Warum ausgerechnet Homöopathie?

Schreibkunst Redakteur PR-Text

In unserer Zeit geht der Bezug von Wissen und sinnlichen Erfahrungen immer mehr verloren. Weil wir es nicht mehr gewohnt sind, Aussagen durch praktisches Erleben auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, kann man uns alles weismachen.

Bevor ich die heilsame Wirkung der Homöopathie als Patientin schätzen lernte, hatte ich mich nicht mit dieser Heilweise auseinandergesetzt. Außerdem nutzte ich seit vielen Jahren keinen Fernsehapparat mehr. Das war mein Glück. Sonst hätte ich mir womöglich einreden lassen, die süßen Kügelchen seien nutzlos oder gar gefährlich. Nun hatte ich aber bereits gute Erfahrungen gemacht als ich feststellte, welchen Anfechtungen die Homöopathie in den Medien ausgesetzt ist. Die Heftigkeit, mit der sie bekämpft wird, ist einzigartig. Warum das so ist, war mir lange ein Rätsel.

Es gibt zahlreiche Verfahren der Erfahrungsheilkunde, die leichter angreifbar wären, weil ihre Wirkung weniger gut belegt ist. Man muss 80 % aller Studien außer acht lassen, um zu der Erkenntnis zu gelangen, Homöopathie sei unwirksam. Und genau das wurde gemacht! Eine Metastudie kam zu dem Schluss, dass nichts dran sei an den Kügelchen. Die Meldung wurde durch alle Zeitungen und Sender verbreitet. Kurz darauf wurden die wissenschaftlichen Mängel der Untersuchung aufgedeckt. Diese neuen Erkenntnisse gelangten kaum in die Öffentlichkeit. Das ganze Thema wurde klammheimlich in den Archiven begraben.

Im Rahmen meiner Ausbildung in klassischer Homöopathie beschäftigte ich mich mit dem „Organon der Heilkunst“. Das Werk vom Dr. Samuel Hahnemann vermittelt alle wesentlichen Kenntnisse über die Herstellung und den Gebrauch homöopathischer Mittel. Als ich das Vorwort las, war ich überrascht. Ich konnte kaum glauben, was dort geschrieben stand: Hahnmann zog mit harscher Kritik gegen die Feinde seiner Methode zu Felde. Mit solch einer Streitschrift hätte ich nicht gerechnet. Statt mich zu fragen, was sich da wohl im Vorfeld ereignet hatte, glaubte ich die Ursache für die Ablehnung der Homöopathie in der Fachwelt gefunden zu haben: Von dem Begründer der Homöopathie ging keine Achtung gegenüber anderen Betrachtungsweisen aus. Das ruft natürlich eine Gegenabwehr hervor. Die Erklärung schien mir sinnig.

2020 hat sich meine Ansicht geändert. In Echtzeit konnte ich miterleben, wie mit unliebsamen Abweichlern umgegangen wird. Es würde mich nicht wundern, wenn dieselbe konzertierte Verleumdung seit Jahrhunderten verübt würde.

Eher wahrscheinlich ist nach meiner überdachten Auffassung, dass Hahnemanns Vorwort, das er zur 6. Auflage seines Buchs im Alter von über 80 Jahren verfasste, nicht der Auftakt zu einem Disput war, sondern sein Abschluss. Wie mag es ihm in den Jahrzehnten davor mit seinen Kollegen ergangen sein? Mit Ärzten, die ihre Patienten durch Arsen und Bleibehandlungen vergifteten und durch den undifferenzierten Einsatz von Aderlässen so manchem Geschwächten die letzte Lebenskraft aus dem Körper fließen ließen.

Da kam der dreiste Bursche aus ärmlichen Verhältnissen und stellte das Weltbild der damaligen Medizin auf den Kopf. Und das, nachdem man mühevoll die natürlichen Heilweisen der Kräuterheilkunde und alchemistischer Künste mit dem Wissen der weisen Frauen über Jahrhunderte hinweg mit viel Aufwand ausgemerzt hatte.

Bevor Gutenberg den Buchdruck erfand, wurden Kenntnisse nur von Schriftgelehrten auf Papier und von gewöhnlichen Menschen durch Erzählungen überliefert. Bevor es später zu Bücherverbrennungen oder zum Löschen von youtube-Kanälen kam, verbrannte man die Menschen und mit ihnen ihr Wissen. Das war der Sinn der Inquisition.

1810 erschien Hahnemanns erste Ausgabe des Organon, damals unter dem Titel „Organon der rationellen Heilkunde“. Ob 1810 die Bedeutung von rational und rationell schon unterschieden wurde, ist mir nicht geläufig. „ratio“ als gemeinsamer Wortstamm weist darauf hin, dass es sich um eine Produkt der Vernunft handelt. Zweckmäßig (rationell) ist die Homöopathie ebenfalls, sie erfüllt den Zweck der Heilung von geistigen Ursachen leiblicher, seelischer und geistiger Erkrankungen.

Dr. med. Hahnemann war beim Erscheinen der ersten Auflage 55 Jahre alt. Seine Erkenntnisse beruhten auf eigenen Erfahrungen und logischen Schlüssen. Aus einer Beobachtung ergab sich eine Frage, deren mögliche Antwort er als Vermutung formulierte und sodann gewissenhaft erforschte, ob sie zutraf. Das ist wahre Wissenschaft.

Heute werden Studien von Fachleuten durchgeführt, die von Interessenvertretern bezahlt werden. Wie objektiv mag ihre Haltung sein? Ergebnisse, die nicht den gewünschten Zweck erfüllen, verschwinden einfach in der Schublade. Das Studiendesign wird angepasst, bis das Resultat „stimmt“, sogar während die Studie läuft, was ganz offensichtlich allen Regeln der Wissenschaft widerspricht.

Aussagen in der Öffentlichkeit zu Studienergebnissen haben oft weit weniger mit den tatsächlichen Erkenntnissen aus den Experimenten zu tun, als man glauben könnte. Wer macht sich schon die Mühe, eine Aussage zu überprüfen, die angeblich von einer wissenschaftlichen Untersuchung herrührt?

Unsere akademische Wissenschaft und die sinnliche Wahrnehmung der Wirklichkeit sind weitgehend entkoppelt. Hahnemanns Ansatz war vollkommen anders und nachgerade gegenläufig. Er war nicht vom Elfenbeinturm aus herbeigedacht, sondern durch praktische Erfahrungen errungen, die akribisch notiert und präzise ausgewertet wurden. Das gefiel den Zeitgenossen ganz und gar nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder plötzlich Krankheit und Heilung verstehen, geschweige denn zweitere herbeiführen könnte!?

Den meisten Patienten ist es bis heute nicht einmal möglich, ihre eigenen Blutwerte zu verstehen. Sie verbergen sich hinter kryptischen Abkürzungen. Warum schreibt man nicht einfach „rote Blutkörperchen“ statt „ERY“? Für die meisten Fachausdrücke gibt es deutsche Begriffe. Die Sprache der Mediziner hüllt ihren Inhalt in allerlei lateinische und griechische Wörter. Wie viele andere Fachsprachen auch ist sie dergestalt, dass die Experten sich untereinander verstehen und Außenstehende Mühe haben, ihnen zu folgen. Wenn sich Fachleute über Mikroprozessorelektronik oder Quantenphysik unterhalten, müssen wir nicht unbedingt mitreden können. Aber hier geht es um unseren eigenen Leib und unsere Gesundheit. Der gewöhnliche Mensch braucht eine Übersetzung, um zu begreifen, was in ihm vorgeht. Ist das so gewollt? Dient das unserem Schutz?

Es gab Zeiten, da war das Heilen verboten bzw. Gott vorbehalten. Später verlagerte sich die göttliche Macht des Heilens auf den Berufsstand der Ärzte. Wie viel Interesse hatten sie wohl daran, dieses Alleinstellungsmerkmal mit wenig standesgemäßen Vertretern ihrer Zunft zu teilen oder gar mit dem schnöden Pöbel?

Warum werden Nicht-Akademiker mit medizinischem Wissen bekämpft? Warum will man die Hebammen seit Jahrzehnten ins Abseits stellen? Während der Jahrhundertpandemie 2020 hat unser Gesundheitsminister ein Rechtsgutachten zur Abschaffung des Heilpraktiker-Berufs in Auftrag gegeben. Das Ergebnis sollte im Sommer erscheinen, wurde auf Herbst vertagt und dann mit dem Mantel des Schweigens verdeckt.

Wäre es möglich, dass hinter diesen Maßnahmen “zum Schutze der Volksgesundheit” noch ganz andere Interessen stehen? Interessen, die es schon zu Hahnemanns Zeiten gab und die damals wie heute ihren Einfluss geltend machen? Gegen seine Heilkunst ziehen die Lobbyisten mit aller Medienmacht zu Felde. Sie führen absurde Klagen vor Gericht. Man dürfe die Ursubstanz, aus der ein potenziertes Arzneimittel entstanden ist, nicht mehr auf die Verpackung schreiben, weil sie chemisch nicht nachweisbar sei – zum Schutz der Verbraucher. Was hätte es praktisch bedeutet, wenn der Richter sich auf den Unfug eingelassen hätte? Das Urteil war in der Klarheit seiner Begründung eine schallende Ohrfeige für die Zusammenrottung aus Vertretern von Pharma-gesteuerten Institutionen. Haben Sie davon etwas in den Medien gehört? Nein? Sie hätten überall davon gelesen, wenn die Klage Erfolg gehabt hätte.

Die Homöopathie betrachtet den Menschen als Ganzes. Leibliche Erscheinungen und Gemütsregungen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Mentale und seelische Vorgänge werden sogar höher gewertet als körperliche Beschwerden. Wir würden heute Körper, Seele und Geist oder neudeutsch Body-Mind-Medizin sagen.

Möglicherweise ist es Samuel Hahnemann ähnlich ergangen wie Ärzten mit eigenen Meinungen zu unserer Zeit: Zuerst ignoriert man sie, dann belächelt man sie, dann bekämpft man sie und am Ende gewinnen sie (frei nach Mahatma Gandhi). Das sprichwörtliche gute Ende ist leider nicht gewiss und es kann manchmal sehr lange auf sich warten lassen. Die Langmut kann sich aber lohnen.

Bleiben Sie wachsam, wenn Ihnen jemand einen erfahrenen Fachmann mit fadenscheinigen Argumenten madig machen will, insbesondere, wenn sich die Angriffe mehr gegen seine Person richten als auf die Sache. Dann hat man vielleicht nur noch giftige Pfeile im Köcher, die mit der Reputation des Menschen seine Ideen töten sollen. Das hatten wir schon mal.

Es hat nicht funktioniert. Die Homöopathie ist eine der gefragtesten Methoden in der Naturheilkunde. Tausende Ärzte und Heilpraktiker sind darin gewissenhaft ausgebildet. In Indien wird Homöopathie gleichrangig zur Schulmedizin an der Universität gelehrt. Ungeachtet der ausgeklügelten Rufmordkampagne finden die Menschen durch praktische Erfahrungen letztlich ihre eigene Sicht auf die Wahrheit. Immer.

Weitere Beiträge aus der Rubrik: Manipulative Muster erkennen




In Verbindung bleiben

Melden Sie sich für ein kostenfreies Abonnement auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie sogleich einen Hinweis, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Sie ist ausgebildet in klassischer Homöopathie und hat sich ein breites Wissen über verschiedene Weiterentwicklungen von Hahnemanns Heilweise im Selbststudium erarbeitet. Konstitutionelle Betrachtungen der Arzneimittel nutzt sie in der psychologischen Beratung.

Die Befreiung

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Glaubenssätze geben uns Halt. Früh in unserem Leben haben wir gelernt, wie die Welt ist. So entsteht ein unbewusstes Bild davon, wie wir selbst sind, wie andere Menschen sind, und was man in bestimmten Situationen am Besten tun sollte. Wir haben Erfahrungen gemacht und daraus Schlüsse gezogen. Diese Schlüsse sind auch heute noch entscheidend für unsere Überzeugungen und Handlungen. Deshalb ist es zweckdienlich für unsere Entwicklung, sie ins Bewusstsein zu holen und ihren Sinngehalt mit erwachsenem Verstand zu prüfen.

Die Glaubenssätze unterscheiden sich, je nachdem in welchem Alter sie entstanden sind. Ihr Zweck ist stets das Überleben – körperlich, emotional und in der Gemeinschaft. Als Säugling waren wir ganz in unseren Leibesempfindungen gefangen. Schmerz, Hunger und Kälte erfassten unser komplettes Erleben. Als Kleinkind war unser Weh und Wohl von Gemütsregungen bestimmt, die uns plötzlich überfluteten. Wir hatten noch nicht die Fähigkeit, unser Gefühl als getrennt von uns zu erkennen. An der Schwelle zwischen Kleinkind und Kind (2-4 Jahre) erlebten wir, dass Zugehörigkeit unser Überleben sichert. Deshalb passten wir uns so gut wie möglich an die Erwartungen von außen an.

Wenn wir dieselben oder ähnliche Erlebnisse mehrfach hatten, haben sich die Schlüsse zu Grundüberzeugungen verfestigt. Und wenn sie verfestigt waren, hat sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir dasselbe in der gleichen Weise immer und immer wieder erleben. Unsere Unterbewusstsein sucht nach Bestätigung, nicht nach Widerspruch. Es sorgt zuverlässig dafür, dass unsere tiefen Überzeugungen nicht ständig in Frage gestellt werden. Das wäre höchst destabilisierend. Solche Zustände halten wir nicht sehr lange gut aus.

Sind wir unter lebensbejahenden Umständen aufgewachsen, werden wir lebensförderliche Glaubenssätze entwickeln. Unsere unbewussten Überzeugungen schaffen günstige Bedingungen für ein gutes Gedeihen unserer natürlichen Anlagen. Wir finden Möglichkeiten, unsere Gaben in die Welt zu bringen, weil unsere Wahrnehmung auf ihre Sichtung ausgerichtet ist.

Wenn wir aber in unseren ersten Lebensjahren den Eindruck gewonnen haben, das Leben sei eine gefährliche Angelegenheit, bilden wir Glaubenssätze, die in der Folge dazu führen, dass wir vor allem Bedrohungen und Fluchtmöglichkeiten wahrnehmen. Das Entfalten unserer Einzigartigkeit ist damit gebremst.

Glaubenssätze sind an sich nichts Falsches. Von Zeit zu Zeit kann es aber ratsam sein, aufmerksam zu schauen, ob die Glaubenssätze Ihnen noch dienlich sind. Oft verhalten wir uns so, als könnten wir ohne das Zutun anderer nicht überleben oder unsere Bedürfnisse nicht selbst stillen. Dabei liegen die Umstände, unter denen wir tatsächlich abhängig waren, schon Jahrzehnte zurück. In besonderem Ausmaß gilt das für reflexhafte Reaktionen aufgrund von Trauma-Reaktivierungen. Aber auch andere Lebensumstände führen in kindliche Annahmen, über die wir immer wieder stolpern, ohne es zu bemerken.

Die Japanische Heilkunst Jin Shin Jyutsu hält einen einfachen Griff für uns bereit, mit dem wir uns aus dieser „geistigen Gefangenschaft befreien“: das Sicherheitsenergieschloss SES21.

