Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

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Lesedauer ~14 Minuten

In einem gesunden Leib liegen Nervenstränge und Energiebahnen Seite an Seite. Wenn wir einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Netze (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Der Energiefluss verliert seine Gleise und versorgt die Nerven nicht mehr wie gewohnt. Da der menschliche Leib in all seinen Abläufen auf Nerven angewiesen ist, beeinträchtigen erschütternde Erfahrungen uns auf sämtlichen Ebenen des Seins. Durch Probleme mit den Nerven – ganz gleich welcher Ursache – kann es zu allerlei leiblichen oder seelisch-geistigen Beschwerden kommen. 

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann zu Schreckmomenten führen. Kleine, mittlere und größere Traumata der Vergangenheit können dadurch wieder zum Leben erwachen Sie fühlen sich dann möglicherweise wieder so wie damals, ohne zu bemerken, dass Ihr Gemütszustand in seiner Heftigkeit gar nicht zur tatsächlichen Lage passt. Und ihren Mitmenschen geht es vielleicht ebenso. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihre Nerven.

Wir werden unsere Zukunft schon bald neu gestalten dürfen. Um dafür bereit zu sein, brauchen wir stabile Nerven. So lange wir mit Stresshormonen überflutet sind, können wir nicht klar denken. Wir bleiben in unfruchtbaren Zuständen von Angst, Wut oder Ohnmachtsgefühlen stecken. Um unsere naturgegebene Schöpferkraft und Schaffensfreude zurückzugewinnen und zu einer klaren Ausrichtung zu finden, kümmern wir uns im ersten Schritt um unsere Nerven.

Die meisten von uns haben ihr gesundes Körperempfinden verloren oder nie entwickelt und spüren sich nicht (mehr) in ihrem Leib. Sonst könnten wir gemäß unserer Wahrnehmung entscheiden, welchen Einflüssen wir uns aussetzen wollen. Wir müssen erst wieder lernen, was uns dient und was uns schadet.

Was Sie grundsätzlich über Ihre Nerven wissen sollten:

Bevor Sie sich darüber sorgen, wie Sie die Nerven unterstützen, lenken wir Ihren Blick auf Störendes und betrachten, was ihren Nerven Schaden zufügt.

Ein Wort vorab zu den folgenden Möglichkeiten, die Nerven zu schonen: Setzen Sie sich bitte nicht unter Druck. Sie müssen nicht mit der schwierigsten Aufgabe beginnen und Sie müssen auch nicht alles gleichzeitig angehen. Picken Sie sich lieber einen der für Sie leichteren Punkt heraus, setzen Sie ihn um und freuen Sie sich über das Mehr an Wohlbefinden. Danach entscheiden Sie, ob Sie weitere Empfehlungen umsetzen wollen.

Beginnen wir mit ganz gewöhnlichen Belastungen, die viele von uns täglich ihren Nerven zumuten. Ich möchte Ihnen ein paar Tricks verraten, wie es möglicherweise leichter für Sie werden kann, etwas Abstand davon zu gewinnen:

Alkohol, Nikotin und Coffein sind Nervengifte. Die drei Stoffe können süchtig machen. Daher wird es mitunter schwierig, sie nach einer gewissen Gewöhnung  einfach wegzulassen. Sie füllen uns ein Element, das fehlt. Dieses muss dann anderweitig ersetzt werden.

Alkohol dient dem Wasser-Element. Viele nutzen ein Glas Rotwein beim Essen oder das Feierabendbier zur Entspannung, für den sinnlichen Genuss oder als Gemeinschaftsritual. Finden Sie heraus, wozu Sie es einsetzen und verschaffen Sie sich genau diese Wirkung ohne Alkohol. Entspannen Sie sich beispielsweise in der Badewanne oder in der Hängematte. Genießen Sie eine schmackhafte Vorspeise, ein ergreifendes Klavierstück oder den Duft von Rosen. Erleben Sie Gemeinschaft, indem Sie eine Freundin anrufen oder Ihren Kater streicheln oder sich Familienfotos ansehen. All das unterstützt Ihr Wasser-Element ebenfalls.

Nikotin fördert das Luft-Element. Ohne es zu wissen, lindern Raucher ihre Ängste durch Zigaretten, verschaffen sich ein falsches Gefühl von Freiheit mit einer Zigarre oder unterstreichen den Eindruck von Besonnenheit mit einer Pfeife. Ja, man kann auch aus anderen Gründen rauchen. Tatsächlich ist jede Sucht eine Abhängigkeit und damit ausgesprochen unluftig. Wie man Ängsten fruchtbar begegnen kann, darüber habe ich in dem Beitrag „Angstfrei durch die Lüfte schweben“ ausführlich geschrieben. Freiheit ist grundsätzlich jede Form der Entscheidung nach dem eigenen Willen, und sei sie noch so nebensächlich. Suchen Sie immer nach verschiedenen Wegen. Vergleichen Sie die vorteilhaften mit den weniger erquicklichen und fällen Sie dann Ihren Beschluss. Lassen Sie sich nicht erzählen, Sie hätten keine Wahl. Wirklich alternativlos ist nur der Tod.

Coffein stimuliert das Feuer-Element. Kaffee und Schwarztee wirken deutlich feurig auf das Herz und Kreislauf, grüner Tee durch die sanftere Entfaltung des Coffeins in etwas geringerem Maß. Menschen mit niedrigem Blutdruck können manchmal erholsamer schlafen, wenn sie abends einen Espresso trinken. Leuten, die von Natur aus zu viel Feuer haben, ist von diesem Betthupferl abzuraten. Wer meint, Kaffee zu brauchen, um mehr leisten zu können, sollte nach seinen Schilddrüsen-Werten schauen lassen. Wenn das Organ schwächelt, treten oft schleichend und daher unbemerkt eine niedergedrückte Stimmung, Hautveränderungen und/oder eine verlangsamte Verdauung auf. Man kann sich auch überlegen, ob man vielleicht viel zu viel von sich verlangt und warum. Nervenschonender als den Kaffeekonsum zu steigern, ist es, das Feuer-Element durch warme Kleidung, heiße Getränke, vielleicht mit Ingwer oder Zimt und – bei entsprechender Verträglichkeit – durch scharfe Speisen anzuheizen.

Wie immer rate ich Ihnen dringend, nicht übereifrig zu werden. Es geht nicht darum, sklavisch jeden Cappuccino, jeden Schoppen oder jeden Tabak aus Ihrem Leben zu verbannen. Prüfen Sie, ob Sie auf etwas verzichten WOLLEN. Dann, und nur dann, probieren Sie aus, wie es Ihnen mit oder ohne Ihr Genussgift geht bzw. welche Dosis für Sie angemessen ist.

Wenn Sie z.B. jeden Tag 4 große Tassen Kaffee getrunken haben, und das Heißgetränk von einem Tag auf den anderen weglassen, können Entzugsbeschwerden auftreten wie Kopfschmerzen und gereizte Unleidlichkeit. Verringeren Sie die Dosis lieber schrittweise. Falls Sie Kaffee und Alkohol zu sich nehmen, senken Sie die Mengen zeitgleich. Damit bleibt Ihre Wasser-Feuer-Achse im Gleichgewicht. Dann fällt die Umgewöhnung Ihnen vielleicht gar nicht so schwer.

Die Nikotinsucht zu stoppen ist eine Übung für Fortgeschrittene, weil die Sucht an sich einen Mangel an Luft-Element darstellt und der Griff zur Zigarette etwas Ausgleichendes hat. Man muss zuerst das Luft-Element entlasten, damit das Ansinnen Aussichten auf Erfolg hat. Holen Sie sich bei Bedarf fachkundige Unterstützung. Eine kleine Mä0igung ist allemal zweckdienlicher als gar keine Veränderung. Veränderung ist nämlich ebenfalls Luft-spendend.

Betrachten Sie sich bei der Suche nach Entlastung für Ihre Nerven nicht nur Stoffliches.

Halten Sie die Augen offen, was Sie unter Druck setzt oder anderweitig in Ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt. Der eine leidet unter der Terminfülle im Kalender und tut gut daran, mehr Pufferzeiten einzuplanen oder zeitiger mit Vorbereitungen zu beginnen. Der andere ignoriert seine Grundbedürfnisse wie Wärme, Durst, Hunger, Pipi und Erholung. In solch einfachen Dingen gut für sich zu sorgen, ist weit mehr entlastend als man meinen könnte, weil es so platt klingt.

Einige Gedanken, Gespräche oder Begegnungen können einem ebenfalls den Energiestöpsel ziehen. Selbst wenn Sie sich nicht (mehr) gut spüren – Ihre Nerven bemerken sehr wohl, wenn Sie gegen Ihre Natur arbeiten. Es muss dann ständig gegenregulieren und verbrät unnötig Energie, die Ihnen anderswo nützlicher dienen könnte.

Manche Sinneseindrücke können Schaden anrichten, wenn sie für den Einzelnen unpassend sind. Prüfen Sie, ob Ihre Umgebung für Sie zu laut oder die Beleuchtung zu hell (oder blaustichig durch LED) ist, oder ob es unangenehme Gerüche gibt.

Ist Ihre Kleidung bequem, drückt irgendwas? Haben Sie kalte Füße? Nervt eine Haarsträhne, die ständig ins Gesicht fällt? Kleinigkeiten summieren sich. Stellen Sie alles Belastende ab, was nicht sein muss. Vielleicht werden Sie sich wundern, welche Wirkung solche kleinen Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse im Alltag haben.

Wir leben in einem Ausnahmezustand. Nutzen Sie die Zeit mit sich selbst, um in sich hineinzulauschen, was Sie wirklich brauchen. Beginnen Sie damit, was Ihr Leib gerade will. Erfüllen Sie Ihre Bedürfnisse. Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie gut für sich sorgen. Aber machen Sie es notfalls auch mit schlechtem Gewissen. Lieber als gar nicht. Um das Gewissen kümmern wir uns in einem der nächsten Schritte. Jetzt sind erst mal die Nerven dran.

Ein Griff aus der japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu unterstützt die Nerven und seine gesunde Verbindung zu den Energiebahnen. Auch und gerade in Notlagen ist SES17 von unschätzbarem Wert. Das Sicherheitsenergieschloss SES17 liegt außen an den Handgelenken auf der Kleinfingerseite. Umfassen Sie ein Handgelenk einfach mit der anderen Hand oder berühren Sie den Punkt mit einem oder mehreren Fingern.

Vortragende standen früher in dieser Haltung vor ihrem Publikum und haben damit auf natürliche Weise ihr Lampenfieber gelindert – bevor neunmalkluge Rhetoriktrainer es ihnen ausgeredet haben.

SES17 unterstützt uns in Situationen, in denen wir uns, wie Dr. Rüdiger Dahlke sagen würde, „mutig ins Dunkle hineinbegeben“. Wenn wir also mit völlig unbekannten Umständen klarkommen müssen, ist dieser Griff genau richtig. Er hilft beim Aufbruch ins Neue.

Auf der leiblichen Ebene beruhigt SES17 in erster Linie die Nerven. Nervosität und Zittern lassen nach. Das Gehirn wird besser mit Energie versorgt. Wir können wieder klar denken und haben einen leichteren Zugriff auf unser Bauchgefühl.

SES17 harmonisiert die Tätigkeit des Herzens, bringt den Blutdruck ins Gleichgewicht und öffnet den Brustkorb.

Gleichzeitig wird der Dünndarm entspannt, was die Verdauung erleichtert und Blähungen abbaut.

