Richtungsweisend

Schreibkunst Texter Ghostwriter

Warum hinterlassen manche Nachrichten einen schalen Nachgeschmack? Wir zucken kurz und lesen dann weiter, ohne zu wissen, was uns gerade begegnet ist. Wurde möglicherweise unsere Blickrichtung gerade gedreht? Heute habe ich Ihnen eine praktische Übung mitgebracht, um Ihre Achtsamkeit für sogenannte Spins zu schulen.

In unserer Reihe „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…“ haben wir schon einige Kunstgriffe der Redekunst aus dem Buch “Die Kunst, Recht zu behalten” von Arthur Schopenhauer beleuchtet:

Scheinargumente mit Tradition

All-gemeine Argumente.

Ups falsch verstanden…?

Beweise, die keine sind

Kopfsalat statt Spinat

Peinlich, peinlich.

Heute haben wir es mit einem besonders raffinierten Trick zu tun. Er ist zwar leicht erklärt und eigentlich auch gut erkennbar. Leider ist dieser Kniff in unserer Alltagssprache so üblich geworden, dass er uns nur auffällt, wenn wir aufmerksam hinhören.

In einem scheinbar neutralen Text flechten wir Begriffe ein, die in sich bereits eine bestimmte Färbung mitbringen. Sie sind selbst angehaucht oder erinnern (absichtlich) an ein Wort, das wir eindeutig mit einer Wertung verbinden.

Bleiben wir gedanklich am Esstisch in unserer Szene mit Mutter und Kind, um das zu verdeutlichen. Ich habe Ihnen eine kleine Übung mitgebracht.

In der Liste finden Sie viele verschiedene Ausdrücke, mit denen man den Jungen bezeichnen könnte. Lesen Sie ausgewählte Worte ganz bewusst, laut oder leise. Schließen Sie nach jedem einzelnen Begriffe die Augen und lauschen Sie in sich hinein, welche Gedanken, Bilder und Gefühle in Ihnen aufsteigen.

Junge

Jüngling

Knabe

Knäblein

Racker

Sproß

Sprößling

Bub

Kleiner

Sohn

Sohnemann

Kind

Balg

Göre

Bastard

Nachfahre

Nachkomme

Abkömmling

Brut

Stammhalter

Bursche

Zwerg

Erbe

Kerl

Bengel

Lümmel

Junior

Filius

Sie werden feststellen, dass die einzelnen Begriffe mit unterschiedlichen Empfindungen einhergehen. Manche der Ausdrücke haben ein „Gschmäckle“. Indem wir etwas mit solch einem tendenziösen Wort benennen, geben wir ihm bereits eine Wertung mit. Das kann auf natürliche Weise geschehen und enthüllt dann die Haltung des Sprechers bzw. Schreiberlings. Oder absichtlich, um der Rede oder dem Text einen bestimmten „Spin“ (Dreh) zu geben. In der Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) tragen besonders Erfolgreiche PR-Manager daher den Namen „Spin-Master“.

Meine Beiträge sind in der Regel Essays oder Kommentare. Essays sind, wie das Wort schon sagt, Versuche. Der Schriftsteller versucht, eine Beobachtung aus seiner Weltsicht zu beleuchten und so schlüssig zu erklären. Kommentare fügen einer Beobachtung eine persönliche Sichtweise hinzu. Diese Formate beinhalten also meine Haltung und meine Meinung. Logisch: Ich teile meine persönlichen Erfahrungen mit Ihnen. Hätten meine Texte den Anspruch, Sie wie ein Nachrichten-Artikel neutral über einen Sachverhalt zu informieren, wäre das überaus unpassend.

Für Nachrichten, Dokumentationen oder wissenschaftliche Beiträge ist Neutralität ein wichtiges Richtmaß. Prüfen Sie solche Texte einmal spaßeshalber auf ihren Grad an Ausgewogenheit. Möglicherweise wird Ihnen bald klar, dass diese die Stimmung der Leser, Hörer oder Zuschauer in eine gewisse Richtung lenken.

Es kann sehr erhellend sein, anscheinend wertfreie Berichte auf solche Spins hin zu betrachten.

Um noch einmal kurz zu unserem Beispiel zurückzukommen, das sich durch diese Reihe zieht: der Machtkampf am Esstisch. Der Sohn würde den ungeliebten Spinat möglicherweise als Grünzeug bezeichnen, während die Mutter seine gesunde Wirkung unterstreichen könnte, indem sie im Gegenteil von einer Vitalstoffbombe spricht.

Wenn Sie Freude daran haben, üben Sie doch einmal, verschiedene Worte mit unterschiedlicher Färbung für Alltagsbegriffe zu finden. Das stärkt Ihre geistige Beweglichkeit und schärft Ihren Sinn für Manipulation durch Sprache. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Text: Petra Weiß
Abbildung: DS / pixelio.de

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Petra Weiß ist Heilpraktikerin und psychologische Beraterin. Ihre Liebe zur Sprache begleitet sie schon ihr Leben lang. Sie hat zahlreiche Beiträge in Print und Online veröffentlicht. Seit Sommer 2020 gibt Sie die Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst” heraus.

Kopfsalat statt Spinat

Schreibkunst Texter Schriftsteller

Sind Sie schon einmal völlig verwirrt aus einer Besprechung getaumelt? Sie gingen als Verlierer aus der Diskussion hervor, obwohl Sie hieb- und stichfeste Argumente auf Ihrer Seite hatten. Warum nur gewann trotz Ihres Punktsiegs am Ende Ihr Widersacher das Match?

Wieder ziehen wir die Aufzeichnungen des Deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer zurate. In seinem Buch „Die Kunst Recht zu behalten“ hat er verschiedene Kunstgriffe der Rhetorik aufgeschrieben, die Aufschluss darüber geben, welche perfiden Techniken des „unfair warfare“ (ugs. tückisches Kriegsführung) in Wortgefechten genutzt werden.

Heute lichten wir den Nebel und sorgen für klare Sicht, damit Sie erkennen, wenn Sie jemand in seinen Wortschwall einhüllen will.

Zur Veranschaulichung nutzen wir Beispiele aus einer für viele wohlbekannten Lebenssituation: die Debatte am Esstisch. Eltern bemühen sich, ihrem Nachwuchs den Genuss von Gemüse schmackhaft zu machen. Und die Kleinen wehren sich einfallsreich gegen den Erziehungsversuch.

Sind keine sinnvollen Argumente griffbereit, hat es sich bewährt, die Nebelmaschine einzuschalten. Man redet den anderen einfach schwindelig. Das funktioniert besonders gut mit wohlmeinenden Eltern, die pädagogisch wertvoll auf Ihre Kinder einwirken wollen.

Wir alle sind daran gewöhnt, an uns gerichtete Fragen bestmöglich zu beantworten. Deshalb kann man Aufmerksamkeit durch Fragen sehr wirksam binden. Will ich diese psychologische Eigenart der Menschen für eine Nebelaktion nutzen, werfe ich meinem Gegenüber eine ganze Reihe von Fragen in schneller Folge an den Kopf.

Unser kleiner Gemüsehasser könnte also mit forderndem Blick seinen Vater anblaffen: „Welche ach so wertvollen Inhaltsstoffe soll der Spinat denn enthalten? Wie wirken die im Körper? Ist das wissenschaftlich erwiesen? Auf welche Studie geht das zurück? Ist die noch aktuell? Wer hat die gemacht? Und wann? Wurde das noch in anderen Untersuchungen bestätigt? Bist du sicher, dass ich so viel Eisen überhaupt brauche? Und welches Gemüse hat sonst noch Eisen? Sollte ich dann gleichzeitig Vitamin C zu mir nehmen? Oder muss ich dazu Kaffee trinken?“ und so weiter.

Mit dem Ringen um sinnvolle Antworten zu solchen Detailfragen hält er den Papa stundenlang in Atem. Die Taktik zerstreut seine Energie und beschäftigt ihn unproduktiv. Hossa!

Niemals nicht verneinen. Wenn der schlaue Nebelmeister es auf die Spitze treiben will, kann er noch ein paar mehrfache Verneinungen einbauen „Du willst also nicht, dass ich keinen Spinat auf dem Teller niemals liegenlasse?“ Bis der Satz verstanden ist, kann er sich in Ruhe weitere heitere Ablenkungsmanöver ausdenken. Strike!

Adrenalin setzt Verstand außer Kraft. Wenn einem gar nichts mehr einfällt, macht man den Gegner ärgerlich. Das ist gar nicht so schwer. Unverschämt sein, reicht meist aus. Vor allem, wenn der Vater sich Mühe gegeben hat, seine Brut gut zu versorgen: „Du willst ja gar nicht, dass ich gesund bin, sondern nur, dass ich deinen faden Fraß esse, den meine Schwester auch nicht mag. Hat sie mir gesagt.“

Die eine oder andere unbewiesene Behauptung ist das Sahnehäubchen auf der Strategie. Wozu diese dient: Der Vater verliert die Freude an dem Gespräch. Im Idealfall wendet er sich genervt, empört oder verletzt ab. Prima. Der Spinat kann liegenbleiben. Auf jeden Fall behindern die Stresshormone, die seinen Körper jetzt fluten, das logische Denken. Das verschafft dem Kind einen taktischen Vorteil.

Natürlich ist Gewalt nie eine gute Lösung. Es wäre falsch, jemanden zu schlagen. Wir wollen nicht zur Rohrstock-Pädagogik zurück. Aggressive Impulse hingegen sind zutiefst menschlich. Und wir schämen uns dafür – selbst wenn wir sie noch so verlässlich unter Kontrolle haben. Scham ist ein machtvolles Gefühl. Es hält uns davon ab zu erkennen, dass der andere mit genau diesem Reflex gerechnet hat und ihn für seine Zwecke benutzt. Kennen Sie den Ausdruck “jemanden zur Weißglut bringen”. Es gibt talentierte Menschenkenner, die genau wissen, welche roten Knöpfe sie drücken müssen, um Wut und Zorn hervorzurufen.

Langfristig hilft nur eins: Die eigenen sensiblen Punkte kennen, sich ihrer Auswirkungen bewusst werden und an den Ursachen arbeiten, damit die Rot-Knopf-Drücker ihre Macht verlieren. 

In der akuten Situation empfehle ich ein Vorgehen zur Schadensbegrenzung. Bitte seien Sie gnädig mit sich, falls Sie ein bisschen üben müssen, bis es gelingt. Auch, wenn der Spinat dann erst mal liegenbleibt: Verlassen Sie sofort den Raum, sobald Ihre Adern an den Schläfen hervorzutreten beginnen. Je nach Veranlagung haben manche Menschen eine kürzere Zündschnur als andere. Feurige Reaktionen zu beherrschen, kostet sehr viel Energie.

Kühlen Sie Ihr Gemüt. Dafür gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Finden Sie etwas, das Sie beruhigt. Aber zwingen Sie sich nicht in die Ruhe, wenn Ihr Blut noch kocht. Bewegung ist oft eine große Hilfe. Sie dient dem rascheren Adreanlin-Abbau. Nach einem gehörigen Wutanfall braucht es 6 Stunden, bis das Hormon im Körper wieder auf einem normalen Pegel ist. Adrenalin setzt bekanntermaßen Verstand außer Kraft. Sprechen Sie mit dem Streitpartner erst dann erneut, wenn Ihr Gehirn hormonell in der Lage ist, sachliche Argumente vorzubringen und zu hören. Wir wollten ja nicht, dass das Wortgefecht im Gemetzel endet.

Vier Beiträge sind bereits in der Reihe „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…“ erschienen:

Scheinargumente mit Tradition

All-gemeine Argumente.

Ups falsch verstanden…?

Beweise, die keine sind

Falls Sie erst später zugeschaltet haben, finden Sie alle Beiträge zu den „Schopenhauereien“ unter dem Begriff „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin“ per Mouseklick.

