brise. Er hat zahlreiche Namen. Fragen Sie sich einfach nach den Inhalten der “Political Correctness” und Sie werden eine unerschöpfliche Reihe von verlogener Verbogenheit finden.

Das Leben in der Herde hat unbestritten Vorteile. Nur eines bietet es sicher nicht: die Möglichkeit, dass der Mensch seine einzigartigen Gaben auf seine eigentümliche Weise in die Welt bringt. Und das ist der Haken an der Sache. Unser Wesenskern ist unerwünscht. Unser Selbstausdruck stört. Wir müssen unsere Inneres unterdrücken. Das macht bestenfalls krank und schlimmstenfalls geben wir so unser gesamtes Leben der Bedeutungslosigkeit hin.

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Der Richter, dem wir eines Tages – oder täglich – gegenübertreten, liegt in uns, nicht im Außen. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. Und die Regeln, nach denen wir bewertet werden, kommen aus uns. Es sind unsere eigenen Werte, an denen wir uns messen. Das ist die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir – unabhängig von äußeren Umständen – unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehrern suchen, die uns “den rechten Glauben” oder ihre Lehrmeinung vermitteln. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen. Wenn wir Glück haben, finden wir stattdessen einen Meister, der unsere einzigartigen Fähigkeiten erkennt und sie fördert und der uns darin unterrichtet, sie im Sinne unserer Selbst-Verwirklichung zum Wohle aller zu nutzen.

Wenn Sie Autorität außerhalb von sich erleben, dient Ihnen das Sicherheitsenergieschloss SES19 als Erinnerung, wer der Herr im Haus Ihres Leibes, Ihrer Seele und Ihres Geistes ist. Der Energiepunkt liegt in der Ellenbeuge. Wir berühren ihn automatisch, wenn wir die Arme vor dem Brustkorb verschränken – eine Geste der Grenzsetzung und des Selbstschutzes.

Lassen Sie sich nicht von einem Rhetoriktrainer (Trainer sind Lehrer) einreden, diese Pose dürften Sie nicht einnehmen, weil sie abwehrend wirkt. Sie können sich gleichzeitig in gesundem Maß abgrenzen UND zugewandt sein. Ihr Leib macht das schon richtig, wenn Sie ihn lassen. Dass es aus Ihrer Perspektive Grund zum Schutz Ihrer Bedürfnisse gibt, darf Ihr Gesprächspartner ruhig wahrnehmen. Wir wollen ja echt und glaubwürdig kommunizieren.

Das SES19 ist von wesentlicher Bedeutung. Es belebt die gesamte Energie und dient der leiblichen Kraft und Lebendigkeit in besonderem Maße. Den Umkehrschluss kennen Sie vielleicht aus eigenem Erleben: Wenn wir uns mit Autoritäten aufreiben, kostet uns das unverhältnismäßig viel Lebenskraft. SES19 hilft daher bei Streitigkeiten mit Eltern, Lehrern, Vermietern, Behörden, Arbeitgebern, Richtern, Ärzten und anderen sogenannten Respektspersonen.

Ist das SES19 in Balance entwickeln wir natürliche Führungsfähigkeiten, statt bosshaft oder herrisch zu sein. Gute Führung in diesem Sinne ist eine mitfühlende und verständnisvolle Dienstleistung an der Gruppe zum Wohle aller und mit dem gemeinsamen Ziel im Blick.

SES19 hilft bei Ängsten aller Art. Der Griff hat sich deshalb bei Bettnässen bewährt, dem „Weinen über die Blase“. Das Sicherheitsenergieschloss dient schon aufgrund der Lage unsere Verdauung und dem Atem. Es unterstützt das Herz in seinen Aufgaben und entlastet den Brustkorb. Allergien als Ausdruck eines überlasteten Abwehr(!)systems, das Freund und Feind nicht mehr klar unterscheiden kann, sprechen ebenfalls auf SES19 an. Vor einem ähnlichen Hintergrund kann man die Wirkung von SES19 auf Juckreiz und Hustenanfälle sehen.

Durch die Sicherheitsenergieschlösser SES16 bis 19 können alle verkrusteten Gemütszustände (im JSJ sagen wir „Einstellungen“) losgelassen werden, wie anhaltende Sorge, Angst, Wut, Trauer sowie der Zustand, in dem wir uns befinden, wenn wir uns verbiegen. Das ist bei der Behandlung von Schmerzen zu beachten. Denn erst, wenn die zugrundeliegende Einstellung aufgelöst sind, kann der Schmerz verschwinden.

Verschränken Sie einfach die Arme vor der Brust. Oder halten Sie eine Ellenbeuge mit der Hand so lange es Ihnen wohltut.

Sie können diese Übung genau in dem Moment machen, in dem die Lage es erfordert, also beispielsweise während eines Streitgesprächs, oder im Vorfeld vorbereitend.

Als Griffkombination hat es sich bewährt, die hohe 19 (eine Handbreit über SES19, also etwa in der Mitte des Oberarms) gleichzeitig mit der gegenüberliegenden hohen SES1 (oberhalb von SES1, etwa in der Mitte des Oberschenkels an der Innenseite des Beins) zu halten.

Text: Petra Weiß
Foto: paukereks / pixelio.de

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

Weiterlesen…

SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Weiterlesen…

SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

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Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

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Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten
Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

 

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Nackt und gackernd durch den Stadtpark

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Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~17 Minuten

Nehmen wir einmal an, ich möchte Sie hypnotisieren, ohne dass Sie es bemerken. Am besten, Sie kommen nicht einmal auf die Idee, dass jemand Sie hypnotisiert haben könnte. Im Idealfall würden Sie sogar im Brustton der Überzeugung ausrufen „MIIICH? Auf gar keinen Fall!“ oder „Ich bin gar nicht hypnotisierbar!“ Wie könnte ich Sie in aller Seelenruhe hypnotisieren und Sie wären dabei völlig ahnungslos?

Was soll ich Ihnen sagen: Wir alle werden jeden Tag hypnotisiert und die meisten haben davon nicht den leisesten Hauch eines Schimmers. Ein eklatanter Fehler in der öffentlichen Meinung über Hypnose ist dafür verantwortlich, dass sie es nicht wissen. Die Frage ist berechtigt, wer ein Interesse an diesem „Missverständnis“ haben könnte, das sich auf wundersame Weise so hartnäckig hält und partout keine Klärung findet.

Während meiner Ausbildung in Hypnotherapie haben meine Kollegen und ich uns über das falsche Image unserer Methode amüsiert. „Jaja, Du willst mit mir üben und ich laufe dann wieder nackt und gackernd wie ein Huhn durch den Stadtpark!“ oder „Ja, klar: Morgen kann ich in der Zeitung lesen, was Du mit mir in der Trance gemacht hast!“ oder „Ich habe meine neue Freundin hypnotisiert, damit sie mich toll findet. Wehe, wenn jemand mit den Fingern schnippt!“

Nichts davon entspricht der Wahrheit.

Hypnose ist nach der Definition des Grand Monsieur der Modernen Hypnotherapeuten, Gunther Schmidt, das Lenken der Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Ausschnitt der Wahrnehmung. Dieser Ausschnitt ist dann unsere Wirklichkeit, also der Teil der Realität, der auf uns wirkt. Das ist alles.

Im normalen Tagesgeschehen sind wir dauernd gezwungen, unsere (bewusste) Wahrnehmung auf einen kleinen Teil der unüberschaubaren Vielzahl von Sinneseindrücken zu reduzieren. Das machen wir unwillkürlich vollautomatisch.

Wenn wir unsere eigene Aufmerksamkeit lenken, kann man das als Selbsthypnose bezeichnen. Lenkt jemand anders unsere Aufmerksamkeit in eine bestimmte Reichung, dann versucht er, uns zu hypnotisieren.