Interessanterweise dient SES17 der Fortpflanzung – sowohl physisch bei Kinderwunsch und Schwangerschaft als auch im übertragenen Sinne: Unsere geistigen Kinder finden leichter ins Leben dank SES17. Gedeihen und gesundes Wachstum bis zu Reife werden mit SES17 in Verbindung gebracht.

Wir müssen uns also beruhigen und zur Stabilität unserer Nerven zurückfinden, um etwas Zukunftsträchtiges zu erschaffen – egal, ob es ein Säugling ist, eine neue Form des Zusammenlebens oder ein anderes Wirtschaftssystem.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren dieses in unserer Zeit so hilfreichen Energiepunktes. Und wenn Ihre Nerven gar nicht belastet sind? Glückwunsch! Dann nutzen Sie den Griff bei Bedarf einfach als Mittel zur allgemeinen Belebung und Erquickung.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

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Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

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Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

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Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

 

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Das gute Schenken.

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Lesedauer ~17 Minuten

Möchten Sie jemandem etwas zu Weihnachten schenken, worüber er oder sie sich freut? Ein passendes Geschenk zu finden, ist gar nicht so einfach. Viele Leute haben ja schon das meiste, was sie brauchen. Oder ganz konkrete Vorstellungen, was sie wollen, die man nicht erahnen kann.

Mir schenken Menschen manchmal feine Pralinen – ein Klassiker, mit dem man nichts falsch machen kann. Oder doch? Die Idee trifft meine Freude am Genuss und ist insofern genau in die richtige Richtung gedacht. Leider habe ich eine Schokoladen-Allergie (Wie fies ist das denn?!) Damit kann nun wirklich keiner rechnen.

Weil viele Geschenke gut gemeint und trotzdem individuell unpassend sind, geht nach dem Fest das große Umtauschen los. Besonders unangenehm ist es, wenn wir uns dem Schenker verpflichtet fühlen und z.B. glauben, eine Vase aufstellen zu müssen, die so gar nicht zu unserer Einrichtung passt. Damit ist niemandem gedient. Wir freuen uns nicht über das Präsent, sondern quälen uns jeden Tag, wenn wir unser Ästhetik-Empfinden der vermeintlichen Pflichterfüllung oder falsch verstandenen Loyalität opfern.

Machen Sie dem irren Konsumtreiben ein Ende durch offene Kommunikation und Klarheit. Das fördert nicht nur eine gesunde Kultur des Schenkens, sondern auch die aufrichtige Beziehung zwischen den Beteiligten.

Fragen Sie im Zweifel einfach nach, womit Sie dem Adressaten Ihrer Gabe eine kleine, mittlere oder große Freude machen können. Vielleicht werden Sie sich wundern, welch einfache Dinge Ihre Lieben glücklich machen können. In diesen Tagen gewinnen Symbole der Verbundenheit eine neue Bedeutung, wie eine Einladung zum Kaffeetrinken oder ein gemeinsamer Spaziergang am See.

Kleine Aufmerksamkeiten wie selbst gemachte Marmelade oder eine Seife brauchen nur dann eine vorherige Abstimmung, wenn man Allergien und Abneigungen berücksichtigen will. Sonst zählt bei diesen Dingen vor allem die wohlmeinende Geste.

Bei engen Freunden weiß man manchmal schon, was der andere bevorzugt. Doch auch dabei ist man vor Überraschungen nicht sicher. Seit 10 Jahren dieselbe Creme geschenkt? Was damals genau passend war, kann heute vielleicht voll daneben sein. Geschmäcker ändern sich…

Wessen Bedürfnis wird gerade erfüllt? Mit der aufrichtigen Antwort auf diese Frage fallen alle Verlegenheitsgeschenke schon mal weg. Denn diese dienen in erster Linie dem Schenkenden.

Aufschlussreich kann eine Antwort auf diese Frage beim Schenken von Charity-Aktionen sein. Wenn ich weiß, der Beschenkte unterstützt die Organisation auch ohne mein Geschenk, mag das gehen. Sonst ist es eine bevormundende Grenzüberschreitung, für ihn zu entscheiden, wem er eine Spende zukommen lassen will. Bei so viel demonstrativer Wohltätigkeit wird der Beschenkte sich kaum trauen zu sagen: „Ich hätte mich gefreut, wenn Du MIR etwas geschenkt hättest, nicht einer Hilfsaktion, zu der ich null persönlichen Bezug habe.“ Schließlich will man ja nicht als egoistisch gelten, besonders nicht beim Fest der Nächstenliebe.

Umgekehrt ist das Thema Charity genauso problematisch: Wenn Sie um eine Spende für eine gemeinnützige Einrichtung bitten als Ersatz für ein persönliches Geschenk. Damit lehnen Sie das Geschenk eigentlich ab. Und Sie schreiben dem anderen vor, dass er gefälligst etwas Gutes tun soll. Falls Sie mit diesem Menschen eine persönliche Verbindung haben wollen, würde ich das nicht empfehlen. Fragen Sie sich lieber, warum Sie von dieser Person kein Geschenk haben möchten. Oder warum es Ihnen generell schwerfällt, Geschenke anzunehmen, falls das so ist. Die Energie, die in dem persönlichen Geschenk liegt und an Sie gerichtet ist, lenken Sie an sich vorbei und woanders hin, wenn Sie daraus eine Spendenaktion machen. Prüfen Sie Ihre Motive. Wollen Sie, dass jeder sieht, was für ein guter Mensch Sie sind? Wie aufopferungsvoll und selbstlos!

Wenn Sie etwas spenden wollen, machen Sie das jederzeit. Wahre Wohltätigkeit fließt von Herz zu Herz. Sie braucht keine Bühne und keinen Applaus.

Tiefere Bedeutungen sind nicht immer offenkundig. Natürlich ist der Vorgang des Schenkens wie alle menschlichen Handlungen stets im Gesamtzusammenhang zu sehen. In einem scheinbar unpersönlichen Geschenk kann eine Symbolik liegen, die den Schenker und den Geschenkten auf liebevolle Weise verbindet. Als Beispiel fällt mir eine Mutter ein, die ihrem Kind jedes Jahr ein Los der “Aktion Sorgenkind” geschenkt hat. Darin kam zum Ausdruck, dass sie selbst eine gruselige Kindheit hatte und leider auch ihre Tochter nicht vor solch einem Schicksal bewahren konnte. Ihr Beitrag zum Wohlergehen von notleidenden Kindern kann man als symbolische Geste im Sinne eines Wiedergutmachungsversuchs werten – an ihrem inneren Kind und auch auch ihren Nachkommen. Es ist sinnig, die jeweilige Motivation zu durchblicken. Leicht ist das nicht, weil sie mitunter dem Schenkenden selbst nicht bewusst ist. Falls Sie wissen, warum Sie etwas schenken, dessen Bedeutung sich nicht spontan erschließt, sprechen Sie es einfach aus.

Ich empfehle Ihnen aus meiner Erfahrung, prinzipiell anzunehmen, dass der andere es gut meint.

Im beruflichen Umfeld kann man seine Kollegen oder Geschäftspartner aus diplomatischen Gründen nicht immer davon abhalten, einem Dinge zu geben, die man weder will noch braucht oder ausgleichen möchte. Dann sprechen Sie schlicht die Wahrheit aus: “Oh, Sie haben das Bedürfnis, mir etwas zu schenken.” Allein diese Feststellung kann sehr entlastend für Sie und möglicherweise sogar erhellend für den anderen sein.

Manchmal ist weniger mehr. Bitte denken Sie daran, dass Beschenkte grundsätzlich den Wunsch empfinden, für das Gute, das sie erhalten haben, etwas ausgleichen zu wollen. Das ist ein ganz natürliches Bedürfnis. Was die wenigsten wissen: Ist das Bedürfnis nach Ausgleich nicht erfüllbar, etwa weil das Geschenk viel zu groß ist, kann der Beschenkte wütend werden über die Schuld, in der er nun steht. Diese Wut ist für beide Seiten überraschend und häufig unverständlich. Sie wird mitunter nicht direkt ausgedrückt, sondern auf den Umweg des Sarkasmus oder der Stichelei. Happy X-mas!

Einzig Eltern dürfen ihren Kindern alles schenken, ohne dass ein energetischer Ausgleich notwendig ist. Das gilt in milderer Form auch für Geschenke zwischen Schwiegereltern und Schwiegersöhnen oder -töchtern. Kinder müssen ihren Eltern eigentlich gar nichts schenken. Mein Tipp: Drücken Sie Ihre Dankbarkeit gegenüber Mutter und Vater auf andere Weise aus. Wertschätzende Worte berühren Eltern mehr als ein paar Wollsocken oder eine Designer-Handtasche.

Was, wenn das Präsent den angemessenen Rahmen sprengt? In der Regel hat ein übergroßes Geschenk einen Grund. Dieser Grund richtet sich in die Vergangenheit, was in Ordnung ist, oder in die Zukunft, was nach Manipulation riecht. Hilfreich ist es, eine Erklärung anzubieten, welche das übergroße Präsent bereits als Ausgleich für etwas Erbrachtes bezeichnet: „Oh, das ist ja ein extrrem üppiger Blumenstrauß, den Du mir dieses Jahr schenkst. Damit möchtest Du Dich bestimmt dafür bedanken, dass ich Dir neulich bei den Bewerbungen geholfen habe. Deine Wertschätzung kommt an. Vielen Dank.“ An der Reaktion des Schenkenden können Sie erkennen, ob Sie richtig lagen.

Geschenke werden manchmal für hintergründige Zwecke missbraucht, die den Beteiligten gar nicht bewusst sind. Das muss nicht sein. Wir klären das einfach offen. Fragen Sie im Zweifel direkt nach: „Das Geschenk ist so groß, dass ich Dir kaum etwas Angemessenes zurück schenken kann. Was erwartest Du von mir, wenn ich Deine Gabe annehme?“ Ein Deal kommt nur zustande, wenn Sie sich darauf einlassen. Kluges Erwartungsmanagement hat schon so manchen Konflikt im Vornherein verhindert.

Falls die Größe des Geschenks nichts mit Ihnen zu tun hat, sondern nur die Großartigkeit des Schenkers darstellt, hat das ganze Geschenk vermutlich nichts mit Ihnen zu tun. Nehmen Sie es, wenn Sie es wollen, aber nehmen Sie es nicht persönlich.

Gerechtigkeit ist nicht möglich. Der Versuch ist zwar ehrenwert, aber sinnlos. Wie wir sehen, ist das passende Geschenk etwas höchst Individuelles. Wie soll es jemals gerecht sein, zwei Menschen dasselbe zu schenken? Der Ansatz ist gut gemeint, setzt aber alle unter Druck und verfehlt häufig sein Ziel.

Erhält die neue Freundin des Sohnes dieselbe Schmuckschatulle wie die Tochter des Hauses, ist das gerecht? Die Tochter ist viel länger in der Familie und steht den Eltern natürlich näher als die noch fremde junge Frau. Und ob die neue Freundin eine Schatulle braucht, geschweige denn ob diese ihren Geschmack trifft, weiß niemand.

Bei “gleichrangigen” Geschenke-Empfängern kann man versuchen, den Wert anzupassen. Wenn eine gute Resonanz besteht, passiert das hin und wieder sogar automatisch. Im ersten Jahr meiner Beziehung haben mein Freund und ich uns “zufällig” etwas exakt Gleichwertiges geschenkt, obwohl die Geschenke ganz verschieden waren. Vor zwei Jahren lagen unterm Tannenbaum sogar dieselben Geschenke von ihm und von mir! Daraufhin haben wir beschlossen, das nächste Weihnachtsgeschenk einfach gemeinsam auszuwählen.  