SES21 löst Vorurteile und Ressentiments auf. Wir werden den Punkt noch häufig brauchen, um uns von den Nachwirkungen der Gehirnwäsche zu befreien, die seit Monaten und Jahren auf uns einprasselt. Das Denken kann aus den engen Begrenzungen der Vergangenheit ausbrechen. Wir überwinden die kindlichen Blockaden und werden endlich erwachsen.

Der Punkt befindet sich rechts und links der Nase mittig unter den Augen auf den Wangenknochen. Darunter liegen die Kieferhöhlen. Sie gehören zu den Nasennebenhöhlen, über deren Bedeutung als Energiereservoire wir schon in Zusammenhang mit dem SES20 gehört haben.

Entsprechend versorgt uns ein geöffnetes SES21 mit Energie für den Kopf. Wenn wir diese Punkte halten, sind wir wacher, wir können klarer denken, unsere Wahrnehmung über Augen und Ohren wird gestärkt. Manchmal kann man beobachten, dass Kinder unwillkürlich diese Stellen berühren, wenn sie im Unterricht müde werden. Sie stützen dann ihr Gesicht auf die Hände. Das ist sehr schlau. Versuchen Sie bitte nicht, den Kleinen diesen Ausdruck innerer Weisheit abzugewöhnen.

Viele Ansichten über Erziehung, Bildung, Lernen und so weiter sind aus Überzeugungen entstanden, die wir als Menschheit überwinden können. Die Gehirnforschung ist schon viel weiter. Wir hängen noch in den alten Lehrmeinungen fest.

Ohne viele Sorgen und Grübeleien das Leben neu zu denken, dabei hilft uns SES21. Wir finden Sicherheit in uns, statt immerzu das Bewährte im Außen beibehalten zu müssen. So näheren wir uns frohen Mutes anstehenden Veränderungen.

SES21 unterstützt uns beim Verdauen von Gedanken und Nahrung. Die Speicheldrüse wird angeregt. Die erkältete Nase wird frei von Verstopfung. Alles kommt in Fluss. Auch Zahnweh und Nervenschmerzen im Gesicht können durch SES21 gelindert werden.

Die Gesichtszüge werden insgesamt entspannter dank SES21, was besser wirkt als jede Anti-Aging-Creme 🙂




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Hier werden insgesamt 26 Beiträge aus der Reihe veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Auftakt-Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

Weiterlesen…

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

Weiterlesen…

SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Weiterlesen…

SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

Weiterlesen…

SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

Weiterlesen…

SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

Weiterlesen…

SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen
Foto: Walter Eberl / pixelio.de

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

Weiterlesen…

SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Weiterlesen…

SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

Weiterlesen…

SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

Weiterlesen…

SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

Weiterlesen…

SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

Weiterlesen…

SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

Weiterlesen…

SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

Weiterlesen…

SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven
Foto: Petra Weiß

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

Weiterlesen…

SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

Weiterlesen…

SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

Weiterlesen…

SES20 Verbunden mit dem wissenden Feld

23.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 19 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Ein Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll. Irgendwoher muss sie eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Er entwickelte die These von wissenden Feldern, die der in-Form-ation dienen.

Auch wir können uns mit dem wissenden Feld verbinden, um unseren Platz in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.

Weiterlesen…

In Verbindung bleiben

Melden Sie sich für ein kostenfreies Abonnement auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie sogleich einen Hinweis, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Wie Mode uns beeinflusst

Schreibkunst Texter Ghostwriter

Manche Leser fragen sich jetzt bestimmt, warum ein tiefgründiger Mensch wie ich sich mit Mode beschäftigt. So ein oberflächliches Steckenpferd hätten sie mir gar nicht zugetraut. Sie werden sich vermutlich noch wundern, wie vielschichtig Fragen rund um Kleidung, Schuhe und Accessoires sein können. Natürlich schreibe ich nicht darüber, was diese Saison auf den Laufstegen der Haut Couture gezeigt wird. Davon habe ich tatsächlich keine Ahnung. Vielmehr möchte ich Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie wir über Mode gesteuert werden.

Zum erweiterten Verständnis werde ich Ihnen zunächst von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Bis vor drei Jahren habe ich mich nicht im Geringsten für Einkaufstouren begeistern können. In Boutiquen fühle ich mich schnell von der eifrigen Ladenbesitzerin bedrängt. Ich hasse die stickige Luft und den Lärm in größeren Geschäften. Das blaustichige Licht in den Umkleidekabinen lässt den gesündesten Teint so erscheinen, als sei man schon vor drei Tagen an plötzlichem Blutverlust gestorben. Feine Nuancen gehen durch diese Beleuchtung verloren. Es ist unmöglich zu beurteilen, ob die Farben zusammenpassen. Man müsste mehrere Stücke derselben Kollektion kaufen, um sicher zu gehen. Oder man entscheidet sich für Schwarz und Weiß. Damit kann man nichts falsch machen. Außer, dass die meisten Menschen mit diesen Unfarben auch bei Tageslicht leichenblass sind.

Unter den mitleidigen Blicken von spindeldürren Verkäuferinnen, die halb so alt sind wie ich, Hosen und Röcke anzuprobieren, ist wirklich kein Vergnügen. Gar nicht zu denken an meinen letzten Versuch, im Fachgeschäft für Dessous einen Badeanzug zu erwerben.

Bei mir hatte sich längst der Eindruck verfestigt, dass es eben schwierig ist, für meine Figur das Passende zu finden, bis eine beleidigte Modell-Beraterin mir genau das ins Gesicht schleuderte, weil ich die von ihr emsig herbeigeschafften Hosen nicht kaufen wollte.

Was hatte sich zugetragen?

In meinem Leben gab es wichtigere Dinge als Modeschauen. Viele Jahre lang habe ich angezogen, was der Schrank halt gerade hergab und was vor allem bequem war. Ich verschwendete nicht viele Gedanken daran, wie ich mich möglichst vorteilhaft kleiden soll. Für meine Bürotätigkeit habe ich mich der Umgebung angeglichen. Kostüme (man beachte den Ausdruck!) und Hosenanzüge zogen in meinen Kleiderschrank ein. Ich fand tatsächlich Freude an hochwertigen Stoffen und gut sitzenden Passformen.

Eine Farbberatung, in die ich mit Mitte dreißig zufällig hineingeraten war, hatte mich mit einer glatten Fehldiagnose in die Welt entlassen. Mein hoffnungsloses Bemühen, ihren ganz und gar nicht passenden Empfehlungen zu folgen, haben mich zunehmend verwirrt und frustriert.

Ähnlich wie mit den Farben ging es mir auch mit den Formen: Die Expertise der vermeintlichen Fachleute lief immer darauf hinaus, dass ich Schnitte tragen sollte, die an mir aussahen, als hätte der Verhüllungskünstler Christo einen wirklich schlechten Tag gehabt. Doch statt sich für die erbärmliche Empfehlung zu entschuldigen, riefen die Beraterinnen voll freudiger Erregung „Das kaschiert!“ und konnten gar nicht verstehen, dass ich ihre überschwängliche Begeisterung nicht teile: Kaschieren muss man Mängel und Fehler.

Eigentlich ein Kinderspiel

Meine intensive Beschäftigung mit Mode führte mich über einen wirklich fachkundigen Mode-Blog und mehrere Bücher letztlich zu einer Farb- und Stilberatung mit einer sehr feingliedrigen Einteilung. Sie brachte vor drei Jahren endlich Licht ins Dunkel. Es ist überhaupt nicht schwer, sich typgerecht zu kleiden, wenn man weiß, wie es geht. Grundlegende Kenntnisse über Körperformen und Schnitte, welche die figürlichen Vorzüge betonen, eine zutreffende Farbanalyse und ein paar praktische Tipps. Voilà: Petra geht auch in chic!

Und nicht nur das: Ich habe gelernt, mich mir gemäß zu kleiden, mit all den Facetten meiner Persönlichkeit. Die Veränderung ist unbeschreiblich. Jetzt sehe ich nicht nur gut angezogen aus, sondern ich wirke nach außen so wie ich innen bin. Nicht jeden Tag betone ich alle Anteile gleichermaßen. Bei einigen Gelegenheiten tritt zum Beispiel mehr der klassische, der sinnliche, der bodenständige oder der fröhliche Aspekt in den Vordergrund. Aber all das bin ich.

Seit mir das bewusst ist, hat sich nicht nur mein Kleidungsstil verändert, sondern auch meine Einrichtung und sogar mein natürlicher Schreibstil erlebt gerade eine Renaissance.

Die einfühlsame Farb- und Stilberatung war das Ende der Fehlkäufe und der immer gleichen Schwarz-in-Schwarz Kombinationen.

80 % (!) meiner Garderobe konnte ich aussortieren. Das meiste habe ich verschenkt. Als ich mit dem Verschenken angefangen habe, kamen als Dankeschön auch die ungetragenen Stücke meiner Freundinnen zum Vorschein. Wahre Schätze fristeten in den hinteren Regalen ihrer Kleiderschränke ein trauriges Dasein. Ich war offensichtlich nicht die Einzige, der es so ging.

Heute frage ich mich, warum ich so lange gebraucht habe, um meinen Stil zu finden. Mein Vermutung ist: Daran liegt niemandem außer mir. Alle meine Schrankhüter haben irgendwo eine Kasse klingeln lassen. So viel steht fest. Ich glaube, dahinter steckt aber noch mehr.

Beobachtungen und Erkenntnisse

Wir sind unfruchtbar beschäftigt, indem wir dem ständigen Wechsel der Mode hinterherhecheln. Während wir in Katalogen und Magazinen blättern, Shoppen gehen und über neue Trends sprechen, kommen wir nicht „auf dumme Gedanken“, uns mit wesentlichen Fragen des gesellschaftlichen Lebens zu befassen. Mode erfüllt diese Ablenkungsaufgabe genauso gut wie sinnbefreite Unterhaltung à la Deutschland sucht den Super-Deppen.

Dressiert zum Gehorsam. Durch Mode werden wir überdies darauf abgerichtet, der Herde nachzulaufen. Alle Schafe folgen brav dem Trend. Altmodisch oder spießig zu erscheinen, offenbart auf den ersten Blick, dass wir nicht dazu gehören. Wir laufen mähend nach rechts, wenn Grün in Mode kommt, und nach links bei Violett. Sogar Gelb mutet man uns als letzten Schrei zu, was die meisten Menschen gar nicht ziert und die übrigen nur, wenn sie schon eine knackige Sommerbräune vorweisen können. Braun werden sollen wir aber nicht mehr, wegen der weit verbreiteten Sonnenhysterie mit Lichtschutzfaktor 1.000.

Widersprüchliche Auftrage lösen ein Dilemma aus. Sie können nicht blass sein und mit Gelb gut aussehen und Sie können auch nicht natürlich gebräunt sein, während Sie die Sonne meiden. Hätte man diese Misere bewusst hervorgerufen, wäre es die hohe Kunst der Manipulation. Ein solches „Double Bind“ wie der Fachausdruck heißt, stellt Menschen vor eine innere Zerreißprobe. Sie wollen beide Anforderungen gerecht werden, was unmöglich ist. Deshalb fühlen sie sich schlecht, ungenügend oder sogar als Versager.

Man könnte fast meinen, hier sollen Menschen davon abgehalten werden, in ihre Kraft zu kommen. Schauen wir doch mal, was die Modebranche sonst noch mit unserem Unterbewusstsein anstellt.

Wir haben ein natürliches Empfinden für Farben. Wenn wir ihm freien Lauf lassen, wählen wir treffsicher Farben, die miteinander harmonieren. Untersuchungen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zeigen verblüffende Übereinstimmungen im Farbempfinden. Die Farblehre liefert nur die Theorie dazu. Sie beschreibt, welche Kombinationen sich schwertun, ansprechend zu wirken. Wenn man unbedingt Pink und Burgunderrot gleichzeitig anschauen will, kann man zur Not eine neutrale Farbe wie Beige, Weiß oder Dunkelblau als Puffer dazwischen platzieren. Neuerdings betreiben wir aber „Colorblocking“: Wir setzen Farben unmittelbar nebeneinander, die das menschliche Auge eigentlich nicht zusammen sehen will. Die meisten gewöhnen sich an den Anblick und schieben ihr natürliches Unbehagen beiseite. Bis sie die Zusammenstellung für schön halten.

Innere und äußere Harmonie hängen zusammen. Das beobachte ich immer wieder in der Sprechstunde. Farbliche Stimmigkeit fällt den Patienten plötzlich (wieder) auf, wenn sie sich nach einem Erregungszustand beruhigen. Der Grund ist einleuchtend: Unsere Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf Blümchen und Wolken, während wir uns bedroht fühlen, sondern auf den Säbelzahntiger, der vor uns steht, und auf mögliche Auswege. Löst sich die (gefühlte) Gefahrenlage auf, wird der Blick wieder frei für andere Betrachtungen. Diese Auswirkung ist keine Einbahnstraße. Die Harmonie, die wir in unserer Umgebung wahrnehmen, wirkt umgekehrt auch auf die innere Harmonie. Was macht das mit unserem Innenleben, wenn im Außen Disharmonisches zur Schau gestellt ist? Und noch dazu, wenn man uns erzählt, das sei schön?

Neben den Farben dreht sich in der Mode vieles um Stil. Mit dem Stil der Kleidung wird das innere So-Sein nach außen sichtbar gemacht. Stil darf deshalb durchaus auch widersprüchlich und facettenreich sein – so wie Menschen eben sind: einzigartig.

Ein wildes Durcheinander an widersprüchlichen stilistischen Aussagen wird uns als guter Stil für die Massen vorstellt. Das bewirkt im Unterbewusstsein bei ihrem Träger und den Menschen, die sich das ansehen müssen, vor allem eines: Es stiftet Verwirrung.

Ich finde Jeans und Turnschuhe wirklich gut, je nach Anlass halt. Wenn man zum Beispiel im Garten arbeitet, sind Pumps und Rock eher unpraktisch. Auch habe ich nichts dagegen, den bodenständigen Workerlook mit einem Blazer zu ergänzen. Ein wohl überlegter Stilbruch bringt Esprit ins Outfit – wenn er individuell stimmig ist. Das heißt, wenn eine sportlicher Typ klassische Anteile hat. Oder wenn ein klassischer Typ in der Freizeit lockerer erscheinen will.

Anders verhält es sich aber, wenn auf einmal jedermann Turnschuhe zu jeder Gelegenheit trägt, weil er sonst nicht in den Modehimmel kommt. Turnschuhe zur Stoffhose und zum Sommerkleid? Ist das schön? Wirklich? Werden Turnschuhe eleganter, wenn wir sie Sneaker nennen? Und wenn sie mit Glitzersteinchen oder Leo-Muster überzogen sind?

Regredieren wir durch diese Mode? Haben Sie beim Durchstöbern alter Fotos schon einmal erlebt, dass Sie Stimmungen wieder hervorrufen können, die schon lange zurückliegen? Möglicherweise erinnern Sie sich an Details, die Ihnen vorher gar nicht mehr bewusst waren. Diese Wirkung eines gelenkten Blicks in die Vergangenheit wird manchmal auch therapeutisch genutzt.

