Peinlich, peinlich…

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Haben Sie sich schon einmal geirrt? Echt jetzt? Dann ist Ihnen womöglich ein peinlicher Fehler passiert. Damit kann man Sie im Nachhinein wunderbar manipulieren. In unserer Gesellschaft tun wir ja oft so, als sei es möglich, fehlerfrei durchs Leben zu schreiten.

Na, ja: Das Schreiten sieht eher aus wie ein Eiertanz, wenn man versucht, um jedes Fettnäpfchen herum zu manövrieren. Das geht natürlich nicht. Wir sind Menschen. Wir machen nun mal Fehler. Durch Lernen kann daraus Entwicklung entstehen.

Aus Ihrem schamvollen Aberglauben, unfehlbar sein zu müssen, kann Ihr Gegenüber einen Vorteil ziehen. Jemanden mit seinen früheren Verfehlungen zu konfrontieren, um ihm jedwede Kompetenz abzusprechen, ist ein beliebtes Totschlag-Argument in trickreichen Wortgefechten (“unfair warfare”).

In der Reihe “Sie baden gerade Ihr Gehir darin…” hangeln wir uns an den rhetorischen Kunstgriffen entlang, die Arthur Schopenhauer den Diskussionen antiker Philosophen entnommen hat. Er hat sie in seinem Buch „Die Kunst Recht zu behalten“ niedergeschrieben.

Bereits erschienen sind die Beiträge

Scheinargumente mit Tradition

All-gemeine Argumente.

Ups falsch verstanden…?

Beweise, die keine sind

Kopfsalat statt Spinat

In der letzten Ausgabe haben wir gesehen, wie hilfreich es für eine tückische Gesprächsführung ist, den anderen emotional in Wallung zu bringen.

Zur Veranschaulichung der Kunstgriffe zeigen wir die Tricks anhand einer alltäglichen Szene auf, die sich in vielen Familien so oder ähnlich schon zugetragen hat: dem Machtspiel um die Ernährung. Ein Kind soll Spinat essen und will das partout nicht.

Wenn man einen schönen Wutausbruch sehen will, hat es sich bewährt, aus Einzelfällen Verallgemeinerungen abzuleiten, die nicht schicklich für den anderen sind.

Gibt die Mutter zu „Als du klein warst, hast du den Möhrenbrei immer wieder ausgespuckt. Später hat sich herausgestellt, dass du gegen Möhren allergisch bist.“ hat der Sprössling sie am Schlafittchen: „Wir wissen ja schon, dass ich bei dir gegen meinen Willen Sachen essen muss, die ungesund für mich sind.“

So eine Anekdote eignet sich für den Dauergebrauch. Sie lässt sich pausenlos aufs Butterbrot schmieren und verdirbt der Mama vor lauter schlechtem Gewissen den Appetit auf weitere Diskussionen.

Falls Sie mit solchen Taktiken Bekanntschaft machen, wechseln Sie auf die Meta-Ebene und sprechen Sie den falschen Rückschluss als solchen an: „Ja, ich habe einen Fehler gemacht. Du hattest in diesem Punkt Recht und ich hatte Unrecht. Das bedeutet aber nicht, dass Du nun immer im Recht bist und dass alles, was ich ab jetzt sage, falsch sein wird.“

Text: Petra Weiß
Foto: Elisabeth Patzal / pixelio.de

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Petra Weiß ist Heilpraktikerin und psychologische Beraterin. Ihre Liebe zur Sprache begleitet sie schon ihr Leben lang. Sie hat zahlreiche Beiträge in Print und Online veröffentlicht. Seit Sommer 2020 gibt Sie die Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst” heraus.

Von Wahrheit, Wirklichkeit und Realität

Heilpraktiker Weinheim Praxis Lichtblick

Durch unsere Gedanken können wir uns in fast jede beliebige Stimmung hineinversetzen. Erinnern wir uns an einen schönen Moment im letzten Urlaub, werden wir ganz anders gestimmt sein als wenn wir uns eine verpatzte Prüfung oder eine schmerzhafte Trennung ins Gedächtnis rufen. Es ist menschlich, dass unsere Gemütsverfassung über Gedanken beeinflussbar ist.

Nun entstammen nicht ausnahmslos alle Gedanken unserem Kopf, die sich dort befinden. Wenn wir etwas hören, sind das zunächst die Gedanken des Sprechers, die aus seinem Mund durch unsere Ohren in unser Gehirn gelangen. Sie bewirken dort etwas. Ebenso geht es uns mit geschriebenen Worten, Bildern oder Farben, die über die Augen wahrgenommen werden und unseren Zustand direkter verändern.

Während beim Gehörten und Gelesenen die Phantasie aus den Worten erst ein Bild entstehen lässt, wird bei Foto und Film die bildhafte Vorstellung frei Haus geliefert.

Gesehenes und Gehörtes wird über den Verstand bewertet und führt in der Folge zu Sorge, Furcht, Traurigkeit oder Empörung.

Noch unmittelbarer ist die Wahrnehmung von Gerüchen, weil der Verarbeitungsweg des Riechnervs direkt im Limbischen System endet, das für unsere Bindungen und Gefühle verantwortlich ist, ohne Filter über das Verstandeshirn, den Präfrontalen Cortex. Wir ordnen also die Eindrücke des Riechsinns nicht ein, bevor ihre Auswirkungen uns erreichen.

Das ist entwicklungsgeschichtlich sinnvoll, damit man durch die blitzschnelle Empfindung von Ekel und Abscheu erst gar nicht in eine verdorbene Frucht beißt oder von brackigem Wasser kostet. Das war seit jeher wichtig für unser Überleben. Immerhin muss der Geruchssinn einem Überlebenstrieb Einhalt gebieten, nämlich Hunger und Durst.