Euro schenken? Geld zu schenken kann ein Versuch sein, Gerechtigkeit zu produzieren. Persönlich ist das Geben von Münzen und Scheinen freilich nicht. Ob man den Mangel an Individualität über eine aufwändige Verpackung wettmachen kann oder sollte, da habe ich so meine Zweifel.

Sich Geld zu wünschen drückt aus, dass ich dem anderen nicht zutraue, meine Wünsche zu erfassen, auch wenn ich sie ihm nenne. Diese Befürchtung kann durchaus berechtigt sein. Das finde ich traurig unter Menschen, die sich eigentlich nahestehen könnten. Möglicherweise geben Sie Ihren eigenen Bedürfnissen aber auch nur zu wenig Raum. Vielleicht wagen Sie bei Gelegenheit einen Versuch, sich und Ihre Bedürfnisse dem Schenkenden zuzumuten. Erwarten Sie beim ersten Mal kein Wunder in puncto Stimmigkeit und Passung – aber seien Sie auch nicht allzu schockiert, wenn eines geschieht. Bei wichtigen Beziehungen dürfen ruhig ein bisschen Zeit und Geduld in das Finetuning fließen.

Als Ausgleich für große Events mag es angemessen erscheinen, sich von weitläufigen Bekannten lieber Geld zu wünschen. Das hat ganz pragmatische Gründe: um die Kosten für die Veranstaltung tragen zu können oder um sich einen lange gehegten Wunsch mit dem gesammelten Betrag zu erfüllen.

Was tun, wenn Sie etwas erhalten, was Sie nicht haben wollen? Es kommt es auf Ihre Beziehung zu dem Schenker an. Bedanken Sie sich auf jeden Fall für die gute Absicht. Denn eine solche steht – hoffentlich – hinter (fast) jedem Akt des Schenkens.

Wägen Sie ab, ob Sie das ungeliebte Teil weiterverschenken wollen. Doch, das DÜRFEN Sie! Es gehört ja jetzt Ihnen. Ein Geschenk ist niemals an Bedingungen geknüpft. Sonst ist es kein Geschenk, sondern Teil eines Tauschhandels, auf den Sie sich bewusst einlassen können, aber nicht müssen.

Falls Sie meinen, keine Wahl zu haben, seien Sie wachsam. In solchen Fällen kann viel Unmut vermieden werden, indem man eine Aussprache über die eigenen Befürchtungen und Phantasien – ohne Vorwurf und ohne Unterstellung – herbeiführt. Vielleicht fühlen Sie sich grundlos unter Zwang. Weisen Sie Geschenke zurück, mit denen Sie manipuliert werden sollen. Kein Geschenk der Welt ist es wert, unterm Tannenbaum Zugeständnisse zu machen, die Sie eigentlich nicht wollen.

Wählen Sie für klärende Gespräche prinzipiell einen geeigneten Zeitpunkt und ein passendes Setting. Wir wollen ja nicht, dass der ganzen Familie der köstliche Gänsebraten vor Schreck im Halse steckenbleibt.

Wenn Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu dem Schenkenden haben, können Sie entscheiden, ob Sie einfach Danke sagen und das Präsent weiterreichen. Oder ob Sie offen ansprechen, dass es leider nicht Ihren Bedürfnissen entspricht. Haben Sie bei dem Gedanken ein ungutes Gefühl? Dann klären Sie die Lage möglichst bevor die unangenehme Situation entstehen kann, also im Vorfeld.

Geschenken bestimmte Bedeutungen zuzusprechen, kann Weihnachten und andere Anlässe zu einem wahren Fettnäpfchen-Parcours machen. Die Größe oder Art des Geschenks lässt keine Rückschlüsse darauf zu, was dem anderen die Beziehung zu Ihnen Wert ist oder wie nahe er Ihnen steht.

Manche Menschen drücken Ihre Gefühle in der Tat durch Präsente aus, andere, indem sie etwas für Ihre Lieben tun und wieder andere durch Worte oder durch gemeinsam verbrachte Zeit. Auch Körperkontakt kann eine Sprache der Liebe sein. Der emotionale Ausdruck ist höchst individuell, und man vertut sich immer in der Bewertung der Ausdrucksweisen, wenn zwei Menschen hier unterschiedliche Sprachen sprechen. 

Ich wünsche Ihnen freudvolle Gelassenheit beim Schenken und beim Empfangen von Präsenten, entspannte Feiertage mit sich und vielleicht auch mit weiteren netten Menschen. Genießen Sie die Zeit und lassen Sie es sich gut gehen – so wie es Ihnen gemäß ist.

Frohes Fest!

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Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist Heilpraktikerin und Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit. Seit 2006 ist sie in ihrer Praxis für Ganzheitsmedizin und Psychotherapie niedergelassen. Sie hat sich auf Traumatherapie und systemische Familientherapie spezialisiert. Ihr Wissen und ihrer Erfahrungen teilt sie in ihrer Sprechstunde, in ihren Workshops sowie in Form von Text- und Video-Beiträgen mit der Welt. Sie gibt das Online-Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst heraus.

Entwicklungstrauma: Kinder psychisch gestörter Eltern

Foto zum Beitrag Entwicklungstrauma

Lesedauer ~15 Minuten

Eltern meinen es in der Regel gut mit ihren Kindern. Sie haben einen natürlichen Beschützerinstinkt und sind mit ihrem Nachwuchs auf einer tiefen Ebene eng verbunden. Ihre Intuition weiß genau, was ein Baby braucht, auch wenn es sich noch sehr unspezifisch mitteilt. Mütter und Väter fühlen sich empathisch in die Kleinen ein und erleben ihre Freude oder ihr Leid hautnah mit.

Das trifft im Grunde auf alle seelisch gesunden Eltern zu. Sie machen bestimmt nicht alles richtig, einige gut gemeinte Erziehungsmaßnahmen richten sogar Schaden an. Aber prinzipiell wollen sie gut für ihre Zöglinge sorgen und ihnen ein gesundes Gedeihen ermöglichen, damit sie ein glückliches Leben führen können.

Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen in ihrer Elternschaft nicht wesentlich beeinträchtigt sein. Das eine oder andere Trauma haben wir alle. Eine kleine Phobie oder eine depressive Verstimmung sind auch keine Hindernisse dafür, Nachwuchs in die Welt zu setzen. Einige Störungen allerdings wirken sich auf die Fähigkeit zur Empathie aus und behindern damit das Entstehen einer stabilen Bindung. Wenn die Eltern ihre Emotionen nicht angemessen spüren oder nicht regulieren können, fehlt dem Kind die spiegelnde Lernmöglichkeit für diese Prozesse. Problematisch sind daher pathologische Formen von Narzissmus, Borderline-Störung, Schizophrenie und andere Psychosen. Wir kommen später noch zu ein paar ausgewählten Symptomen dieser Krankheitsbilder und ihren Auswirkungen auf die Kinder.

Bevor wir die vielfältigen Problemfelder näher beleuchten, möchte ich etwas Wesentliches klarstellen: Auch wenn Kinder psychisch gestörter Eltern es sicher schwerer haben als andere, können die meisten von ihnen das Leben viel besser meistern als man es in Anbetracht der Umstände für möglich halten würde. Einige finden zu einer seelischen Tiefe und Reife, die sie ohne ihr frühes Trauma vielleicht nie erreicht hätten. Und letztlich ist die Alternative dazu, in diese Familie hineingeboren zu werden nicht, andere Eltern zu haben, sondern gar nicht ins Leben zu kommen. Lassen Sie uns das im Hinterkopf behalten, wenn wir über die Schwierigkeiten reden, die solche Eltern – mit oder ohne Absicht – ihren Kindern bescheren.

Ein seelisch beeinträchtigter Elternteil

Wenn in einer Familie eine Person krank ist, kann das Gesamtsystem sich häufig über die gesunden Anteile regulieren. Das Kind lernt dann beispielsweise von dem gesunden Vater, dass die Ängste der neurotischen Mutter nicht übernommen werden müssen. Oder von der gesunden Mutter, dass die düstere Weltsicht des depressiven Vaters nur eine mögliche Perspektive ist und man auch eine andere einnehmen kann. Erlebt das Kind den Genesungsprozess eines Elternteils mit, kann diese Erfahrung seine eigene Resilienz stärken. Dann erlebt es, dass Beeinträchtigungen veränderlich sind und die Seele über eine beachtliches Heilungspotenzial verfügt.

Dramatischer wirken sich die Persönlichkeitsstörungen aus. Im Gegensatz zu den seelischen Erkrankungen gelten sie als so tief verwurzelt in der Persönlichkeit, dass sie „unheilbar“ sind. Da ich selbst von einer angeblich unheilbaren (körperlichen) Erkrankung schon vor Jahren genesen bin, stehe ich solchen Etiketten generell skeptisch gegenüber. Wir können uns darauf einigen, dass es persönlichkeitsprägende Erkrankungen gibt, die man schwer loslassen kann, ohne den Halt der eigenen Persönlichkeit aufs Spiel zu setzen: Wer bin ich ohne meine Psychose?

Die Wahrnehmung von psychiatrischen Patienten kann sich wesentlich von einer als normal eingestuften unterscheiden. Man bezeichnet solche Symptome als Illusion (ich sehe eine Lampe und halte sie für einen Hasen), als Halluzinationen (ich sehe einen Hasen, wo gar kein Gegenstand ist) oder als Wahnwahrnehmung (niemand kann mir ausreden, dass da wirklich ein Hase ist).

Noch absurder erscheinen uns als „Normalo“, die sogenannten Ich-Störungen. Können Sie sich vorstellen, wie es ist, ohne das Gefühl einer eigenen Identität zu leben? Wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, WER gerade denkt? Wenn man glaubt, die eigenen Gedanken seien von außen eingegeben? Wenn man davon überzeugt ist, jemand anders entscheide über das eigene Denken, Sprechen oder Handeln? Das können wir nicht. Es widerspricht unserem eigenen Erleben in elementarer Weise. Wir können Wörter wie „Depersonalisation“ oder „Derealisation“ aussprechen, nachempfinden können wir solche Erscheinungen mit einer gesunden Psyche nicht. Und natürlich können das auch Kinder nicht, wenn sie mit Eltern aufwachsen, die davon betroffen sind.

Wenn Mutter und Vater krank sind…

Welche Auswirkungen ein Elternteil mit Realitätsverlust oder anderen massiven Erkrankungen auf die Entwicklung eines Kindes haben kann, erahnen Sie vielleicht. Studien belegen die erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten psychischer Probleme bei den Kindern, sogar schon, wenn ein Elternteil „nur“ für längere Zeit schwer depressiv ist.

Nun kommt es gar nicht selten vor, dass Menschen mit verzerrter Wahrnehmung oder affektiven Störungen (die erlebten Gefühle passen nicht zur Situation) von psychisch Gesunden nicht verstanden oder nicht akzeptiert werden (können). Als logische Konsequenz finden sich des öfteren seelisch beeinträchtigte Paare zusammen mit unterschiedlichen oder gleichartigen Störungen.

Komplementär sind zum Beispiel eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bei dem einen und eine abhängige Persönlichkeitsstörung oder eine Schizophrenie mit Identitätsstörung bei dem anderen. In beiden Fällen wird sich der Narzisst mit seiner ausgeprägten Egozentrik durchsetzen, weil der andere gar nicht weiß, wer er ist, oder sich gerne unterwirft.