Jedes Mal, wenn Ihre Aufmerksamkeit gezielt gefesselt wird, oder wenn Ihre Gedanken von irgendetwas absichtlich abgelenkt werden, erleben Sie eine Hypnose.

Meinen Sie immer noch, man könne Sie nicht hypnotisieren?

Viele Menschen denken, Hypnose sei das, was sie im Varieté als Show vorgeführt bekommen. Dort sortiert ein Künstler vorher, welcher Zuschauer besonders „suggestibel“ ist, wen er also am leichtesten beeinflussen kann. Die Beeinflussbarkeit steigert er dann noch mit bestimmten Induktionstechniken zu einem trance-artigen Bewusstseinszustand. Was wir dort häufiger sehen, ist eine sogenannte Schock-Induktion. Ein plötzlicher und unerwarteter Schreckmoment wird zur Vertiefung der Trance gezielt erzeugt. Solche Mittel würde ich in der Therapie niemals einsetzen. Wir erleben Schock-Induktionen allerdings täglich – wir müssen nur die Nachrichten einschalten.

Eine weitere Induktionstechnik ist das völlige Überladen des Verstands mit verwirrenden Inhalten. Das haben Sie sicher auch schon außerhalb einer therapeutischen Hypnose erlebt. Diese Form der Reizüberflutung führt irgendwann zum Abschalten des Verstandes. Wir gleiten in eine Art Halbschlaf. Unsere Gehirnwellen sind im Alpha-Frequenzbereich, daher nennt man den Zustand Alpha-Zustand: Hier haben wir Zugang zu unserem Unbewussten, und zwar in beide Richtungen. Wir können unserem Unbewussten Botschaften eingeben und Botschaften aus dem Unbewussten erhalten.

Diese Eigenschaften nutzt die Hypnotherapie. Der Patient sucht für sein Problem nach Lösungsmöglichkeiten, die im Alltagsbewusstsein nicht erreichbar sind. Oder er wünscht sich eine bestimmte Suggestion, um sein Problem unter Mitwirkung des Unbewussten zu lösen. Jede Suggestion ist natürlich vorher im Detail abgestimmt. Die Absicht ist transparent und für den Hypnotisierten nachvollziehbar. Sie entspricht seinem Willen. So ist die Arbeit mit dem Unbewussten ethisch einwandfrei.

Ethisch nicht vertretbar ist es, Hypnosetechniken ohne Auftrag des Betreffenden einzusetzen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Das ist im weitesten Sinne schwarze Magie oder moderner ausgedrückt eine hinterlistige Manipulation.

Sie wollen eigentlich einen Spielfilm sehen. Stattdessen werden Sie alle 15 Minuten von Werbespots überfallen. Ihre Aufmerksamkeit wird gelenkt und noch schlimmer, man versucht – meist sehr erfolgreich – bei Ihnen eine bestimmte Emotion auszulösen. Die Kopplung zwischen dieser Emotion und dem Produkt soll in Ihnen angelegt werden. Worte, Bilder, Musik – alles wirkt gemeinsam in diesem Sinne auf Ihr Unbewusstes ein. Ihr Bewusstsein ist nämlich noch mit dem Krimi von eben beschäftigt und versucht zu ergründen, wer der Täter ist. Die Bahn ist frei für Suggestionen. Plötzlich spüren Sie das Bedürfnis nach Abenteuer und holen sich gedankenverloren ein Bier aus der Kühlung. Voilà: Sie wurden programmiert.

Da Schock-Induktionen besonders wirkungsvoll sind, seien Sie vor allem achtsam, ob jemand Ihnen einen Schreck einjagen will und wenn ja, welche Informationen gleichzeitig oder direkt danach angeboten werden. Alles was Sie dann sehen oder hören, läuft am bewussten Verstandesdenken vorbei direkt ins Unbewusste und entfaltet dort seine Wirkung.

Mir ist solch ein billiger Trick als Gesprächstaktik bei einem Versicherungsmakler begegnet. Er wollte mir einen Vertragsabschluss schmackhaft machen und hat mir zu diesem Zweck eine Horrorgeschichte von einer angeblichen Bekannten erzählt. Ob es diese Frau wirklich gibt, weiß ich nicht. Geschweige denn, ob die Story stimmt. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, lassen sich Menschen manchmal Phantasien einfallen, die prinzipiell stimmen könnten. Hier war wenigstens klar, welche Absicht verfolgt wird: Der Mann wollte mir eine Versicherung verkaufen. Das ist sein Beruf. Was aber, wenn im Dunkeln liegt, wer uns beeinflussen will und in welche Richtung?

In den täglichen Nachrichten wird über Dinge berichtet, die potenziell Angst und Schrecken verbreiten. Gerne möchte ich davon ausgehen, dass unsere Nachrichtensender uns ausgewogen über das Weltgeschehen informieren wollen. Vielleicht verfolgen ein paar von ihnen stattdessen oder zusätzlich auch andere Ziele. Von ebendiesen Medien bekommen wir immer wieder gesagt, dass Propaganda nur von bösen Regierungen „der anderen Seite“ eingesetzt wird oder früher von den Nazis. Unsere Medien sind natürlich vollkommen frei von politischen Motiven.

Sie dürfen gerne bei dieser Meinung bleiben, wenn es Ihnen damit gut geht. Falls Sie sich schon einmal nach den Geldflüssen erkundigt haben, oder wenn Sie die Neutralität eines Senders oder einer Zeitung aus anderen Gründen anzweifeln, lade ich Sie zu einem kleinen Experiment im Selbstversuch ein:

Prüfen Sie doch einfach mal den Effekt, den Nachrichten aus verschiedenen Informationsquellen auf Sie haben. Wie ging es Ihnen vorher? Wie geht es Ihnen danach? Fühlen Sie sich klar und stabil oder schwach und verwirrt? Haben Sie Angst bekommen? Sind Sie empört? Betrifft der Gegenstand der Angst oder der Empörung Ihr persönliches Erleben? Haben Sie sich gerade einschüchtern oder aufhetzen lassen? Welche Botschaften wurde vordergründig, welche durch Farben, Töne und Formulierungen vermittelt? Passen die Inhalte des gesprochenen Wortes und der Bilder zusammen? Sind sie dem Thema angemessen? Fühlen Sie sich in irgendeiner Weise bedrängt?

Werden die immer gleichen Bilder oder gleichlautenden Formulierungen mantramäßig wiederholt und wiederholt und wiederholt? Auch das gehört zu einer guten Hypnose. Die Menschen glauben fast alles, wenn sie es oft genug hören. Das nennt man eine Gehirnwäsche.

Hollywood-Filme liefern reihenweise Beispiele für geschickt vermittelte Botschaften jenseits der bewussten Wahrnehmung. Keiner will Ihnen den Spaß am Kino vermiesen. Genießen Sie ruhig die Spannung und freuen Sie sich über die schauspielerische Leistung. Aber fragen Sie sich auch: Welches Narrativ wurde mir da angeboten? Welche Eindrücke abseits der für den Plot notwendigen Dramaturgie wurden vermittelt?

Wenn ich mir Stirb langsam anschaue, was denke ich danach über Mercedes-Fahrzeuge? Wenn Bruce Willis mit seiner G-Klasse über die Autodächer poltert und später mit einem PKW einen Helikopter abschießt? Just im Moment des grandiosen Triumphs über die Bösen.

Product Placement nennt man das indirekte Bewerben von Produkten während eines Unterhaltungsfilms. Das ist Hypnose pur. Durch die emotionale Aufladung während des Films wirkt Product Placement massiv im Unterbewusstsein. Der Hersteller entscheidet, welche Emotion beim Zuschauer mit seinem Produkt gekoppelt sein soll. „Mercedes = Triumph über das Böse“ – aus Marketing-Sicht ist das der Jackpot!