Text: Petra Weiß
Foto: Horst Schröder / pixelio.de

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Petra Weiß ist Heilpraktikerin und psychologische Beraterin. Ihre Liebe zur Sprache begleitet sie schon ihr Leben lang. Sie hat zahlreiche Beiträge in Print und Online veröffentlicht. Seit Sommer 2020 gibt Sie die Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst” heraus.

Wie Sprache unser Zeitempfinden beeinflusst

Schreibkunst Texter Fachjournalist

Viele von uns haben in der Schule unter Fremdwort-beladenen Grammatik-Stunden gelitten. Haben Sie sich als Teenager für Plumperquatsch-Perfekt und nummerierte Zukünfte begeistern können? Ich habe damals nicht verstanden, wie mir diese Kenntnisse für mein Leben nützlich sein sollen. Stattdessen hätten wir lieber gelernt, wie uns der bewusste Einsatz unserer schönen Sprache dient, um glücklich und selbst-bestimmt zu leben. Der Sprachgebrauch hat viel mit unseren Gewohnheiten zu tun. Wir können durch ein paar kleine Anpassungen einfach und wirkungsvoll unsere Wahrnehmung und unser Erleben zum Guten verändern.

Vielleicht haben Sie das schon einmal beobachtet: Wenn uns ein früheres Ereignis noch ganz nah ist, verfallen wir beim Erzählen in die Jetzt-Zeit: „Bei der Abschlussfeier waren alle pünktlich bis auf Uli. Und dann kommt er auch noch mit einem ungeladenen Gast!“ Oder wir holen Künftiges sprachlich in die Gegenwart: „Morgen fahre ich nach Mannheim.“ Oft bemerken wir das gar nicht. Oder wir halten es für nebensächlich. Das ist es aber nicht.

Menschen, die durch ihre Art zu reden das Kommende immer schon hier haben, neigen zu Stress. Falls Sie zu den Menschen gehören, die unter Termindruck leiden, kann es ausgesprochen hilfreich sein, wenn Sie genau unterscheiden, was tatsächlich eben gerade passiert und was erst später: „Ich sitze gerade im Garten. Morgen werde ich nach Mannheim fahren.“ Diese Umstellung entschleunigt Ihr Leben und packt alle Vorhaben in die Zukunft, wo sie hingehören.

Wenn Sie inneren Abstand zu unerfreulichen Erlebnissen bekommen wollen, sind Sie gut beraten, die Vergangenheitsform bewusst zu wählen. Es hat eine sehr unterschiedliche Wirkung auf die gefühlte Aktualität, wenn Sie sagen „Er gibt mir eine Ohrfeige“ oder „Er hat mir eine Ohrfeige gegeben.“ oder „Er gab mir eine Ohrfeige.“ Die Energie der Tat ist bei „gibt“ ganz präsent. Sie wirkt bei „hat gegeben“ noch in die Gegenwart hinein. Die Formulierung „gab“ entfernt die Ohrfeige aus dem Jetzt. Das Ereignis ist wirklich vorbei.

Bei Vorgängen, die sehr rasch abgelaufen sind, ist die Geschwindigkeit eines der Probleme. Alles scheint gleichzeitig zu passieren, was uns völlig überfordert. Dann bringt die genaue Abfolge beim Erzählen Klarheit und eine Gliederung der Erlebnisse. Das spendet Halt und Orientierung.

Als praktisches Beispiel dient uns die Beschreibung eines Autounfalls: „Das Auto fuhr in die Seitenstraße ein. Dann hat es einen lauten Knall gegeben. Davor war noch ein leises Zischen zu hören.“ Erschließt sich Ihnen spontan, was hier geschah? Wann genau war das Zischen zu hören?

Günstiger für die Verarbeitung des Geschehens wäre folgende Ausdrucksweise: „Erst war ein leises Zischen zu hören. Dann gab es einen lauten Knall. Und danach fuhr das Auto in die Seitenstraße.“ Alle Wahrnehmungen sind abgeschlossen (war, gab, fuhr). Die Reihenfolge ist nicht nur eindeutig. Sie entspricht auch dem Vorgang, so wie er sich ereignet hat.

Wenn wir über Ursache und Wirkung sprechen, scheint es unerheblich, was davon wir zuerst erwähnen. Tatsächlich dient es uns sehr, wenn wir die Ursache voranstellen. Also statt: „Das Glas liegt auf der Erde, weil ich es umgestoßen habe aufgrund meiner Unkonzentriertheit. Ich hatte zuvor einen aufwühlenden Bericht gelesen.“ schreiben wir lieber „Ich habe einen aufwühlenden Bericht gelesen, daher war ich unkonzentriert und habe das Glas umgestoßen. Also liegt es jetzt am Boden.“ Das Gehirn muss sich nicht so verrenken, um zu begreifen, was sich ereignet hat.

Wann immer wir Orientierung brauchen, hilft Klarheit – gerade in turbulenten Zeiten.

A propos Klarheit: Hier geht es darum, was Sie für sich tun können, wenn Sie das wollen. Sie müssen es nicht. Sie dürfen auch einfach so bleiben wie Sie sind. Sprachgewohnheiten sind etwas sehr Persönliches, über viele Jahre gewachsen und gehören zu uns wie ein lieb-gewonnener Schlafanzug.

Lassen Sie sich bitte nicht verleiten, an anderer Leute Sprache herumzumäkeln, falls Ihnen die Beziehung zu diesem Menschen etwas bedeutet. Kritiksucht und Missionarseifer sind fehl am Platz. An solchen Übergriffen können Sie auch mit sprachlichen Kniffen nichts beschönigen. Ihre “gut gemeinten” Verbesserungsvorschläge können zu Recht als Angriff auf die Identität Ihres Opfers gewertet werden. 

Meine Empfehlung:

Gehen Sie es spielerisch an. Versuchen Sie nicht, alle Tipps gleichzeitig zu befolgen. Fischen Sie sich eine Anregung heraus, die Sie besonders ansprechend finden, und starten Sie damit ohne übertriebenen Ehrgeiz. Freuen Sie sich jedes Mal, wenn Ihnen der „Fehler“ auffällt, statt sich darüber zu grämen, dass Sie ihn noch nicht ausgemerzt haben.

Ich würde am Anfang gar nicht auf das Ersetzen der Formulierung zielen, sondern nur auf das Entdecken. Pirschen Sie sich behutsam an solche Veränderungen heran, statt etwas übers Knie brechen zu wollen. Die moderne Hirnforschung hat bestätigt, was wir alle schon seit unserer Schulzeit wussten: Mit Freude lernt es sich am Leichtesten!

Text: Petra Weiß
Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

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Petra Weiß ist Heilpraktikerin und psychologische Beraterin. Ihre Liebe zur Sprache begleitet sie schon ihr Leben lang. Sie hat zahlreiche Beiträge in Print und Online veröffentlicht. Seit Sommer 2020 gibt Sie die Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst” heraus.

Von Wahrheit, Wirklichkeit und Realität

Heilpraktiker Weinheim Praxis Lichtblick

Durch unsere Gedanken können wir uns in fast jede beliebige Stimmung hineinversetzen. Erinnern wir uns an einen schönen Moment im letzten Urlaub, werden wir ganz anders gestimmt sein als wenn wir uns eine verpatzte Prüfung oder eine schmerzhafte Trennung ins Gedächtnis rufen. Es ist menschlich, dass unsere Gemütsverfassung über Gedanken beeinflussbar ist.

Nun entstammen nicht ausnahmslos alle Gedanken unserem Kopf, die sich dort befinden. Wenn wir etwas hören, sind das zunächst die Gedanken des Sprechers, die aus seinem Mund durch unsere Ohren in unser Gehirn gelangen. Sie bewirken dort etwas. Ebenso geht es uns mit geschriebenen Worten, Bildern oder Farben, die über die Augen wahrgenommen werden und unseren Zustand direkter verändern.

Während beim Gehörten und Gelesenen die Phantasie aus den Worten erst ein Bild entstehen lässt, wird bei Foto und Film die bildhafte Vorstellung frei Haus geliefert.

Gesehenes und Gehörtes wird über den Verstand bewertet und führt in der Folge zu Sorge, Furcht, Traurigkeit oder Empörung.

Noch unmittelbarer ist die Wahrnehmung von Gerüchen, weil der Verarbeitungsweg des Riechnervs direkt im Limbischen System endet, das für unsere Bindungen und Gefühle verantwortlich ist, ohne Filter über das Verstandeshirn, den Präfrontalen Cortex. Wir ordnen also die Eindrücke des Riechsinns nicht ein, bevor ihre Auswirkungen uns erreichen.

Das ist entwicklungsgeschichtlich sinnvoll, damit man durch die blitzschnelle Empfindung von Ekel und Abscheu erst gar nicht in eine verdorbene Frucht beißt oder von brackigem Wasser kostet. Das war seit jeher wichtig für unser Überleben. Immerhin muss der Geruchssinn einem Überlebenstrieb Einhalt gebieten, nämlich Hunger und Durst.

Sie werden viele verschiedene und teils widersprüchliche Beschreibungen für die von mir verwendeten Begriffe finden. Mir ist nur wichtig, dass wir zwischen Regungen unterscheiden, die von innen oder außen aufgrund von Gedanken erzeugt worden sind und jenen, die durch unmittelbares Erleben ausgelöst werden. Beide fasse ich unter den Begriffen Gestimmtheit zusammen. Die Stimmung und die geistige Verfassung gemeinsam nenne ich Gemüt. Moderner würde man als Überbegriff für mentale und seelische Zustände auch „Psyche“ sagen. Mir liegen die Fremdwörter nicht so. Deshalb bleibe ich bei den für mich eingängigeren Bezeichnungen.

Gemütszustände, die von Gedanken ausgelöst wurden, nenne ich Emotionen. Ein Gedanke hat mein Gemüt bewegt, e-motio. Sie können bestenfalls bewusst von mir selbst ausgelöst werden und schlimmstenfalls von außen, ohne dass ich den Einfluss erkenne. Emotionen müssen mit der tatsächlichen Welt um mich herum nicht das Geringste zu tun haben.

Bei der Gelegenheit möchte ich ein paar Missverständnisse auflösen. Das Wort Realität ist verwandt mit Royalität: was der König möchte, das sein Volk glaubt. Die Realität ist das, was man uns zeigt, vorführt oder präsentiert. Das kann, muss aber nicht mit der Wahrheit zu tun haben.

Wahrheit ist ein völlig verwässerter Begriff. Ich höre immer wieder, jeder habe ein Recht auf „seine Wahrheit“. Größer könnte der Schaden an Verwirrung bei den Menschen nicht sein als durch solchen mutwillig gestreuten Aberglauben. Wenn wir uns an der Verlässlichkeit von Wahrheit nicht mehr festhalten können, sind Tür und Tor geöffnet für jede Form der Täuschung und des Betrugs.

Es gibt nur eine Wahrheit. Sie ist durch den Verstand grundsätzlich erkennbar. Man mag verschiedene Blickwinkel auf diese Wahrheit einnehmen oder nur bestimmte Teile davon betrachten. Aus diesem unvollständigen Eindruck zieht man mitunter falsche Schlüsse. Das heißt aber nicht, dass jeder Blödsinn Anspruch auf ein Wahrheitssiegel hat.

Wir verleugnen unsere Fähigkeit der Unterscheidung von richtig und falsch und damit unseren naturgegebenen Verstand, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf moralische Gesichtspunkte richten, noch bevor wir mit wachen Sinnen den Wahrheitsgehalt geprüft haben. Wir fragen „Ist das gut oder böse?“, statt zu fragen „Stimmt das überhaupt? Ist die Annahme richtig oder falsch?“ Wozu das führt, sehen Sie allenthalben.

Und wo wir gerade dabei sind, klären wir noch, was Wirklichkeit ist: Wirklichkeit ist das, was wirkt. Insofern hat jeder seine eigene Wirklichkeit. Sie kann mehr oder weniger mit der Wahrheit übereinstimmen und wird von der Realität mal stärker, mal leichter beeinflusst.