Es kommt vor, dass sich Partner gegenseitig ihre wahnhaften Vorstellungen bestätigen. Sie bilden dann ein sehr stabiles System. Das mag für das Paar prima sein. Für andere Familienmitglieder nicht.

Stellen Sie sich vor, ein Kind hat keinen gesunden Elternteil, an dem es sich orientieren kann. Dann wächst es in einem – salopp ausgedrückt – völlig verrücken Umfeld auf. Es fühlt sich mit seinen gesunden Impulsen im kranken System wie ein Alien und muss diese ständig unterdrücken. Normale Reaktionen auf das gestörte Verhalten der Eltern werden hart sanktioniert und als „falsch“ deklariert. Die Eltern handeln voller Überzeugung. Sie leben in ihrer eigenen Wirklichkeit, welche mit der objektiven Realität nichts zu tun haben muss. Als abhängiges Baby, Kleinkind und Jugendlicher kann man da wenig ausrichten. Man versucht, unter dem Radar zu bleiben, um keinen Unmut zu erregen, und die Situation irgendwie zu überstehen, bis man endlich ausziehen kann.

Erlernte Hilflosigkeit ist keine Depression.

Der permanente Mangel an Handlungsoptionen führt zu einem Phänomen, das man „erlernte Hilflosigkeit“ nennt. Kämpfen und Flüchten geht nicht, also reagiert man gar nicht. Dieses Muster ist verbunden mit Ohnmachtsgefühlen. Man kann keine Entscheidungen treffen oder Neues in Angriff nehmen. Ohne die Vorgeschichte zu betrachten, könnte man die Kinder später als Erwachsene für depressiv halten, ihnen Charakterschwäche oder Aufschieberitis vorwerfen. Tatsächlich kann die Haltung „da kann man leider gar nichts machen, also versuche ich es erst gar nicht“ eine Nachwirkung des Entwicklungstraumas aus der Kindheitserfahrung mit psychisch gestörten Eltern sein. Das zu verstehen ist oft schon ein wesentlicher Schritt für die Betroffenen.

Unter solchen Umständen entfernt sich das ursprünglich gesunde kindliche Empfinden immer mehr vom natürlichen intuitiven Differenzieren zwischen gut und schlecht, zwischen richtig und falsch, im Grunde zwischen lebensfördernd und lebensfeindlich. Am Ende wissen die Buben und Mädchen nicht mehr, wo oben und wo unten ist, so kirre hat sie die Dauererfahrung der Orientierungslosigkeit gemacht. Ein Bezugspunkt außerhalb der Familie könnte dienlich sein.

Keine Hilfe von außen

Beziehungen zu Außenstehenden werden von psychisch gestörten Eltern oft als bedrohlich empfunden. Sie versuchen sie zu unterbinden. Immer wieder ist zu sehen, wie sich kranke Systeme gegen Außenstehende abschotten. Schon den Kleinsten wird ein Schweigegelübde abgenötigt: Kinder aus psychotischen Familien dürfen meist nicht darüber sprechen, was zu Hause hinter verschlossenen Türen geschieht. Solche Eltern fürchten manchmal grundlos, aber leider auch oft zu Recht, dass man ihnen die Kinder wegnehmen könnte, wenn ihre häuslichen Zustände ans Licht kämen. Beim Narzissten reicht schon das Risiko, dass sein Ruf Schaden nehmen könnte. Also hüllen sie den Mantel des Schweigens um die verborgenen Geschehnisse. Nach außen hin soll alles möglichst „normal“ wirken. Für die Kinder stellt dieser Zwiespalt eine innere Zerreißprobe dar. Sie müssen mindestens ein bisschen dissoziieren, um das aushalten zu können. Im abgespaltenen Zustand spüren sie sich weniger. Dadurch ist der Zugang zu ihren gesunden Impulsen blockiert.

Damit die Kinder ihrem natürlichen Bedürfnis nicht folgen, sich mit anderen Menschen auszutauschen und sich Beistand zu holen, redet man ihnen Schuldgefühle ein. Sie sollen sich schämen, damit sie dicht halten. Wenn es ihnen mit ihren familiären Erfahrungen nicht gut geht, sind sie selbst schuld. Peinliche oder kriminelle Sachverhalte werden tabuisiert, verschleiert oder umbenannt, um die Kommunikation absichtlich zu erschweren. Was nicht benannt werden kann, kann auch nicht angegriffen oder angeklagt werden.

Herbeigeführte Spaltung

Krankhaft narzisstische Eltern versuchen häufig, Geschwister in feindliche Lager zu spalten, damit sie sich nicht gegen sie verbünden und ihren Majestätsanspruch infrage stellen. Sie hetzen ihre Töchter und Söhne (wahlweise später die Schwiegerkinder) manchmal regelrecht gegeneinander auf. Dafür schaffen sie Ungerechtigkeiten wie ungleiche Behandlung, schüren Konkurrenzgefühle und Neid. Sie loben den einen und werten den anderen ab. Oder der eine ist Schuld an der (eigentlich völlig ungerechtfertigten oder überzogenen) Strafe, die beide jetzt aushalten müssen. Narzissten und Psychopathen stiften gerne Verwirrung. Undurchsichtige und unsinnige Regeln werden aufgestellt und Verstöße mal gar nicht, mal drakonisch bestraft. Hauptsache niemand kann sich sicher fühlen und die Lage bleibt unberechenbar. Das erzeugt ein maximales Ohnmachtsgefühl.

In solchen Konstellationen suchen die verunsicherten Kinderseelen nach irgendeinem Halt. Sie verpetzen sich notfalls gegenseitig bei Mutti oder Vati in der Hoffnung auf Anerkennung und Lob. Gemeinschaftsfeindliches Verhalten wird von den Eltern gefordert und gefördert.

Erwachsene Kinder psychisch kranker Eltern tun sich sehr schwer, sich aus den familiären Mustern zu lösen, die ihnen und später auch ihren Kindern schaden. Seit frühester Jugend wurden sie dafür verantwortlich gemacht, wie es den Eltern geht – verkehrte Welt! Sie haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich vor den Auswirkungen wahnhaften Verhaltens in Sicherheit bringen. Mit diesem schlechten „Familiengewissen“ müssen sie leben, auch wenn ihr Verstand genau weiß, dass sie richtig handeln.

Narzisstische Systeme werfen den Kindern bis weit ins Erwachsenenalter hinein Steine in den Weg der Autonomie und des freien Willens. Ich habe mit einer Frau gearbeitet, die sich mit Mitte Siebzig noch nicht aus den energetischen Tentakeln ihrer knapp hundertjährigen Mutter gelöst hatte.

Rückzug – eine Übung für Fortgeschrittene

Sich von dem Narzissten zurückzuziehen oder abzuwenden, erlebt dieser als unerhörte Kränkung, die je nach Grad der Störung einen gnadenlosen Zorn nach sich ziehen kann. Nun ist es aber der natürliche Lauf der Dinge, dass Kinder irgendwann aus dem Haus gehen und ihr eigenes Leben führen, vielleicht sogar eine eigene Familie gründen. Der Konflikt ist vorprogrammiert.

Aus Angst vor hässlichen Auseinandersetzungen, vor Liebesentzug oder aus eingeredeten Schuldgefühlen scheuen sich die Kinder noch als Erwachsene, die dringend notwendigen Grenzen zu setzen. Das ist ein Teufelskreis. Mit jedem Tag im „Täterkontakt“ geht die Gehirnwäsche weiter, die verhindert, dass man zu einer ausgewogenen Haltung gegenüber den eigenen Bedürfnissen und den Ansprüchen anderer Menschen kommen kann. Die eigenen Bedürfnisse werden als unberechtigt empfunden und bestmöglich unterdrückt. Genau das behindert es, gegenüber dem kranken System einen gesunden Abstand einzunehmen. Die Frage, wie es dem Narzissten damit gehen mag, steht über der Sorge um das eigene Wohl – und das der eigenen Kinder.

Psychopathen, die kein Mitgefühl empfinden, benutzen ihre Kinder, so wie sie alle Menschen zu ihren Zwecken instrumentalisieren. Persönliche Beziehungen interessieren sie nur, wenn sie damit jemanden zu ihrem Vorteil manipulieren können. Stoppt ein Kind den Missbrauch, kann der psychopathische Elternteil aus Langeweile oder aus Kalkül versuchen, mit allen Mitteln den Fahnenflüchtling zu zerstören: finanziell, körperlich, seelisch oder sozial.

Das sind natürlich extreme Fälle, die glücklicherweise nicht so häufig vorkommen. Aber immerhin gibt es in unserer Bevölkerung rund 1 % Psychopathen. In einer Kleinstadt wie Weinheim mit ihren 42.000 Einwohnern leben also 420 Menschen lebenslang ohne Zugang zu ihren Gefühlen und damit auch ohne jedes Mitgefühl. Ein weiteres Prozent erleidet mindestens einmal im Leben eine Phase der Schizophrenie. Ihre Wahrnehmung und das Denken können schwer beeinträchtigt sein.

Aussteigen lohnt sich!

Verlangen Sie nicht von sich, sich willentlich aus toxischen Beziehungen zurückziehen zu können, auch und besonders, wenn es ein Elternteil oder gar beide betrifft. Das ist eine Übung für Fortgeschrittene. Sie werden Unterstützung brauchen. Aber es lohnt sich! Bleiben Sie nicht in Ihrer „das schaffe ich nie“ Haltung stecken, die man Ihnen von klein auf beigebracht hat. Gönnen Sie es sich, andere – bessere – Erfahrungen zu machen. Es ist essenziell wichtig, dass Sie sich als selbstwirksam erleben. Jedes Fitzelchen frei gestaltetes Leben dient Ihnen. Fangen Sie am Besten gleich damit an: Sorgen Sie auf einer ganz fundamentalen Ebene gut für sich. Was für andere selbstverständlich klingen mag, ist für Kinder psychisch kranker Eltern manchmal schon der ganz persönliche Mount Everest:

Essen Sie, worauf Sie Lust haben und was Ihnen guttut. Trinken Sie, wenn Sie durstig sind. Gehen Sie zur Toilette, wenn Sie müssen. Ruhen Sie sich aus, wenn Sie müde sind. Laufen Sie eine Runde um den Block, wenn Sie Bewegung brauchen. Holen Sie sich eine Decke, wenn Sie frieren, oder ziehen Sie sich um. Nein, nicht erst noch dieses oder jenes fertig machen. Jetzt! Ihre Bedürfnisse sind wichtig. Achten Sie sie ab sofort kompromisslos. Sie haben es verdient. Lassen Sie Ihren Körper jeden Tag erleben, dass sich jemand liebevoll und fürsorglich um ihn kümmert: Sie.

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Petra Weiß ist Heilpraktikerin und Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit. Seit 2006 ist sie in ihrer Praxis für Ganzheitsmedizin und Psychotherapie niedergelassen. Sie hat sich auf Traumatherapie und systemische Familientherapie spezialisiert. Ihr Wissen und ihrer Erfahrungen teilt sie in Form von Text- und Video-Beiträgen mit der Welt. Sie gibt das Online-Magazin Weißheiten: vom Ich zum Selbst heraus.

Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

Wenn wir voll berufstätig sind (35-40 Std.), verbringen wir 25-30 % unserer wachen Lebenszeit (bei 6-7,5 Std. Schlaf) mit Arbeit (plus Fahrtzeiten und Fortbildungen). Von dem erwirtschafteten Wert unserer Leistung (Gewinn des Unternehmens + AG-Anteil der Sozialabgaben + sogenannter Brutto-Lohn) erhält ein Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Verdienst (3.994 Euro brutto) nach Abzug aller Abgaben 24,6 %. Berücksichtigt ist die MWSt., weil sie praktisch alle Ausgaben betrifft, nicht berücksichtigt sind Sonderabgaben wie Versicherungssteuer, Alkoholsteuer oder Mineralölsteuer. Datenquelle: www.statista.de.