Dabei ist es sogar unwichtig, ob es die G-Klasse war, die den Hubschrauber trifft. Das Fahrzeug ist so lange und so intensiv im Blickpunkt, dass jeder andere Eindruck verblasst. Ich habe den Film bestimmt 10 Mal gesehen und könnte nicht sagen, aus welchem Auto John McLane springt. Aber die G-Klasse vergisst man nie.

Diese „versteckte“ Werbung ist noch relativ leicht erkennbar, wenn man darauf achtet. Erscheint es Ihnen abwegig zu spekulieren, ob wir noch andere Botschaften untergejubelt bekommen? In Serien, in Filmen, in Talkshows, in sogenannten Dokumentationen. Den „Spin“ können wir mehr oder weniger deutlich an der Tönung erkennen: Wie sollen wir über die Welt denken, wenn wir den Beitrag gesehen haben? Wie über gesellschaftliche Fragen, z.B. Geschlechterrollen? Wie über eine bestimmte Persönlichkeit?

Gesetzt der Fall, jemand wollte eine öffentliche Person in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Geplant sei ein Spielfilm über diesen Menschen und sein Tun. Beim Casting könnte man aus einer Vielzahl von Künstlern wählen, also beispielsweise zwischen einem Schauspieler, den alle als fürsorglichen Arzt einer Vorabendserie kennen, und einem Darsteller, der durch seine Rolle als psychopathischer Massenmörder in einem Blockbuster bekannt ist. Für wen würde man sich entscheiden? Und wie würde schon diese Auswahl unbewusst auf die Zuschauer wirken? So eine Besetzung ist reine Phantasie? Sie würden sich wundern. Um hier keine politische Diskussion vom Zaun zu brechen, werde ich mein Beispiel nicht benennen. Recherchieren Sie selbst, wenn Sie wissen wollen, wer hier angeblich aus Insider-Sicht bloßgestellt wurde.

Hollywood lenkt seit Jahrzehnten unsere Aufmerksamkeit und wir zahlen auch noch Eintritt dafür. Glauben Sie, Sie wüssten, was wirklich auf der Titanic geschehen ist, nur weil Sie den Film gesehen haben? Oder bei der Apollo 13 Mission? Ich sage nicht, dass hier gelogen wird. Ich sage nur, dass Sie von einem Film, der sich auf historische Ereignisse bezieht, keine objektive Darstellung wahrer Begebenheiten erwarten dürfen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Drehbuchautoren sich spannende Dinge ausdenken. Das ist ihr Job. Sie werden dafür bezahlt. Aber verwechseln Sie niemals einen Spielfilm mit der Tagesschau.

In unserer multimedialen Zeit ist es kaum möglich, sich der allgegenwärtigen Hypnose zu entziehen. Das Bewusstsein für diese Vorgänge dient der wichtigen Erkenntnis, wo und in welcher Weise wir hypnotisiert werden. Eine Chance, trotzdem in der Selbstbestimmung zu bleiben, ist bewusst zu entscheiden, welchem Teil der Realität wir unsere Aufmerksamkeit schenken wollen. Diese Entscheidung ist wesentlich. Sie bringt uns aus der passiven Konsumhaltung ins aktive Gestalten unserer Gedanken- und Erlebniswelt.

Einige Menschen genießen es wie ein Detektiv-Spiel, Manipulationsversuche aufzustöbern. Sie nehmen das Ganze sportlich und freuen Sich über jede neue Entdeckung. Für andere ist es gar nicht so einfach zu akzeptieren, dass sie hin und wieder einem professionellen Hypnotiseur auf den Leim gegangen sein könnten – ganz gleich ob er Versicherungsmakler, Nachrichtensprecher oder Spielfilm-Produzent ist. Wir alle haben gerne ein Gefühl der Kontrolle über unser Leben. Manche ziehen es deshalb vor, (unbemerkte) Manipulation aus den Möglichkeiten ihrer individuellen Wirklichkeit zu verbannen. Das dürfen sie natürlich. Damit spielen sie leider allen Betrügern direkt in die Hände. Das ist nämlich genau ihr Trick: Hypnose funktioniert deshalb so gut, weil wir glauben, dass es sie in unserem Leben nicht gibt. Weil wir ein völlig falsches Bild von ihr haben. Oder besser gesagt: hatten. Ihr Bild ist jetzt zurecht gerückt. „Welcome to the real world.“

Text: Petra Weiß
Foto: Martin Wendring / pixelio.de

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Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Moderne Hypnotherapie nach Milton Erickson gehört zu ihrem facettenreichen Therapieangebot. Sie ist Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit und hat sie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften sowie online veröffentlicht. Sie war als Fachlektorin an mehreren Patientenratgebern beteiligt. An dem Buch “Gesundheit gestalten mit den 4 Elementen” von Dr. Peter Vill hat sie als Co-Autorin mitgewirkt.

Das gute Schenken.

Bild zum Beitrag Das gute Schenken.

Lesedauer ~17 Minuten

Möchten Sie jemandem etwas zu Weihnachten schenken, worüber er oder sie sich freut? Ein passendes Geschenk zu finden, ist gar nicht so einfach. Viele Leute haben ja schon das meiste, was sie brauchen. Oder ganz konkrete Vorstellungen, was sie wollen, die man nicht erahnen kann.

Mir schenken Menschen manchmal feine Pralinen – ein Klassiker, mit dem man nichts falsch machen kann. Oder doch? Die Idee trifft meine Freude am Genuss und ist insofern genau in die richtige Richtung gedacht. Leider habe ich eine Schokoladen-Allergie (Wie fies ist das denn?!) Damit kann nun wirklich keiner rechnen.

Weil viele Geschenke gut gemeint und trotzdem individuell unpassend sind, geht nach dem Fest das große Umtauschen los. Besonders unangenehm ist es, wenn wir uns dem Schenker verpflichtet fühlen und z.B. glauben, eine Vase aufstellen zu müssen, die so gar nicht zu unserer Einrichtung passt. Damit ist niemandem gedient. Wir freuen uns nicht über das Präsent, sondern quälen uns jeden Tag, wenn wir unser Ästhetik-Empfinden der vermeintlichen Pflichterfüllung oder falsch verstandenen Loyalität opfern.

Machen Sie dem irren Konsumtreiben ein Ende durch offene Kommunikation und Klarheit. Das fördert nicht nur eine gesunde Kultur des Schenkens, sondern auch die aufrichtige Beziehung zwischen den Beteiligten.

Fragen Sie im Zweifel einfach nach, womit Sie dem Adressaten Ihrer Gabe eine kleine, mittlere oder große Freude machen können. Vielleicht werden Sie sich wundern, welch einfache Dinge Ihre Lieben glücklich machen können. In diesen Tagen gewinnen Symbole der Verbundenheit eine neue Bedeutung, wie eine Einladung zum Kaffeetrinken oder ein gemeinsamer Spaziergang am See.

Kleine Aufmerksamkeiten wie selbst gemachte Marmelade oder eine Seife brauchen nur dann eine vorherige Abstimmung, wenn man Allergien und Abneigungen berücksichtigen will. Sonst zählt bei diesen Dingen vor allem die wohlmeinende Geste.

Bei engen Freunden weiß man manchmal schon, was der andere bevorzugt. Doch auch dabei ist man vor Überraschungen nicht sicher. Seit 10 Jahren dieselbe Creme geschenkt? Was damals genau passend war, kann heute vielleicht voll daneben sein. Geschmäcker ändern sich…

Wessen Bedürfnis wird gerade erfüllt? Mit der aufrichtigen Antwort auf diese Frage fallen alle Verlegenheitsgeschenke schon mal weg. Denn diese dienen in erster Linie dem Schenkenden.