Unter Hypnose lässt man den Patienten an sich herabblicken, um die Trance zu verstärken. Die Kleidung, die er dann beschreibt, hilft ihm, sich noch tiefer in die Situation hineinzuversetzen. So unterstützt man unter anderem eine gewünschte Regression, also das Erleben einer früheren Zeit und des damaligen Zustandes. Es ist erstaunlich, wie viele Einzelheiten auf diese Weise wachgerufen werden können. Das Gemüt versetzt sich so in die Jugend oder Kindheit und bei Bedarf sogar in den Mutterleib zurück. Solche Tricks im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung mit Zustimmung des Patienten einzusetzen, ist in Ordnung. Ohne Wissen des Betroffenen, ist das ein unlauterer Eingriff in das Unterbewusstsein.

Der Jugendwahn ist allgegenwärtig. Mich beschleicht der Verdacht, dass erwachsene Menschen sich zu Jugendlichen zurückentwickeln sollen. Wie alt hätte man uns denn gerne? 14? 12? Oder noch jünger? Lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, wenn ich unterstelle, dass wir den Entwicklungsstand der Unmündigkeit gar nicht erst verlassen sollen? Ein Kind übernimmt nicht die Verantwortung für das eigene Leben oder grenzt sich gegen Bevormundung ab.

Sich schlecht fühlen mit System. Modekollektionen werden in der Regel so gefertigt, dass man die Kleidungsstücke für die Maße eines bestimmten Modells genau passend designed und dann für andere Größen die Abmessungen linear skaliert. Die allermeisten Frauen sind deutlich gewichtiger als die Damen, für deren Proportionen Kleidung gestaltet wird. Das führt dazu, dass viele Frauen mit durchschnittlicher Figur sich viel zu fett fühlen. Und dass die Kleidung, wenn sie in größeren Konfektionen einfach nur nach Verhältnismäßigkeit skaliert wird, schlecht sitzt. Maßanfertigungen wären eine charmante Lösung, sind aber kostspielig.

Wenn ein Mann einen Anzug von der Stange anprobiert, kommt sogleich eine Maßbandfee herbeigeschwebt und sogt dafür, dass der Anzug sich verändert, bis er perfekt sitzt. In der Damenabteilung eines normalen Kaufhauses habe ich das noch nie erlebt. Wenn uns ein Kleid nicht passt, liegt es nicht am Kleid, sondern an der Käuferin. Wir nehmen es nicht und fühlen uns schuldig. Oder wir kaufen es eine Nummer zu groß, so dass es an manchen Stellen schlabbert. Oder zu klein, so dass wir darin als Presswurst umherlaufen.

Lassen Sie sich von niemandem in Ihre Farbwahl oder in Ihren Stil hineinreden. Und machen Sie keine Kompromisse bei der Passform. Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich einen guten Schneider zu suchen oder einen Nähkurs zu besuchen, um Ihre Lieblingsstücke Ihrer Silhouette anzugleichen statt umgekehrt. Das geht schneller, ist billiger und erquicklicher als die meisten Diäten. Und Freude macht es auch noch.

Der Jugendkult und seine Auswirkungen

Die einzige Alternative zum Altwerden ist früh zu sterben. Diese einfache Wahrheit braucht keine weiteren Erklärungen. Dennoch tun wir Menschen so, als könnten wir dem Unvermeidlichen entgehen. Wir betreiben sogar einen beachtlichen Aufwand, damit der Zahn der Zeit nicht allzu offensichtlich an uns nagt. Psychologisch betrachtet spielt die (unbewusste) Angst vor dem Tod hier vielleicht eine Rolle. Mindestens genauso bedeutend ist aus meiner Sicht die Dauerhypnose durch die Medien.

Gehirnwäscheartig werden wir ständig damit beschallt, dass wir uns jung fühlen und gefälligst auch so aussehen sollen. Jugendlichkeit steht bei den gängigen Werten ganz weit oben. Das ist wieder so ein Anspruch, den wir nicht, oder zumindest nicht auf Dauer erfüllen können. Wir werden älter. Jeden Tag.

Überall sieht man junge gertenschlanke Menschen: auf Plakaten, in der Werbung, in Serien und Spielfilmen, in Zeitschriften und im Internet. So entsteht der irrige Eindruck, alle Frauen wären Anfang 20 und hätten Größe 34-36. Schätzen Sie doch mal, welche Konfektionsgröße in Deutschland am häufigsten verkauft wird. 42. Hätten Sie das vermutet? Ich war sehr überrascht. Was wir mit eigenen Augen sehen, nimmt unser Unterbewusstsein leider viel zu unkritisch als wahr an. Im Fernsehen und in anderen künstlichen Welten sehen wir nicht die Wahrheit. Wir sehen Bilder, die nur einen kleinen Ausschnitt der Realität zeigen. Dieser wird dann zu unserer Wirklichkeit. Sie ist eine Täuschung.

Die Folgen dieses Zerrbildes sind mannigfaltig. Das eingeredete Schönheitsideal führt zu chronischer Unzufriedenheit bis hin zu Selbsthass und Essstörungen. Magersucht ist die seelische Erkrankung mit der höchsten Gefahr, daran zu sterben, und ein zuverlässiger Weg in die Kinderlosigkeit.

Enge Kleidung am Unterleib kann bei Männlein und Weiblein Entzündungen der Geschlechtsorgane hervorrufen. Gewöhnliche Strumpfhosen klemmen Frauen den Bauch ab. Der bequeme Jazzpant-Schnitt für Unterwäsche wurde vor Jahren abgeschafft. Künstliche Stoffe an den Genitalen begünstigen Pilzerkrankungen. Über solche Dinge wird nicht gesprochen. Sie sind peinlich. Wie kann man Menschen mit solcher Marter an ihren empfindsamsten Stellen quälen? Welche Haltung gegenüber der Geschlechtlichkeit und der Fortpflanzung kommt da zum Ausdruck? Schauen wir doch einmal, wie liebesfördernd die Mode sonst noch ist:

Reizvoll ist es, Unterschiede der Geschlechter durch die Kleidung zu betonen. Das Gegenteil wird erreicht, indem man für alle dieselben Schnitte anbietet. Stellt man sexuelle Reize allerdings übertrieben zur Schau, geht die ganze Magie des Entkleidens verloren. Beide Extreme dienen nicht der Wertschätzung einer natürlichen Erotik. Das eine macht sie dumpf, das andere macht sie fahl.

Bei allem Respekt vor den Bestrebungen nach gleichen Rechten und Beziehungen auf Augenhöhe sind diese Extreme weder den Männern noch den Frauen dienlich.

Vielfalt oder Einheitsbrei?

Während theoretisch eine unendliche Vielfalt an Kleidungsstücken und Kombinationsmöglichkeiten vorhanden ist, schreibt die Mode vor, welche JETZT angezogen werden sollen und wie man sie zeitgemäß trägt. In welchem Alter ist es gemäß, dass Mutti morgens die Kleider herauslegt? Das machen übrigens manche Frauen für ihre Männer und halten den Bub damit auf Dauer im Kleinkindalter.

Die Schein-Individualität besteht darin, sich als Erste mit dem neuen Trend zu zeigen oder sich dieselben Styles von einer sündhaft teuren Marke leisten zu können, auf denen das Nobel-Etikett gut sichtbar prangt. Demonstrativer Reichtum ist ein armseliger Auswuchs unsere Leistungsgesellschaft. „Schaut her: Ich habe es geschafft, mir dieses Teil leisten zu können!“ Die Jacke oder Tasche ist in einem Entwicklungsland für wenige Pesos gefertigt, wurde aber für zweitausend Euro gekauft. Und jeder weiß es. Welchen Wert haben diese Dinge wirklich und welchen messen wir ihnen bei?

Individualität soll möglichst nicht vorhanden sein oder zumindest nicht ersichtlich. Die Gleichmacherei verhindert den freien Selbstausdruck. Jeder Mensch ist einzigartig. Das zu zeigen, gilt aber als mutig. Warum? Dürfen wir nicht mehr wir selbst sein, wenn wir uns einer Gruppe zugehörig fühlen wollen? Eigentlich ist das kein Widerspruch.

Weitere Beiträge aus der Rubrik: Manipulative Muster erkennen




In Verbindung bleiben

Melden Sie sich für ein kostenfreies Abonnement auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie sogleich einen Hinweis, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Sie unterstützt Menschen auf dem Weg zu sich selbst. Einer dieser Wege ist die Beschäftigung mit Mode und Stil als Mittel zum Selbstausdruck.

Verbunden mit dem wissenden Feld

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Lesedauer ~19 Minuten

Wir alle sind miteinander und mit jedem Wesen in der Natur verbunden. Das meine ich nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz greifbar. Die Wissenschaft weiß das schon lange. Leider ist die Erkenntnis weder in das Bewusstsein der Allgemeinheit vorgedrungen noch hat sie die Hochschulen erreicht. Insbesondere für die Lehre von Krankheit und Gesundheit hat sie keine nennenswerten Folgen gehabt. Wir machen einfach weiter, als wüssten wir von nichts.

Ich möchte Ihnen von Rupert Shaldrake erzählen. Lassen Sie mich Ihnen den Klappentext zu „Das Gedächtnis der Natur“ (2003 schon im Taschenbuch) vorlesen:

„Sheldrake studierte in Cambridge Biologie und Biochemie, später an der Harvard University Philosophie. An der Universität Cambridge promovierte er 1967 in Biochemie, lehrte am dortigen Clare College und war bis zum Jahr 1973 Forschungsleiter für Biochemie und Zellbiologie. Er befasste sich während seines siebenjährigen Stipendiums am Clare College in Cambridge sowie bei der Royal Society mit der holistischen (A.d.R.: das heißt „ganzheitlichen“) Tradition in der Biologie, führte Forschungen zur Entwicklung von Pflanzen und zur Zellalterung durch und formulierte die Theorie der von ihm so genannten morphischen Felder, seine Grundlage der Hypothese eines Gedächtnisses der Natur.“

Sheldrakes Annahme wurde nie widerlegt.

Der Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich während ihres Wachstums mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen und Aufgaben. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll.

Irgendwoher muss jede Zelle eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Den Vorgang der Formentstehung nennt man Morpho-genese. Quelle und Übertragungsweg der Information sind ungeklärt. Sheldrake nahm an, die Information stammt aus einem Bewusstseinsfeld, das die Zelle umgibt: einem morpho-genetischen oder kurz morphischen Feld.

Das morphische Feld enthält den Bauplan – so wie ein winziges Samenkorn offenkundig “die Blaupause” z.B. für einen Mammutbaum beinhaltet. Aus dem Samen eines Mammutbaums wird keine Primel, egal wie stark sich die Samen vielleicht ähneln und möglicherweise in ihrer Zellstruktur sogar übereinstimmend sind. Wie die Pflanzen in-formiert, also in die Form gebracht sind, bestimmt ihre spätere Erscheinung. Die Information ist wesentlich.

Im Zeitalter der Informationstechnologie sollte man meinen, diesem Gedanken könnten alle folgen. Leider ist das nicht so. Magnetismus ist seit 200 vor Christus bekannt. Damals gab es vermutlich keine physikalischen Geräte zu seiner Messung. Unsichtbare Kräfte zu nutzen, war für Menschen früherer Epochen eine Alltäglichkeit. Der Ausschluss von Dingen, die wir (noch) nicht erklären können, aus unserer Denk- und Vorstellungswelt ist eine Unsitte der Neuzeit. Wissenschaftlich im eigentlichen Sinne ist diese Haltung nicht. Und förderlich für das Vorankommen der Menschheit in ihrer Entwicklung wohl kaum.

Dass es noch etwas geben könnte, was zwar momentan nicht bekannt ist, aber dennoch vorhanden sein könnte, sollte eine herkömmliche Grundannahme in der Wissenschaft sein – was sonst sollte sie erforschen?! Wir dürfen hoffen, dass sich dieser wahrhafte Forschergeist eines Tages (wieder) durchsetzt.

Zurück nach Cambridge.

Der Biologe Sheldrake hatte beobachtet, wie gleichgerichtet sich Vögel in ihren Bewegungsmustern verhalten. Aus den bisherigen Sichtweisen gab es keine vernünftige Erklärung dafür, wie die Abstimmung im Schwarm ohne nennenswerte Verzögerung vonstattengeht. Die geschmeidigen Änderungen der Flugbahn erfolgen in einer Geschwindigkeit, die man mit den uns bekannten Sinneswahrnehmungen nicht erklären kann.

So kam es, dass er das Konzept seiner morphischen Felder vom Mikrokosmos (Zellebene) auf den Makrokosmos (Vogelschwarm) übertrug. Womöglich gab es ein Bewusstseinsfeld um den ganzen Schwarm herum, aus dem alle zeitgleich die Information abrufen konnten, dass JETZT die Richtung geändert wird. Sie fliegen in Formationen.

Nehmen wir doch einmal an, der Zugriff auf „wissende Felder“ sei nicht den Vögeln und anderen Schwarmtieren wie Bienen oder Fischen vorbehalten. Dann wären damit weitere merkwürdige Beobachtungen erklärlich.

Unsere tägliche Begegnung mit dem morphischen Feld

Kennen Sie das? Sie kommen nach Hause und Ihr Hund wartet bereits an der Eingangstür auf Sie. Nun ja, man könnte sagen, er hat ein Zeitgefühl und weiß aus Erfahrung, wann Sie von der Arbeit kommen. Oder er erkennt den Klang Ihres Fahrzeugs, Ihrer Schritte im Treppenhaus etc. Das wären durchaus nachvollziehbare Erklärungen. Untersuchungen mit Kameras belegen, dass der Hund da sitzt, auch wenn sein Herrchen zu ungewöhnlichen Zeiten nach Hause kommt, mit ungewohnten Mitteln anreist und bevor der Mensch das Treppenhaus betritt. Ein morphisches Feld, das Mensch und Hund verbindet, ist eine mögliche Erklärung.

Haben Sie schon einmal an jemanden gedacht, den Sie lange nicht gesprochen haben, und plötzlich klingelt das Fernsprechgerät mit seinem Anruf? Woher nehmen wir diese Eingebung?

Versuche mit Mäusen zeigen, dass Eltern mit ihren Kindern unabhängig von der räumlichen Entfernung verbunden sind. Woher wissen Mütter, dass ihren Kindern gerade etwas zustößt – und umgekehrt?

Wie kommt es, dass wir uns an Orten auskennen, die wir nie zuvor besucht haben?

Warum werden Sprachen, die seit Generationen von Millionen von Menschen gesprochen werden, schneller erlernt als die logisch aufgebaute und daher eigentlich einfacher erlernbare Kunstsprache Esperanto?

Wieso berühren uns Texte nicht, die vor Fremdwörtern oder Fachausdrücken nur so strotzen, selbst wenn wir ihre Bedeutungen kennen?

Sie finden für viele dieser Phänomene ganz unterschiedliche Erklärungen. Das Konzept der morphischen Felder hat den Charme, dass es für zahlreiche Rätsel dieselbe Lösung anbietet.