Kein Wunder, leben so viele Menschen in einem Gefühl von Mangel. ¾ ihrer Arbeitsleistung kassieren Unternehmer (29,27 %) und staatliche Einrichtungen (46,13 %). Leider konnte ich nicht ermitteln, wie viel Steuern die Unternehmen je Mitarbeiter abführen. Dieser Betrag verschiebt das Verhältnis sicher noch mehr in Richtung Staatseinkünfte. Haben Sie sich über diese Aufteilung schon einmal Gedanken gemacht? Ich – ehrlich gesagt – bis vor Kurzem überhaupt nicht.

Nehmen wir einfach einmal an, jeder von uns hätte den Ertrag seiner eigenen Lebensleistung zur Verfügung: Wir müssten nur halb so viel arbeiten und hätten doppelt so viel Geld!

Es ist also prinzipiell genug für alle da. Die Gemeinschaft kann problemlos alle Alten, Kranken und Schwachen mittragen. Das tun wir ohnehin! Wir müssen niemanden quälen, einen Job anzunehmen, den er gar nicht will oder für den er unpassend qualifiziert ist. Und wir müssen auch niemanden gegen seinen Willen in Qualifizierungsmaßnahmen stecken, damit die Statistik besser aussieht.

Statt auf HARZ IV Empfänger mit Fingern zu zeigen, weil manche von ihnen anscheinend in mehr Wohlstand leben als eine Pflegefachkraft, könnten wir uns fragen, warum die Fachkraft so wenig Einkommen hat, und warum ein Broker so viel mehr verdient, während er mit der Lebensenergie von Menschen (Geld) spekuliert. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf das eigentliche Problem, statt brav der Blickrichtung des Empörungsmanagements zu folgen. Wir könnten uns wundern, warum es Beitragsbemessungsgrenzen gibt, die dafür sorgen, dass der prozentuale Anteil der Sozialabgaben immer kleiner wird, je höher die Einkünfte der Top-Verdiener sind.

Wenn Sie glauben, Ihre schöne Steuer würde vornehmlich in soziale Einrichtungen und Infrastruktur fließen, empfehle ich Ihnen die Lektüre des jährlichen Berichts vom Bund der Steuerzahler.

Jeder einzelne Abgeordnete im Bundestag kostet uns (mit Dienstwagen, Reisekosten, Spesen, Büro, Dienstwohnung etc.) 750.000 Euro im Jahr. Siebenhundertfünfzigtausend. Mal 700 Abgeordnete. Werfen Sie selbst Ihren Taschenrechner an. Da geht Ihre Lebensleistung hin. Das Kanzleramt wird neu gebaut für 19.200 Euro. Pro Quadratmeter. Kein Scherz. Damit Sie eine Relation haben: Wenn eine 80-qm-Wohnung solch einen Quadratmeterpreis hätte, würde sie 1,5 Mio Euro kosten.

Wir geben den Löwenanteil unserer Lebensenergie in Form von Geld ab und freuen uns, wenn wir davon einen Bruchteil als Kindergeld oder Wohngeld zurück bekommen. Durch das Hin und Her von Abgaben gegen „Fördergelder“ sind unter den 83 Mio Einwohnern in Deutschland nur 27 Mio Nettosteuerzahler: Sie geben mehr Steuern ab als sie Gelder vom Staat erhalten. Von diesen 27 Mio sind 12 Mio Staatsbedienstete, deren steuerpflichtiges Einkommen ja aus den Steuereinnahmen bezahlt wird. Am Ende des Tages stützt sich das ganze System auf 15 Mio erwerbstätige Menschen, die für 83 Mio den Laden am Laufen halten. Quelle: Prof. Gerd Bosbach/Jens Jürgen Korff: “Die Zahlentrickser”

Und stellen Sie sich vor: Das funktioniert! So kostbar ist Lebensleistung, dass wir neben all dem mehr oder weniger Notwendigen aktuell noch 45,2 Milliarden Euro für Waffen übrig haben: 45.200.000.000 Euro. Quelle: Bundesministerium der Verteidigung

Wir Menschen können durch unsere Leistung ganz entspannt sämtliche Einrichtungen finanzieren, die wir wirklich brauchen. Wir haben mehr als genug zum Essen und für Kleidung. Jeder kann ein Dach über dem Kopf haben und Zugang zur medizinischen Versorgung.

Wir können uns problemlos jede sinnvolle Schulmedizin, naturheilkundliche Behandlung und echte Gesundheitsvorsorge leisten. Es ist mehr als genug Geld da.

2018 haben die Gesetzlichen Krankenkassen insgesamt 7,39 Milliarden Euro (7.390.000.000) für Krebsmedikamente bezahlt. Spitzenreiter war ein Leukämie-Mittel zum Preis von 275.000 Euro je Behandlung. Quelle: Wirtschaftswoche
In den letzten Monaten geben die Gesetzlichen Krankenkassen – die privaten will man nicht belasten – jede Woche 50,5 Mio Euro für PCR-Tests aus. Jede Woche. Von Ihren Krankenkassenbeiträgen. Quellen: Chip (Preis)/RKI (Anzahl)

So irrsinnig viel Geld ist da. Das haben wir alle gemeinsam erwirtschaftet. Beteiligt am Entstehen dieses Reichtums sind die einen durch ihre bezahlte Arbeit, die anderen durch ihre unbezahlte Arbeit, die genauso gebraucht wird, um unsere Gemeinschaft am Leben zu halten.

Wenn Sie das Gefühl von Mangel und Begrenzung hinter sich lassen wollen, halten Sie sich das Sicherheitsenergieschloss SES10. Sinnigerweise dient dieses Schloss der Atmung, dem stimmhaften Ausdruck und hilft bei Schwindel jeder Art. Häufige Symptome wie Pollen- und Hausstauballergien oder Beschwerden des Nackens, der Knie und der Hüfte sowie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren und der Lunge gehen ebenfalls auf das Mangelgefühl zurück. Sie werden folglich mit demselben SES10 behandelt.

Der Energiepunkt befindet sich am Rücken rechts und links der Wirbelsäule auf halber Höhe des Schulterblatts. Nur die wenigsten werden ihn in einer bequemen Haltung berühren können. Daher empfiehlt es sich, alternativ einfach den Zeigefinger zu halten. Damit harmonisieren Sie den Nieren- und Blasenmeridian. Das erhöht Ihre allgemeine Vitalität und löst gleichzeitig Ängste auf. Eine andere Variante ist das Halten der hohen 19 (Abgrenzung) in Verbindung mit SES13 (alte Verletzungen loslassen). Die beiden SES werde wir später noch ausführlich besprechen. Hier schon mal die Übung für Fortgeschrittene: Sie halten mit der rechten Hand ihren linken Oberarm und legen die linke Hand auf den rechten Brustkorb. Die Arme sind dann gekreuzt.

Ich weiß, dass viele im Moment von Ängsten geplagt werden. Ihre Empfindungen nehme ich ernst. Ich will Sie nicht verhöhnen. Ganz im Gegenteil: Dank SES10 gewinnen Sie die geistige Freiheit, Wege zum Wohlstand fernab konventioneller Denk-Beschränkungen zu finden. Tauchen Sie ein in das Erleben der Fülle. Sie steht jedem Menschen zu. Das ist unser Geburtsrecht. Und wir müssen gar nicht so viel dafür leisten, wie wir immer meinen. Weniger ist manchmal mehr. Tanken Sie jetzt Kraft für das Kommende. Sie werden sie noch brauchen, um beim Gestalten unsere gemeinsamen Zukunft mitzuwirken.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

Weiterlesen…

SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus? 

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Entwicklung in Zyklen

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden. Lassen Sie Ihrer Phantasie einmal freien Lauf…

In den ersten drei Jahrsiebten (0 bis 7 Jahre, 7 bis 14 Jahre und 14 bis 21 Jahre) lernen wir das Gute, Schöne und Wahre (in dieser Reihenfolge) kennen. Was gut ist, sagt uns unser Herz. Diese Instanz entscheidet auch zwischen den beiden anderen, wenn Verstand und Bauch sich nicht einig sind.

Ob etwas schön ist oder nicht, erfahren wir durch (Bauch-)Gefühle von Lust oder Unlust. Das Wahre erkennt unser Verstand, wenn er in seiner Kraft ist.

Wir befinden uns während der ersten 21 Jahre in Abhängigkeit, das ist diesem Alter gemäß. Die Entwicklung erfolgt insbesondere im Körperlichen. Im ersten Jahrsiebt liegt ihr Schwerpunkt auf den Sinnen, mit denen wir die Welt wahrnehmen, im zweiten auf den natürlichen Rhythmen in und um uns, die wir annehmen (müssen), im dritten dann gelangt mit der Hormontätigkeit der Stoffwechsel zur vollen Entfaltung.

Erwähnenswert ist in diese Zeit die erste Pubertät. Hier prüfen wir, ob unsere Eltern praktizieren, was sie uns beibringen wollen. Und wehe, sie predigen Wasser und trinken Wein! Je größer die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, desto holpriger die Pubertätskrise.

In den folgenden 21 Jahren bilden sich unsere Empfindung, unser Verstand und unser Bewusstsein aus. Diese Phase wird auch als „Krise der Talente“ bezeichnet. Es geht darum, das Selbst in die Welt zu bringen. Wir sind dabei allerdings mit der Realität konfrontiert und müssen „mit dem Wind segeln“, damit wir voran kommen. Die Zeit von 21 bis 42 ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Du. Unsere Beziehungen spielen eine wichtige Rolle als Spiegel und Verstärker für die Selbstreflexion. Das ist nicht immer angenehm und nicht alle (wollen) verstehen, dass sie durch Beziehungsprobleme wertvolle Hinweise auf ihre eigenen ungelösten Lebensthemen und inneren Konflikte erhalten.

Schauen wir auf die drei Jahrsiebte von 42 bis 63. Während dieser Phase geht es darum, den Geist zu entwickeln und sich selbst zu befreien: Ab dem 7. Jahrsiebt erleben wir eine zweite Pubertät, auch Midlifecrisis genannt. Hier vergleichen wir unsere eigenen Ansprüche mit unserem eigenen Leben. Autsch. Das kann schmerzhaft sein. Während wir zuvor der Spur gefolgt sind, kommen wir jetzt ins Zweifeln, ob das der richtige Weg ist. Durch die Korrektur der Lebensumstände in Richtung Authentizität kommt es häufig zu Trennungen, Umzügen oder Berufswechseln. Zwar nimmt die körperliche Energie in dieser Zeit ab, doch steigt die seelische Energie und gewinnt zunehmend an Kraft. Hier liegt jetzt der Schwerpunkt unsere Entwicklung.

Zwischen 42 und 49 geht es folglich darum, Mut zu entwickeln. Das heißt nicht, wir hätten in der Zeit keine Angst. Oft ist das Gegenteil der Fall. Mut ist die Fähigkeit, die wir benötigen, um etwas mit Angst zu tun, weil es wichtigeres gibt als die Angst.