Aufschlussreich kann eine Antwort auf diese Frage beim Schenken von Charity-Aktionen sein. Wenn ich weiß, der Beschenkte unterstützt die Organisation auch ohne mein Geschenk, mag das gehen. Sonst ist es eine bevormundende Grenzüberschreitung, für ihn zu entscheiden, wem er eine Spende zukommen lassen will. Bei so viel demonstrativer Wohltätigkeit wird der Beschenkte sich kaum trauen zu sagen: „Ich hätte mich gefreut, wenn Du MIR etwas geschenkt hättest, nicht einer Hilfsaktion, zu der ich null persönlichen Bezug habe.“ Schließlich will man ja nicht als egoistisch gelten, besonders nicht beim Fest der Nächstenliebe.

Umgekehrt ist das Thema Charity genauso problematisch: Wenn Sie um eine Spende für eine gemeinnützige Einrichtung bitten als Ersatz für ein persönliches Geschenk. Damit lehnen Sie das Geschenk eigentlich ab. Und Sie schreiben dem anderen vor, dass er gefälligst etwas Gutes tun soll. Falls Sie mit diesem Menschen eine persönliche Verbindung haben wollen, würde ich das nicht empfehlen. Fragen Sie sich lieber, warum Sie von dieser Person kein Geschenk haben möchten. Oder warum es Ihnen generell schwerfällt, Geschenke anzunehmen, falls das so ist. Die Energie, die in dem persönlichen Geschenk liegt und an Sie gerichtet ist, lenken Sie an sich vorbei und woanders hin, wenn Sie daraus eine Spendenaktion machen. Prüfen Sie Ihre Motive. Wollen Sie, dass jeder sieht, was für ein guter Mensch Sie sind? Wie aufopferungsvoll und selbstlos!

Wenn Sie etwas spenden wollen, machen Sie das jederzeit. Wahre Wohltätigkeit fließt von Herz zu Herz. Sie braucht keine Bühne und keinen Applaus.

Tiefere Bedeutungen sind nicht immer offenkundig. Natürlich ist der Vorgang des Schenkens wie alle menschlichen Handlungen stets im Gesamtzusammenhang zu sehen. In einem scheinbar unpersönlichen Geschenk kann eine Symbolik liegen, die den Schenker und den Geschenkten auf liebevolle Weise verbindet. Als Beispiel fällt mir eine Mutter ein, die ihrem Kind jedes Jahr ein Los der “Aktion Sorgenkind” geschenkt hat. Darin kam zum Ausdruck, dass sie selbst eine gruselige Kindheit hatte und leider auch ihre Tochter nicht vor solch einem Schicksal bewahren konnte. Ihr Beitrag zum Wohlergehen von notleidenden Kindern kann man als symbolische Geste im Sinne eines Wiedergutmachungsversuchs werten – an ihrem inneren Kind und auch auch ihren Nachkommen. Es ist sinnig, die jeweilige Motivation zu durchblicken. Leicht ist das nicht, weil sie mitunter dem Schenkenden selbst nicht bewusst ist. Falls Sie wissen, warum Sie etwas schenken, dessen Bedeutung sich nicht spontan erschließt, sprechen Sie es einfach aus.

Ich empfehle Ihnen aus meiner Erfahrung, prinzipiell anzunehmen, dass der andere es gut meint.

Im beruflichen Umfeld kann man seine Kollegen oder Geschäftspartner aus diplomatischen Gründen nicht immer davon abhalten, einem Dinge zu geben, die man weder will noch braucht oder ausgleichen möchte. Dann sprechen Sie schlicht die Wahrheit aus: “Oh, Sie haben das Bedürfnis, mir etwas zu schenken.” Allein diese Feststellung kann sehr entlastend für Sie und möglicherweise sogar erhellend für den anderen sein.

Manchmal ist weniger mehr. Bitte denken Sie daran, dass Beschenkte grundsätzlich den Wunsch empfinden, für das Gute, das sie erhalten haben, etwas ausgleichen zu wollen. Das ist ein ganz natürliches Bedürfnis. Was die wenigsten wissen: Ist das Bedürfnis nach Ausgleich nicht erfüllbar, etwa weil das Geschenk viel zu groß ist, kann der Beschenkte wütend werden über die Schuld, in der er nun steht. Diese Wut ist für beide Seiten überraschend und häufig unverständlich. Sie wird mitunter nicht direkt ausgedrückt, sondern auf den Umweg des Sarkasmus oder der Stichelei. Happy X-mas!

Einzig Eltern dürfen ihren Kindern alles schenken, ohne dass ein energetischer Ausgleich notwendig ist. Das gilt in milderer Form auch für Geschenke zwischen Schwiegereltern und Schwiegersöhnen oder -töchtern. Kinder müssen ihren Eltern eigentlich gar nichts schenken. Mein Tipp: Drücken Sie Ihre Dankbarkeit gegenüber Mutter und Vater auf andere Weise aus. Wertschätzende Worte berühren Eltern mehr als ein paar Wollsocken oder eine Designer-Handtasche.

Was, wenn das Präsent den angemessenen Rahmen sprengt? In der Regel hat ein übergroßes Geschenk einen Grund. Dieser Grund richtet sich in die Vergangenheit, was in Ordnung ist, oder in die Zukunft, was nach Manipulation riecht. Hilfreich ist es, eine Erklärung anzubieten, welche das übergroße Präsent bereits als Ausgleich für etwas Erbrachtes bezeichnet: „Oh, das ist ja ein extrrem üppiger Blumenstrauß, den Du mir dieses Jahr schenkst. Damit möchtest Du Dich bestimmt dafür bedanken, dass ich Dir neulich bei den Bewerbungen geholfen habe. Deine Wertschätzung kommt an. Vielen Dank.“ An der Reaktion des Schenkenden können Sie erkennen, ob Sie richtig lagen.

Geschenke werden manchmal für hintergründige Zwecke missbraucht, die den Beteiligten gar nicht bewusst sind. Das muss nicht sein. Wir klären das einfach offen. Fragen Sie im Zweifel direkt nach: „Das Geschenk ist so groß, dass ich Dir kaum etwas Angemessenes zurück schenken kann. Was erwartest Du von mir, wenn ich Deine Gabe annehme?“ Ein Deal kommt nur zustande, wenn Sie sich darauf einlassen. Kluges Erwartungsmanagement hat schon so manchen Konflikt im Vornherein verhindert.

Falls die Größe des Geschenks nichts mit Ihnen zu tun hat, sondern nur die Großartigkeit des Schenkers darstellt, hat das ganze Geschenk vermutlich nichts mit Ihnen zu tun. Nehmen Sie es, wenn Sie es wollen, aber nehmen Sie es nicht persönlich.

Gerechtigkeit ist nicht möglich. Der Versuch ist zwar ehrenwert, aber sinnlos. Wie wir sehen, ist das passende Geschenk etwas höchst Individuelles. Wie soll es jemals gerecht sein, zwei Menschen dasselbe zu schenken? Der Ansatz ist gut gemeint, setzt aber alle unter Druck und verfehlt häufig sein Ziel.

Erhält die neue Freundin des Sohnes dieselbe Schmuckschatulle wie die Tochter des Hauses, ist das gerecht? Die Tochter ist viel länger in der Familie und steht den Eltern natürlich näher als die noch fremde junge Frau. Und ob die neue Freundin eine Schatulle braucht, geschweige denn ob diese ihren Geschmack trifft, weiß niemand.

Bei “gleichrangigen” Geschenke-Empfängern kann man versuchen, den Wert anzupassen. Wenn eine gute Resonanz besteht, passiert das hin und wieder sogar automatisch. Im ersten Jahr meiner Beziehung haben mein Freund und ich uns “zufällig” etwas exakt Gleichwertiges geschenkt, obwohl die Geschenke ganz verschieden waren. Vor zwei Jahren lagen unterm Tannenbaum sogar dieselben Geschenke von ihm und von mir! Daraufhin haben wir beschlossen, das nächste Weihnachtsgeschenk einfach gemeinsam auszuwählen.  