Sie werden viele verschiedene und teils widersprüchliche Beschreibungen für die von mir verwendeten Begriffe finden. Mir ist nur wichtig, dass wir zwischen Regungen unterscheiden, die von innen oder außen aufgrund von Gedanken erzeugt worden sind und jenen, die durch unmittelbares Erleben ausgelöst werden. Beide fasse ich unter den Begriffen Gestimmtheit zusammen. Die Stimmung und die geistige Verfassung gemeinsam nenne ich Gemüt. Moderner würde man als Überbegriff für mentale und seelische Zustände auch „Psyche“ sagen. Mir liegen die Fremdwörter nicht so. Deshalb bleibe ich bei den für mich eingängigeren Bezeichnungen.

Gemütszustände, die von Gedanken ausgelöst wurden, nenne ich Emotionen. Ein Gedanke hat mein Gemüt bewegt, e-motio. Sie können bestenfalls bewusst von mir selbst ausgelöst werden und schlimmstenfalls von außen, ohne dass ich den Einfluss erkenne. Emotionen müssen mit der tatsächlichen Welt um mich herum nicht das Geringste zu tun haben.

Bei der Gelegenheit möchte ich ein paar Missverständnisse auflösen. Das Wort Realität ist verwandt mit Royalität: was der König möchte, das sein Volk glaubt. Die Realität ist das, was man uns zeigt, vorführt oder präsentiert. Das kann, muss aber nicht mit der Wahrheit zu tun haben.

Wahrheit ist ein völlig verwässerter Begriff. Ich höre immer wieder, jeder habe ein Recht auf „seine Wahrheit“. Größer könnte der Schaden an Verwirrung bei den Menschen nicht sein als durch solchen mutwillig gestreuten Aberglauben. Wenn wir uns an der Verlässlichkeit von Wahrheit nicht mehr festhalten können, sind Tür und Tor geöffnet für jede Form der Täuschung und des Betrugs.

Es gibt nur eine Wahrheit. Sie ist durch den Verstand grundsätzlich erkennbar. Man mag verschiedene Blickwinkel auf diese Wahrheit einnehmen oder nur bestimmte Teile davon betrachten. Aus diesem unvollständigen Eindruck zieht man mitunter falsche Schlüsse. Das heißt aber nicht, dass jeder Blödsinn Anspruch auf ein Wahrheitssiegel hat.

Wir verleugnen unsere Fähigkeit der Unterscheidung von richtig und falsch und damit unseren naturgegebenen Verstand, wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf moralische Gesichtspunkte richten, noch bevor wir mit wachen Sinnen den Wahrheitsgehalt geprüft haben. Wir fragen „Ist das gut oder böse?“, statt zu fragen „Stimmt das überhaupt? Ist die Annahme richtig oder falsch?“ Wozu das führt, sehen Sie allenthalben.

Und wo wir gerade dabei sind, klären wir noch, was Wirklichkeit ist: Wirklichkeit ist das, was wirkt. Insofern hat jeder seine eigene Wirklichkeit. Sie kann mehr oder weniger mit der Wahrheit übereinstimmen und wird von der Realität mal stärker, mal leichter beeinflusst.

Kommen wir zurück zu den Emotionen und den Gefühlen.

Unsere Emotionen werden von unserer Wirklichkeit beeinflusst. Was wir denken und erleben, löst etwas in uns aus.

Unsere unmittelbaren Erfahrungen sind in diesem Sinne wahr. Die Blume riecht jetzt so. Das Brot schmeckt so. Der Sessel fühlt sich so an. Ich sehe ein Haus. Ich höre ein Musik-Stück. Wahr-Nehmung ist immer echt. Aus ihr entspringen Gefühle. Wut ist so ein Gefühl. Sie ist leicht zu unterscheiden von der künstlichen Emotion der Empörung, bei der immer der Anschein einer sittlichen Überlegenheit mitschwingt.

Wenn Sie einem Tiger gegenüberstehen, der die Zähne fletscht, werden sie keine sorgenvollen Gedanken haben wie: „Wer kümmert sich um meinen Garten, während ich mich im Krankenhaus von dem Biss erhole?“, sondern sie werden nackte Angst erleben, die eine unmittelbare Handlung bewirkt. Sie werden rennen oder kämpfen oder sich tot stellen. Angst ist ein Gefühl. Sie ist in ihrer Auswirkung nicht leicht zu unterscheiden von Furcht, aber in ihrer Dauer. Angst vergeht mit der beängstigenden Lage. In Furcht können wir monatelang bleiben. Sie ist gemacht.

Furcht kann man deshalb so leicht erwecken, weil unser Überleben als Art davon abhing, dass wir mögliche Bedrohungen blitzschnell erkennen. Unser Gehirn vergleicht rund um die Uhr, ob etwas, das uns eben gerade begegnet, uns an frühere Gefahren erinnert. Falls das auch nur ganz entfernt der Fall ist, schalten wir in den Alarmmodus um. Der ganze Körper wird in Habachtstellung gebracht. Hormone werden ausgeschüttet, die Verdauung und die Abwehr werden heruntergefahren, die Muskulatur spannt sich an, die Sinne sind geschärft.

Im echten Leben begegnen uns glücklicherweise sehr selten solche Anlässe. Sie stehen in der Regel keinem Tiger gegenüber. Sie sehen ihn nur im Fernsehen. Im Gehirn heulen aber die Sirenen, weil unsere archaischen Überlebensfunktionen nicht unterscheiden zwischen tatsächlichen und digitalen Bedrohungen.

Vielleicht nehmen Sie das gar nicht mehr bewusst wahr, weil Sie sich allabendlich zur Unter-Haltung den Horror ins Wohnzimmer holen. Aber ihre Amygdala (Mandelkern im Gehirn) weiß nichts von TV, Hollywood und Special Effects. Sie wird zuverlässig ihre Warnschüsse abgeben, als stehe der Terminator mitten in Ihrem Haus. Fühlen Sie doch mal Ihren Puls während eines Actionfilms. Dann werden Sie sehen, dass die Welt in dem eckigen Kasten direkte Auswirkungen auf Ihre erlebte Wirklichkeit hat.