Wenn ein wissendes Feld die Menschen verbindet, wie gewinnen wir Zugriff auf dieses Meer an Informationen? Und wie kommen die Daten überhaupt in das Feld?

Sheldrake ist der Überzeugung, dass wir mit unserem Denken und unserer Empfindungen das Feld ständig füttern. Die Information über jeden Gedanken und jedes Empfinden wird Teil des Feldes.

Manche Gedanken werden häufiger gedacht als andere. Die entsprechenden Bereiche des Feldes sind stark ausgeprägt. Denken also Millionen von Menschen gleichzeitig „Heute ist ein schöner Tag“, dann ist diese Informationen leichter verfügbar als andere. Und noch mehr Menschen werden so denken und fühlen, weil sie mit dem Feld verbunden sind. Das ist ein sich selbst verstärkender Kreisvorgang. Das Wohlgefühl werden auch Menschen abrufen können, die das Wetter gar nicht im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit haben. Auf diese Weise übertragen sich Gemütszustände rund um den Erdball. Stellen Sie sich einmal vor, was das für die Inhalte unserer Zeitungen, Rundfunk-Nachrichten oder Fernsehbeiträge bedeutet.

Die Schaltstelle mitten im Kopf

Der Zirbeldrüse in der Mitte des Kopfes wird nachgesagt, dass sie unsere Verbindung zum Kosmos darstellt, unsere Anbindung an die geistige Welt – oder in Sheldrakes Worten: den Zugang zum morphischen Feld.

Diesen Zugang zu stören, ist töricht. Verschiedene Einflüsse stehen in Verdacht, die Zirbeldrüse zu beeinträchtigen, wie zum Beispiel Quecksilber, Strahlung (Handy, WLAN, etc.) und blaustichiges Licht. Für LED-Lampen ist schlüssig erwiesen, dass sie den natürlichen Tag-Nacht-Wechsel und das fein abgestimmte Uhrwerk unseres Leibes aus dem Takt bringen. Sie bremsen die Zirbeldrüse, die dann das Schlafhormon Melatonin nicht in ausreichender Menge bildet. Ein gesunder Schlaf allerdings ist für die Erneuerung unserer Zellen und für die Belebung unserer seelisch-geistigen Kräfte in der Nacht entscheidend.

Falls Sie jetzt meinen: „Na gut, dann schlafe ich halt nicht so tief, was soll‘s?!“: Regeneration spendet Gesundheit und Lebenskraft. Während der Nacht geschehen Wachstum und Heilung. Auf der Zellebene heißt das z.B. auch, dass Krebszellen aussortiert werden, dass die Abwehr Erreger erkennt und ihnen angemessen begegnet – also genau gesundheitsfördernd und nicht mit einer überschießenden Entzündung.

Mittlerweile hat man entdeckt, dass Melatonin in Tablettenform zugeführt, das Einschlafen begünstigen kann. Der Zirbeldrüse mit ihren vielen noch weitgehend unerforschten Aufgaben dient diese schnelle Lösung von außen leider nur bedingt.

Das Organ braucht eine Schwingung von knapp 8 Herz, um den Unterschied zwischen Schlafen und Wachen herbeizuführen. Ob die Schwingung sich mit dem künstlichen Hormon verändert, darf bezweifelt werden. Ursache und Wirkung sind hier bitte nicht zu vertauschen. Vielleicht gleiten wir in tiefen Schlummer, der uns aber keine seelisch-geistige Erholung im Land der Träume beschert.

Zugang zur geistigen Welt

In manchen Kulturen wähnt man ein „Drittes Auge“ in der Mitte der Stirn. Inder malen sich einen Punkt auf die Haut, um es zu kennzeichnen. Es dient dem Schauen in die geistige Welt. Manche Menschen gehen davon aus, dass das christliche Ritual des Sich-Bekreuzigens das Dritte Auge verschließt. Diese These kann ich weder bestätigen noch verleugnen. Aufgrund der Geschichte kann ich verstehen, dass manche bezweifeln, ob es im Interesse der Kirche ist, ihr Monopol der Anbidung an Gott zu teilen, so dass die Menschen sich frei entwickeln können. Auf jeden Fall ist es hilfreich, die Zirbeldrüse zu unterstützen. Gerade jetzt.

Im Jin Shin Jyutsu gibt es einen Energiepunkt, der genau diesen Zweck erfüllt: das Sicherheitsenergieschloss SES20. Es verbindet das Bewusstsein des Einzelnen mit dem kosmischen Bewusstseinsfeld und erlaubt so einen Blick auf die zeitlose Ewigkeit. Das ist der Zugang zur geistigen Welt, zu Ihrem eigenen wissenden Feld und zu den wissenden Feldern all der Gruppen, zu denen Sie gehören. Modern würde man sagen: die morphischen Felder Ihrer Systeme, also Ihrer Sippe, Ihres Volkes, Ihres Vereins, Ihrer Nachbarschaft, Ihres Berufsstandes, Ihrer Kollegen, Ihrer Gleichgesinnten, aller Menschen oder Erdenbewohner und so weiter.

Und so geht’s!

Sie öffnen sich für diese Verbindung, indem Sie eine Hand auf die Stirn legen. Was? So einfach ist das? Ja. Genau. Die beiden SES20 befindet sich zwei Fingerbreit oberhalb der Augenbrauen auf der rechten und linken Stirnhälfte. Berühren Sie eines davon oder beide zeitgleich mit einer oder mit beiden Händen. Sie können das Dritte Auge und damit die Zirbeldrüse unterstützen und gleichzeitig Ihr Gemüt beruhigen, indem Sie eine Hand auf die Stirn und eine in den Nacken legen (SES4+12). Dieser Griff wird in der Kinesiologie ESR genannt: emotionale Stressregulation. Seine wohltuende Wirkung wird also auch in anderen Verfahren anerkannt und genutzt.

Dank SES20 erkennen wir die Wahrheit hinter den vordergründigen Erscheinungen. Der Schleier all der Lügen und des Betrugs, die mit kleinen Schwindeleien und Unaufrichtigkeiten gegenüber uns selbst beginnen, hebt sich. Wir begreifen uns als Teil der Schöpfung im ewigen Strom des Lebens. Die Einheit wird erlebbar. So wie wir sie im Familienstellen erfahren. Wir haben Zugriff auf Informationen aus früheren Leben, aus fremden Familien und von weit entfernten Orten, ohne das wir diese Phänomene mit unseren herkömmlichen physikalischen Modellen erklären können.

Ich bin mir sicher, dass SES20 eine bedeutsame Rolle beim Remote Viewing spielt, einer Technik, die im Rahmen des Projekts Spyglass von der CIA entwickelt worden ist, um das Bewusstsein der Agenten zu Spionagezwecken hinter feindliche Linien zu schicken.

Seine Lage sagt schon viel über die Aufgaben von SES20:

SES20 fördert das klare Denken und den gesunden Menschenverstand. Die geistigen Vorgänge kommen ins Gleichgewicht. Kopfschmerz und Schwindel können sich auflösen. Der Druck auf die Augen lässt nach, was viele Beschwerden der Augen lindern kann.

SES20 befreit die Nasennebenhöhlen, insbesondere die Stirnhöhlen. Diese haben die Aufgabe von Energiespeichern, weshalb es dem Kopf insgesamt ausgesprochen hilfreich ist, die Nebenhöhlen gut zu belüften. Mit einer chronischen Entzündung Ihrer Stirnhöhlen werden Sie Schwierigkeiten haben, Ihre seelisch-geistige Entwicklung zu vollenden. Vielleicht brauchen Sie zusätzlich naturheilkundliche Maßnahmen wie eine pflanzliche Reinigung von Erregern mithilfe von Kapuzinerkresse und Meerrettich oder das Meiden von Milchprodukten und von bestimmten Allergenen oder ein homöopathisches Mittel aus der Kalium-Reihe.

Neben der Öffnung für die geistige Welt wird durch SES20 auch das Herz geöffnet. Der Griff bringt den Brustkorb in Harmonie.

Herz und Verstand brauchen wir, um – wie eingangs beschrieben die Stammzelle – unseren Platz im Leben, in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

Weiterlesen…

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

Weiterlesen…

SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Weiterlesen…

SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

Weiterlesen…

SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

Weiterlesen…

SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

Weiterlesen…

SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

Weiterlesen…

SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Weiterlesen…

SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

Weiterlesen…

SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

Weiterlesen…

SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

Weiterlesen…

SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

Weiterlesen…

SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

Weiterlesen…

SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

Weiterlesen…

SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten
Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

Weiterlesen…

SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

Weiterlesen…

SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

Weiterlesen…

In Verbindung bleiben

Melden Sie sich für ein kostenfreies Abonnement auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie sogleich einen Hinweis, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

Schreibkunst Texter Redaktion

Es gibt Menschen, die sich fortwährend entschuldigen und rechtfertigen. Diese wunderliche Gewohnheit ist so zu ihrer zweiten Natur geworden, dass sie es oft gar nicht mehr bemerken. Manche sind in zerstörerischen Sippen von klein auf mit Schuldzuweisungen überschüttet worden. Andere sind ausgesprochen empfindsam, so dass sie im Umkehrschluss dauernd befürchten, ihre Mitmenschen zu verletzen. Wieder andere fischen auf diese Weise nach Ermutigung, Zustimmung oder Beifall. Vielleicht wollen sie sich als besonders pflichtbewusst oder vorbildlich bemüht darstellen. Oder sie haben einen derart übertriebenen Vollkommenheitsanspruch, dass sie ihm einfach nicht genügen. Es gibt viele Gründe. Ein fruchtbares Verhalten ist das nicht.

In unserer Gesellschaft ist es üblich, dass wir uns Gedanken machen, was unser Umfeld von uns hält. In einem gewissen Umfang ist das normal. Schließlich sind wir Gemeinschaftswesen und möchten nicht Gefahr laufen, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Über den absonderlichen Umgang mit Fehlern habe ich an anderer Stelle schon ausführlich geschrieben. Kurz gesagt: Wir haben einen unerbittlichen, engstirnigen und denkbar beziehungsschädigenden Blick auf die Unvollkommenheit. Und zwar auf die eigene, auf die unseres Gegenübers und erst recht auf die von Dritten, die gerade nicht anwesend sind.

Unsere liebste Übung in diesem Zusammenhang ist die Empörung. Mein Gott: Was können wir uns aufregen! Über Dinge, die uns voraussichtlich niemals betreffen werden. Nur so. Aus Prinzip. Wir müssen in der Sache nicht mal Ahnung haben. Zu viel Wissen stört den Vorgang eher. Das hält uns nicht davon ab, uns eine Meinung zu bilden. Die Mischung aus wenig Sachlichkeit und reichlich Gefühlsbetonung hat schon so manchen aufrechten Bürger Kopf und Kragen gekostet. Früher hat man den Betreffenden am Baum aufgeknüpft. Heute macht man das digital. Schlaue Meinungsmacher steuern den aufgebrachten Pöbel aus dem Hintergrund. Man nennt das in der PR-Sprache „Empörungsmangement“: Wir lassen uns sagen, was wir so richtig schrecklich finden sollen. Und richten uns danach. Unser Gewinn ist der falsche Glaube an unsere sittliche Überlegenheit. Wer braucht da noch Mitgefühl, Verständnis oder eine genaue Kenntnis der Dinge?! – Ein bisschen Spott darf sein.

Und weil wir damit rechnen, dass andere sich genauso ungerechtfertigt über uns beschweren, sind wir auf der Hut. Schließlich wollen wir nicht, dass ein Abbild unseres heiligen Zorns auf uns selbst hernieder fährt. Das ist verständlich. Wie vermeiden wir das? Wir müssen unsere ganze Erscheinung so stromlienienförmig an den allgemeinen Trend anpassen wie nur möglich. Und wehe, wir fallen einmal aus dem Rahmen! Dann geißeln wir uns reumütig und unter den strengen Augen unserer Mitmenschen für jeden Anflug von Einzigartigkeit.

Da stehen wir heute.

Statt unserem Gewissen verpflichtet zu sein und unseren eigenen Überzeugungen zu folgen, richten wir unser Fähnchen nach dem Wind. Der Wind ist mal ein Tornado und mal eine laue Brise. Er hat zahlreiche Namen. Fragen Sie sich einfach nach den Inhalten der “Political Correctness” und Sie werden eine unerschöpfliche Reihe von verlogener Verbogenheit finden.

Das Leben in der Herde hat unbestritten Vorteile. Nur eines bietet es sicher nicht: die Möglichkeit, dass der Mensch seine einzigartigen Gaben auf seine eigentümliche Weise in die Welt bringt. Und das ist der Haken an der Sache. Unser Wesenskern ist unerwünscht. Unser Selbstausdruck stört. Wir müssen unsere Inneres unterdrücken. Das macht bestenfalls krank und schlimmstenfalls geben wir so unser gesamtes Leben der Bedeutungslosigkeit hin.

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Der Richter, dem wir eines Tages – oder täglich – gegenübertreten, liegt in uns, nicht im Außen. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. Und die Regeln, nach denen wir bewertet werden, kommen aus uns. Es sind unsere eigenen Werte, an denen wir uns messen. Das ist die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir – unabhängig von äußeren Umständen – unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehrern suchen, die uns “den rechten Glauben” oder ihre Lehrmeinung vermitteln. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen. Wenn wir Glück haben, finden wir stattdessen einen Meister, der unsere einzigartigen Fähigkeiten erkennt und sie fördert und der uns darin unterrichtet, sie im Sinne unserer Selbst-Verwirklichung zum Wohle aller zu nutzen.

Wenn Sie Autorität außerhalb von sich erleben, dient Ihnen das Sicherheitsenergieschloss SES19 als Erinnerung, wer der Herr im Haus Ihres Leibes, Ihrer Seele und Ihres Geistes ist. Der Energiepunkt liegt in der Ellenbeuge. Wir berühren ihn automatisch, wenn wir die Arme vor dem Brustkorb verschränken – eine Geste der Grenzsetzung und des Selbstschutzes.

Lassen Sie sich nicht von einem Rhetoriktrainer (Trainer sind Lehrer) einreden, diese Pose dürften Sie nicht einnehmen, weil sie abwehrend wirkt. Sie können sich gleichzeitig in gesundem Maß abgrenzen UND zugewandt sein. Ihr Leib macht das schon richtig, wenn Sie ihn lassen. Dass es aus Ihrer Perspektive Grund zum Schutz Ihrer Bedürfnisse gibt, darf Ihr Gesprächspartner ruhig wahrnehmen. Wir wollen ja echt und glaubwürdig kommunizieren.

Das SES19 ist von wesentlicher Bedeutung. Es belebt die gesamte Energie und dient der leiblichen Kraft und Lebendigkeit in besonderem Maße. Den Umkehrschluss kennen Sie vielleicht aus eigenem Erleben: Wenn wir uns mit Autoritäten aufreiben, kostet uns das unverhältnismäßig viel Lebenskraft. SES19 hilft daher bei Streitigkeiten mit Eltern, Lehrern, Vermietern, Behörden, Arbeitgebern, Richtern, Ärzten und anderen sogenannten Respektspersonen.