Kommen wir zurück zu den Emotionen und den Gefühlen.

Unsere Emotionen werden von unserer Wirklichkeit beeinflusst. Was wir denken und erleben, löst etwas in uns aus.

Unsere unmittelbaren Erfahrungen sind in diesem Sinne wahr. Die Blume riecht jetzt so. Das Brot schmeckt so. Der Sessel fühlt sich so an. Ich sehe ein Haus. Ich höre ein Musik-Stück. Wahr-Nehmung ist immer echt. Aus ihr entspringen Gefühle. Wut ist so ein Gefühl. Sie ist leicht zu unterscheiden von der künstlichen Emotion der Empörung, bei der immer der Anschein einer sittlichen Überlegenheit mitschwingt.

Wenn Sie einem Tiger gegenüberstehen, der die Zähne fletscht, werden sie keine sorgenvollen Gedanken haben wie: „Wer kümmert sich um meinen Garten, während ich mich im Krankenhaus von dem Biss erhole?“, sondern sie werden nackte Angst erleben, die eine unmittelbare Handlung bewirkt. Sie werden rennen oder kämpfen oder sich tot stellen. Angst ist ein Gefühl. Sie ist in ihrer Auswirkung nicht leicht zu unterscheiden von Furcht, aber in ihrer Dauer. Angst vergeht mit der beängstigenden Lage. In Furcht können wir monatelang bleiben. Sie ist gemacht.

Furcht kann man deshalb so leicht erwecken, weil unser Überleben als Art davon abhing, dass wir mögliche Bedrohungen blitzschnell erkennen. Unser Gehirn vergleicht rund um die Uhr, ob etwas, das uns eben gerade begegnet, uns an frühere Gefahren erinnert. Falls das auch nur ganz entfernt der Fall ist, schalten wir in den Alarmmodus um. Der ganze Körper wird in Habachtstellung gebracht. Hormone werden ausgeschüttet, die Verdauung und die Abwehr werden heruntergefahren, die Muskulatur spannt sich an, die Sinne sind geschärft.

Im echten Leben begegnen uns glücklicherweise sehr selten solche Anlässe. Sie stehen in der Regel keinem Tiger gegenüber. Sie sehen ihn nur im Fernsehen. Im Gehirn heulen aber die Sirenen, weil unsere archaischen Überlebensfunktionen nicht unterscheiden zwischen tatsächlichen und digitalen Bedrohungen.

Vielleicht nehmen Sie das gar nicht mehr bewusst wahr, weil Sie sich allabendlich zur Unter-Haltung den Horror ins Wohnzimmer holen. Aber ihre Amygdala (Mandelkern im Gehirn) weiß nichts von TV, Hollywood und Special Effects. Sie wird zuverlässig ihre Warnschüsse abgeben, als stehe der Terminator mitten in Ihrem Haus. Fühlen Sie doch mal Ihren Puls während eines Actionfilms. Dann werden Sie sehen, dass die Welt in dem eckigen Kasten direkte Auswirkungen auf Ihre erlebte Wirklichkeit hat.

Während wir uns bei Science Fiction Streifen noch damit beruhigen können, dass der Inhalt unrealistisch oder extrem unwahrscheinlich ist, entfällt bei Dokumentationen oder Nachrichten (das für den Zuschauer Nach-Gerichtete) bei gutgläubigen Menschen diese Prüfung. Sie halten das Gezeigte erst mal für echt und wahr. Das mag zutreffen. Aber wir wissen es nicht.

Wir sehen ein Bild und hören einen Ton. Das ist unsere Wahrnehmung. Ob der Inhalt des Gehörten oder Gezeigten echt ist und der Wahrheit entspricht, ist ungewiss. Sicher ist nur: Nachrichten lösen etwas in uns aus – eine Emotion, die von einem Gefühl nicht zu unterscheiden ist, weil sie unmittelbar auf etwas Erlebtes folgt. Etwas aus zweiter Hand Erlebtes. Das ist keine echte Erfahrung. Das ist Hören-Sagen. Wir glauben, wir hätte etwas mit eigenen Augen gesehen. Haben wir aber nicht. Wir haben ein BILD mit eigenen Augen gesehen. Und wir haben gehört oder gelesen, dass dieses Bild in einem bestimmten Zusammenhang entstanden ist. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Sonst kann man unsere Stimmung, unsere Meinung und unser Handeln über künstliche Realitäten beliebig steuern.

Bleiben Sie wach und achtsam. Wann immer Sie einen Beitrag lesen oder hören, der Sie in Furcht oder Empörung versetzt, sind Sie manipuliert worden. Drehen Sie dem Stimmungsmacher den Saft ab. Wenn wir die Beeinflussung enttarnen, verliert sie ihre Kraft.

Erleben Sie bewusst echte Gefühle. Das geht in der Natur besonders gut. Spüren Sie die Wärme der Sonne, sehen Sie einem Schmetterling zu oder nehmen Sie den Duft des feuchten Waldbodens in sich auf. Sie können natürlich auch in ein leckeres Stück Kuchen beißen oder ein heißes Bad nehmen. Beobachten Sie, welches Behagen in Ihnen entsteht, wie Ihr lebendiger Leib sich dabei anfühlt und welche Gefühle sich in Ihnen ausbreiten. Das ist echt. So ist Leben. Lassen Sie sich nichts anderes erzählen von Figuren, die aus der bunten Scheinwelt eines toten Elektrokasten zu Ihnen sprechen.

Text : Petra Weiß
Foto: michael hirschka / pixelio.de

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Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…

Heilpraktiker psychologische Beratung Weinheim

Die eigenen Bedürfnisse dürfen bei unserer Lebensgestaltung an erster Stelle stehen. Oft erfüllen wir stattdessen anderer Leute Erwartungen und Wünsche. Das geschieht nicht immer freiwillig. Häufig durchblicken wir unterschwellige Botschaften gar nicht, von denen wir uns beeinflussen lassen.

Damit ist jetzt Schluss. In der Reihe „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…“ erforschen wir gemeinsam die bunte Palette der Redensarten, mit denen Emotionen gesteuert, Stimmung gemacht, Meinung gelenkt und Verhalten beeinflusst werden kann.

Seit Generationen werden bestimmte Berufsgruppen mit Wissen über die Redekunst ausgestattet. Verkäufer, Politiker, Führungskräfte, Juristen, PR-Manager und Werbetreibende, aber auch Therapeuten und Journalisten sind darin ausgebildet, wie man sich der Macht des Wortes bedient. Wenn sie ihren Einfluss im Dienste der Menschen nutzen, ist dagegen nichts einzuwenden. Sind ihre Absichten jedoch fraglich oder bösartig, tun wir gut daran, ihre Aufrichtigkeit in Zweifel zu ziehen.

Grenzenloses Vertrauen ist ebenso unangebracht wie zwanghaftes Misstrauen. Eine gesunde Wachsamkeit soll durchaus schon mal berechtigt gewesen sein.

Es wird höchste Zeit, die Trickkiste der Wortakrobaten vor aller Augen zu öffnen. Die Kniffe zu kennen, schützt uns vor ihrem unlauteren Gebrauch. Wir können einordnen, welchen Winkelzug unser Gegenüber gerade anwenden will. Oder wenn wir selbst aus Versehen in Begriff sind, unsere schöne Sprache auf diese Weise zu entehren.

Starten wir mit einer Klärung, als was wir hier Manipulation betrachten wollen und wie sie sich von der alltäglichen Beeinflussung unterscheidet.

Nicht jeder Versuch, Ihrer Meinung oder Ihrem Verhalten eine Richtung zu geben, ist als Manipulation zu werten. Nach meiner Lesart hat Manipulation im Grunde etwas mit verschleierten Absichten und undurchsichtigen Beweggründen zu tun. Schauen wir erst einmal, was keine Manipulation ist.

Überzeugen – überreden – überrumpeln.

Will eine Mutter beispielsweise ihrem Nachwuchs den Verzehr von Gemüse nahebringen, wird sie all ihre Überzeugungskraft zum Wohle des Kindes einsetzen. Wenn das nicht fruchtet, wird sie versuchen, den Zögling zu überreden. Vielleicht wird sie ihre Argumente wiederholen oder neue Vorzüge des Gemüseessens hervorbringen. Am Schluss wird sie möglicherweise etwas Grünzeug unter die geliebte Lasagne mischen. Vielleicht lässt der Bub oder das Mädchen sich auf diese Art zum Kosten verleiten.

Ist das Manipulation? Nein. Dem Kind und der Mutter ist vollkommen klar, was sie von ihm will und warum ihr das so wichtig ist. Das Kind soll Gemüse essen. Damit es gut gedeihen kann. Diese Form der Beeinflussung kann man nicht als Manipulation einstufen, weil Beweggründe und Absichten offensichtlich sind. Der Verschleierungscharakter fehlt.

Schmeckt Ihnen die Gemüse-Debatte? Hoffentlich. Das Alltagsbeispiel dient mir nämlich in den kommenden Folgen dazu, Ihnen den Facettenreichtum häufig verwendeter Manipulationstechniken lebensnah aufzuzeigen.

Text: Petra Weiß
Foto: Gerhard Hermes / pixelio.de

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Petra Weiß ist Herausgeberin der Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst”. Ihr Anliegen ist es, mit Ihrer Schreibkunst etwas mehr Aufrichtigkeit in die Welt zu bringen. Diese Absicht verwirklicht sie über Ihre Beiträge und über psychologische Beratungen in ihrer Sprechstunde. Sie ist als Heilpraktikerin in Weinheim niedergelassen.

Warum ausgerechnet Homöopathie?

Schreibkunst Redakteur PR-Text

In unserer Zeit geht der Bezug von Wissen und sinnlichen Erfahrungen immer mehr verloren. Weil wir es nicht mehr gewohnt sind, Aussagen durch praktisches Erleben auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, kann man uns alles weismachen.

Bevor ich die heilsame Wirkung der Homöopathie als Patientin schätzen lernte, hatte ich mich nicht mit dieser Heilweise auseinandergesetzt. Außerdem nutzte ich seit vielen Jahren keinen Fernsehapparat mehr. Das war mein Glück. Sonst hätte ich mir womöglich einreden lassen, die süßen Kügelchen seien nutzlos oder gar gefährlich. Nun hatte ich aber bereits gute Erfahrungen gemacht als ich feststellte, welchen Anfechtungen die Homöopathie in den Medien ausgesetzt ist. Die Heftigkeit, mit der sie bekämpft wird, ist einzigartig. Warum das so ist, war mir lange ein Rätsel.

Es gibt zahlreiche Verfahren der Erfahrungsheilkunde, die leichter angreifbar wären, weil ihre Wirkung weniger gut belegt ist. Man muss 80 % aller Studien außer acht lassen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, Homöopathie sei unwirksam. Und genau das wurde gemacht! Eine Metastudie kam zu dem Schluss, dass nichts dran sei an den Kügelchen. Die Meldung wurde durch alle Zeitungen und Sender verbreitet. Kurz darauf wurden die wissenschaftlichen Mängel der Untersuchung aufgedeckt. Diese neuen Erkenntnisse gelangten kaum in die Öffentlichkeit. Das ganze Thema wurde klammheimlich in den Archiven begraben.

Im Rahmen meiner Ausbildung in klassischer Homöopathie beschäftigte ich mich mit dem „Organon der Heilkunst“. Das Werk vom Dr. Samuel Hahnemann vermittelt alle wesentlichen Kenntnisse über die Herstellung und den Gebrauch homöopathischer Mittel. Als ich das Vorwort las, war ich überrascht. Ich konnte kaum glauben, was dort geschrieben stand: Hahnmann zog mit harscher Kritik gegen die Feinde seiner Methode zu Felde. Mit solch einer Streitschrift hätte ich nicht gerechnet. Statt mich zu fragen, was sich da wohl im Vorfeld ereignet hatte, glaubte ich die Ursache für die Ablehnung der Homöopathie in der Fachwelt gefunden zu haben: Von dem Begründer der Homöopathie ging keine Achtung gegenüber anderen Betrachtungsweisen aus. Das ruft natürlich eine Gegenabwehr hervor. Die Erklärung schien mir sinnig.