Zwischen 49 und 56 dürfen wir dann zur Gelassenheit finden. Gründe für Aufregung gibt es in dieser Zeit meist genug, um die Kunst der Gelassenheit zu üben. Insbesondere können wir aus unserem Größen- und Machbarkeitswahn herausfinden und stattdessen unsere Demut entdecken. Nein, wir haben nicht alles unter Kontrolle und das müssen wir auch nicht. Das Wir wird wichtig. Wir lernen, uns in der Gruppe sicher zu fühlen und ihr zu dienen. Wir fangen an, weiterzugeben, was uns zu teil wurde, unsere Erfahrung und unser Wissen.

Das führt uns in das Jahrsiebt zwischen 56 und 63, in dem es um Weisheit geht, also um die Fähigkeit, Wissen und Erfahrung zu kombinieren. Mit dem Abschluss dieses Zyklus lösen wir uns immer mehr von unseren materiellen Vorstellungen von der Welt. Wir schließen viele Themen ab.

Ab 63 wird es noch einmal spannend. Erneut bewegen wir uns in den Themen „gut, schön und wahr“. In den sieben Jahren zwischen 63 und 70 erleben wir das Gute in der Welt mit gereiftem Blick. Unsere Werte sind befreit von Introjekten (Eingeimpftes von anderen), Erwartungen und Verstrickungen. Zwischen 70 und 77 gewinnen wir eine schöne Lust daran, für andere als Ratgeber zu fungieren. Wir finden heraus, wer jetzt wie viel unseres Rates wirklich braucht und haben will und welcher Rat der Gemeinschaft dient. Ab 77 ist der Weg frei für die Versöhnung mit der Wahrheit von allem was ist und war. Verletzungen, die vorher keine Vergebung finden konnten, haben jetzt eine Chance auf Heilung.

Über all diese Stufen entwickeln wir uns stetig aus dem „Erbstrom“ (Mitgebrachtes aus der Familie) heraus und in die Individualität hinein.

Die Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. Mai 2020 genau 71 Jahre alt. Bemerkenswert ist, welche Rolle Ratgeber in dieser Zeit spielen und wie wir unsere Funktion in verschiedenen Räten heute leben. Da ist noch Entwicklungspotenzial zu entfalten. Die Zeit ist reif. Wir wollen ja alle noch erleben, wie in sechs Jahren die Versöhnung mit der ganzen Wahrheit von allem, was ist und war in diesem Land, beginnt.

Im Jin Shin Jyutsu ist ausgerechnet das Sicherheitsenergieschloss SIEBEN SES7 der Energiepunkt, der uns dabei unterstützt, einen Entwicklungszyklus abzuschließen. Wenn das mal nicht passend ist!

Sie finden das SES7 an der Unterseite des großen Fußzehs. Halten Sie diesen Punkt, wenn Sie einen Entwicklungszyklus abschließen wollen. Der Punkt ganz unten harmonisiert Dysbalancen ganz oben, also im Kopfbereich, z.B. Kopfschmerzen oder epileptische Anfälle.

Der allerletzte Zyklus in unserem Leben wird übrigens auch mithilfe von SES7 abgeschlossen. Sterbenden hält man die großen Zehen, damit das Bewusstsein leichter aus dem Körper entweichen kann. Aus Sicht des Jin Shin Jyutsu tritt es durch das Fenster (SES4) in den Körper ein und dort auch wieder aus, nachdem es ganz unten (SES7) zuerst losgelassen worden ist.

Sie wissen ja: Beim Jin Shin Jyutsu können Sie sich strömen, indem Sie einfach nur die Punkte halten. Sie dürfen auch drücken, aber das müssen Sie nicht. Machen Sie es sich bequem. Probieren Sie es einfach aus, ob Sie den Punkt lieber mit den Händen oder mit den Füßen berühren wollen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Positionen. Manche Punkte hält man am Besten im Liegen, andere im Sitzen. Oder man stellt die Füße auf. Und vielleicht findet sich auch ein lieber Mensch, der gerne Ihre großen Zehen für Sie strömt.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Im Schatten der Einheit

Kommentar von Petra Weiß. Lesedauer ~ 7 Minuten
Rubrik: Im Lichte der Geschichte

Während sich Politiker gegenseitig (und selbst) anerkennend auf die Schulter klopfen, denke ich an die psychologischen Folgen historischer Ereignisse und möchte sie aus meinem ganz persönlichen Blickwinkel beleuchten.

Ich erinnere mich genau, wie mein Lehrer im Politik Leistungskurs im Schuljahr 1988/1989 die Klasse fragte, für wie wahrscheinlich wir eine Wiedervereinigung hielten. Meine Antwort war klar: Wünschenswert, aber unwahrscheinlich. Vielleicht irgendwann in ferner Zukunft, da müsste sich aber noch vieles ändern.

Wir hatten gerade das Grundgesetz studiert und die Unterschiede zwischen dem freiheitlich demokratischen System im Westen und der kommunistischen Knechtschaft im Osten gelernt. Das schien mir so gar nicht zusammengehen zu wollen.

Wenige Monate später fiel die Mauer. Ich war tief berührt und habe geweint. In meiner jugendlichen Naivität war die Grenzöffnung für mich ein Symbol der Brüderlichkeit. Die Erleichterung der vormals gewaltsam getrennten Menschen erfasste mich wie eine Woge der Euphorie. Ein Wunder war geschehen. Endlich waren Familien wieder vereint, eine Diktatur war beendet und Menschen wieder frei. Den 3. Oktober habe ich viele Jahre lang in diesem Sinne als Feiertag erlebt.

Später habe ich einigen Menschen „aus dem Osten“ kennengelernt. Durch sie gewann ich Einblicke in Schicksale, die eine andere Seite der Medaille zeigen.

Die Tochter eines Stasi-Mitarbeiters erzählte mir, wie ihre Familie aus heiterem Himmel alle Privilegien verlor. Zu Recht, werden Sie vielleicht sagen. Dennoch ist das für ein Kind verstörend. Sie musste ohne Vorlauf das Internat verlassen und wusste nicht, wie es weitergehen würde. Der Vater wurde inhaftiert. Mit der Wende fehlten der Familie von jetzt auf gleich die Existenzgrundlage und der gesellschaftliche Status. Aus psychologischer Sicht ist dieser Bruch in der Biografie prägend. Eben gehört man noch zur Elite und erlebt das als Alltagsnormalität, im nächsten Moment findet man sich am Rand der Gesellschaft wieder. Wie mag sich das auf das Mädchen ausgewirkt haben?

Der Sohn eines Arbeiters berichtete davon, dass er als Teenager an den Montagsdemonstrationen teilgenommen hatte. Als dann die ersehnte Wende kam, hat sein Vater die Veränderungen nicht verkraftet. Sein hart verdientes Geld war plötzlich nichts mehr wert. Alles, woran er geglaubt hatte, zerfiel von einem Tag auf den nächsten zu Staub. Die Ideologie, welche sein ganzes Leben lang Grundlage seiner Welt war, galt plötzlich als falsch. Der Mann wurde alkoholkrank und lebte zeitweise obdachlos auf der Straße, während seine Frau putzen ging, um die beiden Kinder durchzubringen. Wie mag sich das auf den jungen Mann ausgewirkt haben, der selbst daran mitgewirkt hatte, dass genau diese Veränderung erreicht wurde, an der sein Vater zerbrach?

Das Ende der DDR war nicht für alle ein Grund zum Feiern.

Am Tag der Wiedervereinigung gedenke ich derjenigen, die Opfer gebracht haben, um in Einigkeit und Recht und Freiheit zu leben. In meiner traumatherapeutischen Praxis erfahre ich, wie es manchen von ihnen heute geht:

Die Tochter einer Republikflüchtigen beschrieb ihr Leid, als Teenager von der Mutter verlassen worden zu sein. Sie ist wütend und verzweifelt, weil ihr dieses Opfer nun sinnlos erscheint in Anbetracht der politischen Entwicklungen.

Das Kind eines Widerständlers hatte immer wieder einschüchternde Hausdurchsuchungen miterleben müssen. Diese Grenzverletzungserfahrungen sitzen tief. Als erwachsener Mensch hat es jetzt Angst vor Kontrollen durch das Ordnungsamt.

Eine Frau, die als Jugendliche ohne jeglichen Besitz mit ihrer Familie in den Westen geflüchtet war, schaltet in den Anpassungsmodus um. Sie denkt, dass sie jetzt wieder zwei Meinungen braucht: eine öffentliche und eine private.

Ich finde das traurig. Heute. 30 Jahre danach. Wir dürfen alle gespannt sein, welche Spuren die jetzige Zeit hinterlassen wird.

In meiner Praxis beobachte ich, dass aktuell viele Traumareaktivierungen stattfinden. Das kann sehr krisenhaft sein, aber darin liegt auch eine Chance. Zu mir kommen immer mehr Menschen, die ihre schlimmen Erlebnisse jahrzehntelang gedeckelt hatten. Jetzt geht das nicht mehr. Bedrohungen – reale und eingeredete – lauern an jeder Ecke. Als Folge ergreifen Wut, Angst oder Lähmung die Menschen mit der vollen Wucht von damals. In diesem akuten Zustand drängen die chronischen Verletzungen auf Heilung.

Ich wünsche mir, dass diese Krise als Katalysator für die Entwicklung des Einzelnen und somit auch für den Bewusstseinsprozess der Menschheit dient. Wenn wir jetzt aus der Not heraus gezwungen sind, den alten Schmerz anzuschauen und die Wunden sauber zu versorgen, dann hat das Ganze langfristig einen Sinn. Lösen wir unsere Traumata, dann müssen wir das Leid nicht von Generation zu Generation immer weiterreichen. Diese Aussicht gibt mir Hoffnung.

Falls Sie nach dem schweren Stoff etwas zur Erheiterung brauchen, lege ich Ihnen den Film „Good bye Lenin“ ans Herz. Es ist wichtig, dass wir unseren Humor nicht verlieren.

Weitere Beiträge aus der Rubrik: Im Lichte der Geschichte




Das Ende der Spaltung

Schreibkunst Texter Ghostwriter

Lesedauer ~9 Minuten

Menschen bei einer tatsächlichen oder angeblichen Verfehlung zu ertappen, ist zum Volkssport geworden. Es gibt uns ein gutes Gefühl der moralischen Überlegenheit. Über gut oder schlecht entscheidet häufig nicht der innere Kompass des Einzelnen, sondern das aktuell gültige Wertesystem. Die Konvention gibt nicht nur vor, welchen Werten wir zu folgen haben, sondern auch in welcher Weise sie sich in unseren Handlungen spiegeln müssen.

Wir können uns mit breiter Rückendeckung über abweichendes Verhalten empören und wähnen uns vollkommen im Recht. Wir tun dann so, als seien wir selbst frei von Makel. Und manchmal glauben wir das sogar. Auf jeden Fall sind wir bemüht, der Welt eine blütenweiße Weste zu zeigen. Aus gutem Grund: Der kleinste Schmutzfleck könnte uns von der ungnädigen Gemeinschaft der Unfehlbaren ausschließen. Wenn wir uns dann nicht in vorauseilendem Gehorsam selbst geißeln, bewerfen uns dieselben Menschen mit Dreck, die eben noch gemeinsam mit uns Seite an Seite gegen andere vorgegangen sind.

Uns mit unseren eigenen Schwächen zu konfrontieren, ist hingegen völlig aus der Mode geraten.

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Wir leiden kollektiv unter einem besorgniserregenden Selbsthass oder zumindest an einem Mangel an Selbstliebe. Die Schokoladenseiten zu lieben, ist kein Kunststück. Selbstliebe bedeutet, auch die weniger populären Eigenschaften als Teil unseres liebenswerten Selbst zu betrachten, statt sie mit aller Macht verbannen oder mit Gutmenschentum übertünchen zu wollen.