Ist das SES19 in Balance entwickeln wir natürliche Führungsfähigkeiten, statt bosshaft oder herrisch zu sein. Gute Führung in diesem Sinne ist eine mitfühlende und verständnisvolle Dienstleistung an der Gruppe zum Wohle aller und mit dem gemeinsamen Ziel im Blick.

SES19 hilft bei Ängsten aller Art. Der Griff hat sich deshalb bei Bettnässen bewährt, dem „Weinen über die Blase“. Das Sicherheitsenergieschloss dient schon aufgrund der Lage unsere Verdauung und dem Atem. Es unterstützt das Herz in seinen Aufgaben und entlastet den Brustkorb. Allergien als Ausdruck eines überlasteten Abwehr(!)systems, das Freund und Feind nicht mehr klar unterscheiden kann, sprechen ebenfalls auf SES19 an. Vor einem ähnlichen Hintergrund kann man die Wirkung von SES19 auf Juckreiz und Hustenanfälle sehen.

Durch die Sicherheitsenergieschlösser SES16 bis 19 können alle verkrusteten Gemütszustände (im JSJ sagen wir „Einstellungen“) losgelassen werden, wie anhaltende Sorge, Angst, Wut, Trauer sowie der Zustand, in dem wir uns befinden, wenn wir uns verbiegen. Das ist bei der Behandlung von Schmerzen zu beachten. Denn erst, wenn die zugrundeliegende Einstellung aufgelöst sind, kann der Schmerz verschwinden.

Verschränken Sie einfach die Arme vor der Brust. Oder halten Sie eine Ellenbeuge mit der Hand so lange es Ihnen wohltut.

Sie können diese Übung genau in dem Moment machen, in dem die Lage es erfordert, also beispielsweise während eines Streitgesprächs, oder im Vorfeld vorbereitend.

Als Griffkombination hat es sich bewährt, die hohe 19 (eine Handbreit über SES19, also etwa in der Mitte des Oberarms) gleichzeitig mit der gegenüberliegenden hohen SES1 (oberhalb von SES1, etwa in der Mitte des Oberschenkels an der Innenseite des Beins) zu halten.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

Weiterlesen…

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

Weiterlesen…

SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Weiterlesen…

SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

Weiterlesen…

SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

Weiterlesen…

SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

Weiterlesen…

SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

Weiterlesen…

SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Weiterlesen…

SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

Weiterlesen…

SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

Weiterlesen…

SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

Weiterlesen…

SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

Weiterlesen…

SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

Weiterlesen…

SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

Weiterlesen…

SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten
Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

Weiterlesen…

SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

Weiterlesen…

In Verbindung bleiben

Melden Sie sich für ein kostenfreies Abonnement auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie sogleich einen Hinweis, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

 

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Nackt und gackernd durch den Stadtpark

Schreibkunst Texter Content

Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~17 Minuten

Nehmen wir einmal an, ich möchte Sie hypnotisieren, ohne dass Sie es bemerken. Am besten, Sie kommen nicht einmal auf die Idee, dass jemand Sie hypnotisiert haben könnte. Im Idealfall würden Sie sogar im Brustton der Überzeugung ausrufen „MIIICH? Auf gar keinen Fall!“ oder „Ich bin gar nicht hypnotisierbar!“ Wie könnte ich Sie in aller Seelenruhe hypnotisieren und Sie wären dabei völlig ahnungslos?

Was soll ich Ihnen sagen: Wir alle werden jeden Tag hypnotisiert und die meisten haben davon nicht den leisesten Hauch eines Schimmers. Ein eklatanter Fehler in der öffentlichen Meinung über Hypnose ist dafür verantwortlich, dass sie es nicht wissen. Die Frage ist berechtigt, wer ein Interesse an diesem „Missverständnis“ haben könnte, das sich auf wundersame Weise so hartnäckig hält und partout keine Klärung findet.

Während meiner Ausbildung in Hypnotherapie haben meine Kollegen und ich uns über das falsche Image unserer Methode amüsiert. „Jaja, Du willst mit mir üben und ich laufe dann wieder nackt und gackernd wie ein Huhn durch den Stadtpark!“ oder „Ja, klar: Morgen kann ich in der Zeitung lesen, was Du mit mir in der Trance gemacht hast!“ oder „Ich habe meine neue Freundin hypnotisiert, damit sie mich toll findet. Wehe, wenn jemand mit den Fingern schnippt!“

Nichts davon entspricht der Wahrheit.

Hypnose ist nach der Definition des Grand Monsieur der Modernen Hypnotherapeuten, Gunther Schmidt, das Lenken der Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Ausschnitt der Wahrnehmung. Dieser Ausschnitt ist dann unsere Wirklichkeit, also der Teil der Realität, der auf uns wirkt. Das ist alles.

Im normalen Tagesgeschehen sind wir dauernd gezwungen, unsere (bewusste) Wahrnehmung auf einen kleinen Teil der unüberschaubaren Vielzahl von Sinneseindrücken zu reduzieren. Das machen wir unwillkürlich vollautomatisch.

Wenn wir unsere eigene Aufmerksamkeit lenken, kann man das als Selbsthypnose bezeichnen. Lenkt jemand anders unsere Aufmerksamkeit in eine bestimmte Reichung, dann versucht er, uns zu hypnotisieren.

Jedes Mal, wenn Ihre Aufmerksamkeit gezielt gefesselt wird, oder wenn Ihre Gedanken von irgendetwas absichtlich abgelenkt werden, erleben Sie eine Hypnose.

Meinen Sie immer noch, man könne Sie nicht hypnotisieren?

Viele Menschen denken, Hypnose sei das, was sie im Varieté als Show vorgeführt bekommen. Dort sortiert ein Künstler vorher, welcher Zuschauer besonders „suggestibel“ ist, wen er also am leichtesten beeinflussen kann. Die Beeinflussbarkeit steigert er dann noch mit bestimmten Induktionstechniken zu einem trance-artigen Bewusstseinszustand. Was wir dort häufiger sehen, ist eine sogenannte Schock-Induktion. Ein plötzlicher und unerwarteter Schreckmoment wird zur Vertiefung der Trance gezielt erzeugt. Solche Mittel würde ich in der Therapie niemals einsetzen. Wir erleben Schock-Induktionen allerdings täglich – wir müssen nur die Nachrichten einschalten.

Eine weitere Induktionstechnik ist das völlige Überladen des Verstands mit verwirrenden Inhalten. Das haben Sie sicher auch schon außerhalb einer therapeutischen Hypnose erlebt. Diese Form der Reizüberflutung führt irgendwann zum Abschalten des Verstandes. Wir gleiten in eine Art Halbschlaf. Unsere Gehirnwellen sind im Alpha-Frequenzbereich, daher nennt man den Zustand Alpha-Zustand: Hier haben wir Zugang zu unserem Unbewussten, und zwar in beide Richtungen. Wir können unserem Unbewussten Botschaften eingeben und Botschaften aus dem Unbewussten erhalten.

Diese Eigenschaften nutzt die Hypnotherapie. Der Patient sucht für sein Problem nach Lösungsmöglichkeiten, die im Alltagsbewusstsein nicht erreichbar sind. Oder er wünscht sich eine bestimmte Suggestion, um sein Problem unter Mitwirkung des Unbewussten zu lösen. Jede Suggestion ist natürlich vorher im Detail abgestimmt. Die Absicht ist transparent und für den Hypnotisierten nachvollziehbar. Sie entspricht seinem Willen. So ist die Arbeit mit dem Unbewussten ethisch einwandfrei.

Ethisch nicht vertretbar ist es, Hypnosetechniken ohne Auftrag des Betreffenden einzusetzen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Das ist im weitesten Sinne schwarze Magie oder moderner ausgedrückt eine hinterlistige Manipulation.

Sie wollen eigentlich einen Spielfilm sehen. Stattdessen werden Sie alle 15 Minuten von Werbespots überfallen. Ihre Aufmerksamkeit wird gelenkt und noch schlimmer, man versucht – meist sehr erfolgreich – bei Ihnen eine bestimmte Emotion auszulösen. Die Kopplung zwischen dieser Emotion und dem Produkt soll in Ihnen angelegt werden. Worte, Bilder, Musik – alles wirkt gemeinsam in diesem Sinne auf Ihr Unbewusstes ein. Ihr Bewusstsein ist nämlich noch mit dem Krimi von eben beschäftigt und versucht zu ergründen, wer der Täter ist. Die Bahn ist frei für Suggestionen. Plötzlich spüren Sie das Bedürfnis nach Abenteuer und holen sich gedankenverloren ein Bier aus der Kühlung. Voilà: Sie wurden programmiert.

Da Schock-Induktionen besonders wirkungsvoll sind, seien Sie vor allem achtsam, ob jemand Ihnen einen Schreck einjagen will und wenn ja, welche Informationen gleichzeitig oder direkt danach angeboten werden. Alles was Sie dann sehen oder hören, läuft am bewussten Verstandesdenken vorbei direkt ins Unbewusste und entfaltet dort seine Wirkung.

Mir ist solch ein billiger Trick als Gesprächstaktik bei einem Versicherungsmakler begegnet. Er wollte mir einen Vertragsabschluss schmackhaft machen und hat mir zu diesem Zweck eine Horrorgeschichte von einer angeblichen Bekannten erzählt. Ob es diese Frau wirklich gibt, weiß ich nicht. Geschweige denn, ob die Story stimmt. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, lassen sich Menschen manchmal Phantasien einfallen, die prinzipiell stimmen könnten. Hier war wenigstens klar, welche Absicht verfolgt wird: Der Mann wollte mir eine Versicherung verkaufen. Das ist sein Beruf. Was aber, wenn im Dunkeln liegt, wer uns beeinflussen will und in welche Richtung?

In den täglichen Nachrichten wird über Dinge berichtet, die potenziell Angst und Schrecken verbreiten. Gerne möchte ich davon ausgehen, dass unsere Nachrichtensender uns ausgewogen über das Weltgeschehen informieren wollen. Vielleicht verfolgen ein paar von ihnen stattdessen oder zusätzlich auch andere Ziele. Von ebendiesen Medien bekommen wir immer wieder gesagt, dass Propaganda nur von bösen Regierungen „der anderen Seite“ eingesetzt wird oder früher von den Nazis. Unsere Medien sind natürlich vollkommen frei von politischen Motiven.

Sie dürfen gerne bei dieser Meinung bleiben, wenn es Ihnen damit gut geht. Falls Sie sich schon einmal nach den Geldflüssen erkundigt haben, oder wenn Sie die Neutralität eines Senders oder einer Zeitung aus anderen Gründen anzweifeln, lade ich Sie zu einem kleinen Experiment im Selbstversuch ein:

Prüfen Sie doch einfach mal den Effekt, den Nachrichten aus verschiedenen Informationsquellen auf Sie haben. Wie ging es Ihnen vorher? Wie geht es Ihnen danach? Fühlen Sie sich klar und stabil oder schwach und verwirrt? Haben Sie Angst bekommen? Sind Sie empört? Betrifft der Gegenstand der Angst oder der Empörung Ihr persönliches Erleben? Haben Sie sich gerade einschüchtern oder aufhetzen lassen? Welche Botschaften wurde vordergründig, welche durch Farben, Töne und Formulierungen vermittelt? Passen die Inhalte des gesprochenen Wortes und der Bilder zusammen? Sind sie dem Thema angemessen? Fühlen Sie sich in irgendeiner Weise bedrängt?

Werden die immer gleichen Bilder oder gleichlautenden Formulierungen mantramäßig wiederholt und wiederholt und wiederholt? Auch das gehört zu einer guten Hypnose. Die Menschen glauben fast alles, wenn sie es oft genug hören. Das nennt man eine Gehirnwäsche.

Hollywood-Filme liefern reihenweise Beispiele für geschickt vermittelte Botschaften jenseits der bewussten Wahrnehmung. Keiner will Ihnen den Spaß am Kino vermiesen. Genießen Sie ruhig die Spannung und freuen Sie sich über die schauspielerische Leistung. Aber fragen Sie sich auch: Welches Narrativ wurde mir da angeboten? Welche Eindrücke abseits der für den Plot notwendigen Dramaturgie wurden vermittelt?

Wenn ich mir Stirb langsam anschaue, was denke ich danach über Mercedes-Fahrzeuge? Wenn Bruce Willis mit seiner G-Klasse über die Autodächer poltert und später mit einem PKW einen Helikopter abschießt? Just im Moment des grandiosen Triumphs über die Bösen.

Product Placement nennt man das indirekte Bewerben von Produkten während eines Unterhaltungsfilms. Das ist Hypnose pur. Durch die emotionale Aufladung während des Films wirkt Product Placement massiv im Unterbewusstsein. Der Hersteller entscheidet, welche Emotion beim Zuschauer mit seinem Produkt gekoppelt sein soll. „Mercedes = Triumph über das Böse“ – aus Marketing-Sicht ist das der Jackpot!

Dabei ist es sogar unwichtig, ob es die G-Klasse war, die den Hubschrauber trifft. Das Fahrzeug ist so lange und so intensiv im Blickpunkt, dass jeder andere Eindruck verblasst. Ich habe den Film bestimmt 10 Mal gesehen und könnte nicht sagen, aus welchem Auto John McLane springt. Aber die G-Klasse vergisst man nie.

Diese „versteckte“ Werbung ist noch relativ leicht erkennbar, wenn man darauf achtet. Erscheint es Ihnen abwegig zu spekulieren, ob wir noch andere Botschaften untergejubelt bekommen? In Serien, in Filmen, in Talkshows, in sogenannten Dokumentationen. Den „Spin“ können wir mehr oder weniger deutlich an der Tönung erkennen: Wie sollen wir über die Welt denken, wenn wir den Beitrag gesehen haben? Wie über gesellschaftliche Fragen, z.B. Geschlechterrollen? Wie über eine bestimmte Persönlichkeit?

Gesetzt der Fall, jemand wollte eine öffentliche Person in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Geplant sei ein Spielfilm über diesen Menschen und sein Tun. Beim Casting könnte man aus einer Vielzahl von Künstlern wählen, also beispielsweise zwischen einem Schauspieler, den alle als fürsorglichen Arzt einer Vorabendserie kennen, und einem Darsteller, der durch seine Rolle als psychopathischer Massenmörder in einem Blockbuster bekannt ist. Für wen würde man sich entscheiden? Und wie würde schon diese Auswahl unbewusst auf die Zuschauer wirken? So eine Besetzung ist reine Phantasie? Sie würden sich wundern. Um hier keine politische Diskussion vom Zaun zu brechen, werde ich mein Beispiel nicht benennen. Recherchieren Sie selbst, wenn Sie wissen wollen, wer hier angeblich aus Insider-Sicht bloßgestellt wurde.

Hollywood lenkt seit Jahrzehnten unsere Aufmerksamkeit und wir zahlen auch noch Eintritt dafür. Glauben Sie, Sie wüssten, was wirklich auf der Titanic geschehen ist, nur weil Sie den Film gesehen haben? Oder bei der Apollo 13 Mission? Ich sage nicht, dass hier gelogen wird. Ich sage nur, dass Sie von einem Film, der sich auf historische Ereignisse bezieht, keine objektive Darstellung wahrer Begebenheiten erwarten dürfen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Drehbuchautoren sich spannende Dinge ausdenken. Das ist ihr Job. Sie werden dafür bezahlt. Aber verwechseln Sie niemals einen Spielfilm mit der Tagesschau.