Während wir uns bei Science Fiction Streifen noch damit beruhigen können, dass der Inhalt unrealistisch oder extrem unwahrscheinlich ist, entfällt bei Dokumentationen oder Nachrichten (das für den Zuschauer Nach-Gerichtete) bei gutgläubigen Menschen diese Prüfung. Sie halten das Gezeigte erst mal für echt und wahr. Das mag zutreffen. Aber wir wissen es nicht.

Wir sehen ein Bild und hören einen Ton. Das ist unsere Wahrnehmung. Ob der Inhalt des Gehörten oder Gezeigten echt ist und der Wahrheit entspricht, ist ungewiss. Sicher ist nur: Nachrichten lösen etwas in uns aus – eine Emotion, die von einem Gefühl nicht zu unterscheiden ist, weil sie unmittelbar auf etwas Erlebtes folgt. Etwas aus zweiter Hand Erlebtes. Das ist keine echte Erfahrung. Das ist Hören-Sagen. Wir glauben, wir hätte etwas mit eigenen Augen gesehen. Haben wir aber nicht. Wir haben ein BILD mit eigenen Augen gesehen. Und wir haben gehört oder gelesen, dass dieses Bild in einem bestimmten Zusammenhang entstanden ist. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Sonst kann man unsere Stimmung, unsere Meinung und unser Handeln über künstliche Realitäten beliebig steuern.

Bleiben Sie wach und achtsam. Wann immer Sie einen Beitrag lesen oder hören, der Sie in Furcht oder Empörung versetzt, sind Sie manipuliert worden. Drehen Sie dem Stimmungsmacher den Saft ab. Wenn wir die Beeinflussung enttarnen, verliert sie ihre Kraft.

Erleben Sie bewusst echte Gefühle. Das geht in der Natur besonders gut. Spüren Sie die Wärme der Sonne, sehen Sie einem Schmetterling zu oder nehmen Sie den Duft des feuchten Waldbodens in sich auf. Sie können natürlich auch in ein leckeres Stück Kuchen beißen oder ein heißes Bad nehmen. Beobachten Sie, welches Behagen in Ihnen entsteht, wie Ihr lebendiger Leib sich dabei anfühlt und welche Gefühle sich in Ihnen ausbreiten. Das ist echt. So ist Leben. Lassen Sie sich nichts anderes erzählen von Figuren, die aus der bunten Scheinwelt eines toten Elektrokasten zu Ihnen sprechen.

Text : Petra Weiß
Foto: michael hirschka / pixelio.de

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Petra Weiß ist Heilpraktikerin und psychologische Beraterin. Ihre Liebe zur Sprache begleitet sie schon ihr Leben lang. Sie hat zahlreiche Beiträge in Print und Online veröffentlicht. Seit Sommer 2020 gibt Sie die Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst” heraus.

Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…

Heilpraktiker psychologische Beratung Weinheim

Die eigenen Bedürfnisse dürfen bei unserer Lebensgestaltung an erster Stelle stehen. Oft erfüllen wir stattdessen anderer Leute Erwartungen und Wünsche. Das geschieht nicht immer freiwillig. Häufig durchblicken wir unterschwellige Botschaften gar nicht, von denen wir uns beeinflussen lassen.

Damit ist jetzt Schluss. In der Reihe „Sie baden gerade Ihr Gehirn darin…“ erforschen wir gemeinsam die bunte Palette der Redensarten, mit denen Emotionen gesteuert, Stimmung gemacht, Meinung gelenkt und Verhalten beeinflusst werden kann.

Seit Generationen werden bestimmte Berufsgruppen mit Wissen über die Redekunst ausgestattet. Verkäufer, Politiker, Führungskräfte, Juristen, PR-Manager und Werbetreibende, aber auch Therapeuten und Journalisten sind darin ausgebildet, wie man sich der Macht des Wortes bedient. Wenn sie ihren Einfluss im Dienste der Menschen nutzen, ist dagegen nichts einzuwenden. Sind ihre Absichten jedoch fraglich oder bösartig, tun wir gut daran, ihre Aufrichtigkeit in Zweifel zu ziehen.

Grenzenloses Vertrauen ist ebenso unangebracht wie zwanghaftes Misstrauen. Eine gesunde Wachsamkeit soll durchaus schon mal berechtigt gewesen sein.

Es wird höchste Zeit, die Trickkiste der Wortakrobaten vor aller Augen zu öffnen. Die Kniffe zu kennen, schützt uns vor ihrem unlauteren Gebrauch. Wir können einordnen, welchen Winkelzug unser Gegenüber gerade anwenden will. Oder wenn wir selbst aus Versehen in Begriff sind, unsere schöne Sprache auf diese Weise zu entehren.

Starten wir mit einer Klärung, als was wir hier Manipulation betrachten wollen und wie sie sich von der alltäglichen Beeinflussung unterscheidet.

Nicht jeder Versuch, Ihrer Meinung oder Ihrem Verhalten eine Richtung zu geben, ist als Manipulation zu werten. Nach meiner Lesart hat Manipulation im Grunde etwas mit verschleierten Absichten und undurchsichtigen Beweggründen zu tun. Schauen wir erst einmal, was keine Manipulation ist.

Überzeugen – überreden – überrumpeln.

Will eine Mutter beispielsweise ihrem Nachwuchs den Verzehr von Gemüse nahebringen, wird sie all ihre Überzeugungskraft zum Wohle des Kindes einsetzen. Wenn das nicht fruchtet, wird sie versuchen, den Zögling zu überreden. Vielleicht wird sie ihre Argumente wiederholen oder neue Vorzüge des Gemüseessens hervorbringen. Am Schluss wird sie möglicherweise etwas Grünzeug unter die geliebte Lasagne mischen. Vielleicht lässt der Bub oder das Mädchen sich auf diese Art zum Kosten verleiten.

Ist das Manipulation? Nein. Dem Kind und der Mutter ist vollkommen klar, was sie von ihm will und warum ihr das so wichtig ist. Das Kind soll Gemüse essen. Damit es gut gedeihen kann. Diese Form der Beeinflussung kann man nicht als Manipulation einstufen, weil Beweggründe und Absichten offensichtlich sind. Der Verschleierungscharakter fehlt.