Euro schenken? Geld zu schenken kann ein Versuch sein, Gerechtigkeit zu produzieren. Persönlich ist das Geben von Münzen und Scheinen freilich nicht. Ob man den Mangel an Individualität über eine aufwändige Verpackung wettmachen kann oder sollte, da habe ich so meine Zweifel.

Sich Geld zu wünschen drückt aus, dass ich dem anderen nicht zutraue, meine Wünsche zu erfassen, auch wenn ich sie ihm nenne. Diese Befürchtung kann durchaus berechtigt sein. Das finde ich traurig unter Menschen, die sich eigentlich nahestehen könnten. Möglicherweise geben Sie Ihren eigenen Bedürfnissen aber auch nur zu wenig Raum. Vielleicht wagen Sie bei Gelegenheit einen Versuch, sich und Ihre Bedürfnisse dem Schenkenden zuzumuten. Erwarten Sie beim ersten Mal kein Wunder in puncto Stimmigkeit und Passung – aber seien Sie auch nicht allzu schockiert, wenn eines geschieht. Bei wichtigen Beziehungen dürfen ruhig ein bisschen Zeit und Geduld in das Finetuning fließen.

Als Ausgleich für große Events mag es angemessen erscheinen, sich von weitläufigen Bekannten lieber Geld zu wünschen. Das hat ganz pragmatische Gründe: um die Kosten für die Veranstaltung tragen zu können oder um sich einen lange gehegten Wunsch mit dem gesammelten Betrag zu erfüllen.

Was tun, wenn Sie etwas erhalten, was Sie nicht haben wollen? Es kommt es auf Ihre Beziehung zu dem Schenker an. Bedanken Sie sich auf jeden Fall für die gute Absicht. Denn eine solche steht – hoffentlich – hinter (fast) jedem Akt des Schenkens.

Wägen Sie ab, ob Sie das ungeliebte Teil weiterverschenken wollen. Doch, das DÜRFEN Sie! Es gehört ja jetzt Ihnen. Ein Geschenk ist niemals an Bedingungen geknüpft. Sonst ist es kein Geschenk, sondern Teil eines Tauschhandels, auf den Sie sich bewusst einlassen können, aber nicht müssen.

Falls Sie meinen, keine Wahl zu haben, seien Sie wachsam. In solchen Fällen kann viel Unmut vermieden werden, indem man eine Aussprache über die eigenen Befürchtungen und Phantasien – ohne Vorwurf und ohne Unterstellung – herbeiführt. Vielleicht fühlen Sie sich grundlos unter Zwang. Weisen Sie Geschenke zurück, mit denen Sie manipuliert werden sollen. Kein Geschenk der Welt ist es wert, unterm Tannenbaum Zugeständnisse zu machen, die Sie eigentlich nicht wollen.

Wählen Sie für klärende Gespräche prinzipiell einen geeigneten Zeitpunkt und ein passendes Setting. Wir wollen ja nicht, dass der ganzen Familie der köstliche Gänsebraten vor Schreck im Halse steckenbleibt.

Wenn Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu dem Schenkenden haben, können Sie entscheiden, ob Sie einfach Danke sagen und das Präsent weiterreichen. Oder ob Sie offen ansprechen, dass es leider nicht Ihren Bedürfnissen entspricht. Haben Sie bei dem Gedanken ein ungutes Gefühl? Dann klären Sie die Lage möglichst bevor die unangenehme Situation entstehen kann, also im Vorfeld.

Geschenken bestimmte Bedeutungen zuzusprechen, kann Weihnachten und andere Anlässe zu einem wahren Fettnäpfchen-Parcours machen. Die Größe oder Art des Geschenks lässt keine Rückschlüsse darauf zu, was dem anderen die Beziehung zu Ihnen Wert ist oder wie nahe er Ihnen steht.

Manche Menschen drücken Ihre Gefühle in der Tat durch Präsente aus, andere, indem sie etwas für Ihre Lieben tun und wieder andere durch Worte oder durch gemeinsam verbrachte Zeit. Auch Körperkontakt kann eine Sprache der Liebe sein. Der emotionale Ausdruck ist höchst individuell, und man vertut sich immer in der Bewertung der Ausdrucksweisen, wenn zwei Menschen hier unterschiedliche Sprachen sprechen. 

Ich wünsche Ihnen freudvolle Gelassenheit beim Schenken und beim Empfangen von Präsenten, entspannte Feiertage mit sich und vielleicht auch mit weiteren netten Menschen. Genießen Sie die Zeit und lassen Sie es sich gut gehen – so wie es Ihnen gemäß ist.

Frohes Fest!

Text und Foto: Petra Weiß

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Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist Heilpraktikerin und Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit. Seit 2006 ist sie in ihrer Praxis für Ganzheitsmedizin und Psychotherapie niedergelassen. Sie hat sich auf Traumatherapie und systemische Familientherapie spezialisiert. Ihr Wissen und ihrer Erfahrungen teilt sie in ihrer Sprechstunde, in ihren Workshops sowie in Form von Text- und Video-Beiträgen mit der Welt. Sie gibt das Online-Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst heraus.

Es ist doch nur eine Armbinde.

Bild zum Beitrag Es ist doch nur eine Armbinde

Lesedauer ~10 Minuten
Rubrik: Im Lichte der Geschichte

Vergangene Nacht jährten sich die November-Progrome von 1938. Menschen wurden ermordet, eingesperrt und bestohlen. Viele verloren ihre wirtschaftliche Existenz, ihre Freiheit und ihr Leben. Geschäfte und Privatwohnungen wurden zerstört. Gotteshäuser verwüstet und Friedhöfe geschändet. Mindestens 300 Menschen nahmen sich – aus Verzweiflung oder Weitsicht – das Leben. Danach begann der systematische Völkermord.

Wie konnte es so weit kommen? Das fragt man sich heute und man wird sich dieselbe Frage immer wieder stellen, wenn große Krisen die Eigenschaften der Menschen sichtbar machen: die guten wie die üblen. Ich möchte ein Licht aus meiner psychologischen Sicht auf die Entwicklungen werfen, die zu diesen Geschehnissen führten. Es wäre vermessen, die komplexen Zusammenhänge im Rahmen eines Beitrags umfänglich darstellen zu wollen. Daher richte ich mein Augenmerk auf ein paar wenige Aspekte, die mich dieser Tage besonders beschäftigen.

Im Vorfeld der Ereignisse hatten die politischen Akteure eine passende Rechtsgrundlage geschaffen. Wer Jude war, definierte ein Gesetz. Die Beweislast wurde umgekehrt: Man musste einen Ariernachweis erbringen, im Volksmund „Persilschein“ genannt, um sich von dem Verdacht reinzuwaschen, jüdisch zu sein. Den Juden und auch anderen Gruppen wurden nach und nach ihre Menschenrechte aberkannt. Das meiste Unrecht geschah gemäß geltendem Recht.

Gute Menschen halten sich prinzipiell an Gesetze – wie absurd ihr Inhalt auch sein mag. Ihre Beweggründe liegen auf der Hand: Die Alternative zu verbindlichen Regeln ist Anarchie. Im Chaos will niemand leben. Besser alle halten sich an fragwürdige Vorgaben als an gar keine. Die Menschen stehen unter sozialem Druck, sich so zu gebärden wie die anderen Gesetzestreuen, um dazu zu gehören. Sie haben Angst vor einer Strafe, die sie selbst oder ihre Familie in Schwierigkeiten bringen könnte. Und sie können sich der Illusion hingeben, sie hätten keine Verantwortung für ihr Handeln, was in jeder Lebenslage ein fataler Irrtum ist. Handeln auf Befehl war noch nie frei von Verantwortung – unabhängig von der Rechtsprechung.