2020 hat sich meine Ansicht geändert. In Echtzeit konnte ich miterleben, wie mit unliebsamen Abweichlern umgegangen wird. Es würde mich nicht wundern, wenn dieselbe konzertierte Verleumdung seit Jahrhunderten verübt würde.

Eher wahrscheinlich ist nach meiner überdachten Auffassung, dass Hahnemanns Vorwort, das er zur 6. Auflage seines Buchs im Alter von über 80 Jahren verfasste, nicht der Auftakt zu einem Disput war, sondern sein Abschluss. Wie mag es ihm in den Jahrzehnten davor mit seinen Kollegen ergangen sein? Mit Ärzten, die ihre Patienten durch Arsen und Bleibehandlungen vergifteten und durch den undifferenzierten Einsatz von Aderlässen so manchem Geschwächten die letzte Lebenskraft aus dem Körper fließen ließen.

Da kam der dreiste Bursche aus ärmlichen Verhältnissen und stellte das Weltbild der damaligen Medizin auf den Kopf. Und das, nachdem man mühevoll die natürlichen Heilweisen der Kräuterheilkunde und alchemistischer Künste mit dem Wissen der weisen Frauen über Jahrhunderte hinweg mit viel Aufwand ausgemerzt hatte.

Bevor Gutenberg den Buchdruck erfand, wurden Kenntnisse nur von Schriftgelehrten auf Papier und von gewöhnlichen Menschen durch Erzählungen überliefert. Bevor es später zu Bücherverbrennungen oder zum Löschen von youtube-Kanälen kam, verbrannte man die Menschen und mit ihnen ihr Wissen. Das war der Sinn der Inquisition.

1810 erschien Hahnemanns erste Ausgabe des Organon, damals unter dem Titel „Organon der rationellen Heilkunde“. Ob 1810 die Bedeutung von rational und rationell schon unterschieden wurde, ist mir nicht geläufig. „ratio“ als gemeinsamer Wortstamm weist darauf hin, dass es sich um eine Produkt der Vernunft handelt. Zweckmäßig (rationell) ist die Homöopathie ebenfalls, sie erfüllt den Zweck der Heilung von geistigen Ursachen leiblicher, seelischer und geistiger Erkrankungen.

Dr. med. Hahnemann war beim Erscheinen der ersten Auflage 55 Jahre alt. Seine Erkenntnisse beruhten auf eigenen Erfahrungen und logischen Schlüssen. Aus einer Beobachtung ergab sich eine Frage, deren mögliche Antwort er als Vermutung formulierte und sodann gewissenhaft erforschte, ob sie zutraf. Das ist wahre Wissenschaft.

Heute werden Studien von Fachleuten durchgeführt, die von Interessenvertretern bezahlt werden. Wie objektiv mag ihre Haltung sein? Ergebnisse, die nicht den gewünschten Zweck erfüllen, verschwinden einfach in der Schublade. Das Studiendesign wird angepasst, bis das Resultat „stimmt“, sogar während die Studie läuft, was ganz offensichtlich allen Regeln der Wissenschaft widerspricht.

Aussagen in der Öffentlichkeit zu Studienergebnissen haben oft weit weniger mit den tatsächlichen Erkenntnissen aus den Experimenten zu tun, als man glauben könnte. Wer macht sich schon die Mühe, eine Aussage zu überprüfen, die angeblich von einer wissenschaftlichen Untersuchung herrührt?

Unsere akademische Wissenschaft und die sinnliche Wahrnehmung der Wirklichkeit sind weitgehend entkoppelt. Hahnemanns Ansatz war vollkommen anders und nachgerade gegenläufig. Er war nicht vom Elfenbeinturm aus herbeigedacht, sondern durch praktische Erfahrungen errungen, die akribisch notiert und präzise ausgewertet wurden. Das gefiel den Zeitgenossen ganz und gar nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder plötzlich Krankheit und Heilung verstehen, geschweige denn zweitere herbeiführen könnte!?

Den meisten Patienten ist es bis heute nicht einmal möglich, ihre eigenen Blutwerte zu verstehen. Sie verbergen sich hinter kryptischen Abkürzungen. Warum schreibt man nicht einfach „rote Blutkörperchen“ statt „ERY“? Für die meisten Fachausdrücke gibt es deutsche Begriffe. Die Sprache der Mediziner hüllt ihren Inhalt in allerlei lateinische und griechische Wörter. Wie viele andere Fachsprachen auch ist sie dergestalt, dass die Experten sich untereinander verstehen und Außenstehende Mühe haben, ihnen zu folgen. Wenn sich Fachleute über Mikroprozessorelektronik oder Quantenphysik unterhalten, müssen wir nicht unbedingt mitreden können. Aber hier geht es um unseren eigenen Leib und unsere Gesundheit. Der gewöhnliche Mensch braucht eine Übersetzung, um zu begreifen, was in ihm vorgeht. Ist das so gewollt? Dient das unserem Schutz?

Es gab Zeiten, da war das Heilen verboten bzw. Gott vorbehalten. Später verlagerte sich die göttliche Macht des Heilens auf den Berufsstand der Ärzte. Wie viel Interesse hatten sie wohl daran, dieses Alleinstellungsmerkmal mit wenig standesgemäßen Vertretern ihrer Zunft zu teilen oder gar mit dem schnöden Pöbel?

Warum werden Nicht-Akademiker mit medizinischem Wissen bekämpft? Warum will man die Hebammen seit Jahrzehnten ins Abseits stellen? Während der Jahrhundertpandemie 2020 hat unser Gesundheitsminister ein Rechtsgutachten zur Abschaffung des Heilpraktiker-Berufs in Auftrag gegeben. Das Ergebnis sollte im Sommer erscheinen, wurde auf Herbst vertagt und dann mit dem Mantel des Schweigens verdeckt.

Wäre es möglich, dass hinter diesen Maßnahmen “zum Schutze der Volksgesundheit” noch ganz andere Interessen stehen? Interessen, die es schon zu Hahnemanns Zeiten gab und die damals wie heute ihren Einfluss geltend machen? Gegen seine Heilkunst ziehen die Lobbyisten mit aller Medienmacht zu Felde. Sie führen absurde Klagen vor Gericht. Man dürfe die Ursubstanz, aus der ein potenziertes Arzneimittel entstanden ist, nicht mehr auf die Verpackung schreiben, weil sie chemisch nicht nachweisbar sei – zum Schutz der Verbraucher. Was hätte es praktisch bedeutet, wenn der Richter sich auf den Unfug eingelassen hätte? Das Urteil war in der Klarheit seiner Begründung eine schallende Ohrfeige für die Zusammenrottung aus Vertretern von Pharma-gesteuerten Institutionen. Haben Sie davon etwas in den Medien gehört? Nein? Sie hätten überall davon gelesen, wenn die Klage Erfolg gehabt hätte.

Die Homöopathie betrachtet den Menschen als Ganzes. Leibliche Erscheinungen und Gemütsregungen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Mentale und seelische Vorgänge werden sogar höher gewertet als körperliche Beschwerden. Wir würden heute Körper, Seele und Geist oder neudeutsch Body-Mind-Medizin sagen.

Möglicherweise ist es Samuel Hahnemann ähnlich ergangen wie Ärzten mit eigenen Meinungen zu unserer Zeit: Zuerst ignoriert man sie, dann belächelt man sie, dann bekämpft man sie und am Ende gewinnen sie (frei nach Mahatma Gandhi). Das sprichwörtliche gute Ende ist leider nicht gewiss und es kann manchmal sehr lange auf sich warten lassen. Die Langmut kann sich aber lohnen.

Bleiben Sie wachsam, wenn Ihnen jemand einen erfahrenen Fachmann mit fadenscheinigen Argumenten madig machen will, insbesondere, wenn sich die Angriffe mehr gegen seine Person richten als auf die Sache. Dann hat man vielleicht nur noch giftige Pfeile im Köcher, die mit der Reputation des Menschen seine Ideen töten sollen. Das hatten wir schon mal.

Es hat nicht funktioniert. Die Homöopathie ist eine der gefragtesten Methoden in der Naturheilkunde. Tausende Ärzte und Heilpraktiker sind darin gewissenhaft ausgebildet. In Indien wird Homöopathie gleichrangig zur Schulmedizin an der Universität gelehrt. Ungeachtet der ausgeklügelten Rufmordkampagne finden die Menschen durch praktische Erfahrungen letztlich ihre eigene Sicht auf die Wahrheit. Immer.

Text: Petra Weiß
Fotograf: Thomas Kämpf, Copyright: Petra Weiß

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Sie ist ausgebildet in klassischer Homöopathie und hat sich ein breites Wissen über verschiedene Weiterentwicklungen von Hahnemanns Heilweise im Selbststudium erarbeitet. Konstitutionelle Betrachtungen der Arzneimittel nutzt sie in der psychologischen Beratung.

Die Befreiung

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Glaubenssätze geben uns Halt. Früh in unserem Leben haben wir gelernt, wie die Welt ist. So entsteht ein unbewusstes Bild davon, wie wir selbst sind, wie andere Menschen sind, und was man in bestimmten Situationen am Besten tun sollte. Wir haben Erfahrungen gemacht und daraus Schlüsse gezogen. Diese Schlüsse sind auch heute noch entscheidend für unsere Überzeugungen und Handlungen. Deshalb ist es zweckdienlich für unsere Entwicklung, sie ins Bewusstsein zu holen und ihren Sinngehalt mit erwachsenem Verstand zu prüfen.

Die Glaubenssätze unterscheiden sich, je nachdem in welchem Alter sie entstanden sind. Ihr Zweck ist stets das Überleben – körperlich, emotional und in der Gemeinschaft. Als Säugling waren wir ganz in unseren Leibesempfindungen gefangen. Schmerz, Hunger und Kälte erfassten unser komplettes Erleben. Als Kleinkind war unser Weh und Wohl von Gemütsregungen bestimmt, die uns plötzlich überfluteten. Wir hatten noch nicht die Fähigkeit, unser Gefühl als getrennt von uns zu erkennen. An der Schwelle zwischen Kleinkind und Kind (2-4 Jahre) erlebten wir, dass Zugehörigkeit unser Überleben sichert. Deshalb passten wir uns so gut wie möglich an die Erwartungen von außen an.

Wenn wir dieselben oder ähnliche Erlebnisse mehrfach hatten, haben sich die Schlüsse zu Grundüberzeugungen verfestigt. Und wenn sie verfestigt waren, hat sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir dasselbe in der gleichen Weise immer und immer wieder erleben. Unsere Unterbewusstsein sucht nach Bestätigung, nicht nach Widerspruch. Es sorgt zuverlässig dafür, dass unsere tiefen Überzeugungen nicht ständig in Frage gestellt werden. Das wäre höchst destabilisierend. Solche Zustände halten wir nicht sehr lange gut aus.

Sind wir unter lebensbejahenden Umständen aufgewachsen, werden wir lebensförderliche Glaubenssätze entwickeln. Unsere unbewussten Überzeugungen schaffen günstige Bedingungen für ein gutes Gedeihen unserer natürlichen Anlagen. Wir finden Möglichkeiten, unsere Gaben in die Welt zu bringen, weil unsere Wahrnehmung auf ihre Sichtung ausgerichtet ist.

Wenn wir aber in unseren ersten Lebensjahren den Eindruck gewonnen haben, das Leben sei eine gefährliche Angelegenheit, bilden wir Glaubenssätze, die in der Folge dazu führen, dass wir vor allem Bedrohungen und Fluchtmöglichkeiten wahrnehmen. Das Entfalten unserer Einzigartigkeit ist damit gebremst.