Schmeckt Ihnen die Gemüse-Debatte? Hoffentlich. Das Alltagsbeispiel dient mir nämlich in den kommenden Folgen dazu, Ihnen den Facettenreichtum häufig verwendeter Manipulationstechniken lebensnah aufzuzeigen.

Text: Petra Weiß
Foto: Gerhard Hermes / pixelio.de

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Petra Weiß ist Herausgeberin der Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst”. Ihr Anliegen ist es, mit Ihrer Schreibkunst etwas mehr Aufrichtigkeit in die Welt zu bringen. Diese Absicht verwirklicht sie über Ihre Beiträge und über psychologische Beratungen in ihrer Sprechstunde. Sie ist als Heilpraktikerin in Weinheim niedergelassen.

Den Müßiggang kultivieren

PR-Text, Journalismus, konstruktiv, Ghostwriter

Die meisten Menschen sind es gewohnt, ständig etwas zu tun zu haben. Das Leben zu gestalten, den Alltag zu meistern und für das materielle Wohl zu sorgen, hält uns auf Trab. Aus innerem Antrieb oder durch Druck von außen hasten wir durch unser Leben. Das viel zitierte „Hamsterrad“ ist ein zutreffendes Bild für das emsige Rödeln ohne Rast und Ruh.

Es gibt Typen, die von Natur aus mehr Bewegung brauchen als andere (Bewegungsnaturell: stabiler Knochenbau, Körper muskulös oder drahtig, Gesicht eher kantig) und denen körperlich und/oder mental ein hohes Maß an Kraft zur Verfügung steht, die nach einem Auslass sucht.

Menschen mit Blutgruppe 0 haben normalerweise viel Energie, was sich in einem regen Stoffwechsel zeigen kann. Bei „artgerechter Haltung“, also ausgiebige Bewegung und reichlich Wasserzufuhr, erfreuen sie sich häufig einer robusten Gesundheit aufgrund ihrer raschen und kraftvollen Abwehrreaktion.

Ein cholerisches Gemüt kann aus einem unausgeglichenen Feuer-Element entstehen. Ein Zuviel an Feuer will auf gesunde Weise abgebaut werden (Sport, Leidenschaft, gelenkte Aggression), weil es sich sonst im Körper (z.B. Entzündungen) oder in der Seele (z.B. Wutanfälle, Empörungssucht) bemerkbar macht. Bei vermindertem Feuer kann man dieselben Merkmale entwickeln (als Kompensation) oder im Gegenteil unter Antriebslosigkeit bis hin zum Phlegma leiden.

Das Ruhebedüftnis umgekehrt ist ebenfalls höchst individuell. Die einen brauchen 9 Stunden Schlaf, müssen langsam zu sich kommen und benötigen zusätzlich ausgedehnte Pausen über Tag (z.B. bei einem absoluten oder relativen Mangel an Wasser-Element). Die anderen werden rammdösig oder übellaunig, wenn sie morgens nicht in aller Frühe aus dem Bett springen. Bei der Wasser-Überfluss-Erkrankung Depression wird das besonders deutlich.

Unsere moderne Lebensweise ist allgemein auf Leistung ausgerichtet. Die Konkurrenz um das Höher-Schneller-Weiter fördert wiederum unser Feuer-Element. Der Status, dem wir so viel Aufmerksamkeit schenken, gehört ebenfalls zum Feuer-Element. Wir wollen wohlklingende Titel erringen, mit denen wir uns dann schmücken können. Wir nutzen alles Mögliche als Statussymbol: die Karriere, das Auto, ein stylisches Zuhause, Markenkleidung, den exklusiven Club-Urlaub, das Dinner im In-Restaurant, etc. Man muss nur in den sogenannten Sozialen Medien schauen, womit die Menschen ihr Image aufpolieren.

Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Man kann all diese Dinge auch genießen, ohne sie als Statussymbol zu missbrauchen. Entscheidend ist, ob ich einfach Freude daran habe, oder ob ich sie nutze, um mich aufzuwerten.

Weil all diese feurigen Merkmale in unserer Gesellschaft ohnehin überbewertet sind, kann es ausgleichend und dadurch entlastend sein, die Flamme vorübergehend einmal herunterzudrehen.

Dabei hilft uns das Sicherheitsenergieschloss SES25 aus der japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu (JSJ). Wozu es dient, sehen wir an seiner Position: Es liegt an der Stelle, wo der Oberschenkel das Gesäß berührt. Sie müssen sich also auf Ihre Hände setzen, um diese Energiepunkte zu strömen. Und was machen Sie dabei? Genau: gar nichts.

SES25 hilft uns aus unserem Aktionismus heraus. Das kann nützlich sein, wenn man sich beispielsweise angewöhnen will, erst in Ruhe nachdenken, bevor man reflexhaft aus einer Emotion heraus zu handeln beginnt. Man ist dann weniger manipulierbar.

SES25 ist außerdem ein guter Begleiter für Zeiten, in denen Handeln (noch) keinen Gewinn bringen kann, wenn man sich in Geduld üben will, statt Hals über Kopf etwas Unfruchtbares zu unternehmen.

Ich beobachte immer wieder, dass es schwer auszuhalten ist, nichts zu tun. Insbesondere dann, wenn man mit seiner derzeitigen Lage unzufrieden ist. Unsere Seele findet sich kaum damit ab, ohnmächtig zu sein. Mit allen Mitteln versuchen wir deshalb, diesen lähmenden Zustand zu vermeiden. Oft gibt es ja zumindest eine ganz kleine Möglichkeit, wie wir steuernd in ein Geschehen eingreifen können. Diesen Gestaltungsspielraum zu nutzen, ist dann sinnvoll und zuweilen sogar heilsam.