Zum Zwecke der Kennzeichnung mussten Juden Armbinden tragen. Diese im Vergleich zu den späteren Entwicklungen scheinbar harmlose Verordnung war der Anfang vom Ende. So waren die „Aussätzigen“ für jeden schon von weitem leicht erkennbar. Repressalien durch die allgegenwärtigen Staatsdiener und Diskriminierung durch die selbsternannten Hüter der Ordnung waren alltäglich.

Natürlich gab es auch Nicht-Juden, die das als Ungerechtigkeit empfanden. Die Sympathisanten standen in dem Risiko, ebenfalls bestraft und aus ihren bürgerlichen Kreisen ausgeschlossen zu werden. Man nannte sie abwertend „Judenfreunde“. Es gab eine Kontaktschuld: Man konnte sich mit diesen Menschen nicht treffen, ohne sich selbst schuldig zu machen. Sogar die „falsche“ Gesinnung von Freunden der Freunde barg eine latente Gefahr für Leib und Leben.

Das Prinzip „DIE und WIR“ spaltete Familien, Freunde, Kollegen und Nachbarn. Diese Spaltung ist die Grundlage eines jeden Terrors. Ohne sie wäre es nicht möglich, Menschen zu quälen, damit ein paar empathielose Psychopathen daraus irgendeinen Nutzen ziehen.

Die Propaganda hatte ganze Arbeit geleistet. Das ständige Wiederholen derselben Narrative hatte dafür gesorgt, dass Juden als Ursache allen Übels bei einem großen Teil der Gesellschaft verhasst waren. Sie waren schuld – am Krieg, an der Armut, an der politischen Krise. Einfach an allem. Hier wurde die berechtigte Empörung der Menschen über ganz andere Probleme gezielt gelenkt. Der Trick ist genauso alt wie effektiv. Er funktioniert immer wieder. Das Wir-Gefühl erstarkt mit einem gemeinsamen Gegner. Man bestätigt sich gegenseitig die Berechtigung für das vereinte Handeln und trägt die Flagge der „Solidarität“ als Rechtfertigung für grausame Taten vor sich her. Der staatstreue Bürger fühlte sich im Recht, wenn er Juden ausgrenzte oder beschimpfte. Später sah man folgerichtig weg, wenn die zuvor Diffamierten weggebracht wurden oder man hielt es sogar für eine gute Sache.

Statt sich zu fragen, ob all diese Behauptungen stimmten, waren die Leute damit beschäftigt, ihre Existenz zu sichern, entlastende Dokumente zu beschaffen und für Lebensmittel anzustehen. Zum Hinterfragen war keine Zeit. Außerdem war es gefährlich, die Autoritäten infrage zu stellen.

Man hatte zwei Meinungen: eine private und eine öffentliche. Zensur erfolgte überall. Wie viele Wahrheit damals verloren ging, werden wir wohl nie erfahren. Ironischerweise darf betreffend dieser Epoche heute keine vom offiziellen Narrativ abweichende Meinung geäußert werden. Das wäre strafbar. Manchmal hat das Schicksal einen schrägen Humor.

Weil so viel Normales verboten war, wurden normale Bürger zu Gesetzesbrechern. Diese konnte man jetzt mit reinem Gewissen anzeigen. Als Denunziant fühlt man sich moralisch überlegen, während man jemanden für ein im Grunde unwesentliches Vergehen in die Pfanne haut.

Je ohnmächtiger sich der einfache Mann fühlte, desto verlockender war es, am Machtsystem teilzunehmen. Ein kleiner Hinweis an den Blockwart und der unliebsame Nachbar, der Konkurrent um einen Arbeitsplatz oder der Ehemann der Geliebten konnte in Schwierigkeiten gebracht werden. Wie überaus praktisch! Der Betroffene musste noch nicht einmal wirklich etwas falsch gemacht haben. Es reichte, wenn man etwas völlig aus der Luft Gegriffenes behauptete, um eine Lawine der Schikane loszutreten. Für falsche Anschuldigungen wurde niemand zur Rechenschaft gezogen.

Ein psychologisch brillanter Schachzug der NS-Regierung – vielleicht sogar der entscheidende – war es, die Allgemeinbevölkerung am Raub zu beteiligen. Die von Juden gestohlenen Gegenstände, ihre Häuser, die Geschäftsbetriebe wurden spottbillig verkauft. Der Pelzmantel und die Lederhandschuhe der jüdischen Nachbarin, das edle Porzellan des jüdischen Chefs, Kunsthandwerk aus jüdischem Familienbesitz – plötzlich konnten sich Lieschen Müller und Franz Meier die begehrten Dinge leisten. Viele nutzten das einmalige Angebot und labten sich an den Überresten jüdischen Wohlstands. Ein Großteil der Bevölkerung lebte in existenzieller Abhängigkeit. Man fand Arbeit in den Giftgasfabriken, als Spitzel oder bei der SS. So macht man Mitläufer zu Profiteuren. Sie würden sich niemals gegen das Unrecht wenden oder es als solches überhaupt anerkennen, denn dann wären sie selbst Verbrecher und ihre Beute in Gefahr.

Es dient niemandem, dass wir in Gefühlen von Scham und Schuld versinken, wenn wir heute an die Opfer, Täter und Mitläufer denken. Lassen Sie uns lieber wachsam nach den Unterschieden zwischen damals und heute schauen.

“Wenn man eines aus der Menschheitsgeschichte lernen kann, dann ist es die Tatsache, dass Menschen aus ihrer Geschichte nichts lernen.” sagt angeblich ein Chinesisches Sprichwort. Mir wäre es sehr recht, diesen Text durch mein praktisches Erleben zu widerlegen.

Wir alle brauchen Antworten, wenn wir uns später fragen, was wir in unserem Leben getan haben und warum. Das nennt man Verantwortung. Unser Tun in Einklang mit den eigene Werten zu bringen, macht es leichter, dieser Verantwortung gerecht zu werden.

Dazu müssen wir uns unserer Werte bewusst werden, unsere Überzeugungen überprüfen und bereit sein, aus alten Denkmustern auszusteigen. Dieser Prozess bringt uns als Menschheitsfamilie weiter beim Erforschen unseres Bewusstseins. Wir können Perspektiven nachvollziehen, die uns vorher fremd waren. So halten Gnade und Vergebung Einzug in unsere Seelen – für andere und für uns selbst.

Der Blick in die Geschichte lohnt sich immer dann, wenn er uns dabei hilft, unser Bewusstsein zu wecken für das was heute und in Zukunft geschieht.

Text: Petra Weiß
Foto: Huskyherz / pixelio.de

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Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Parallel zu ihrer therapeutischen Arbeit ist sie als freie Journalistin im Ressort Medizin & Gesundheit tätig. Sie hat sich auf Naturheilkunde und Psychologie spezialisiert. Seit 2020 gibt sie das Online-Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst heraus. Es dient der Entwicklung des Einzelnen in eine freies und selbstbestimmtes Leben und unterstützt somit den Bewusstseinsprozess der Menschheit.

Wer die Sprache beherrscht, beherrscht seine Mitmenschen.

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Lesedauer ~9 Minuten
Rubrik: Umgang mit Sprache.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Manipulation anderer, wobei der Begriff Manipulation durchaus nicht negativ besetzt ist. Es handelt sich hierbei lediglich um eine gezielte Beeinflussung von Individuen unter Berücksichtigung der Wirkung von verschiedenen rhetorischen Stilmitteln auf die menschliche Psyche und das hieraus resultierende Verhalten.