In unserer multimedialen Zeit ist es kaum möglich, sich der allgegenwärtigen Hypnose zu entziehen. Das Bewusstsein für diese Vorgänge dient der wichtigen Erkenntnis, wo und in welcher Weise wir hypnotisiert werden. Eine Chance, trotzdem in der Selbstbestimmung zu bleiben, ist bewusst zu entscheiden, welchem Teil der Realität wir unsere Aufmerksamkeit schenken wollen. Diese Entscheidung ist wesentlich. Sie bringt uns aus der passiven Konsumhaltung ins aktive Gestalten unserer Gedanken- und Erlebniswelt.

Einige Menschen genießen es wie ein Detektiv-Spiel, Manipulationsversuche aufzustöbern. Sie nehmen das Ganze sportlich und freuen Sich über jede neue Entdeckung. Für andere ist es gar nicht so einfach zu akzeptieren, dass sie hin und wieder einem professionellen Hypnotiseur auf den Leim gegangen sein könnten – ganz gleich ob er Versicherungsmakler, Nachrichtensprecher oder Spielfilm-Produzent ist. Wir alle haben gerne ein Gefühl der Kontrolle über unser Leben. Manche ziehen es deshalb vor, (unbemerkte) Manipulation aus den Möglichkeiten ihrer individuellen Wirklichkeit zu verbannen. Das dürfen sie natürlich. Damit spielen sie leider allen Betrügern direkt in die Hände. Das ist nämlich genau ihr Trick: Hypnose funktioniert deshalb so gut, weil wir glauben, dass es sie in unserem Leben nicht gibt. Weil wir ein völlig falsches Bild von ihr haben. Oder besser gesagt: hatten. Ihr Bild ist jetzt zurecht gerückt. „Welcome to the real world.“

Weitere Beiträge aus der Rubrik: Manipulative Muster erkennen




Jetzt abonnieren

Melden Sie sich für ein kostenloses Abo auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie automatisch einen Hinweis, sobald ein neuer Beitrag online ist: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Moderne Hypnotherapie nach Milton Erickson gehört zu ihrem facettenreichen Therapieangebot. Sie ist Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit und hat sie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften sowie online veröffentlicht. Sie war als Fachlektorin an mehreren Patientenratgebern beteiligt. An dem Buch “Gesundheit gestalten mit den 4 Elementen” von Dr. Peter Vill hat sie als Co-Autorin mitgewirkt.

Den Leib spüren

Schreibkunst Texter Content

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Übergehen der eigenen Bedürfnisse.

Die Auswirkungen des Problems wurden mir in ihrer ganzen Tragweite bewusst, als ich mich mit den Grundsätzen des „Intuitven Essens“ befasst habe. Wie kann es sein, dass Bücher über diese natürlichste aller Ernährungsweisen geschrieben und gekauft werden? Eigentlich sollte es normal sein, bei der Ernährung auf den eigenen Leib zu lauschen: zu essen, wenn man hungrig ist, die Nahrungsaufnahme zu beenden, wenn man satt ist, dem Appetit zu vertrauen, was die Zusammensetzung der Speisen anbelangt, nachzuspüren, was einem gut bekommen ist oder nicht und sein Verhalten dementsprechend anzupassen. Dazu muss man halt beim Essen aufs Essen achten und nicht nebenbei Netflix sehen oder auf sein Smartphone starren. Warum müssen wir das Essen wieder lernen?

Leider nehmen die meisten Menschen ihre leiblichen Empfindungen nicht wahr oder nicht ernst. Sie sind in irgendwelchen Vorschriften gefangen, wie sie sich ernähren, bewegen, entspannen oder überhaupt verhalten sollen. Deshalb sind allgemeine Empfehlungen, die an den Bedürfnissen des Einzelnen vorbei gehen, so beliebt. Wenn man sich selbst nicht spürt, braucht man Anleitung von außen.

Die Tücken der Fremdbestimmung haben manche sicher schon einmal in Zusammenhang mit einer Ernährungsumstellung erlebt: Widerspricht die gewählte Kost den tatsächlichen Bedürfnissen, wird man sich unwillkürlich dagegen zur Wehr setzen und letztlich wird das Unterbewusstsein über den Willen siegen, der gar nicht der eigene war, sondern von außen kam und einfach nur vernünftig klang. So schlau ist unser Leib. Fatalerweise fühlen wir uns dann als charakterschwacher Verlierer, weil wir wieder eine Diät nicht durchgehalten haben. Das ist traurig.

Statt die Ursache an der Wurzel zu packen, lassen wir uns immer mehr sagen, wie wir die natürlichen Vorgängen in unserem Leben handhaben müssen. Elektronische Geräte am Handgelenk bestimmen, wie viele Schritte wir gehen müssen. Solche Angaben kann man gelassen zur Kenntnis nehmen oder man kann sein Verhalten daran ausrichten bis zum Kontrollwahn.

Mich wundert, dass uns noch niemand anweist, wie wir duschen oder scheißen sollen.

Hören wir endlich auf, die Wahrheit im Außen zu suchen. Die Antworten liegen IN uns. Wir sind es nur nicht gewohnt, dorthin zu sehen. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Blick nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt:

Nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit, ganz bewusst in Ihrem Leib zu sein. Spüren Sie alle Empfindungen, ohne sie zu werten. Bemerken Sie einfach, wie es Ihnen in Ihrem Leib geht.

Wie fühlt sich beispielsweise Ihr Nacken an? Welche Temperatur haben Ihre Füße? Ist Ihre Kleidung angenehm? Haben Sie Durst?

Und dann gehen Sie den entscheidenden Schritt in Richtung Eigenverantwortung: Erfüllen Sie selbst Ihre Bedürfnisse. Das ist elementar wichtig, egal wie banal das Bedürfnis Ihnen erscheinen mag. Lassen Sie bewusst Ihre Schultern fallen oder legen Sie sich einem Moment hin, um den Nacken zu entlasten. Machen Sie sich eine Wärmflasche oder ziehen Sie warme Socken an. Legen Sie Ihren Blazer ab, öffnen Sie einen Hemd- Blusen- oder Hosenknopf, schnüren Sie die Schuhe lockerer. Trinken Sie einen Schluck Wasser.

Das sind nur ein paar Beispiele, die veranschaulichen sollen, wie einfach die Übung sein darf. Sie finden selbst heraus, was Sie jetzt brauchen. Tun Sie es einfach.

Spüren Sie die darauf folgende Veränderung in Ihrem Empfinden so bewusst wie möglich: Wie fühlt sich jetzt der Nacken an? Wie geht es den Füßen? Was ist dort, wo vorher ein Gefühl von Missbehagen war? Nehmen Sie die Feuchtigkeit, die Temperatur und den Geschmack wahr, die das Getränk in Ihrem Mund hinterlassen hat. Freuen Sie sich, dass Sie es waren, der diese Veränderung bewirkt hat.

Das Bewusstsein für die Leiblichkeit zu stärken, ist eine wichtige Aufgabe körperorientierter Therapien. Daher sind alle Jin Shin Jyutsu Übungen dafür geeignet. Es gibt allerdings auch einen speziellen Griff, der genau diese Funktion hat: das Sicherheitsenergieschloss SES18. Es sitzt in der Handfläche an der Daumenwurzel – also da, wo der Daumenballen in der Nähe des Handgelenks endet.

SES18 löst Spannungen im Hinterhaupt. Hier liegen aus Sicht des JSJ die seelisch-geistigen Fähigkeiten des Menschen. Wollen wir also unsere Gaben uns gemäß in die Welt bringen, brauchen wir dafür ein Bewusstsein für unseren physischen Leib.

Das mag alle verwundern, die sich bei ihren Erleuchtungsversuchen immerzu bemühen, ihren Körper möglichst wenig wahrzunehmen und ganz im Geist zu sein. Wollen wir nicht esoterisch abheben, sondern mit den Füßen auf der Erde unser Bewusstsein fördern und unsere Persönlichkeit entwickeln, dann ist das Bewusstsein für die Leiblichkeit der Schlüssel.

Der lebensspendende Atem (kosmische Energie) hält dank SES18 Einzug in den Körper und belebt uns von Kopf bis Fuß.

Besonders der Brustkorb genießt die Befreiung dieser Energie: SES18 harmonisiert den Brustraum, unterstützt die Atmung und hilft bei Schmerzen der Rippen oder des Brustbeins.

SES18 lindert Kopfschmerzen und klärt den Verstand. Der Griff ist eine bewährte Einschlafhilfe für Erwachsene und Kinder, wenn Gedanken oder Sorgen die Nachtruhe behindern.

Es gibt gute Gründe, das Leibesbewusstsein zu stärken. Einer davon ist übrigens ganz weltlich: Die sinnlichen Genüsse beim Schmecken, Riechen und Fühlen erleben wir um so eindringlicher je tiefer wir in unserem Leib verankert sind.

Ich wünsche Ihnen viel Freude an Ihrem wunderbaren Leib. Kosten Sie dieses Erdenleben in vollen Zügen aus, bevor Ihr Bewusstsein später wieder als pure Energie durch den Weltraum zieht.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

Weiterlesen…

 

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

Weiterlesen…

SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Weiterlesen…

SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

Weiterlesen…

SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

Weiterlesen…

SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

Weiterlesen…

SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

Weiterlesen…

SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Weiterlesen…

SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

Weiterlesen…

SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

Weiterlesen…

SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

Weiterlesen…

SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

Weiterlesen…

SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

Weiterlesen…

Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

Weiterlesen…

In Verbindung bleiben

Melden Sie sich für ein kostenfreies Abonnement auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie sogleich einen Hinweis, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

3 Helfer für starke Nerven

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten
Rubrik: Mit Bachblüten Bewusstsein schaffen

Nervliche Belastungen haben facettenreiche Auswirkungen. Vor allem denken wir unter Druck und Anspannung nicht mehr klar. Das wirkt sich auf unsere Wahrnehmung und unser Urteilsvermögen aus, was noch mehr Ungemach verursachen kann. Bachblüten unterbrechen diesen unseligen Kreislauf.

Aspen: Zentrieren und Klarheit finden

Wer ohnehin zu den sensibleren Menschen gehört, dessen Nerven liegen gerade noch mehr blank als ohnehin schon. Er ist irgendwie außer sich und kann gar nicht konkret sagen, was ihn plagt. Das Nervensystem ist einfach überlastet. Jede weitere Reizung ist zu viel. Er reagiert empfindlich auf äußere Einflüsse wie Nachrichten, Licht, Lärm, etc. Grundlose Ängste überfallen ihn vor allem in der Nacht und wenn er allein ist. Sie sind diffus und können sich bis zur Panik steigern. Besonders feinsinnige Menschen nehmen Phänomene aus der geistigen Welt wahr, die sie nicht zuordnen können. Sie fürchten sich dann vor „Gespenstern“. Oder im übertragenen Sinne vor Gefahren, die nüchtern betrachtet nicht realistisch sind. Ihr Energiefeld gewinnt wieder an Stabilität durch die Bachblüte Aspen. Sie hilft auch Menschen, die durch die aktuelle Lage ihre gewohnte Robustheit verloren haben. Auch wenn Sie innerlich oder körperlich ins Zittern kommen, ist die Zitterpappel ausgesprochen passend.

Rock Rose: Trauma heilen

Wenn Sie Rock Rose benötigen, gibt es tatsächlich einen Auslöser für Ihren Zustand. Allerdings erkennen Sie selbst, dass die Heftigkeit Ihrer emotionalen Reaktion objektiv nicht angemessen ist, oder Ihr Umfeld bemerkt das. Vielleicht reagieren Sie auch im Gegenteil gar nicht, obwohl es notwendig wäre, sich gegen einen Umstand entschlossen zur Wehr zu setzten. Solche Phänomene kennen wir aus der Traumatherapie. Wenn ein winziger Trigger unsere alte Verletzung hervorholt, fühlen wir uns genau wie damals und sind in diesen Empfindungen erst mal gefangen. Der ganze Körper gerät in einen Alarmzustand, der entweder auf Flucht oder Kampf vorbereitet oder in ein Gefühl der Lähmung führt. Die Bachblüte befreit uns aus dem Traumastrudel. Sie wirkt auch harmonisierend bei Menschen, die von Natur aus empfänglich für Traumatisierungen sind oder generell ein bisschen zu viel Drama im Leben haben. Und sie hilft als Notfall-Blüte, wenn tatsächlich gerade ein Schockerlebnis stattgefunden hat.

Cherry Plum: Mut zur Realität

Cherry Plum nenne ich halb im Scherz die „Ich-glaub-ich-dreh-durch“-Blüte. In eine solche Gemütsverfassung kommen wir, wenn wir lange genug so tun, als sei alles normal, während unsere Welt in Fetzen hängt. Die innere Spannung zwischen dem Persönlichkeitsanteil, der die Notlage sieht, und dem, der sie fröhlich verleugnet, wird irgendwann zu stark. Dann kann es zu unüberlegten Kurzschlusshandlungen kommen. Weil wir diese Gefahr spüren, haben wir Angst vor Kontrollverlust. Das kann sich darin äußern, dass wir fürchten, jemandem Gewalt anzutun oder uns selbst. Aus Furcht vor unseren düsteren Gefühlen wagen wir keine Innenschau. Praktiken wie Meditation oder eine klärende Psychotherapie werden dann möglicherweise abgelehnt. Dabei wäre es erlösend, sich seinem Unbewussten zu stellen, um zu erfahren, dass das Spuk dann relativ schnell vorübergeht. Stattdessen kann man jahrelang in diesem anstrengenden Zustand des zwanghaften Wegschauens bleiben. Beim mutigen Hinsehen hilft die Bachblüte aus der Kirschpflaume.

Bachblüten sind frei von Nebenwirkungen und ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Der Apotheker füllt eine 30 ml Pipettenflasche mit 2/3 Wasser und 1/3 Alkohol zum Konservieren. Dann fügt er je 3 Tropfen der entsprechenden Blüte hinzu. Sie nehmen täglich 4 x 4 Tropfen direkt aus der Flasche in den Mund. Alternative Vorgehensweisen beschreibe ich hier vorsichtshalber nicht. Der Beitrag wendet sich an Menschen mit akuten nervlichen Belastungen. Wir wollen Sie ja nicht noch mehr stressen.

Weitere Beiträge aus der Rubrik: Mit Bachblüten Bewusstsein schaffen




Jetzt abonnieren

Melden Sie sich für ein kostenloses Abo auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie automatisch einen Hinweis, sobald ein neuer Beitrag online ist: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Person

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Bachblüten gehören zu ihrem facettenreichen Therapieangebot. Sie ist Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit und hat sie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften sowie online veröffentlicht. Sie war als Fachlektorin an mehreren Patientenratgebern beteiligt. An dem Buch “Gesundheit gestalten mit den 4 Elementen” von Dr. Peter Vill hat sie als Co-Autorin mitgewirkt.

Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven

Lesedauer ~14 Minuten

In einem gesunden Leib liegen Nervenstränge und Energiebahnen Seite an Seite. Wenn wir einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Netze (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Der Energiefluss verliert seine Gleise und versorgt die Nerven nicht mehr wie gewohnt. Da der menschliche Leib in all seinen Abläufen auf Nerven angewiesen ist, beeinträchtigen erschütternde Erfahrungen uns auf sämtlichen Ebenen des Seins. Durch Probleme mit den Nerven – ganz gleich welcher Ursache – kann es zu allerlei leiblichen oder seelisch-geistigen Beschwerden kommen. 

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann zu Schreckmomenten führen. Kleine, mittlere und größere Traumata der Vergangenheit können dadurch wieder zum Leben erwachen Sie fühlen sich dann möglicherweise wieder so wie damals, ohne zu bemerken, dass Ihr Gemütszustand in seiner Heftigkeit gar nicht zur tatsächlichen Lage passt. Und ihren Mitmenschen geht es vielleicht ebenso. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihre Nerven.

Wir werden unsere Zukunft schon bald neu gestalten dürfen. Um dafür bereit zu sein, brauchen wir stabile Nerven. So lange wir mit Stresshormonen überflutet sind, können wir nicht klar denken. Wir bleiben in unfruchtbaren Zuständen von Angst, Wut oder Ohnmachtsgefühlen stecken. Um unsere naturgegebene Schöpferkraft und Schaffensfreude zurückzugewinnen und zu einer klaren Ausrichtung zu finden, kümmern wir uns im ersten Schritt um unsere Nerven.

Die meisten von uns haben ihr gesundes Körperempfinden verloren oder nie entwickelt und spüren sich nicht (mehr) in ihrem Leib. Sonst könnten wir gemäß unserer Wahrnehmung entscheiden, welchen Einflüssen wir uns aussetzen wollen. Wir müssen erst wieder lernen, was uns dient und was uns schadet.

Was Sie grundsätzlich über Ihre Nerven wissen sollten:

Bevor Sie sich darüber sorgen, wie Sie die Nerven unterstützen, lenken wir Ihren Blick auf Störendes und betrachten, was ihren Nerven Schaden zufügt.

Ein Wort vorab zu den folgenden Möglichkeiten, die Nerven zu schonen: Setzen Sie sich bitte nicht unter Druck. Sie müssen nicht mit der schwierigsten Aufgabe beginnen und Sie müssen auch nicht alles gleichzeitig angehen. Picken Sie sich lieber einen der für Sie leichteren Punkt heraus, setzen Sie ihn um und freuen Sie sich über das Mehr an Wohlbefinden. Danach entscheiden Sie, ob Sie weitere Empfehlungen umsetzen wollen.

Beginnen wir mit ganz gewöhnlichen Belastungen, die viele von uns täglich ihren Nerven zumuten. Ich möchte Ihnen ein paar Tricks verraten, wie es möglicherweise leichter für Sie werden kann, etwas Abstand davon zu gewinnen:

Alkohol, Nikotin und Coffein sind Nervengifte. Die drei Stoffe können süchtig machen. Daher wird es mitunter schwierig, sie nach einer gewissen Gewöhnung  einfach wegzulassen. Sie füllen uns ein Element, das fehlt. Dieses muss dann anderweitig ersetzt werden.

Alkohol dient dem Wasser-Element. Viele nutzen ein Glas Rotwein beim Essen oder das Feierabendbier zur Entspannung, für den sinnlichen Genuss oder als Gemeinschaftsritual. Finden Sie heraus, wozu Sie es einsetzen und verschaffen Sie sich genau diese Wirkung ohne Alkohol. Entspannen Sie sich beispielsweise in der Badewanne oder in der Hängematte. Genießen Sie eine schmackhafte Vorspeise, ein ergreifendes Klavierstück oder den Duft von Rosen. Erleben Sie Gemeinschaft, indem Sie eine Freundin anrufen oder Ihren Kater streicheln oder sich Familienfotos ansehen. All das unterstützt Ihr Wasser-Element ebenfalls.

Nikotin fördert das Luft-Element. Ohne es zu wissen, lindern Raucher ihre Ängste durch Zigaretten, verschaffen sich ein falsches Gefühl von Freiheit mit einer Zigarre oder unterstreichen den Eindruck von Besonnenheit mit einer Pfeife. Ja, man kann auch aus anderen Gründen rauchen. Tatsächlich ist jede Sucht eine Abhängigkeit und damit ausgesprochen unluftig. Wie man Ängsten fruchtbar begegnen kann, darüber habe ich in dem Beitrag „Angstfrei durch die Lüfte schweben“ ausführlich geschrieben. Freiheit ist grundsätzlich jede Form der Entscheidung nach dem eigenen Willen, und sei sie noch so nebensächlich. Suchen Sie immer nach verschiedenen Wegen. Vergleichen Sie die vorteilhaften mit den weniger erquicklichen und fällen Sie dann Ihren Beschluss. Lassen Sie sich nicht erzählen, Sie hätten keine Wahl. Wirklich alternativlos ist nur der Tod.

Coffein stimuliert das Feuer-Element. Kaffee und Schwarztee wirken deutlich feurig auf das Herz und Kreislauf, grüner Tee durch die sanftere Entfaltung des Coffeins in etwas geringerem Maß. Menschen mit niedrigem Blutdruck können manchmal erholsamer schlafen, wenn sie abends einen Espresso trinken. Leuten, die von Natur aus zu viel Feuer haben, ist von diesem Betthupferl abzuraten. Wer meint, Kaffee zu brauchen, um mehr leisten zu können, sollte nach seinen Schilddrüsen-Werten schauen lassen. Wenn das Organ schwächelt, treten oft schleichend und daher unbemerkt eine niedergedrückte Stimmung, Hautveränderungen und/oder eine verlangsamte Verdauung auf. Man kann sich auch überlegen, ob man vielleicht viel zu viel von sich verlangt und warum. Nervenschonender als den Kaffeekonsum zu steigern, ist es, das Feuer-Element durch warme Kleidung, heiße Getränke, vielleicht mit Ingwer oder Zimt und – bei entsprechender Verträglichkeit – durch scharfe Speisen anzuheizen.

Wie immer rate ich Ihnen dringend, nicht übereifrig zu werden. Es geht nicht darum, sklavisch jeden Cappuccino, jeden Schoppen oder jeden Tabak aus Ihrem Leben zu verbannen. Prüfen Sie, ob Sie auf etwas verzichten WOLLEN. Dann, und nur dann, probieren Sie aus, wie es Ihnen mit oder ohne Ihr Genussgift geht bzw. welche Dosis für Sie angemessen ist.

Wenn Sie z.B. jeden Tag 4 große Tassen Kaffee getrunken haben, und das Heißgetränk von einem Tag auf den anderen weglassen, können Entzugsbeschwerden auftreten wie Kopfschmerzen und gereizte Unleidlichkeit. Verringeren Sie die Dosis lieber schrittweise. Falls Sie Kaffee und Alkohol zu sich nehmen, senken Sie die Mengen zeitgleich. Damit bleibt Ihre Wasser-Feuer-Achse im Gleichgewicht. Dann fällt die Umgewöhnung Ihnen vielleicht gar nicht so schwer.

Die Nikotinsucht zu stoppen ist eine Übung für Fortgeschrittene, weil die Sucht an sich einen Mangel an Luft-Element darstellt und der Griff zur Zigarette etwas Ausgleichendes hat. Man muss zuerst das Luft-Element entlasten, damit das Ansinnen Aussichten auf Erfolg hat. Holen Sie sich bei Bedarf fachkundige Unterstützung. Eine kleine Mä0igung ist allemal zweckdienlicher als gar keine Veränderung. Veränderung ist nämlich ebenfalls Luft-spendend.

Betrachten Sie sich bei der Suche nach Entlastung für Ihre Nerven nicht nur Stoffliches.

Halten Sie die Augen offen, was Sie unter Druck setzt oder anderweitig in Ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt. Der eine leidet unter der Terminfülle im Kalender und tut gut daran, mehr Pufferzeiten einzuplanen oder zeitiger mit Vorbereitungen zu beginnen. Der andere ignoriert seine Grundbedürfnisse wie Wärme, Durst, Hunger, Pipi und Erholung. In solch einfachen Dingen gut für sich zu sorgen, ist weit mehr entlastend als man meinen könnte, weil es so platt klingt.

Einige Gedanken, Gespräche oder Begegnungen können einem ebenfalls den Energiestöpsel ziehen. Selbst wenn Sie sich nicht (mehr) gut spüren – Ihre Nerven bemerken sehr wohl, wenn Sie gegen Ihre Natur arbeiten. Es muss dann ständig gegenregulieren und verbrät unnötig Energie, die Ihnen anderswo nützlicher dienen könnte.

Manche Sinneseindrücke können Schaden anrichten, wenn sie für den Einzelnen unpassend sind. Prüfen Sie, ob Ihre Umgebung für Sie zu laut oder die Beleuchtung zu hell (oder blaustichig durch LED) ist, oder ob es unangenehme Gerüche gibt.

Ist Ihre Kleidung bequem, drückt irgendwas? Haben Sie kalte Füße? Nervt eine Haarsträhne, die ständig ins Gesicht fällt? Kleinigkeiten summieren sich. Stellen Sie alles Belastende ab, was nicht sein muss. Vielleicht werden Sie sich wundern, welche Wirkung solche kleinen Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse im Alltag haben.

Wir leben in einem Ausnahmezustand. Nutzen Sie die Zeit mit sich selbst, um in sich hineinzulauschen, was Sie wirklich brauchen. Beginnen Sie damit, was Ihr Leib gerade will. Erfüllen Sie Ihre Bedürfnisse. Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie gut für sich sorgen. Aber machen Sie es notfalls auch mit schlechtem Gewissen. Lieber als gar nicht. Um das Gewissen kümmern wir uns in einem der nächsten Schritte. Jetzt sind erst mal die Nerven dran.

Ein Griff aus der japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu unterstützt die Nerven und seine gesunde Verbindung zu den Energiebahnen. Auch und gerade in Notlagen ist SES17 von unschätzbarem Wert. Das Sicherheitsenergieschloss SES17 liegt außen an den Handgelenken auf der Kleinfingerseite. Umfassen Sie ein Handgelenk einfach mit der anderen Hand oder berühren Sie den Punkt mit einem oder mehreren Fingern.

Vortragende standen früher in dieser Haltung vor ihrem Publikum und haben damit auf natürliche Weise ihr Lampenfieber gelindert – bevor neunmalkluge Rhetoriktrainer es ihnen ausgeredet haben.

SES17 unterstützt uns in Situationen, in denen wir uns, wie Dr. Rüdiger Dahlke sagen würde, „mutig ins Dunkle hineinbegeben“. Wenn wir also mit völlig unbekannten Umständen klarkommen müssen, ist dieser Griff genau richtig. Er hilft beim Aufbruch ins Neue.

Auf der leiblichen Ebene beruhigt SES17 in erster Linie die Nerven. Nervosität und Zittern lassen nach. Das Gehirn wird besser mit Energie versorgt. Wir können wieder klar denken und haben einen leichteren Zugriff auf unser Bauchgefühl.

SES17 harmonisiert die Tätigkeit des Herzens, bringt den Blutdruck ins Gleichgewicht und öffnet den Brustkorb.

Gleichzeitig wird der Dünndarm entspannt, was die Verdauung erleichtert und Blähungen abbaut.

Interessanterweise dient SES17 der Fortpflanzung – sowohl physisch bei Kinderwunsch und Schwangerschaft als auch im übertragenen Sinne: Unsere geistigen Kinder finden leichter ins Leben dank SES17. Gedeihen und gesundes Wachstum bis zu Reife werden mit SES17 in Verbindung gebracht.

Wir müssen uns also beruhigen und zur Stabilität unserer Nerven zurückfinden, um etwas Zukunftsträchtiges zu erschaffen – egal, ob es ein Säugling ist, eine neue Form des Zusammenlebens oder ein anderes Wirtschaftssystem.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren dieses in unserer Zeit so hilfreichen Energiepunktes. Und wenn Ihre Nerven gar nicht belastet sind? Glückwunsch! Dann nutzen Sie den Griff bei Bedarf einfach als Mittel zur allgemeinen Belebung und Erquickung.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

Weiterlesen…

 

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

Weiterlesen…

SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Weiterlesen…

SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

Weiterlesen…

SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

Weiterlesen…

SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

Weiterlesen…

SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

Weiterlesen…

SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Weiterlesen…

SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

Weiterlesen…

SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

Weiterlesen…

SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

Weiterlesen…

SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

Weiterlesen…

SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

Weiterlesen…

Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

Weiterlesen…

In Verbindung bleiben

Melden Sie sich für ein kostenfreies Abonnement auf meinem Telegram-Kanal an. Dann erhalten Sie sogleich einen Hinweis, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde: t.me/petraweiss_schreibkunst

Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

 

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Entwicklungstrauma: Kinder psychisch gestörter Eltern

Foto zum Beitrag Entwicklungstrauma

Lesedauer ~15 Minuten

Eltern meinen es in der Regel gut mit ihren Kindern. Sie haben einen natürlichen Beschützerinstinkt und sind mit ihrem Nachwuchs auf einer tiefen Ebene eng verbunden. Ihre Intuition weiß genau, was ein Baby braucht, auch wenn es sich noch sehr unspezifisch mitteilt. Mütter und Väter fühlen sich empathisch in die Kleinen ein und erleben ihre Freude oder ihr Leid hautnah mit.

Das trifft im Grunde auf alle seelisch gesunden Eltern zu. Sie machen bestimmt nicht alles richtig, einige gut gemeinte Erziehungsmaßnahmen richten sogar Schaden an. Aber prinzipiell wollen sie gut für ihre Zöglinge sorgen und ihnen ein gesundes Gedeihen ermöglichen, damit sie ein glückliches Leben führen können.

Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen in ihrer Elternschaft nicht wesentlich beeinträchtigt sein. Das eine oder andere Trauma haben wir alle. Eine kleine Phobie oder eine depressive Verstimmung sind auch keine Hindernisse dafür, Nachwuchs in die Welt zu setzen. Einige Störungen allerdings wirken sich auf die Fähigkeit zur Empathie aus und behindern damit das Entstehen einer stabilen Bindung. Wenn die Eltern ihre Emotionen nicht angemessen spüren oder nicht regulieren können, fehlt dem Kind die spiegelnde Lernmöglichkeit für diese Prozesse. Problematisch sind daher pathologische Formen von Narzissmus, Borderline-Störung, Schizophrenie und andere Psychosen. Wir kommen später noch zu ein paar ausgewählten Symptomen dieser Krankheitsbilder und ihren Auswirkungen auf die Kinder.

Bevor wir die vielfältigen Problemfelder näher beleuchten, möchte ich etwas Wesentliches klarstellen: Auch wenn Kinder psychisch gestörter Eltern es sicher schwerer haben als andere, können die meisten von ihnen das Leben viel besser meistern als man es in Anbetracht der Umstände für möglich halten würde. Einige finden zu einer seelischen Tiefe und Reife, die sie ohne ihr frühes Trauma vielleicht nie erreicht hätten. Und letztlich ist die Alternative dazu, in diese Familie hineingeboren zu werden nicht, andere Eltern zu haben, sondern gar nicht ins Leben zu kommen. Lassen Sie uns das im Hinterkopf behalten, wenn wir über die Schwierigkeiten reden, die solche Eltern – mit oder ohne Absicht – ihren Kindern bescheren.