An vereinzelten Punkten im Leben sind wir wirklich ohne nennenswerten Einfluss auf die Ereignisse, zum Beispiel während einer Geburt oder beim Verlassen dieser Welt. Solche Momente machen uns am meisten Angst. Hier ist Loslassen die Lösung der Wahl, und zwar unseren Wunsch nach Kontrolle. Es kann äußerst befreiend sein einzusehen, dass wir nichts dagegen oder dafür tun können. Wenn wir unsere Ohnmacht akzeptieren, sind wir frei von der inneren Anspannung, die entsteht, weil wir meinen, unbedingt etwas tun zu müssen – IRGEND ETWAS.

Das soll natürlich keine Entschuldigung für Faulheit oder Feigheit sein. Ich möchte Sie ermutigen, Ausnahmesituationen anzunehmen, in denen es nach reiflichen Überlegungen das Vernünftigste ist, die Füße (noch eine Weile) still zu halten. Zeit ist für Reifeprozesse und Entwicklungen ein wichtiger Faktor. Kein Mensch ist eine Insel. Unsere Handlungen betreffen immer auch andere. Erst wenn der Zeitpunkt für alle Betroffenen gekommen ist, werden Veränderungen möglich.

SES25 führt uns heraus aus der Hektik und hinein in die Stille. Auf diese Weise sorgt es für geistige Klarheit.

Die JSJ-Übung regt den Stoffwechsel an, so dass wir an Gewicht zulegen oder verlieren, je nachdem was für unseren Körper natürlich und gesund ist.

Dank SES25 wird der Leib entgiftet und entwässert. Das Sicherheitsenergieschloss unterstützt die Blase bei ihrer Arbeit.

Einem Energiestau in den Beinen wirkt SES25 entgegen. Der Griff hat sich daher während langer Autofahrten oder Flugreisen bewährt.

SES25 belebt das ganze Wesen. Es dient der Regeneration und bringt uns zurück in unsere Kraft, wenn wir erschöpft sind.

Um beide Sicherheitsenergieschlösser SES25 zu strömen, setzen Sie sich auf Ihre Hände. Ob Ihre Handflächen dabei nach oben oder nach unten zeigen, entscheiden Sie nach Bequemlichkeit. Alternativ setzen Sie sich auf eine Hand und legen die andere über die Schulter (SES3/11). So harmonisieren Sie die entsprechende Körperseite komplett. Als Kurzgriff für SES25 können Sie wahlweise einfach Ihren Mittelfinger halten.

Wenn Sie also unbedingt etwas tun müssen, obwohl Sie jetzt eigentlich nichts tun wollten, öffnen Sie doch einfach Ihr SES25. Wenden Sie den Griff so oft und so lange an, wie er Ihnen wohltut. Setzen Sie sich nicht unter Druck. Vielleicht erinnern Sie sich an den Auftakt-Artikel: Sie können rein gar nichts falsch machen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Üben und Ausprobieren.

Text und Foto: Petra Weiß

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Hier werden insgesamt 26 Beiträge aus der Reihe veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Auftakt-Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

Weiterlesen…

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

Weiterlesen…

SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffewerden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen
Foto: Walter Eberl / pixelio.de

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven. Lesedauer

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven
Foto: Petra Weiß. Lesedauer

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

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SES20 Verbunden mit dem wissenden Feld

23.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 19 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Ein Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll. Irgendwoher muss sie eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Er entwickelte die These von wissenden Feldern, die der in-Form-ation dienen.

Auch wir können uns mit dem wissenden Feld verbinden, um unseren Platz in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.

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SES21 Die Befreiung

09.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Glaubenssätze geben uns Halt. Früh in unserem Leben haben wir gelernt, wie die Welt ist. So entsteht ein unbewusstes Bild davon, wie wir selbst sind, wie andere Menschen sind, und was man in bestimmten Situationen am Besten tun sollte.

Wir haben Erfahrungen gemacht und daraus Schlüsse gezogen. Diese Schlüsse sind auch heute noch entscheidend für unsere Überzeugungen und Handlungen. Deshalb ist es zweckdienlich für unsere Entwicklung, sie ins Bewusstsein zu holen und ihren Sinngehalt mit erwachsenem Verstand zu prüfen.

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SES22 Der rechte Platz

20.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Was ist meine Bestimmung? Wohin gehöre ich? An welcher Postion in unserer Gesellschaft kann ich meine einzigartigen Gaben entfalten? Diese und ähnliche Fragen stellen sich die meisten Menschen im Laufe ihrer Bewusstwerdung.

Früher hat man solche Überlegungen im süffisantem Ton der Überlegenheit als “Selbstverwirklichungstrip” belächelt. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind. Heute darf man sich auf die Suche nach dem eigenen Platz im Leben machen und findet sogar allenthalben Unterstützung für dieses Ansinnen.

Zu der Frage, wohin wir in unserer Familie gehören, gibt es aufschlussreiches und anwendbares Wissen sowie bewährte Vorgehensweisen wie das Familienstellen. Kniffeliger ist das Finden des rechten Platzes für den Einzelnen in unserer Gesellschaft.

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SES23 Das Entmachten der Angst

23.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~22 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Um Angst zu erleben, braucht es eine angsteinflößende Vorstellung. Sie beruht auf eigenen Erfahrungen, auf Erzählungen oder auf unserer Phantasie. Unser Denken ist auf jeden Fall mit von der Partie, wenn wir Angst haben. Furcht hingegen erleben wir angesichts einer soeben tatsächlich stattfindenden Bedrohung. Sie ist eine gesunde Reaktion und dient dem Überleben.

Gerade in der derzeitigen Lage ist es sehr bedeutsam, die Furcht von der Angst zu unterscheiden. Furcht dürfen wir als natürliche Überlebenshilfe begrüßen, das Ausmaß unserer Angst können wir durch unseren Verstand beeinflussen. Wie geht das? Und welche Auswirkungen sind zu erwarten?

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SES24 Vom Drama in den Frieden

25.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesdauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Foto: Klicker / pixelio.de

Ein bisschen Drama macht das Leben bunter. Es befreit uns aus dem immer gleichen Alltagstrott. Manche nennen kleine Tragödien „die Würze des Lebens“. Bestimmte Menschen lieben den Absturz von himmelhochjauchzend nach zu Tode betrübt aus großer Fallhöhe genauso sehr wie die gegenteilige Entwicklung. Aber nicht alle.