Glaubenssätze sind an sich nichts Falsches. Von Zeit zu Zeit kann es aber ratsam sein, aufmerksam zu schauen, ob die Glaubenssätze Ihnen noch dienlich sind. Oft verhalten wir uns so, als könnten wir ohne das Zutun anderer nicht überleben oder unsere Bedürfnisse nicht selbst stillen. Dabei liegen die Umstände, unter denen wir tatsächlich abhängig waren, schon Jahrzehnte zurück. In besonderem Ausmaß gilt das für reflexhafte Reaktionen aufgrund von Trauma-Reaktivierungen. Aber auch andere Lebensumstände führen in kindliche Annahmen, über die wir immer wieder stolpern, ohne es zu bemerken.

Die Japanische Heilkunst Jin Shin Jyutsu hält einen einfachen Griff für uns bereit, mit dem wir uns aus dieser „geistigen Gefangenschaft befreien“: das Sicherheitsenergieschloss SES21.

SES21 löst Vorurteile und Ressentiments auf. Wir werden den Punkt noch häufig brauchen, um uns von den Nachwirkungen der Gehirnwäsche zu befreien, die seit Monaten und Jahren auf uns einprasselt. Das Denken kann aus den engen Begrenzungen der Vergangenheit ausbrechen. Wir überwinden die kindlichen Blockaden und werden endlich erwachsen.

Der Punkt befindet sich rechts und links der Nase mittig unter den Augen auf den Wangenknochen. Darunter liegen die Kieferhöhlen. Sie gehören zu den Nasennebenhöhlen, über deren Bedeutung als Energiereservoire wir schon in Zusammenhang mit dem SES20 gehört haben.

Entsprechend versorgt uns ein geöffnetes SES21 mit Energie für den Kopf. Wenn wir diese Punkte halten, sind wir wacher, wir können klarer denken, unsere Wahrnehmung über Augen und Ohren wird gestärkt. Manchmal kann man beobachten, dass Kinder unwillkürlich diese Stellen berühren, wenn sie im Unterricht müde werden. Sie stützen dann ihr Gesicht auf die Hände. Das ist sehr schlau. Versuchen Sie bitte nicht, den Kleinen diesen Ausdruck innerer Weisheit abzugewöhnen.

Viele Ansichten über Erziehung, Bildung, Lernen und so weiter sind aus Überzeugungen entstanden, die wir als Menschheit überwinden können. Die Gehirnforschung ist schon viel weiter. Wir hängen noch in den alten Lehrmeinungen fest.

Ohne viele Sorgen und Grübeleien das Leben neu zu denken, dabei hilft uns SES21. Wir finden Sicherheit in uns, statt immerzu das Bewährte im Außen beibehalten zu müssen. So näheren wir uns frohen Mutes anstehenden Veränderungen.

SES21 unterstützt uns beim Verdauen von Gedanken und Nahrung. Die Speicheldrüse wird angeregt. Die erkältete Nase wird frei von Verstopfung. Alles kommt in Fluss. Auch Zahnweh und Nervenschmerzen im Gesicht können durch SES21 gelindert werden.

Die Gesichtszüge werden insgesamt entspannter dank SES21, was besser wirkt als jede Anti-Aging-Creme 🙂

Text und Foto: Petra Weiß

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Hier werden insgesamt 26 Beiträge aus der Reihe veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Auftakt-Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen
Foto: Walter Eberl / pixelio.de

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven
Foto: Petra Weiß

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

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SES20 Verbunden mit dem wissenden Feld

23.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 19 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Ein Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll. Irgendwoher muss sie eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Er entwickelte die These von wissenden Feldern, die der in-Form-ation dienen.

Auch wir können uns mit dem wissenden Feld verbinden, um unseren Platz in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.

Weiterlesen…

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Wie Mode uns beeinflusst

Schreibkunst Texter Ghostwriter

Manche Leser fragen sich jetzt bestimmt, warum ein tiefgründiger Mensch wie ich sich mit Mode beschäftigt. So ein oberflächliches Steckenpferd hätten sie mir gar nicht zugetraut. Sie werden sich vermutlich noch wundern, wie vielschichtig Fragen rund um Kleidung, Schuhe und Accessoires sein können. Natürlich schreibe ich nicht darüber, was diese Saison auf den Laufstegen der Haut Couture gezeigt wird. Davon habe ich tatsächlich keine Ahnung. Vielmehr möchte ich Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie wir über Mode gesteuert werden.

Zum erweiterten Verständnis werde ich Ihnen zunächst von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Bis vor drei Jahren habe ich mich nicht im Geringsten für Einkaufstouren begeistern können. In Boutiquen fühle ich mich schnell von der eifrigen Ladenbesitzerin bedrängt. Ich hasse die stickige Luft und den Lärm in größeren Geschäften. Das blaustichige Licht in den Umkleidekabinen lässt den gesündesten Teint so erscheinen, als sei man schon vor drei Tagen an plötzlichem Blutverlust gestorben. Feine Nuancen gehen durch diese Beleuchtung verloren. Es ist unmöglich zu beurteilen, ob die Farben zusammenpassen. Man müsste mehrere Stücke derselben Kollektion kaufen, um sicher zu gehen. Oder man entscheidet sich für Schwarz und Weiß. Damit kann man nichts falsch machen. Außer, dass die meisten Menschen mit diesen Unfarben auch bei Tageslicht leichenblass sind.

Unter den mitleidigen Blicken von spindeldürren Verkäuferinnen, die halb so alt sind wie ich, Hosen und Röcke anzuprobieren, ist wirklich kein Vergnügen. Gar nicht zu denken an meinen letzten Versuch, im Fachgeschäft für Dessous einen Badeanzug zu erwerben.

Bei mir hatte sich längst der Eindruck verfestigt, dass es eben schwierig ist, für meine Figur das Passende zu finden, bis eine beleidigte Modell-Beraterin mir genau das ins Gesicht schleuderte, weil ich die von ihr emsig herbeigeschafften Hosen nicht kaufen wollte.

Was hatte sich zugetragen?

In meinem Leben gab es wichtigere Dinge als Modeschauen. Viele Jahre lang habe ich angezogen, was der Schrank halt gerade hergab und was vor allem bequem war. Ich verschwendete nicht viele Gedanken daran, wie ich mich möglichst vorteilhaft kleiden soll. Für meine Bürotätigkeit habe ich mich der Umgebung angeglichen. Kostüme (man beachte den Ausdruck!) und Hosenanzüge zogen in meinen Kleiderschrank ein. Ich fand tatsächlich Freude an hochwertigen Stoffen und gut sitzenden Passformen.

Eine Farbberatung, in die ich mit Mitte dreißig zufällig hineingeraten war, hatte mich mit einer glatten Fehldiagnose in die Welt entlassen. Mein hoffnungsloses Bemühen, ihren ganz und gar nicht passenden Empfehlungen zu folgen, haben mich zunehmend verwirrt und frustriert.

Ähnlich wie mit den Farben ging es mir auch mit den Formen: Die Expertise der vermeintlichen Fachleute lief immer darauf hinaus, dass ich Schnitte tragen sollte, die an mir aussahen, als hätte der Verhüllungskünstler Christo einen wirklich schlechten Tag gehabt. Doch statt sich für die erbärmliche Empfehlung zu entschuldigen, riefen die Beraterinnen voll freudiger Erregung „Das kaschiert!“ und konnten gar nicht verstehen, dass ich ihre überschwängliche Begeisterung nicht teile: Kaschieren muss man Mängel und Fehler.

Eigentlich ein Kinderspiel

Meine intensive Beschäftigung mit Mode führte mich über einen wirklich fachkundigen Mode-Blog und mehrere Bücher letztlich zu einer Farb- und Stilberatung mit einer sehr feingliedrigen Einteilung. Sie brachte vor drei Jahren endlich Licht ins Dunkel. Es ist überhaupt nicht schwer, sich typgerecht zu kleiden, wenn man weiß, wie es geht. Grundlegende Kenntnisse über Körperformen und Schnitte, welche die figürlichen Vorzüge betonen, eine zutreffende Farbanalyse und ein paar praktische Tipps. Voilà: Petra geht auch in chic!

Und nicht nur das: Ich habe gelernt, mich mir gemäß zu kleiden, mit all den Facetten meiner Persönlichkeit. Die Veränderung ist unbeschreiblich. Jetzt sehe ich nicht nur gut angezogen aus, sondern ich wirke nach außen so wie ich innen bin. Nicht jeden Tag betone ich alle Anteile gleichermaßen. Bei einigen Gelegenheiten tritt zum Beispiel mehr der klassische, der sinnliche, der bodenständige oder der fröhliche Aspekt in den Vordergrund. Aber all das bin ich.

Seit mir das bewusst ist, hat sich nicht nur mein Kleidungsstil verändert, sondern auch meine Einrichtung und sogar mein natürlicher Schreibstil erlebt gerade eine Renaissance.

Die einfühlsame Farb- und Stilberatung war das Ende der Fehlkäufe und der immer gleichen Schwarz-in-Schwarz Kombinationen.

80 % (!) meiner Garderobe konnte ich aussortieren. Das meiste habe ich verschenkt. Als ich mit dem Verschenken angefangen habe, kamen als Dankeschön auch die ungetragenen Stücke meiner Freundinnen zum Vorschein. Wahre Schätze fristeten in den hinteren Regalen ihrer Kleiderschränke ein trauriges Dasein. Ich war offensichtlich nicht die Einzige, der es so ging.

Heute frage ich mich, warum ich so lange gebraucht habe, um meinen Stil zu finden. Mein Vermutung ist: Daran liegt niemandem außer mir. Alle meine Schrankhüter haben irgendwo eine Kasse klingeln lassen. So viel steht fest. Ich glaube, dahinter steckt aber noch mehr.

Beobachtungen und Erkenntnisse

Wir sind unfruchtbar beschäftigt, indem wir dem ständigen Wechsel der Mode hinterherhecheln. Während wir in Katalogen und Magazinen blättern, Shoppen gehen und über neue Trends sprechen, kommen wir nicht „auf dumme Gedanken“, uns mit wesentlichen Fragen des gesellschaftlichen Lebens zu befassen. Mode erfüllt diese Ablenkungsaufgabe genauso gut wie sinnbefreite Unterhaltung à la Deutschland sucht den Super-Deppen.

Dressiert zum Gehorsam. Durch Mode werden wir überdies darauf abgerichtet, der Herde nachzulaufen. Alle Schafe folgen brav dem Trend. Altmodisch oder spießig zu erscheinen, offenbart auf den ersten Blick, dass wir nicht dazu gehören. Wir laufen mähend nach rechts, wenn Grün in Mode kommt, und nach links bei Violett. Sogar Gelb mutet man uns als letzten Schrei zu, was die meisten Menschen gar nicht ziert und die übrigen nur, wenn sie schon eine knackige Sommerbräune vorweisen können. Braun werden sollen wir aber nicht mehr, wegen der weit verbreiteten Sonnenhysterie mit Lichtschutzfaktor 1.000.

Widersprüchliche Auftrage lösen ein Dilemma aus. Sie können nicht blass sein und mit Gelb gut aussehen und Sie können auch nicht natürlich gebräunt sein, während Sie die Sonne meiden. Hätte man diese Misere bewusst hervorgerufen, wäre es die hohe Kunst der Manipulation. Ein solches „Double Bind“ wie der Fachausdruck heißt, stellt Menschen vor eine innere Zerreißprobe. Sie wollen beide Anforderungen gerecht werden, was unmöglich ist. Deshalb fühlen sie sich schlecht, ungenügend oder sogar als Versager.

Man könnte fast meinen, hier sollen Menschen davon abgehalten werden, in ihre Kraft zu kommen. Schauen wir doch mal, was die Modebranche sonst noch mit unserem Unterbewusstsein anstellt.