Ein seelisch beeinträchtigter Elternteil

Wenn in einer Familie eine Person krank ist, kann das Gesamtsystem sich häufig über die gesunden Anteile regulieren. Das Kind lernt dann beispielsweise von dem gesunden Vater, dass die Ängste der neurotischen Mutter nicht übernommen werden müssen. Oder von der gesunden Mutter, dass die düstere Weltsicht des depressiven Vaters nur eine mögliche Perspektive ist und man auch eine andere einnehmen kann. Erlebt das Kind den Genesungsprozess eines Elternteils mit, kann diese Erfahrung seine eigene Resilienz stärken. Dann erlebt es, dass Beeinträchtigungen veränderlich sind und die Seele über eine beachtliches Heilungspotenzial verfügt.

Dramatischer wirken sich die Persönlichkeitsstörungen aus. Im Gegensatz zu den seelischen Erkrankungen gelten sie als so tief verwurzelt in der Persönlichkeit, dass sie „unheilbar“ sind. Da ich selbst von einer angeblich unheilbaren (körperlichen) Erkrankung schon vor Jahren genesen bin, stehe ich solchen Etiketten generell skeptisch gegenüber. Wir können uns darauf einigen, dass es persönlichkeitsprägende Erkrankungen gibt, die man schwer loslassen kann, ohne den Halt der eigenen Persönlichkeit aufs Spiel zu setzen: Wer bin ich ohne meine Psychose?

Die Wahrnehmung von psychiatrischen Patienten kann sich wesentlich von einer als normal eingestuften unterscheiden. Man bezeichnet solche Symptome als Illusion (ich sehe eine Lampe und halte sie für einen Hasen), als Halluzinationen (ich sehe einen Hasen, wo gar kein Gegenstand ist) oder als Wahnwahrnehmung (niemand kann mir ausreden, dass da wirklich ein Hase ist).

Noch absurder erscheinen uns als „Normalo“, die sogenannten Ich-Störungen. Können Sie sich vorstellen, wie es ist, ohne das Gefühl einer eigenen Identität zu leben? Wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, WER gerade denkt? Wenn man glaubt, die eigenen Gedanken seien von außen eingegeben? Wenn man davon überzeugt ist, jemand anders entscheide über das eigene Denken, Sprechen oder Handeln? Das können wir nicht. Es widerspricht unserem eigenen Erleben in elementarer Weise. Wir können Wörter wie „Depersonalisation“ oder „Derealisation“ aussprechen, nachempfinden können wir solche Erscheinungen mit einer gesunden Psyche nicht. Und natürlich können das auch Kinder nicht, wenn sie mit Eltern aufwachsen, die davon betroffen sind.

Wenn Mutter und Vater krank sind…

Welche Auswirkungen ein Elternteil mit Realitätsverlust oder anderen massiven Erkrankungen auf die Entwicklung eines Kindes haben kann, erahnen Sie vielleicht. Studien belegen die erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten psychischer Probleme bei den Kindern, sogar schon, wenn ein Elternteil „nur“ für längere Zeit schwer depressiv ist.

Nun kommt es gar nicht selten vor, dass Menschen mit verzerrter Wahrnehmung oder affektiven Störungen (die erlebten Gefühle passen nicht zur Situation) von psychisch Gesunden nicht verstanden oder nicht akzeptiert werden (können). Als logische Konsequenz finden sich des öfteren seelisch beeinträchtigte Paare zusammen mit unterschiedlichen oder gleichartigen Störungen.

Komplementär sind zum Beispiel eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bei dem einen und eine abhängige Persönlichkeitsstörung oder eine Schizophrenie mit Identitätsstörung bei dem anderen. In beiden Fällen wird sich der Narzisst mit seiner ausgeprägten Egozentrik durchsetzen, weil der andere gar nicht weiß, wer er ist, oder sich gerne unterwirft.

Es kommt vor, dass sich Partner gegenseitig ihre wahnhaften Vorstellungen bestätigen. Sie bilden dann ein sehr stabiles System. Das mag für das Paar prima sein. Für andere Familienmitglieder nicht.

Stellen Sie sich vor, ein Kind hat keinen gesunden Elternteil, an dem es sich orientieren kann. Dann wächst es in einem – salopp ausgedrückt – völlig verrücken Umfeld auf. Es fühlt sich mit seinen gesunden Impulsen im kranken System wie ein Alien und muss diese ständig unterdrücken. Normale Reaktionen auf das gestörte Verhalten der Eltern werden hart sanktioniert und als „falsch“ deklariert. Die Eltern handeln voller Überzeugung. Sie leben in ihrer eigenen Wirklichkeit, welche mit der objektiven Realität nichts zu tun haben muss. Als abhängiges Baby, Kleinkind und Jugendlicher kann man da wenig ausrichten. Man versucht, unter dem Radar zu bleiben, um keinen Unmut zu erregen, und die Situation irgendwie zu überstehen, bis man endlich ausziehen kann.

Erlernte Hilflosigkeit ist keine Depression.

Der permanente Mangel an Handlungsoptionen führt zu einem Phänomen, das man „erlernte Hilflosigkeit“ nennt. Kämpfen und Flüchten geht nicht, also reagiert man gar nicht. Dieses Muster ist verbunden mit Ohnmachtsgefühlen. Man kann keine Entscheidungen treffen oder Neues in Angriff nehmen. Ohne die Vorgeschichte zu betrachten, könnte man die Kinder später als Erwachsene für depressiv halten, ihnen Charakterschwäche oder Aufschieberitis vorwerfen. Tatsächlich kann die Haltung „da kann man leider gar nichts machen, also versuche ich es erst gar nicht“ eine Nachwirkung des Entwicklungstraumas aus der Kindheitserfahrung mit psychisch gestörten Eltern sein. Das zu verstehen ist oft schon ein wesentlicher Schritt für die Betroffenen.

Unter solchen Umständen entfernt sich das ursprünglich gesunde kindliche Empfinden immer mehr vom natürlichen intuitiven Differenzieren zwischen gut und schlecht, zwischen richtig und falsch, im Grunde zwischen lebensfördernd und lebensfeindlich. Am Ende wissen die Buben und Mädchen nicht mehr, wo oben und wo unten ist, so kirre hat sie die Dauererfahrung der Orientierungslosigkeit gemacht. Ein Bezugspunkt außerhalb der Familie könnte dienlich sein.

Keine Hilfe von außen

Beziehungen zu Außenstehenden werden von psychisch gestörten Eltern oft als bedrohlich empfunden. Sie versuchen sie zu unterbinden. Immer wieder ist zu sehen, wie sich kranke Systeme gegen Außenstehende abschotten. Schon den Kleinsten wird ein Schweigegelübde abgenötigt: Kinder aus psychotischen Familien dürfen meist nicht darüber sprechen, was zu Hause hinter verschlossenen Türen geschieht. Solche Eltern fürchten manchmal grundlos, aber leider auch oft zu Recht, dass man ihnen die Kinder wegnehmen könnte, wenn ihre häuslichen Zustände ans Licht kämen. Beim Narzissten reicht schon das Risiko, dass sein Ruf Schaden nehmen könnte. Also hüllen sie den Mantel des Schweigens um die verborgenen Geschehnisse. Nach außen hin soll alles möglichst „normal“ wirken. Für die Kinder stellt dieser Zwiespalt eine innere Zerreißprobe dar. Sie müssen mindestens ein bisschen dissoziieren, um das aushalten zu können. Im abgespaltenen Zustand spüren sie sich weniger. Dadurch ist der Zugang zu ihren gesunden Impulsen blockiert.

Damit die Kinder ihrem natürlichen Bedürfnis nicht folgen, sich mit anderen Menschen auszutauschen und sich Beistand zu holen, redet man ihnen Schuldgefühle ein. Sie sollen sich schämen, damit sie dicht halten. Wenn es ihnen mit ihren familiären Erfahrungen nicht gut geht, sind sie selbst schuld. Peinliche oder kriminelle Sachverhalte werden tabuisiert, verschleiert oder umbenannt, um die Kommunikation absichtlich zu erschweren. Was nicht benannt werden kann, kann auch nicht angegriffen oder angeklagt werden.

Herbeigeführte Spaltung

Krankhaft narzisstische Eltern versuchen häufig, Geschwister in feindliche Lager zu spalten, damit sie sich nicht gegen sie verbünden und ihren Majestätsanspruch infrage stellen. Sie hetzen ihre Töchter und Söhne (wahlweise später die Schwiegerkinder) manchmal regelrecht gegeneinander auf. Dafür schaffen sie Ungerechtigkeiten wie ungleiche Behandlung, schüren Konkurrenzgefühle und Neid. Sie loben den einen und werten den anderen ab. Oder der eine ist Schuld an der (eigentlich völlig ungerechtfertigten oder überzogenen) Strafe, die beide jetzt aushalten müssen. Narzissten und Psychopathen stiften gerne Verwirrung. Undurchsichtige und unsinnige Regeln werden aufgestellt und Verstöße mal gar nicht, mal drakonisch bestraft. Hauptsache niemand kann sich sicher fühlen und die Lage bleibt unberechenbar. Das erzeugt ein maximales Ohnmachtsgefühl.

In solchen Konstellationen suchen die verunsicherten Kinderseelen nach irgendeinem Halt. Sie verpetzen sich notfalls gegenseitig bei Mutti oder Vati in der Hoffnung auf Anerkennung und Lob. Gemeinschaftsfeindliches Verhalten wird von den Eltern gefordert und gefördert.

Erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern tun sich sehr schwer, sich aus den familiären Mustern zu lösen, die ihnen und später auch ihren Kindern schaden. Seit frühester Jugend wurden sie dafür verantwortlich gemacht, wie es den Eltern geht – verkehrte Welt! Sie haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich vor den Auswirkungen wahnhaften Verhaltens in Sicherheit bringen. Mit diesem schlechten „Familiengewissen“ müssen sie leben, auch wenn ihr Verstand genau weiß, dass sie richtig handeln.

Narzisstische Systeme werfen den Kindern bis weit ins Erwachsenenalter hinein Steine in den Weg der Autonomie und des freien Willens. Ich habe mit einer Frau gearbeitet, die sich mit Mitte Siebzig noch nicht aus den energetischen Tentakeln ihrer knapp hundertjährigen Mutter gelöst hatte.

Rückzug – eine Übung für Fortgeschrittene

Sich von dem Narzissten zurückzuziehen oder abzuwenden, erlebt dieser als unerhörte Kränkung, die je nach Grad der Störung einen gnadenlosen Zorn nach sich ziehen kann. Nun ist es aber der natürliche Lauf der Dinge, dass Kinder irgendwann aus dem Haus gehen und ihr eigenes Leben führen, vielleicht sogar eine eigene Familie gründen. Der Konflikt ist vorprogrammiert.

Aus Angst vor hässlichen Auseinandersetzungen, vor Liebesentzug oder aus eingeredeten Schuldgefühlen scheuen sich die Kinder noch als Erwachsene, die dringend notwendigen Grenzen zu setzen. Das ist ein Teufelskreis. Mit jedem Tag im „Täterkontakt“ geht die Gehirnwäsche weiter, die verhindert, dass man zu einer ausgewogenen Haltung gegenüber den eigenen Bedürfnissen und den Ansprüchen anderer Menschen kommen kann. Die eigenen Bedürfnisse werden als unberechtigt empfunden und bestmöglich unterdrückt. Genau das behindert es, gegenüber dem kranken System einen gesunden Abstand einzunehmen. Die Frage, wie es dem Narzissten damit gehen mag, steht über der Sorge um das eigene Wohl – und das der eigenen Kinder.

Psychopathen, die kein Mitgefühl empfinden, benutzen ihre Kinder, so wie sie alle Menschen zu ihren Zwecken instrumentalisieren. Persönliche Beziehungen interessieren sie nur, wenn sie damit jemanden zu ihrem Vorteil manipulieren können. Stoppt ein Kind den Missbrauch, kann der psychopathische Elternteil aus Langeweile oder aus Kalkül versuchen, mit allen Mitteln den Fahnenflüchtling zu zerstören: finanziell, körperlich, seelisch oder sozial.

Das sind natürlich extreme Fälle, die glücklicherweise nicht so häufig vorkommen. Aber immerhin gibt es in unserer Bevölkerung rund 1 % Psychopathen. In einer Kleinstadt wie Weinheim mit ihren 42.000 Einwohnern leben also 420 Menschen lebenslang ohne Zugang zu ihren Gefühlen und damit auch ohne jedes Mitgefühl. Ein weiteres Prozent erleidet mindestens einmal im Leben eine Phase der Schizophrenie. Ihre Wahrnehmung und das Denken können schwer beeinträchtigt sein.

Aussteigen lohnt sich!

Verlangen Sie nicht von sich, sich willentlich aus toxischen Beziehungen zurückziehen zu können, auch und besonders, wenn es ein Elternteil oder gar beide betrifft. Das ist eine Übung für Fortgeschrittene. Sie werden Unterstützung brauchen. Aber es lohnt sich! Bleiben Sie nicht in Ihrer „das schaffe ich nie“ Haltung stecken, die man Ihnen von klein auf beigebracht hat. Gönnen Sie es sich, andere – bessere – Erfahrungen zu machen. Es ist essenziell wichtig, dass Sie sich als selbstwirksam erleben. Jedes Fitzelchen frei gestaltetes Leben dient Ihnen. Fangen Sie am Besten gleich damit an: Sorgen Sie auf einer ganz fundamentalen Ebene gut für sich. Was für andere selbstverständlich klingen mag, ist für Kinder psychisch kranker Eltern manchmal schon der ganz persönliche Mount Everest:

Essen Sie, worauf Sie Lust haben und was Ihnen guttut. Trinken Sie, wenn Sie durstig sind. Gehen Sie zur Toilette, wenn Sie müssen. Ruhen Sie sich aus, wenn Sie müde sind. Laufen Sie eine Runde um den Block, wenn Sie Bewegung brauchen. Holen Sie sich eine Decke, wenn Sie frieren, oder ziehen Sie sich um. Nein, nicht erst noch dieses oder jenes fertig machen. Jetzt! Ihre Bedürfnisse sind wichtig. Achten Sie sie ab sofort kompromisslos. Sie haben es verdient. Lassen Sie Ihren Körper jeden Tag erleben, dass sich jemand liebevoll und fürsorglich um ihn kümmert: Sie.

Weitere Beiträge aus der Rubrik: Manipulative Muster erkennen




Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist Heilpraktikerin und Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit. Seit 2006 ist sie in ihrer Praxis für Ganzheitsmedizin und Psychotherapie niedergelassen. Sie hat sich auf Traumatherapie und systemische Familientherapie spezialisiert. Ihr Wissen und ihrer Erfahrungen teilt sie in Form von Text- und Video-Beiträgen mit der Welt. Sie gibt das Online-Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst heraus.