Für die dramatischen Charaktere ist im Moment reichlich geboten. Deshalb kümmern wir uns heute um diejenigen, die in sich etwas mehr Ruhe brauchen, während im Außen der Sturm tobt.

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Vom Drama in den Frieden

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Ein bisschen Drama macht das Leben bunter. Es befreit uns aus dem immer gleichen Alltagstrott. Manche nennen kleine Tragödien „die Würze des Lebens“. Bestimmte Menschen lieben den Absturz von himmelhochjauchzend nach zu Tode betrübt aus großer Fallhöhe genauso sehr wie die gegenteilige Entwicklung. Aber nicht alle.

Typenlehren wie das Enneagramm haben mir verdeutlicht, dass die Bedürfnisse nach Wellenbewegungen im Innen und im Außen unterschiedlich sind. Phlegmatische oder ängstliche Menschen brauchen eine Stabilität nahe der Nulllinie. Abenteuerlustige Leute genießen das Wechselbad der Gefühle. Und wieder andere wollen am Liebsten immer auf Wolke sieben schweben.

Für die dramatischen Charaktere ist im Moment reichlich geboten. Deshalb kümmern wir uns heute um diejenigen, die in sich etwas mehr Ruhe brauchen, während im Außen der Sturm tobt.

Im Jin Shin Jyutsu gibt es einen Griff dafür, wenn Emotionen hochkochen und sich leidenschaftlich entladen oder wenn Ereignisse in rascher Folge vonstattengehen, auf die wir keinen Einfluss nehmen können. Wenn wir beispielsweise verlassen werden oder wenn wir unsere Arbeit verlieren, reagieren wir oft nicht aus dem Verstand heraus, wir werden impulsiv und haben unsere spontanen Gemütsregungen nicht mehr im Griff. Oft tut uns hinterher leid, wie wir uns verhalten haben. Das Porzellan ist dann aber schon zerdeppert.

Das Sicherheitsenergieschloss SES24 beruhigt und klärt. Es ordnet das Chaos. Rachegedanken und Eifersucht werden besänftigt. Wir lernen zu begreifen, warum die Dinge sich so entwickelt haben, und welche Chance in der schmerzlichen Erfahrung für uns liegt.

SES24 gleicht das Feuer-Element aus und kühlt damit auch das überhitzte Temperament. Es wirkt auf Wut sowie auf Gefühle, die aus ihr entstanden sind: Eifersucht, Enttäuschung und Verbitterung. Hartnäckiger Starrsinn löst sich mithilfe von SES24.

Durch die Flamme des Herzens finden wir Frieden für unseren Geist und Ruhe für unseren Leib. Wir können unser gekränktes Ego zurückstellen und müssen nicht aus der Verletzung heraus handeln. So kommen wir nach schweren Schicksalsschlägen durch SES24 unserem Wesenskern wieder näher.

SES24 liegt auf dem Fußrücken auf halber Strecke zwischen dem Knöchel und dem kleinen Zeh. Probieren Sie ein bisschen herum, bis Sie eine bequeme Postion gefunden haben. Sie können SES24 beispielsweise im Sitzen mit überschlagenen Beinen halten. Oder Sie berühren den Punkt mit dem anderen Fuß, währen die Knöchel gekreuzt sind. Als Kurzgriff halten Sie einfach den kleinen Finger.

SES24 vermittelt zwischen Feuer und Wasser. Das Hin und Her zwischen diesen beiden Elementen erleben wir in Seele und Geist als Gemütsschwankungen. Auf der körperlichen Ebene wirkt SES24 auf Gallenblase und Blase harmonisierend. Es lindert Kopfschmerzen und Migräne. Bei Erschöpfung mit innerem Zittern leistet SES24 hilfreiche Dienste, um uns wieder in unsere Kraft zu bringen.

Text: Petra Weiß
Foto: Klicker / pixelio.de

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Hier werden insgesamt 26 Beiträge aus der Reihe veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Auftakt-Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen
Foto: Walter Eberl / pixelio.de

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven. Lesedauer

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven
Foto: Petra Weiß. Lesedauer

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

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SES20 Verbunden mit dem wissenden Feld

23.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 19 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Ein Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll. Irgendwoher muss sie eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Er entwickelte die These von wissenden Feldern, die der in-Form-ation dienen.

Auch wir können uns mit dem wissenden Feld verbinden, um unseren Platz in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.

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SES21 Die Befreiung

09.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Glaubenssätze geben uns Halt. Früh in unserem Leben haben wir gelernt, wie die Welt ist. So entsteht ein unbewusstes Bild davon, wie wir selbst sind, wie andere Menschen sind, und was man in bestimmten Situationen am Besten tun sollte.

Wir haben Erfahrungen gemacht und daraus Schlüsse gezogen. Diese Schlüsse sind auch heute noch entscheidend für unsere Überzeugungen und Handlungen. Deshalb ist es zweckdienlich für unsere Entwicklung, sie ins Bewusstsein zu holen und ihren Sinngehalt mit erwachsenem Verstand zu prüfen.

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SES22 Der rechte Platz

20.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Was ist meine Bestimmung? Wohin gehöre ich? An welcher Postion in unserer Gesellschaft kann ich meine einzigartigen Gaben entfalten? Diese und ähnliche Fragen stellen sich die meisten Menschen im Laufe ihrer Bewusstwerdung.

Früher hat man solche Überlegungen im süffisantem Ton der Überlegenheit als “Selbstverwirklichungstrip” belächelt. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind. Heute darf man sich auf die Suche nach dem eigenen Platz im Leben machen und findet sogar allenthalben Unterstützung für dieses Ansinnen.

Zu der Frage, wohin wir in unserer Familie gehören, gibt es aufschlussreiches und anwendbares Wissen sowie bewährte Vorgehensweisen wie das Familienstellen. Kniffeliger ist das Finden des rechten Platzes für den Einzelnen in unserer Gesellschaft.