Diese Wirkung hängt stets vom Zusammenspiel von gesprochener Sprache und Körpersprache ab, d.h. ein Redner wirkt nur dann überzeugend, wenn die Art seiner Kleidung, seine Gestik, Mimik und Körperhaltung seine Werte unterstreichen und bekräftigen. Die Körpersprache muss stimmen. Sie stellt jedoch nur die Grundlage für eine überzeugende Rede dar. Wir wollen uns hier also mit dem Hauptmedium zur Übermittlung von Botschaften befassen, nämlich mit dem Wort.

Sprache vermittelt nicht nur Wissen, sondern vor allem auch Gefühle. Psychologen haben längst herausgefunden, welche Wortkombinationen und Formulierungen sogenannte Schlüsselreize auslösen, und nicht nur kluge Köpfe aus der Werbebranche machen sich diese Erkenntnisse seit Jahrzehnten zunutze. Kurze, prägnante Sätze oder Satzfragmente überwiegen hier und zielen zumeist auf die emotionale Ebene der potenziellen Käufer.

Wie Elmar Leterman in seinem Buch „Verkaufen durch Showmanship“ sehr einleuchtend darstellt, besteht Verkauf im weitesten Sinne zu 90 % aus „Emotion/Illusion“, gewissenhaft verpackt, in sorgfältig überlegte Worte, erzielen sie meist die gewünschte Wirkung. Die Verkaufszahlen werbeintensiver Firmen beweisen dies. Letermans These trifft auch auf andere Bereiche des „Verkaufs“ zu, die nicht direkt etwas mit dem Erwerb von Gütern oder Dienstleistungen zu ttun haben, und zwar mit dem „Verkauf“ von Information oder Meinung.

Ein Blick in die Vergangenheit konkretisiert diese Aussage. Gemeint ist Adolf Hitler als Beispiel für die negativen Auswirkungen, wenn ein Mensch andere mit Hilfe von Sprache beherrscht. Hitler hielt keine Reden, er hatte Auftritte, denn seine Kundgebungen waren wahre Meisterwerke der Rhetorik. Jedes einzelne Wort war mit aller Sorgfalt ausgewählt, jede Pause gezielt platziert und jeder „Gefühlsausbruch“ perfekt gespielt. In dem Film „Hitler – eine Karriere“ wird anschaulich gemacht, wie er durch emotionsgeladene Auftritte die Massen bewegte.

Doch die Zeiten der Manipulation durch sprachliche Mittel sind längst nicht vorbei. Die Ausführungen unserer Politiker verdeutlichen dies sehr gut. Als aktuelles Beispiel hierfür sind die Wahlreden der amerikanischen Präsidentschaftskandidatur zu nennen, die mit Hilfe ausgeklügelter Formulierungen unsere berechenbare Psyche durchdringen und in Verbindung mit den durch sie ausgelösten Emotionen die gewünschte Wirkung erzielen. Wesentlich ist oft nicht (nur) die Botschaft, sondern deren Präsentation, die „Verpackung“.

Doch nicht nur auf nationaler oder internationaler Ebene, nicht nur in der Werbung und im Verkauf, sondern auch im privaten Bereich spielt die Beherrschung der Sprache zur Beeinflussung der Mitmenschen eine entscheidende Rolle. Wer seine Argumente geschickt formuliert und in entsprechender Art und Weise zum richtigen Zeitpunkt artikuliert, wird kaum Schwierigkeiten haben, seine Meinung durchzusetzen.

Negative Folgen hieraus können sich nur dann ergeben, wenn die „Adressaten“ die Argumentationstaktiken des „Absenders“ von Information oder Meinung nicht durchschauen bzw. erkennen können, denn dann laufen sie Gefahr, nicht überzeugt, sondern überredet zu werden.

Genau das passierte im Dritten Reich. Kein Mensch, der bei halbwegs klarem Verstand ist, kann davon überzeugt sein, dass es gut ist, Juden zu töten, deshalb halte ich den Ausdruck „ein überzeugter Anhänger Hitlers“ für falsch. Es ist aber, wie die Vergangenheit zeigt, sehr gut möglich, Tausende von Menschen emotional für eine Sache zu begeistern, die man rational nicht logisch begründen kann. Nun ist die Nazi-Zeit ein sehr krasses Beispiel für das Problemfeld, das mit der Beherrschung der Menschen durch die Beherrschung der Sprache in Zusammenhang steht.

Kleinere Katastrophen durch Massenmanipulation mit Hilfe von sprachlichen Mitteln laufen auch heute zum Beispiel in Frankreich – hier sei der Name Le Pen erwähnt – oder in Südafrika ab.

Eine weitaus harmlosere Form der Beeinflussung wird durch psychologische Tricks in der Werbung erzielt, die zum Kauf eines bestimmten Produkts stimulieren sollen, denn nur zirka 10 % der Werbung bezieht sich sachlich auf die Eigenschaften desselben, doch hier gehen Manipulation und rationale Überzeugung fließend ineinander über.

Auch im privaten Bereich hat berechnendes, die Reaktion des anderen miteinbeziehendes Verhalten einen negativen Touch, und doch kommt es immer wieder erfolgreich zur Anwendung, denn viele wenden sprachliche Mittel völlig unbewusst an und erzielen – ohne dass sie eigentlich genau wissen warum – den gewünschten Erfolg.

Jeder sollte sich aber bewusst mit der Wirkung von Sprache auf andere beschäftigen, obgleich Beherrschung von Sprache gleichbedeutend mit Macht über andere sein kann, dennoch ist die genaue Kenntnis des „Machtinstrumentes“ Sprache wichtig, um die Mitmenschen überzeugen zu können und die eigenen Ziele zu erreichen, und sie ist geradezu unerlässlich, wenn es darum geht, Machtmissbrauch zu vermeiden, indem man die Manipulationsversuche anderer erkennt und sich ihnen in geeigneter Weise entziehen kann.

Dieser Deutschaufsatz stammt aus dem Jahr 1988, damals war ich 18 Jahre alt. An dem Aufsatz habe ich als Text-Profi mit mehr als 20 Jahren Erfahrung nichts Wesentliches auszusetzen, außer dass einige Sätze etwas zu lang sind. Um ehrlich zu sein, bin ich ganz schön stolz auf den Teenager, der ich einmal war.

Ein Germanist mit überkämmter Glatze und schlecht sitzendem Anzug hat mir damals 8 von 15 Punkten gegeben und mein Heft mit seinem Rotstift über und über verunziert. Eine ganze Seite lang ist seine unberechtigte Kritik. Am meisten erheitert mich heute sein Satz „Achten Sie auf die Formulierungen“ mit dem Vorwurf, es mangle ihnen an Präzision. Ich hoffe und bete, dass Pädagogen heutzutage Ausnahmetalente erkennen, wenn sie im Klassenzimmer vor ihnen sitzen und sie angemessen fördern.

Text und Foto: Petra Weiß

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Das Ende der Spaltung

Schreibkunst Texter Ghostwriter

Lesedauer ~9 Minuten

Menschen bei einer tatsächlichen oder angeblichen Verfehlung zu ertappen, ist zum Volkssport geworden. Es gibt uns ein gutes Gefühl der moralischen Überlegenheit. Über gut oder schlecht entscheidet häufig nicht der innere Kompass des Einzelnen, sondern das aktuell gültige Wertesystem. Die Konvention gibt nicht nur vor, welchen Werten wir zu folgen haben, sondern auch in welcher Weise sie sich in unseren Handlungen spiegeln müssen.

Wir können uns mit breiter Rückendeckung über abweichendes Verhalten empören und wähnen uns vollkommen im Recht. Wir tun dann so, als seien wir selbst frei von Makel. Und manchmal glauben wir das sogar. Auf jeden Fall sind wir bemüht, der Welt eine blütenweiße Weste zu zeigen. Aus gutem Grund: Der kleinste Schmutzfleck könnte uns von der ungnädigen Gemeinschaft der Unfehlbaren ausschließen. Wenn wir uns dann nicht in vorauseilendem Gehorsam selbst geißeln, bewerfen uns dieselben Menschen mit Dreck, die eben noch gemeinsam mit uns Seite an Seite gegen andere vorgegangen sind.