Wir haben ein natürliches Empfinden für Farben. Wenn wir ihm freien Lauf lassen, wählen wir treffsicher Farben, die miteinander harmonieren. Untersuchungen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zeigen verblüffende Übereinstimmungen im Farbempfinden. Die Farblehre liefert nur die Theorie dazu. Sie beschreibt, welche Kombinationen sich schwertun, ansprechend zu wirken. Wenn man unbedingt Pink und Burgunderrot gleichzeitig anschauen will, kann man zur Not eine neutrale Farbe wie Beige, Weiß oder Dunkelblau als Puffer dazwischen platzieren. Neuerdings betreiben wir aber „Colorblocking“: Wir setzen Farben unmittelbar nebeneinander, die das menschliche Auge eigentlich nicht zusammen sehen will. Die meisten gewöhnen sich an den Anblick und schieben ihr natürliches Unbehagen beiseite. Bis sie die Zusammenstellung für schön halten.

Innere und äußere Harmonie hängen zusammen. Das beobachte ich immer wieder in der Sprechstunde. Farbliche Stimmigkeit fällt den Patienten plötzlich (wieder) auf, wenn sie sich nach einem Erregungszustand beruhigen. Der Grund ist einleuchtend: Unsere Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf Blümchen und Wolken, während wir uns bedroht fühlen, sondern auf den Säbelzahntiger, der vor uns steht, und auf mögliche Auswege. Löst sich die (gefühlte) Gefahrenlage auf, wird der Blick wieder frei für andere Betrachtungen. Diese Auswirkung ist keine Einbahnstraße. Die Harmonie, die wir in unserer Umgebung wahrnehmen, wirkt umgekehrt auch auf die innere Harmonie. Was macht das mit unserem Innenleben, wenn im Außen Disharmonisches zur Schau gestellt ist? Und noch dazu, wenn man uns erzählt, das sei schön?

Neben den Farben dreht sich in der Mode vieles um Stil. Mit dem Stil der Kleidung wird das innere So-Sein nach außen sichtbar gemacht. Stil darf deshalb durchaus auch widersprüchlich und facettenreich sein – so wie Menschen eben sind: einzigartig.

Ein wildes Durcheinander an widersprüchlichen stilistischen Aussagen wird uns als guter Stil für die Massen vorstellt. Das bewirkt im Unterbewusstsein bei ihrem Träger und den Menschen, die sich das ansehen müssen, vor allem eines: Es stiftet Verwirrung.

Ich finde Jeans und Turnschuhe wirklich gut, je nach Anlass halt. Wenn man zum Beispiel im Garten arbeitet, sind Pumps und Rock eher unpraktisch. Auch habe ich nichts dagegen, den bodenständigen Workerlook mit einem Blazer zu ergänzen. Ein wohl überlegter Stilbruch bringt Esprit ins Outfit – wenn er individuell stimmig ist. Das heißt, wenn eine sportlicher Typ klassische Anteile hat. Oder wenn ein klassischer Typ in der Freizeit lockerer erscheinen will.

Anders verhält es sich aber, wenn auf einmal jedermann Turnschuhe zu jeder Gelegenheit trägt, weil er sonst nicht in den Modehimmel kommt. Turnschuhe zur Stoffhose und zum Sommerkleid? Ist das schön? Wirklich? Werden Turnschuhe eleganter, wenn wir sie Sneaker nennen? Und wenn sie mit Glitzersteinchen oder Leo-Muster überzogen sind?

Regredieren wir durch diese Mode? Haben Sie beim Durchstöbern alter Fotos schon einmal erlebt, dass Sie Stimmungen wieder hervorrufen können, die schon lange zurückliegen? Möglicherweise erinnern Sie sich an Details, die Ihnen vorher gar nicht mehr bewusst waren. Diese Wirkung eines gelenkten Blicks in die Vergangenheit wird manchmal auch therapeutisch genutzt.

Unter Hypnose lässt man den Patienten an sich herabblicken, um die Trance zu verstärken. Die Kleidung, die er dann beschreibt, hilft ihm, sich noch tiefer in die Situation hineinzuversetzen. So unterstützt man unter anderem eine gewünschte Regression, also das Erleben einer früheren Zeit und des damaligen Zustandes. Es ist erstaunlich, wie viele Einzelheiten auf diese Weise wachgerufen werden können. Das Gemüt versetzt sich so in die Jugend oder Kindheit und bei Bedarf sogar in den Mutterleib zurück. Solche Tricks im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung mit Zustimmung des Patienten einzusetzen, ist in Ordnung. Ohne Wissen des Betroffenen, ist das ein unlauterer Eingriff in das Unterbewusstsein.

Der Jugendwahn ist allgegenwärtig. Mich beschleicht der Verdacht, dass erwachsene Menschen sich zu Jugendlichen zurückentwickeln sollen. Wie alt hätte man uns denn gerne? 14? 12? Oder noch jünger? Lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, wenn ich unterstelle, dass wir den Entwicklungsstand der Unmündigkeit gar nicht erst verlassen sollen? Ein Kind übernimmt nicht die Verantwortung für das eigene Leben oder grenzt sich gegen Bevormundung ab.

Sich schlecht fühlen mit System. Modekollektionen werden in der Regel so gefertigt, dass man die Kleidungsstücke für die Maße eines bestimmten Modells genau passend designed und dann für andere Größen die Abmessungen linear skaliert. Die allermeisten Frauen sind deutlich gewichtiger als die Damen, für deren Proportionen Kleidung gestaltet wird. Das führt dazu, dass viele Frauen mit durchschnittlicher Figur sich viel zu fett fühlen. Und dass die Kleidung, wenn sie in größeren Konfektionen einfach nur nach Verhältnismäßigkeit skaliert wird, schlecht sitzt. Maßanfertigungen wären eine charmante Lösung, sind aber kostspielig.

Wenn ein Mann einen Anzug von der Stange anprobiert, kommt sogleich eine Maßbandfee herbeigeschwebt und sogt dafür, dass der Anzug sich verändert, bis er perfekt sitzt. In der Damenabteilung eines normalen Kaufhauses habe ich das noch nie erlebt. Wenn uns ein Kleid nicht passt, liegt es nicht am Kleid, sondern an der Käuferin. Wir nehmen es nicht und fühlen uns schuldig. Oder wir kaufen es eine Nummer zu groß, so dass es an manchen Stellen schlabbert. Oder zu klein, so dass wir darin als Presswurst umherlaufen.

Lassen Sie sich von niemandem in Ihre Farbwahl oder in Ihren Stil hineinreden. Und machen Sie keine Kompromisse bei der Passform. Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich einen guten Schneider zu suchen oder einen Nähkurs zu besuchen, um Ihre Lieblingsstücke Ihrer Silhouette anzugleichen statt umgekehrt. Das geht schneller, ist billiger und erquicklicher als die meisten Diäten. Und Freude macht es auch noch.

Der Jugendkult und seine Auswirkungen

Die einzige Alternative zum Altwerden ist früh zu sterben. Diese einfache Wahrheit braucht keine weiteren Erklärungen. Dennoch tun wir Menschen so, als könnten wir dem Unvermeidlichen entgehen. Wir betreiben sogar einen beachtlichen Aufwand, damit der Zahn der Zeit nicht allzu offensichtlich an uns nagt. Psychologisch betrachtet spielt die (unbewusste) Angst vor dem Tod hier vielleicht eine Rolle. Mindestens genauso bedeutend ist aus meiner Sicht die Dauerhypnose durch die Medien.

Gehirnwäscheartig werden wir ständig damit beschallt, dass wir uns jung fühlen und gefälligst auch so aussehen sollen. Jugendlichkeit steht bei den gängigen Werten ganz weit oben. Das ist wieder so ein Anspruch, den wir nicht, oder zumindest nicht auf Dauer erfüllen können. Wir werden älter. Jeden Tag.

Überall sieht man junge gertenschlanke Menschen: auf Plakaten, in der Werbung, in Serien und Spielfilmen, in Zeitschriften und im Internet. So entsteht der irrige Eindruck, alle Frauen wären Anfang 20 und hätten Größe 34-36. Schätzen Sie doch mal, welche Konfektionsgröße in Deutschland am häufigsten verkauft wird. 42. Hätten Sie das vermutet? Ich war sehr überrascht. Was wir mit eigenen Augen sehen, nimmt unser Unterbewusstsein leider viel zu unkritisch als wahr an. Im Fernsehen und in anderen künstlichen Welten sehen wir nicht die Wahrheit. Wir sehen Bilder, die nur einen kleinen Ausschnitt der Realität zeigen. Dieser wird dann zu unserer Wirklichkeit. Sie ist eine Täuschung.

Die Folgen dieses Zerrbildes sind mannigfaltig. Das eingeredete Schönheitsideal führt zu chronischer Unzufriedenheit bis hin zu Selbsthass und Essstörungen. Magersucht ist die seelische Erkrankung mit der höchsten Gefahr, daran zu sterben, und ein zuverlässiger Weg in die Kinderlosigkeit.

Enge Kleidung am Unterleib kann bei Männlein und Weiblein Entzündungen der Geschlechtsorgane hervorrufen. Gewöhnliche Strumpfhosen klemmen Frauen den Bauch ab. Der bequeme Jazzpant-Schnitt für Unterwäsche wurde vor Jahren abgeschafft. Künstliche Stoffe an den Genitalen begünstigen Pilzerkrankungen. Über solche Dinge wird nicht gesprochen. Sie sind peinlich. Wie kann man Menschen mit solcher Marter an ihren empfindsamsten Stellen quälen? Welche Haltung gegenüber der Geschlechtlichkeit und der Fortpflanzung kommt da zum Ausdruck? Schauen wir doch einmal, wie liebesfördernd die Mode sonst noch ist:

Reizvoll ist es, Unterschiede der Geschlechter durch die Kleidung zu betonen. Das Gegenteil wird erreicht, indem man für alle dieselben Schnitte anbietet. Stellt man sexuelle Reize allerdings übertrieben zur Schau, geht die ganze Magie des Entkleidens verloren. Beide Extreme dienen nicht der Wertschätzung einer natürlichen Erotik. Das eine macht sie dumpf, das andere macht sie fahl.

Bei allem Respekt vor den Bestrebungen nach gleichen Rechten und Beziehungen auf Augenhöhe sind diese Extreme weder den Männern noch den Frauen dienlich.

Vielfalt oder Einheitsbrei?

Während theoretisch eine unendliche Vielfalt an Kleidungsstücken und Kombinationsmöglichkeiten vorhanden ist, schreibt die Mode vor, welche JETZT angezogen werden sollen und wie man sie zeitgemäß trägt. In welchem Alter ist es gemäß, dass Mutti morgens die Kleider herauslegt? Das machen übrigens manche Frauen für ihre Männer und halten den Bub damit auf Dauer im Kleinkindalter.

Die Schein-Individualität besteht darin, sich als Erste mit dem neuen Trend zu zeigen oder sich dieselben Styles von einer sündhaft teuren Marke leisten zu können, auf denen das Nobel-Etikett gut sichtbar prangt. Demonstrativer Reichtum ist ein armseliger Auswuchs unsere Leistungsgesellschaft. „Schaut her: Ich habe es geschafft, mir dieses Teil leisten zu können!“ Die Jacke oder Tasche ist in einem Entwicklungsland für wenige Pesos gefertigt, wurde aber für zweitausend Euro gekauft. Und jeder weiß es. Welchen Wert haben diese Dinge wirklich und welchen messen wir ihnen bei?

Individualität soll möglichst nicht vorhanden sein oder zumindest nicht ersichtlich. Die Gleichmacherei verhindert den freien Selbstausdruck. Jeder Mensch ist einzigartig. Das zu zeigen, gilt aber als mutig. Warum? Dürfen wir nicht mehr wir selbst sein, wenn wir uns einer Gruppe zugehörig fühlen wollen? Eigentlich ist das kein Widerspruch.