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SES23 Das Entmachten der Angst

23.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~22 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Um Angst zu erleben, braucht es eine angsteinflößende Vorstellung. Sie beruht auf eigenen Erfahrungen, auf Erzählungen oder auf unserer Phantasie. Unser Denken ist auf jeden Fall mit von der Partie, wenn wir Angst haben. Furcht hingegen erleben wir angesichts einer soeben tatsächlich stattfindenden Bedrohung. Sie ist eine gesunde Reaktion und dient dem Überleben.

Gerade in der derzeitigen Lage ist es sehr bedeutsam, die Furcht von der Angst zu unterscheiden. Furcht dürfen wir als natürliche Überlebenshilfe begrüßen, das Ausmaß unserer Angst können wir durch unseren Verstand beeinflussen. Wie geht das? Und welche Auswirkungen sind zu erwarten?

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Das Entmachten der Angst

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Angst ist ein wichtiger Teil des Menschseins. Um Angst zu erleben, braucht es eine angsteinflößende Vorstellung. Sie beruht auf eigenen Erfahrungen, auf Erzählungen oder auf unserer Phantasie. Unser Denken ist auf jeden Fall mit von der Partie, wenn wir Angst haben. Angst entspringt Vorgängen in unserem Verstandeshirn, dem Präfrontalen Kortex. Solche Regungen nennen wir Gefühle. Sie haben viele förderliche Eigenschaften. Angst hält uns beispielsweise davon ab, uns in Gefahr zu bringen und dient damit dem Erhalt des Lebens.

Tiere haben keine Angst, sondern Furcht. Die haben wir als Menschen auch, und zwar, wenn wir uns in einer akuten Bedrohungssituation befinden. Die Furcht ist eine Gemütsbewegung (Emotion), also eine direkte Auswirkung des tatsächlich Erlebten. Emotionen entstehen im entwicklungsgeschichtlich älteren Teil des Gehirns, im Limbischen System, das für unser Miteinander in der Gruppe entscheidend ist.

Gerade in der derzeitigen Lage ist es sehr bedeutsam, die Furcht von der Angst zu unterscheiden.

Angst oder Furcht?

Es gibt echte Bedrohungen, in denen wir durchaus Frucht entwickeln können. Sie ist ein Handlungsauslöser und bringt uns in Flucht- oder Kampfreaktionen. Wir erkennen die Furcht daran, dass sie in der entsprechenden Situation plötzlich kommt, uns zum Handeln drängt und sich danach rasch auflöst.

Unmittelbare Bedrohungen, die Furcht auslösen, kommen erfreulicherweise nicht so oft vor. Viel häufiger erleben wir Angst. Ihre Erscheinungsformen sind ähnlich wie die der Furcht: psychovegetativer Stress mit Herzklopfen und Schweißausbrüchen oder Zittern, erhöhte Wachsamkeit mit geschärften Sinnen, manchmal Durchfall („Schiss haben“) oder veränderter Drüsenfunktion („Da bleibt einem die Spucke weg“). Bei Angst halten die Veränderungen länger an als in der Furcht und wirken eher lähmend als handlungsfördernd.

Wir verlieren uns in Unendlichkeitsschleifen mit Wenn-Dann-Sonst-Gedanken, die uns ängstigen. Wir malen uns Katastrophen in unserem Kopf aus, die sich wahrscheinlich nie ereignen werden. Verschiedene Möglichkeiten, welche Ereignisse in Zukunft eintreten könnten, laufen vor unserem geistigen Auge ab. So halten wir durch unsere Gedanken die Angst lebendig.

Warum sollten wir so etwas tun?

Wir versuchen, die Kontrolle über unser Leben zu behalten oder zurückzugewinnen. Wir glauben, wenn wir nur genug nachgedacht haben, werden wir wissen, wie wir uns verhalten müssen, um die Not abzuwenden. Funktioniert das? Manchmal schon. Aber eher selten. Kontrolle ist eine Illusion. Das Leben ist kein Computer und Menschen sind nicht digital. Wir können die Zukunft nicht berechnen oder durch unser Handeln genau bestimmen, wie es weitergeht. Diese Unsicherheit ist schwer auszuhalten. Und gleichzeitig kann die Erkenntnis sehr entlastend sein.

Wenn wir nämlich gar nicht „das Richtige“ tun können, um den Lauf der Geschichte in bestimmte Bahnen zu lenken oder gar eine Wendung herbeizuführen – dann müssen wir es auch nicht. Natürlich haben wir einen Gestaltungsspielraum, den wir auch nutzen sollten. Wenn wir uns aber in größenwahnsinnigen Allmachtsphantasien hineinsteigern, dann werden wir zwangsläufig enttäuscht feststellen, dass wir doch nicht das Gewünschte erreichen konnten – und treten dann vielleicht nicht mehr dort in Aktion, wo wir tatsächlich etwas bewirken können.

Leben und Tod

Wenn es um Leben und Tod geht, wirken im Universum noch ganz andere Kräfte, als unser kleiner Wille im irdischen Dasein. Es gibt einen Zeitpunkt zum Kommen und einen zum Gehen. Auf Zeugung und Geburt glauben wohlmeinende und manchmal auch selbstgefällige Mediziner Einfluss nehmen zu müssen – mit höchst zweifelhaften Ergebnissen. Den Zeitpunkt unseres Ablebens hinauszögern zu wollen, bringt auch nicht immer Heil, falls so etwas überhaupt möglich ist. Was maßen wir uns da nur an?

Im Moment des Todes Furcht zu verspüren, kann eine natürlich Gemütsbewegung sein – immerhin gehen wir ins große Ungewisse. Ob wir meinen, dass dort eine Bedrohung lauert, hängt mit unserem Weltbild und religiösen Einflüssen zusammen. Andere Emotionen sind genauso denkbar und manchmal zu beobachten. Wir können das im Voraus nicht wissen. Uns jahrelang zu ängstigen, weil wir oder unsere Lieben eines Tages sterben werden, dient uns weder im Leben noch im Augenblick des Todes. Auf das vollkommen Unvorhersehbare können wir uns nicht vorbereiten. Auch nicht dadurch, dass wir möglichst lange darüber nachdenken und deshalb die ganze Zeit Angst haben. Und wir können den Tod so auch nicht überwinden.