Uns mit unseren eigenen Schwächen zu konfrontieren, ist hingegen völlig aus der Mode geraten.

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Wir leiden kollektiv unter einem besorgniserregenden Selbsthass oder zumindest an einem Mangel an Selbstliebe. Die Schokoladenseiten zu lieben, ist kein Kunststück. Selbstliebe bedeutet, auch die weniger populären Eigenschaften als Teil unseres liebenswerten Selbst zu betrachten, statt sie mit aller Macht verbannen oder mit Gutmenschentum übertünchen zu wollen.

Befassen wir uns etwas näher mit der Frage, was mit dem Wort „böse“ gemeint ist. Darüber gibt es einige philosophische Abhandlungen. Mich interessiert vor allem die psychologische Sicht. Böse ist das Gegenteil von gut. Was als gut gewertet wird, variiert von Kulturkreis zu Kulturkreis und von Epoche zu Epoche. Der jeweils aktuell Zeitgeist bildet sich oft in der Gesetzgebung ab. Suchen wir also nach Gemeinsamkeiten.

Der kleinste gemeinsame Nenner ist das Leben. Was dem Leben dient, wird allgemein als gut anerkannt. Was dem Leben schadet, zumindest als schlecht, häufig auch als böse, und wird bestraft. Eine objektive Einschätzung zu treffen, ist oft kniffelig bis unmöglich. Daher blicken wir auf das Extrem, an dem das Leben Schaden nehmen kann: Wenn jemand das Leben eines anderen beendet.

Wir werden fündig bei der Gerichtspsychologie. Als böse eingestuft werden Täter, die hinter Gittern sitzen, weil sie jemanden ermordet haben. Insbesondere, wenn sie keine Reue und kein Mitgefühl zeigen. Der Mangel an Empathie ist mitentscheidend für das Strafmaß. Diese Beobachtung deckt sich mit dem Satz „Das Böse beginnt da, wo das Mitgefühl endet.“ Und in der Tat gibt es Verbrechen, die kann man nur bei vollkommener Abwesenheit jedes Mitgefühls begehen. Ist also das Einfühlungsvermögen ein wichtiger Faktor bei der Suche nach dem „Bösen“?

Wenn das so ist, müssen wir uns fragen, wovon das Maß unseres Einfühlungsvermögens abhängt. Wieder gibt es verwirrend viele Faktoren und Betrachtungsweisen. Schauen wir uns zur Klärung das Ende der Empathie-Skala an: Menschen ganz ohne Mitgefühl.

Schätzungen zufolge haben etwa 1 % der Bevölkerung keinen Zugang zu ihren Gefühlen und können somit auch kein Mitgefühl empfinden. Wir bezeichnen diese Menschen als Psychopathen. Ein Prozent kling wenig. Das sind allein in Deutschland aber 830.000 Menschen. Ihr Anteil in Gefängnissen ist bei großer Gewaltbereitschaft und geringem IQ hoch. Sind die Vorzeichen umgekehrt, finden wir sie häufiger in den Top-Führungspositionen: von 14,5 % Psychopathen im Management ist die Rede. Wieso sind die Führungs-Eliten Sammelbecken für Leute ohne Emotionen?

Unbelastet von quälenden Gewissensbissen können diese Menschen ihre Agenda verfolgen. Sie plagt keine Angst – weder vor Entdeckung noch vor Strafe. Warum sollten sie redlich arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen? Sie können andere manipulieren und absahnen. Ihr Entscheidungskriterium heißt: Nützt mir das? Und nicht: Dient das dem Wohl der Gemeinschaft?

Auf diese Menschen können wir gut mit Fingern zeigen. Sie sind ja ganz anders als wir. Sie manipulieren uns und beuten uns aus. Und warum? Weil sie kein Mitgefühl besitzen! Deshalb fühlen wir uns berechtigt, Ihnen das Mitgefühl zu entziehen. Merken Sie was?

Haben Sie Mitleid mit Menschen, die mitleidlos sind. Auch sie gehören zur Menschheitsfamilie. Sie haben sich das Leben ohne Emotionen nicht ausgesucht. Psychopathie ist sozusagen ein „Geburtsfehler“ oder neutraler formuliert „eine Laune der Natur“. Niemand ist schuld. Und keiner kann etwas dagegen unternehmen.

Natürlich müssen wir ihren Untaten ein juristisches und gesellschaftliches STOPP-Schild entgegensetzen, aber als Monster abwerten dürfen wir diese Menschen nicht. Sie verdienen unser Mitgefühl. Schauen Sie in jedes beliebige Gremium und rechnen Sie aus, wie viele der Mitglieder keinen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen haben. So ein armes Leben! Und wenn es Ihnen gelungen ist, Mitgefühl zu empfinden mit jenen, die skrupellos jedes beliebige Verbrechen begehen können, das ihnen Macht oder Reichtum beschert, dann sind Sie reif für die nächste Stufe: Mitgefühl mit sich selbst.

Hören Sie endlich damit auf, sich für Ihre vermeintlichen Schwächen zu verurteilen. Anerkennen Sie, dass Sie nicht perfekt sind. Betrachten Sie Ihre Schattenseiten, auch wenn es weh tut. Der Blick auf das „Böse“ in uns verleiht Demut und Gnade. Ja, wir sind Menschen. Das Gute und das Böse gehören zum Menschsein dazu. Wir können uns dem stellen und wachsen. Oder es verleugnen und unsere schönes Image polieren, bis uns die Hände krampfen.

Beenden Sie die Spaltung in sich. Begreifen Sie, dass Ihnen Ihr scheinbar untolerierbares Gegenüber ungeliebte Facetten Ihrer eigene Persönlichkeit vor Augen hält, und wenn es nur Ihre Unvollkommenheit ist. Werden Sie sich der Projektion bewusst. Erst dann können Sie sie verhindern.

Integrieren Sie Ihre gesellschaftlich weniger erwünschten Qualitäten. Lieben Sie sich nicht trotz Ihrer Schwächen, sondern mit ihnen. Werden Sie sich aller Facetten Ihrer Persönlichkeit bewusst. Erkennen Sie sich selbst. Gewinnen Sie Verständnis für Ihr So-Sein. Vergeben Sie Ihrem jüngeren Ich, das vielleicht unverzeihliche Fehler gemacht hat (mehr dazu bei SES13). Und dann änZum Weiterlesen:dern Sie, was Sie von sich aus verbessern wollen – aber nicht aus einem Gruppendruck heraus, sondern weil es Ihren tiefen Überzeugungen entspricht (mehr dazu bei SES5 und SES16).

Den Prozess der Selbsterkenntnis unterstützt das Sicherheitsschloss SES2. Es befindet sich am Rücken am oberen Rand des Hüftknochens rechts und links der Wirbelsäule. Mit dem Balancieren von SES2 werden Zweifel, Verzweiflung und Zweitracht gelindert. SES2 schickt den „Richter im Rucksack“ in Urlaub und hilft uns aus dem Drang heraus, mit anderen konkurrieren zu müssen. Dadurch werden Erschöpfungszustände aufgelöst. Ganz nebenbei befreit der Griff Energie, die sich in den Beinen staut, und entlastet allgemein den Rücken. Auf der emotionalen Ebene reguliert SES2 Traurigkeit und Sorgen.

Text: Petra Weiß
Foto: p.kopf / pixelio.de

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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Weitere Beiträge aus der Serie:

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur

Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Foto: Oliver Mohr / pixelio.deIm Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019