Text: Petra Weiß
Foto: Susanne Gebbeken / pixelio.de

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Sie unterstützt Menschen auf dem Weg zu sich selbst. Einer dieser Wege ist die Beschäftigung mit Mode und Stil als Mittel zum Selbstausdruck.

Verbunden mit dem wissenden Feld

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Lesedauer ~19 Minuten

Wir alle sind miteinander und mit jedem Wesen in der Natur verbunden. Das meine ich nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz greifbar. Die Wissenschaft weiß das schon lange. Leider ist die Erkenntnis weder in das Bewusstsein der Allgemeinheit vorgedrungen noch hat sie die Hochschulen erreicht. Insbesondere für die Lehre von Krankheit und Gesundheit hat sie keine nennenswerten Folgen gehabt. Wir machen einfach weiter, als wüssten wir von nichts.

Ich möchte Ihnen von Rupert Shaldrake erzählen. Lassen Sie mich Ihnen den Klappentext zu „Das Gedächtnis der Natur“ (2003 schon im Taschenbuch) vorlesen:

„Sheldrake studierte in Cambridge Biologie und Biochemie, später an der Harvard University Philosophie. An der Universität Cambridge promovierte er 1967 in Biochemie, lehrte am dortigen Clare College und war bis zum Jahr 1973 Forschungsleiter für Biochemie und Zellbiologie. Er befasste sich während seines siebenjährigen Stipendiums am Clare College in Cambridge sowie bei der Royal Society mit der holistischen (A.d.R.: das heißt „ganzheitlichen“) Tradition in der Biologie, führte Forschungen zur Entwicklung von Pflanzen und zur Zellalterung durch und formulierte die Theorie der von ihm so genannten morphischen Felder, seine Grundlage der Hypothese eines Gedächtnisses der Natur.“

Sheldrakes Annahme wurde nie widerlegt.

Der Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich während ihres Wachstums mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen und Aufgaben. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll.

Irgendwoher muss jede Zelle eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Den Vorgang der Formentstehung nennt man Morpho-genese. Quelle und Übertragungsweg der Information sind ungeklärt. Sheldrake nahm an, die Information stammt aus einem Bewusstseinsfeld, das die Zelle umgibt: einem morpho-genetischen oder kurz morphischen Feld.

Das morphische Feld enthält den Bauplan – so wie ein winziges Samenkorn offenkundig “die Blaupause” z.B. für einen Mammutbaum beinhaltet. Aus dem Samen eines Mammutbaums wird keine Primel, egal wie stark sich die Samen vielleicht ähneln und möglicherweise in ihrer Zellstruktur sogar übereinstimmend sind. Wie die Pflanzen in-formiert, also in die Form gebracht sind, bestimmt ihre spätere Erscheinung. Die Information ist wesentlich.

Im Zeitalter der Informationstechnologie sollte man meinen, diesem Gedanken könnten alle folgen. Leider ist das nicht so. Magnetismus ist seit 200 vor Christus bekannt. Damals gab es vermutlich keine physikalischen Geräte zu seiner Messung. Unsichtbare Kräfte zu nutzen, war für Menschen früherer Epochen eine Alltäglichkeit. Der Ausschluss von Dingen, die wir (noch) nicht erklären können, aus unserer Denk- und Vorstellungswelt ist eine Unsitte der Neuzeit. Wissenschaftlich im eigentlichen Sinne ist diese Haltung nicht. Und förderlich für das Vorankommen der Menschheit in ihrer Entwicklung wohl kaum.

Dass es noch etwas geben könnte, was zwar momentan nicht bekannt ist, aber dennoch vorhanden sein könnte, sollte eine herkömmliche Grundannahme in der Wissenschaft sein – was sonst sollte sie erforschen?! Wir dürfen hoffen, dass sich dieser wahrhafte Forschergeist eines Tages (wieder) durchsetzt.

Zurück nach Cambridge.

Der Biologe Sheldrake hatte beobachtet, wie gleichgerichtet sich Vögel in ihren Bewegungsmustern verhalten. Aus den bisherigen Sichtweisen gab es keine vernünftige Erklärung dafür, wie die Abstimmung im Schwarm ohne nennenswerte Verzögerung vonstattengeht. Die geschmeidigen Änderungen der Flugbahn erfolgen in einer Geschwindigkeit, die man mit den uns bekannten Sinneswahrnehmungen nicht erklären kann.

So kam es, dass er das Konzept seiner morphischen Felder vom Mikrokosmos (Zellebene) auf den Makrokosmos (Vogelschwarm) übertrug. Womöglich gab es ein Bewusstseinsfeld um den ganzen Schwarm herum, aus dem alle zeitgleich die Information abrufen konnten, dass JETZT die Richtung geändert wird. Sie fliegen in Formationen.

Nehmen wir doch einmal an, der Zugriff auf „wissende Felder“ sei nicht den Vögeln und anderen Schwarmtieren wie Bienen oder Fischen vorbehalten. Dann wären damit weitere merkwürdige Beobachtungen erklärlich.

Unsere tägliche Begegnung mit dem morphischen Feld

Kennen Sie das? Sie kommen nach Hause und Ihr Hund wartet bereits an der Eingangstür auf Sie. Nun ja, man könnte sagen, er hat ein Zeitgefühl und weiß aus Erfahrung, wann Sie von der Arbeit kommen. Oder er erkennt den Klang Ihres Fahrzeugs, Ihrer Schritte im Treppenhaus etc. Das wären durchaus nachvollziehbare Erklärungen. Untersuchungen mit Kameras belegen, dass der Hund da sitzt, auch wenn sein Herrchen zu ungewöhnlichen Zeiten nach Hause kommt, mit ungewohnten Mitteln anreist und bevor der Mensch das Treppenhaus betritt. Ein morphisches Feld, das Mensch und Hund verbindet, ist eine mögliche Erklärung.

Haben Sie schon einmal an jemanden gedacht, den Sie lange nicht gesprochen haben, und plötzlich klingelt das Fernsprechgerät mit seinem Anruf? Woher nehmen wir diese Eingebung?

Versuche mit Mäusen zeigen, dass Eltern mit ihren Kindern unabhängig von der räumlichen Entfernung verbunden sind. Woher wissen Mütter, dass ihren Kindern gerade etwas zustößt – und umgekehrt?

Wie kommt es, dass wir uns an Orten auskennen, die wir nie zuvor besucht haben?

Warum werden Sprachen, die seit Generationen von Millionen von Menschen gesprochen werden, schneller erlernt als die logisch aufgebaute und daher eigentlich einfacher erlernbare Kunstsprache Esperanto?

Wieso berühren uns Texte nicht, die vor Fremdwörtern oder Fachausdrücken nur so strotzen, selbst wenn wir ihre Bedeutungen kennen?

Sie finden für viele dieser Phänomene ganz unterschiedliche Erklärungen. Das Konzept der morphischen Felder hat den Charme, dass es für zahlreiche Rätsel dieselbe Lösung anbietet.

Wenn ein wissendes Feld die Menschen verbindet, wie gewinnen wir Zugriff auf dieses Meer an Informationen? Und wie kommen die Daten überhaupt in das Feld?

Sheldrake ist der Überzeugung, dass wir mit unserem Denken und unserer Empfindungen das Feld ständig füttern. Die Information über jeden Gedanken und jedes Empfinden wird Teil des Feldes.

Manche Gedanken werden häufiger gedacht als andere. Die entsprechenden Bereiche des Feldes sind stark ausgeprägt. Denken also Millionen von Menschen gleichzeitig „Heute ist ein schöner Tag“, dann ist diese Informationen leichter verfügbar als andere. Und noch mehr Menschen werden so denken und fühlen, weil sie mit dem Feld verbunden sind. Das ist ein sich selbst verstärkender Kreisvorgang. Das Wohlgefühl werden auch Menschen abrufen können, die das Wetter gar nicht im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit haben. Auf diese Weise übertragen sich Gemütszustände rund um den Erdball. Stellen Sie sich einmal vor, was das für die Inhalte unserer Zeitungen, Rundfunk-Nachrichten oder Fernsehbeiträge bedeutet.

Die Schaltstelle mitten im Kopf

Der Zirbeldrüse in der Mitte des Kopfes wird nachgesagt, dass sie unsere Verbindung zum Kosmos darstellt, unsere Anbindung an die geistige Welt – oder in Sheldrakes Worten: den Zugang zum morphischen Feld.

Diesen Zugang zu stören, ist töricht. Verschiedene Einflüsse stehen in Verdacht, die Zirbeldrüse zu beeinträchtigen, wie zum Beispiel Quecksilber, Strahlung (Handy, WLAN, etc.) und blaustichiges Licht. Für LED-Lampen ist schlüssig erwiesen, dass sie den natürlichen Tag-Nacht-Wechsel und das fein abgestimmte Uhrwerk unseres Leibes aus dem Takt bringen. Sie bremsen die Zirbeldrüse, die dann das Schlafhormon Melatonin nicht in ausreichender Menge bildet. Ein gesunder Schlaf allerdings ist für die Erneuerung unserer Zellen und für die Belebung unserer seelisch-geistigen Kräfte in der Nacht entscheidend.

Falls Sie jetzt meinen: „Na gut, dann schlafe ich halt nicht so tief, was soll‘s?!“: Regeneration spendet Gesundheit und Lebenskraft. Während der Nacht geschehen Wachstum und Heilung. Auf der Zellebene heißt das z.B. auch, dass Krebszellen aussortiert werden, dass die Abwehr Erreger erkennt und ihnen angemessen begegnet – also genau gesundheitsfördernd und nicht mit einer überschießenden Entzündung.

Mittlerweile hat man entdeckt, dass Melatonin in Tablettenform zugeführt, das Einschlafen begünstigen kann. Der Zirbeldrüse mit ihren vielen noch weitgehend unerforschten Aufgaben dient diese schnelle Lösung von außen leider nur bedingt.

Das Organ braucht eine Schwingung von knapp 8 Herz, um den Unterschied zwischen Schlafen und Wachen herbeizuführen. Ob die Schwingung sich mit dem künstlichen Hormon verändert, darf bezweifelt werden. Ursache und Wirkung sind hier bitte nicht zu vertauschen. Vielleicht gleiten wir in tiefen Schlummer, der uns aber keine seelisch-geistige Erholung im Land der Träume beschert.

Zugang zur geistigen Welt

In manchen Kulturen wähnt man ein „Drittes Auge“ in der Mitte der Stirn. Inder malen sich einen Punkt auf die Haut, um es zu kennzeichnen. Es dient dem Schauen in die geistige Welt. Manche Menschen gehen davon aus, dass das christliche Ritual des Sich-Bekreuzigens das Dritte Auge verschließt. Diese These kann ich weder bestätigen noch verleugnen. Aufgrund der Geschichte kann ich verstehen, dass manche bezweifeln, ob es im Interesse der Kirche ist, ihr Monopol der Anbidung an Gott zu teilen, so dass die Menschen sich frei entwickeln können. Auf jeden Fall ist es hilfreich, die Zirbeldrüse zu unterstützen. Gerade jetzt.

Im Jin Shin Jyutsu gibt es einen Energiepunkt, der genau diesen Zweck erfüllt: das Sicherheitsenergieschloss SES20. Es verbindet das Bewusstsein des Einzelnen mit dem kosmischen Bewusstseinsfeld und erlaubt so einen Blick auf die zeitlose Ewigkeit. Das ist der Zugang zur geistigen Welt, zu Ihrem eigenen wissenden Feld und zu den wissenden Feldern all der Gruppen, zu denen Sie gehören. Modern würde man sagen: die morphischen Felder Ihrer Systeme, also Ihrer Sippe, Ihres Volkes, Ihres Vereins, Ihrer Nachbarschaft, Ihres Berufsstandes, Ihrer Kollegen, Ihrer Gleichgesinnten, aller Menschen oder Erdenbewohner und so weiter.