Befassen wir uns etwas näher mit der Frage, was mit dem Wort „böse“ gemeint ist. Darüber gibt es einige philosophische Abhandlungen. Mich interessiert vor allem die psychologische Sicht. Böse ist das Gegenteil von gut. Was als gut gewertet wird, variiert von Kulturkreis zu Kulturkreis und von Epoche zu Epoche. Der jeweils aktuell Zeitgeist bildet sich oft in der Gesetzgebung ab. Suchen wir also nach Gemeinsamkeiten.

Der kleinste gemeinsame Nenner ist das Leben. Was dem Leben dient, wird allgemein als gut anerkannt. Was dem Leben schadet, zumindest als schlecht, häufig auch als böse, und wird bestraft. Eine objektive Einschätzung zu treffen, ist oft kniffelig bis unmöglich. Daher blicken wir auf das Extrem, an dem das Leben Schaden nehmen kann: Wenn jemand das Leben eines anderen beendet.

Wir werden fündig bei der Gerichtspsychologie. Als böse eingestuft werden Täter, die hinter Gittern sitzen, weil sie jemanden ermordet haben. Insbesondere, wenn sie keine Reue und kein Mitgefühl zeigen. Der Mangel an Empathie ist mitentscheidend für das Strafmaß. Diese Beobachtung deckt sich mit dem Satz „Das Böse beginnt da, wo das Mitgefühl endet.“ Und in der Tat gibt es Verbrechen, die kann man nur bei vollkommener Abwesenheit jedes Mitgefühls begehen. Ist also das Einfühlungsvermögen ein wichtiger Faktor bei der Suche nach dem „Bösen“?

Wenn das so ist, müssen wir uns fragen, wovon das Maß unseres Einfühlungsvermögens abhängt. Wieder gibt es verwirrend viele Faktoren und Betrachtungsweisen. Schauen wir uns zur Klärung das Ende der Empathie-Skala an: Menschen ganz ohne Mitgefühl.

Schätzungen zufolge haben etwa 1 % der Bevölkerung keinen Zugang zu ihren Gefühlen und können somit auch kein Mitgefühl empfinden. Wir bezeichnen diese Menschen als Psychopathen. Ein Prozent kling wenig. Das sind allein in Deutschland aber 830.000 Menschen. Ihr Anteil in Gefängnissen ist bei großer Gewaltbereitschaft und geringem IQ hoch. Sind die Vorzeichen umgekehrt, finden wir sie häufiger in den Top-Führungspositionen: von 14,5 % Psychopathen im Management ist die Rede. Wieso sind die Führungs-Eliten Sammelbecken für Leute ohne Emotionen?

Unbelastet von quälenden Gewissensbissen können diese Menschen ihre Agenda verfolgen. Sie plagt keine Angst – weder vor Entdeckung noch vor Strafe. Warum sollten sie redlich arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen? Sie können andere manipulieren und absahnen. Ihr Entscheidungskriterium heißt: Nützt mir das? Und nicht: Dient das dem Wohl der Gemeinschaft?

Auf diese Menschen können wir gut mit Fingern zeigen. Sie sind ja ganz anders als wir. Sie manipulieren uns und beuten uns aus. Und warum? Weil sie kein Mitgefühl besitzen! Deshalb fühlen wir uns berechtigt, Ihnen das Mitgefühl zu entziehen. Merken Sie was?

Haben Sie Mitleid mit Menschen, die mitleidlos sind. Auch sie gehören zur Menschheitsfamilie. Sie haben sich das Leben ohne Emotionen nicht ausgesucht. Psychopathie ist sozusagen ein „Geburtsfehler“ oder neutraler formuliert „eine Laune der Natur“. Niemand ist schuld. Und keiner kann etwas dagegen unternehmen.

Natürlich müssen wir ihren Untaten ein juristisches und gesellschaftliches STOPP-Schild entgegensetzen, aber als Monster abwerten dürfen wir diese Menschen nicht. Sie verdienen unser Mitgefühl. Schauen Sie in jedes beliebige Gremium und rechnen Sie aus, wie viele der Mitglieder keinen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen haben. So ein armes Leben! Und wenn es Ihnen gelungen ist, Mitgefühl zu empfinden mit jenen, die skrupellos jedes beliebige Verbrechen begehen können, das ihnen Macht oder Reichtum beschert, dann sind Sie reif für die nächste Stufe: Mitgefühl mit sich selbst.

Hören Sie endlich damit auf, sich für Ihre vermeintlichen Schwächen zu verurteilen. Anerkennen Sie, dass Sie nicht perfekt sind. Betrachten Sie Ihre Schattenseiten, auch wenn es weh tut. Der Blick auf das „Böse“ in uns verleiht Demut und Gnade. Ja, wir sind Menschen. Das Gute und das Böse gehören zum Menschsein dazu. Wir können uns dem stellen und wachsen. Oder es verleugnen und unsere schönes Image polieren, bis uns die Hände krampfen.

Beenden Sie die Spaltung in sich. Begreifen Sie, dass Ihnen Ihr scheinbar untolerierbares Gegenüber ungeliebte Facetten Ihrer eigene Persönlichkeit vor Augen hält, und wenn es nur Ihre Unvollkommenheit ist. Werden Sie sich der Projektion bewusst. Erst dann können Sie sie verhindern.

Integrieren Sie Ihre gesellschaftlich weniger erwünschten Qualitäten. Lieben Sie sich nicht trotz Ihrer Schwächen, sondern mit ihnen. Werden Sie sich aller Facetten Ihrer Persönlichkeit bewusst. Erkennen Sie sich selbst. Gewinnen Sie Verständnis für Ihr So-Sein. Vergeben Sie Ihrem jüngeren Ich, das vielleicht unverzeihliche Fehler gemacht hat (mehr dazu bei SES13). Und dann änZum Weiterlesen:dern Sie, was Sie von sich aus verbessern wollen – aber nicht aus einem Gruppendruck heraus, sondern weil es Ihren tiefen Überzeugungen entspricht (mehr dazu bei SES5 und SES16).

Den Prozess der Selbsterkenntnis unterstützt das Sicherheitsschloss SES2. Es befindet sich am Rücken am oberen Rand des Hüftknochens rechts und links der Wirbelsäule. Mit dem Balancieren von SES2 werden Zweifel, Verzweiflung und Zweitracht gelindert. SES2 schickt den „Richter im Rucksack“ in Urlaub und hilft uns aus dem Drang heraus, mit anderen konkurrieren zu müssen. Dadurch werden Erschöpfungszustände aufgelöst. Ganz nebenbei befreit der Griff Energie, die sich in den Beinen staut, und entlastet allgemein den Rücken. Auf der emotionalen Ebene reguliert SES2 Traurigkeit und Sorgen.




Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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Weitere Beiträge aus der Serie:

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

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Foto: Huskyherz / pixelio.de

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

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Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Foto: Oliver Mohr / pixelio.deIm Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

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Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

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Kommentar von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Blindes Vertrauen ist nicht immer angebracht.

Wenn Sie im Internet unterwegs sind, klicken Sie auf fast jeder Website auf einen Knopf mit der Aufschrift „Ich stimme zu“. Diese Einrichtung soll dazu dienen, Ihre Daten zu schützen. Sie haben die Möglichkeit, umfassende Ausführungen zur Verwendung Ihrer Daten zu lesen, bevor Sie die Meldung bestätigen. Tun Sie das? Vermutlich nicht immer. Das wäre eine aufwändige Freizeitbeschäftigung mit wenig Unterhaltungswert.

Mir geht es an dieser Stelle nicht um Datenschutz. Ich möchte die Beobachtung aus psychologischer Sicht einordnen: Wir gewöhnen uns daran, reflexhaft unsere Zustimmung zu bekunden, ohne uns damit auseinanderzusetzen, WOZU wir hier nicken. Das ist bedenklich.

Mir fällt in diesem Zusammenhang ein alter Verkäufertrick ein: Der Kunde bekommt mehrere Fragen gestellt, die er sicher mit „ja“ beantworten wird, um den Weg zum ersehnten „ja“ – nämlich zur Kaufentscheidung – zu bahnen. Unser Unterbewusstsein begünstigt eine Abfolge von aneinandergereihten Zustimmungen. Deshalb halte ich es für wichtig, dass wir uns dessen sehr bewusst sind, wenn diese Beeinflussung gerade geschieht.

Ähnliches erlebt man manchmal bei medizinischen Maßnahmen. Kurz vor einer Darmspiegelung musste ich vor Ort unterschreiben, dass es vollkommen in Ordnung sei, wenn man mich bei der Untersuchung versehentlich umbringt. Hätte ich nicht unterschrieben, wäre das erschöpfende Abführen der vergangenen 24 Stunden umsonst gewesen.

Meine Zustimmung diente dem Haftungsausschluss. Wenn der Arzt meine Darmwand perforiert hätte, wäre das Krankenhaus nicht haftbar gewesen. Man könnte meinen, dass es nicht angebracht sei, solch ein Dokument den aufgeregten Patienten direkt vor so einem Eingriff unter die Nase zu halten. Welche praktische Chance auf Widerspruch haben sie an dieser Stelle noch?

Nicht nur durch unsere Unterschrift bestätigen wir Zustimmung, auch durch unser Handeln. Ein Beispiel sind mögliche Schäden durch Arzneimittel. Der Beipackzettel berichtet über alle Nebenwirkungen. Die einen wollen genau wissen, welche Beschwerden durch das Medikament verursacht werden können. Die anderen schauen lieber gar nicht erst hin.

Der verschreibende Arzt muss uns über alle Risiken aufklären, wenn er uns ein Mittel erstmalig verordnet. Nehmen wir einmal an, dieser gesetzlichen Bestimmung würde in den Praxen ausnahmslos nachgekommen: Wie wägen Sie ab, was Sie einnehmen und was nicht? Sind Sie umfassend in Kenntnis über   Notwendigkeit, Nutzen und Gefahren, um eine aufgeklärte Entscheidung treffen zu können? Oder stimmen Sie dem Mediziner in blindem Vertrauen zu?

Wir stimmen zu, weil ein Fachmann uns seine Meinung gesagt hat. Wir stimmen zu, weil wir keine Zeit haben. Wir stimmen zu, weil wir scheinbar keine andere Wahl haben. Wir stimmen zu, weil alle dazu nicken. Wir stimmen zu, um nicht in einen Streit zu geraten. Wir stimmen zu, um zur Gruppe gehören zu dürfen. Wir stimmen zu, weil es als moralisch einwandfrei oder politisch korrekt gilt. Wir stimmen zu, um keinen Shitstorm zu ernten. Wir stimmen zu, um gut dazustehen.

Wir stimmen nicht mehr zu, weil wir es RICHTIG finden, sondern weil es gemäß der vorherrschenden Bewertung als GUT gilt. Es entspricht den allgemein anerkannten Werten. Ob eine Zustimmung unseren eigenen Werten widerspricht, blicken wir erst, wenn sich danach ein ungutes Gefühl einstellt. Und das bemerken wir nur, falls wir aufmerksam in uns hinein spüren.

In einem psychologischen Experiment hat man eine Gruppe von Menschen eine sehr einfache Frage gestellt. Bis auf die eigentliche Testperson, waren alle anderen angehalten, eine falsche Antwort zu geben – und zwar alle dieselbe. Von dieser Absprache wusste die Testperson nichts. Sie stand mit ihrer offensichtlich richtigen Entscheidung also alleine da. Und was war das Ergebnis der Unersuchung? Sie hat sich der anderen – sichtbar falschen – Meinung aus Gruppendruck heraus angeschlossen. Erst als eine weitere Person ihre Entscheidung unterstützte, hat sie sich getraut, ihre Ansicht zu vertreten.