Und so geht’s!

Sie öffnen sich für diese Verbindung, indem Sie eine Hand auf die Stirn legen. Was? So einfach ist das? Ja. Genau. Die beiden SES20 befindet sich zwei Fingerbreit oberhalb der Augenbrauen auf der rechten und linken Stirnhälfte. Berühren Sie eines davon oder beide zeitgleich mit einer oder mit beiden Händen. Sie können das Dritte Auge und damit die Zirbeldrüse unterstützen und gleichzeitig Ihr Gemüt beruhigen, indem Sie eine Hand auf die Stirn und eine in den Nacken legen (SES4+12). Dieser Griff wird in der Kinesiologie ESR genannt: emotionale Stressregulation. Seine wohltuende Wirkung wird also auch in anderen Verfahren anerkannt und genutzt.

Dank SES20 erkennen wir die Wahrheit hinter den vordergründigen Erscheinungen. Der Schleier all der Lügen und des Betrugs, die mit kleinen Schwindeleien und Unaufrichtigkeiten gegenüber uns selbst beginnen, hebt sich. Wir begreifen uns als Teil der Schöpfung im ewigen Strom des Lebens. Die Einheit wird erlebbar. So wie wir sie im Familienstellen erfahren. Wir haben Zugriff auf Informationen aus früheren Leben, aus fremden Familien und von weit entfernten Orten, ohne das wir diese Phänomene mit unseren herkömmlichen physikalischen Modellen erklären können.

Ich bin mir sicher, dass SES20 eine bedeutsame Rolle beim Remote Viewing spielt, einer Technik, die im Rahmen des Projekts Spyglass von der CIA entwickelt worden ist, um das Bewusstsein der Agenten zu Spionagezwecken hinter feindliche Linien zu schicken.

Seine Lage sagt schon viel über die Aufgaben von SES20:

SES20 fördert das klare Denken und den gesunden Menschenverstand. Die geistigen Vorgänge kommen ins Gleichgewicht. Kopfschmerz und Schwindel können sich auflösen. Der Druck auf die Augen lässt nach, was viele Beschwerden der Augen lindern kann.

SES20 befreit die Nasennebenhöhlen, insbesondere die Stirnhöhlen. Diese haben die Aufgabe von Energiespeichern, weshalb es dem Kopf insgesamt ausgesprochen hilfreich ist, die Nebenhöhlen gut zu belüften. Mit einer chronischen Entzündung Ihrer Stirnhöhlen werden Sie Schwierigkeiten haben, Ihre seelisch-geistige Entwicklung zu vollenden. Vielleicht brauchen Sie zusätzlich naturheilkundliche Maßnahmen wie eine pflanzliche Reinigung von Erregern mithilfe von Kapuzinerkresse und Meerrettich oder das Meiden von Milchprodukten und von bestimmten Allergenen oder ein homöopathisches Mittel aus der Kalium-Reihe.

Neben der Öffnung für die geistige Welt wird durch SES20 auch das Herz geöffnet. Der Griff bringt den Brustkorb in Harmonie.

Herz und Verstand brauchen wir, um – wie eingangs beschrieben die Stammzelle – unseren Platz im Leben, in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.

Text und Foto: Petra Weiß

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten
Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

Schreibkunst Texter Redaktion

Es gibt Menschen, die sich fortwährend entschuldigen und rechtfertigen. Diese wunderliche Gewohnheit ist so zu ihrer zweiten Natur geworden, dass sie es oft gar nicht mehr bemerken. Manche sind in zerstörerischen Sippen von klein auf mit Schuldzuweisungen überschüttet worden. Andere sind ausgesprochen empfindsam, so dass sie im Umkehrschluss dauernd befürchten, ihre Mitmenschen zu verletzen. Wieder andere fischen auf diese Weise nach Ermutigung, Zustimmung oder Beifall. Vielleicht wollen sie sich als besonders pflichtbewusst oder vorbildlich bemüht darstellen. Oder sie haben einen derart übertriebenen Vollkommenheitsanspruch, dass sie ihm einfach nicht genügen. Es gibt viele Gründe. Ein fruchtbares Verhalten ist das nicht.

In unserer Gesellschaft ist es üblich, dass wir uns Gedanken machen, was unser Umfeld von uns hält. In einem gewissen Umfang ist das normal. Schließlich sind wir Gemeinschaftswesen und möchten nicht Gefahr laufen, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Über den absonderlichen Umgang mit Fehlern habe ich an anderer Stelle schon ausführlich geschrieben. Kurz gesagt: Wir haben einen unerbittlichen, engstirnigen und denkbar beziehungsschädigenden Blick auf die Unvollkommenheit. Und zwar auf die eigene, auf die unseres Gegenübers und erst recht auf die von Dritten, die gerade nicht anwesend sind.

Unsere liebste Übung in diesem Zusammenhang ist die Empörung. Mein Gott: Was können wir uns aufregen! Über Dinge, die uns voraussichtlich niemals betreffen werden. Nur so. Aus Prinzip. Wir müssen in der Sache nicht mal Ahnung haben. Zu viel Wissen stört den Vorgang eher. Das hält uns nicht davon ab, uns eine Meinung zu bilden. Die Mischung aus wenig Sachlichkeit und reichlich Gefühlsbetonung hat schon so manchen aufrechten Bürger Kopf und Kragen gekostet. Früher hat man den Betreffenden am Baum aufgeknüpft. Heute macht man das digital. Schlaue Meinungsmacher steuern den aufgebrachten Pöbel aus dem Hintergrund. Man nennt das in der PR-Sprache „Empörungsmangement“: Wir lassen uns sagen, was wir so richtig schrecklich finden sollen. Und richten uns danach. Unser Gewinn ist der falsche Glaube an unsere sittliche Überlegenheit. Wer braucht da noch Mitgefühl, Verständnis oder eine genaue Kenntnis der Dinge?! – Ein bisschen Spott darf sein.

Und weil wir damit rechnen, dass andere sich genauso ungerechtfertigt über uns beschweren, sind wir auf der Hut. Schließlich wollen wir nicht, dass ein Abbild unseres heiligen Zorns auf uns selbst hernieder fährt. Das ist verständlich. Wie vermeiden wir das? Wir müssen unsere ganze Erscheinung so stromlienienförmig an den allgemeinen Trend anpassen wie nur möglich. Und wehe, wir fallen einmal aus dem Rahmen! Dann geißeln wir uns reumütig und unter den strengen Augen unserer Mitmenschen für jeden Anflug von Einzigartigkeit.

Da stehen wir heute.

Statt unserem Gewissen verpflichtet zu sein und unseren eigenen Überzeugungen zu folgen, richten wir unser Fähnchen nach dem Wind. Der Wind ist mal ein Tornado und mal eine laue Brise. Er hat zahlreiche Namen. Fragen Sie sich einfach nach den Inhalten der “Political Correctness” und Sie werden eine unerschöpfliche Reihe von verlogener Verbogenheit finden.

Das Leben in der Herde hat unbestritten Vorteile. Nur eines bietet es sicher nicht: die Möglichkeit, dass der Mensch seine einzigartigen Gaben auf seine eigentümliche Weise in die Welt bringt. Und das ist der Haken an der Sache. Unser Wesenskern ist unerwünscht. Unser Selbstausdruck stört. Wir müssen unsere Inneres unterdrücken. Das macht bestenfalls krank und schlimmstenfalls geben wir so unser gesamtes Leben der Bedeutungslosigkeit hin.

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Der Richter, dem wir eines Tages – oder täglich – gegenübertreten, liegt in uns, nicht im Außen. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. Und die Regeln, nach denen wir bewertet werden, kommen aus uns. Es sind unsere eigenen Werte, an denen wir uns messen. Das ist die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir – unabhängig von äußeren Umständen – unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehrern suchen, die uns “den rechten Glauben” oder ihre Lehrmeinung vermitteln. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen. Wenn wir Glück haben, finden wir stattdessen einen Meister, der unsere einzigartigen Fähigkeiten erkennt und sie fördert und der uns darin unterrichtet, sie im Sinne unserer Selbst-Verwirklichung zum Wohle aller zu nutzen.

Wenn Sie Autorität außerhalb von sich erleben, dient Ihnen das Sicherheitsenergieschloss SES19 als Erinnerung, wer der Herr im Haus Ihres Leibes, Ihrer Seele und Ihres Geistes ist. Der Energiepunkt liegt in der Ellenbeuge. Wir berühren ihn automatisch, wenn wir die Arme vor dem Brustkorb verschränken – eine Geste der Grenzsetzung und des Selbstschutzes.

Lassen Sie sich nicht von einem Rhetoriktrainer (Trainer sind Lehrer) einreden, diese Pose dürften Sie nicht einnehmen, weil sie abwehrend wirkt. Sie können sich gleichzeitig in gesundem Maß abgrenzen UND zugewandt sein. Ihr Leib macht das schon richtig, wenn Sie ihn lassen. Dass es aus Ihrer Perspektive Grund zum Schutz Ihrer Bedürfnisse gibt, darf Ihr Gesprächspartner ruhig wahrnehmen. Wir wollen ja echt und glaubwürdig kommunizieren.

Das SES19 ist von wesentlicher Bedeutung. Es belebt die gesamte Energie und dient der leiblichen Kraft und Lebendigkeit in besonderem Maße. Den Umkehrschluss kennen Sie vielleicht aus eigenem Erleben: Wenn wir uns mit Autoritäten aufreiben, kostet uns das unverhältnismäßig viel Lebenskraft. SES19 hilft daher bei Streitigkeiten mit Eltern, Lehrern, Vermietern, Behörden, Arbeitgebern, Richtern, Ärzten und anderen sogenannten Respektspersonen.

Ist das SES19 in Balance entwickeln wir natürliche Führungsfähigkeiten, statt bosshaft oder herrisch zu sein. Gute Führung in diesem Sinne ist eine mitfühlende und verständnisvolle Dienstleistung an der Gruppe zum Wohle aller und mit dem gemeinsamen Ziel im Blick.

SES19 hilft bei Ängsten aller Art. Der Griff hat sich deshalb bei Bettnässen bewährt, dem „Weinen über die Blase“. Das Sicherheitsenergieschloss dient schon aufgrund der Lage unsere Verdauung und dem Atem. Es unterstützt das Herz in seinen Aufgaben und entlastet den Brustkorb. Allergien als Ausdruck eines überlasteten Abwehr(!)systems, das Freund und Feind nicht mehr klar unterscheiden kann, sprechen ebenfalls auf SES19 an. Vor einem ähnlichen Hintergrund kann man die Wirkung von SES19 auf Juckreiz und Hustenanfälle sehen.

Durch die Sicherheitsenergieschlösser SES16 bis 19 können alle verkrusteten Gemütszustände (im JSJ sagen wir „Einstellungen“) losgelassen werden, wie anhaltende Sorge, Angst, Wut, Trauer sowie der Zustand, in dem wir uns befinden, wenn wir uns verbiegen. Das ist bei der Behandlung von Schmerzen zu beachten. Denn erst, wenn die zugrundeliegende Einstellung aufgelöst sind, kann der Schmerz verschwinden.

Verschränken Sie einfach die Arme vor der Brust. Oder halten Sie eine Ellenbeuge mit der Hand so lange es Ihnen wohltut.

Sie können diese Übung genau in dem Moment machen, in dem die Lage es erfordert, also beispielsweise während eines Streitgesprächs, oder im Vorfeld vorbereitend.

Als Griffkombination hat es sich bewährt, die hohe 19 (eine Handbreit über SES19, also etwa in der Mitte des Oberarms) gleichzeitig mit der gegenüberliegenden hohen SES1 (oberhalb von SES1, etwa in der Mitte des Oberschenkels an der Innenseite des Beins) zu halten.

Text: Petra Weiß
Foto: paukereks / pixelio.de

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten
Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

 

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Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019