Wir leben in einer Kultur der mehr oder weniger druckvoll herbeigeführten Zustimmungen. Durch die alltägliche Wiederholung erscheint uns das normal. Im ersten Schritt ist es deshalb notwendig, die Situation zu begreifen. Mit diesem Beitrag will ich Sie anregen, darauf zu achten, an welchen Stellen Sie zustimmen, ohne den Sachverhalt geprüft zu haben und ohne selbst zu der Meinung gelangt zu sein, dass es RICHTIG für Sie ist zuzustimmen.

Lassen Sie sich nicht von erhobenen Zeigefingern davon abhalten, Ihren eigenen Standpunkt zu finden. Moralisten würgen jeden sachlichen Austausch ab, indem sie meinen, bestimmen zu können, was als GUT gelten darf – es muss noch nicht einmal RICHTIG sein. Was als GUT eingestuft wird, ist aber eine Entscheidung, die für jeden Menschen unterschiedlich ist und sein darf. Niemand kann Ihnen sagen, was in Ihrem Leben als GUT zu bewerten ist.

Ihr Kopf kann Ihnen sagen, was WAHR ist, der Bauch gibt Hinweise, was Sie als SCHÖN und lustvoll empfinden. Was aber GUT ist, entscheidet Ihr Herz. Über die Wahl zwischen der Unlustvermeidung aufgrund des Bauchgefühls und dem Urteil der Nützlichkeit aus dem Verstand hat das Herz die Hoheit. Der Wegweiser ist Ihre einzigartige Wertehierarchie.

Natürlich müssen Sie nicht jedes mal alle Datenschutzregeln durchlesen, wenn Sie auf eine Website gehen wollen. Mein Ziel ist es, dass Ihnen das Reflexhafte der Zustimmung bewusst wird. Und dass Sie an wichtigen Stellen aufhorchen, wenn jemand Ihre Zustimmung einfordert. Dann können Sie frei entscheiden, welche Prüfsteine für Ihre Zustimmung gelten.

Sie haben Ihre eigenen Werte, die Sie gemäß einer inneren Landkarte unterschiedlich gewichten. Werden Sie sich Ihrer Werte bewusst. Nach diesen zu entscheiden und zu handeln bedeutet, ein Leben in Aufrichtigkeit zu führen. Das wünsche ich Ihnen und uns allen von Herzen.

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Angstfrei durch die Lüfte schweben

Artikel mit Video-Serie von Petra Weiß. Lesedauer ~ 11 Minuten.
Rubrik: Elemente in Spuren.

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Heiter bis luftig. Foto: Cornerstone / pixelio.de

Emotionale Belastungen stehen der freien Selbstentfaltung im Wege, allen voran Angst und Panik. In solchen Zuständen sind wir nicht in der Lage, klar zu sehen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich der Regulation von Emotionen zuzuwenden. An dieser Stelle möchte ich mich dem Thema über die Elemente-Betrachtung nähern und beziehe mich auf die Modernen 4-Elemente-Medizin nach Dr. Peter Vill. Welches Element hat mit Angst zu tun? Wie gerät es aus der Balance? Und was können Sie selbst dazu beitragen, es zu regulieren?

Angst ist aus Elemente-Sicht ein Mangel an Luft. Manche von uns haben konstitutionell viel Luft zur Verfügung, andere sind damit nicht so reich gesegnet. Als praktische Konsequenz sind einige Menschen anfälliger für Angst und andere weniger. Allen gemeinsam ist, das bestimmte Umstände den Mangel an Luft verstärken und andere dem Ausgleich dienen. Betrachten wir, was der Luft zugeordnet ist, um herauszufinden, wodurch das Risiko eines Luft-Mangels entstehen könnte.

Wie kann ich erkennen, dass mein Luft-Element Unterstützung braucht, außer durch den Blick auf die Emotionen? Zunächst muss man wissen, dass ein Zuviel oder ein Zuwenig eines Elements sich auf verschiedenen Ebenen zeigen kann. Und dass die Ebenen stets darum bemüht sind, sich gegenseitig im Gleichgewicht zu halten.

Wie zeigt sich Luft-Mangel?

Auf der körperlichen Ebene kann sich ein Mangel an Luft vielfältig auswirken. Diesem Element zugeordnet sind z.B. die Knochen, die Zähne und die Haut, aber auch die Atmung und das Nervensystem sowie die Sinnesorgane. Ein Mangel an Luft kann also mitunter unsere Wahrnehmung und unsere kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen. Auf der Stoffwechselebene gehören das Mineral Kalzium und das Stresshormon Cortisol zum Luft-Element.

Nachvollziehbar ist die Regulation eines Luft-Mangels auf der Seelenebene (Angst) durch das Ausschütten eines luftigen Hormons (Cortisol). Das Element ist damit ausgeglichen, Ihrer Gesundheit dient diese Kompensation natürlich nicht nachhaltig.

Ganz praktisch fehlt uns Luft, wenn wir zu wenig Sauerstoff bekommen, weil wir zum Beispiel unter Atemwegserkrankungen leiden, oder wenn wir zu selten an die frische Luft gehen. Wenn uns konstitutionell auf körperlicher Ebene Luft-Element fehlt (Blutgruppe A oder Null), brauchen wir die Atemluft um so dringender. Blutgruppe Null muss sich zusätzlich viel bewegen, treibt also am Besten Sport unter freiem Himmel. Die Blutgruppe hat auch Auswirkungen auf unser Ernährung: Bei Luft-Mangel können wir schwer auf Kohlenhydrate verzichten.

Ohne Luft keine Freiheit

Auf der Seelenebene bedeutet Luft Freiheit. Ein Gefühl von Freiheit entsteht dadurch, dass wir frei wählen können, was wir tun und was wir lassen, was wir sagen und letztlich auch was wir meinen. Freiheit wird gefördert durch ein Klima der Toleranz, insbesondere im Denken und im Glauben. Verstand und Spiritualität gehören zum Luft-Element.

Alle Einschränkungen unserer Freiheit nehmen uns die Luft. Wenn wir nicht von Natur aus im Luft-Überfluss leben, machen sie uns Angst bis hin zu Ohnmachtsgefühlen und Handlungsunfähigkeit.

Zusätzlich kommt die Erde-Luft-Achse zum Tragen. Diese beiden Elemente suchen grundsätzlich nach einer harmonischen Balance. Fällt unsere Erdung, z.B. durch Gefühle der Ohnmacht oder drohenden Verlust oder faktischen Geldmangel (Macht, Besitz und Euro gehören zum Erd-Element), dann spüren Sie das auf der Seelenebene als Unsicherheit. Eine unbewusste Regulation besteht darin, dass wir auch unser Luft-Element senken, indem wir Angst haben. Die Achse ist dann ausgeglichen: weniger Erde –> weniger Luft. Dem Wohlergehen förderlich ist diese „Balance im Schlechten“ nicht.

Sie haben die Wahl!

Die gute Lösung ist also, das Luft-Element zu stärken. Unbewusst machen Sie das sowieso. Zum Beispiel, indem Sie Pasta und Kuchen essen oder indem Sie viel denken. Gedanken können fruchtbar sein oder grüblerisch. Den Elementen ist das egal, Hauptsache die Achse wird balanciert. Für Sie ist es aber wichtig, wie Sie das fehlende Element ausgleichen. Sie finden Wege, die Ihren Bedürfnissen besser dienen als das nächtliche Gedankenkarussell.

Elemente kann man prinzipiell auf vielerlei Weise fördern, z.B. durch bestimmte Farben oder Düfte, durch eine spezifische Gestaltung der Umgebung, durch die bewusste Wahl der Lebensumstände wie Beruf oder Hobbys und sogar durch verschiedene Musikstile. Auch Menschen, die von dem entsprechenden Element besonders viel besitzen, dienen uns durch ihr pures Dasein zum Füllen von Feuer, Wasser, Erde oder Luft.

Natürlich spielt auch die Ernährung eine Rolle – allerdings zumeist eine „un-luftige“. Leute, die strenge Regeln benötigen, leiden eher an Erd-Mangel. Ihre Konzepte sind für Luft-Sucher daher meist kontraproduktiv.

Der leidige Ausgleich über die Ernährung

Sie müssen Ihren Luft-Mangel nicht durch die Ernährung ausgleichen, was bedeuten würde, dass Sie überwiegend Kohlenhydrate zu sich nehmen und wenn schon Fleisch, dann Federvieh. Falls Sie auf der Körperebene genug Luft haben (Blutgruppe AB oder B), sind solche Kostformen nur bedingt empfehlenswert und führen in eine ungute Balance, die Sie nur kurzfristig aus einem akuten Angstzustand herausführen kann, aber nicht als Dauerlösung geeignet ist.

Wenn Sie beim Essen und Trinken Ihr Luft-Element fördern wollen, bringen Sie am Besten eine bunte Vielfalt auf dem Speiseplan. Werden Sie kreativ und probieren Sie Neues aus. Veränderung ist luftig. Statt zu planen, improvisieren Sie und gehen Sie auch mal ganz spontan essen – im Idealfall am Buffet. Nehmen Sie sich Freiheiten heraus und erlauben Sie sich auch beim Essen Freude und Leichtigkeit. Dekorieren Sie den Tisch mit lustigen Servietten und hören Sie beim Kochen fröhliche Musik, vielleicht singen Sie sogar mit. All das dient Ihrem Luft-Element mehr als sich sklavisch an irgendeinen Diätplan zu halten, egal wie sinnig er theoretisch ist. (Ja, das wird den Erd-Mangel-Menschen jetzt gar nicht gefallen. Macht nichts. Für sie ist der Tipp ja auch nicht gedacht.)

Ich habe aus der großen Fülle von Möglichkeiten ein paar konkrete Beispiele für Sie herausgefischt, wie Sie jeden Tag auf einfache Weise mehr Luft in Ihr Leben bringen können.

Diese praktischen Tipps gebe ich Ihnen in Form von ultra-kurzen Video-Beiträgen (mein neues Format “Mikrolehrstoffe”).  Aus meiner Reihe “Elemente in Spuren” werde ich in der kommenden Woche jeden Tag von Montag bis Freitag einen Beitrag zum Luft-Element für Sie hier freischalten, der jeweils für 24 Stunden online sein wird:

  1. Video-Betrag “Farben” am 20.07.2020 ab 10 Uhr
    Heute erfahren Sie, welche Farben dem Luft-Element dienen und wie Sie sie einsetzen können:
  2. Video-Beitrag “Freude” am 21.07.2020 ab 10 Uhr
    Heute erhalten Sie Anregungen, wie Sie ganz praktisch Momente der Freude in Ihren Tag bringen.
  3. Video-Beitrag “Aroma” am 22.07.2020 ab 10 Uhr
    Heute sprechen wir darüber, wie Sie Aromatherapie in Ihren Alltag integrieren können und welche Düfte besonders luftig sind.
  4. Video-Beitrag “Musik” am 23.07.2020 ab 10 Uhr
    Heute differenzieren wir, welche Bestandteile von Musik luftig sein können, auch anhand einer Demo:
    https://www.youtube.com/watch?v=UXIJ35wbe0g
  5. Video-Beitrag “Toleranz” am 24.07.2020 ab 10 Uhr
    Heute befassen wir uns mit “Luft-Element für Fortgeschrittene”, nämlich auf der Seelenebene.

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