Meiner Überzeugung nach, geschieht das Verlassen unserer 3D-Welt immer in Übereinstimmung mit der Seele. Sie braucht dann irgendeine Ausstiegsmöglichkeit. Das kann eine Erkrankung sein oder ein Unfall oder die Nebenwirkung einer Behandlung. Welche Rolle spielt das?

Andersherum geht keiner vor seiner Zeit. Egal, ob er sich einen Infekt einfängt oder sich eine Impfung geben lässt oder vor einen Bus läuft, weil er gerade auf sein Handy glotzt.

Ich lade Sie ein zu ein bisschen mehr Demut vor dem Schicksal. Sie sind nicht Gott und haben nicht alles in der Hand. Die meisten von uns wären schon gut beraten, ihr eigenes Leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein bisschen bewusster zu gestalten.

Unsere Verantwortung

Stattdessen dümpeln wir gerne in der Opferrolle herum. Wir jammern, dass die Welt so schlecht ist und warum uns niemand rettet. Retten wir uns lieber selbst. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das Mögliche und wählen wir daraus das Notwendige und das Freudvolle! Emotionen entstehen spontan. Sie sind berechtigt und natürliche Anstöße für unser Tun. Gefühle sind das Ergebnis von äußeren Einwirkungen und inneren Denkvorgängen. Wir haben sie uns ein gutes Stück weit selbst zuzuschreiben.

Wir müssen uns nicht immer dorthin wenden, von wo erfahrungsgemäß Beängstigendes kommt. Viele füttern ihre Angst, bis sie so groß und überwältigend ist, dass sie sich nur noch ohnmächtig fühlen können. Damit geben sie der Angst Macht. Das müssen wir nicht. Es kostet allerdings Wachheit und Beharrlichkeit, einen anderen Weg zu gehen. Versuchungen locken überall, unsere Gefühle und Gedanken von anderen Menschen lenken zu lassen. Es erscheint bequem. Wir können uns der Illusion hingeben, wir seien dafür nicht verantwortlich. Jemand anders hat entschieden. Ist das so?

Für die Ausrichtung unserer Gedanken sind wir allein verantwortlich. Schauen wir auf unsere Fähigkeiten und auf unsere stärkenden Erfahrungen. Wir haben schon so vieles gemeistert in unserem Leben. Verbinden wir uns mit dieser Kraft. Wenden wir uns an Menschen, die Hoffnung und Zuversicht verbreiten, statt Angst und Schrecken. Dann kommen wir ins praktische Tun und damit ins Gestalten. Manche sprechen derzeit von der „Schöpferkraft“. Von mir aus. Bitte verwechseln Sie sich nicht mit Zeus oder Superman. Es reicht, wenn Sie Ihre Schaffenskraft nutzen, um Ihrem Leben ein bisschen mehre Echtheit und Freude zu verleihen.

Auswirkungen auf die Gemeinschaft mit anderen

Zu Risiken und Nebenwirkungen möchte ich anmerken, dass es Konsequenzen hat, wenn wir uns eigene Gedanken machen, statt uns mit der Masse von einer Panik in die andere versetzen zu lassen. Emotionen entstehen in dem Teil des Gehirns, der für die Anbindung an die Gruppe zuständig ist. Diese Gehirnregion hat das Sagen, solange wir kleine Kinder sind und unser Überleben von der Zugehörigkeit zu unserer Sippe abhängt. Zu Recht. Wenn die weitere Entwicklung so stattgefunden hat, dass wir uns in Richtung Erwachsensein bewegen, dann übernimmt der Verstand die Regie. Wir haben immer noch Instinkte, Emotionen, Gefühle und ein Bedürfnis nach Anbindung. Aber wir können diese Regungen mit unserem Verstand einordnen, bewerten und entscheiden, wonach wir handeln wollen. Wenn Sie an diesem Punkt angekommen sind, wird Sie das von Menschen unterscheiden, die ihre Handlungen noch immer von ihrem Limbischen System bestimmen lassen.

Es steht uns nicht zu, anderen Menschen ihren Entwicklungsstand vorzuwerfen oder gar an ihnen zu zerren, weil sie sich irgendwohin bewegen sollen. Wir haben meist keine Ahnung, woher sie gekommen sind und welchen Zweck diese Erfahrung für ihr Leben hat. Und es geht uns auch nichts an. Wieder können wir gar nichts machen, wir dürfen sogar nichts machen und deshalb müssen wir auch nichts tun. Fruchtbarer ist es, wenn wir uns damit beschäftigen, warum wir so dringend am anderen herumzuppeln müssen. Die hoffnungsfrohe Lösung liegt wie immer in uns.

Integration: Körper, Seele, Geist

Die körperliche Ebene spielt eine entscheidende Rolle. Er ist die Grundlage unseres Seins auf diesem Planeten. Darüber habe ich in Beiträgen mit Bezug zur Körperpsychotherapie immer wieder geschrieben. Das Thema werde ich hier nicht weiter vertiefen, will es trotzdem erwähnen: Wir können davon ausgehen, dass wir auf einem guten Weg sind, wenn wir unsere natürlichen Impulse, die wir durch den Körper empfinden, mit den zugehörigen Emotionen, sowie unsere Gedanken und die daraus resultierenden Gefühle ins Bewusstsein holen. So kann unser Verstand schlaue Entscheidungen treffen. Sie beruhen nicht nur auf Erdachtem und auch im Gegenteil nicht nur auf instinktiven Reflexen, sondern auf Erlebtem, das wir mit dem Geist durchdrungen und verarbeitet haben.

Und was ist dann mit der Möglichkeit des Todes durch Corona, durch die Impfung, durch staatliche Willkür oder durch Armut? Sollten wir uns da nicht Gedanken machen, damit wir alle Gefahren so weit begrenzen, wie es uns möglich ist? Ja, Gedanken schon. Angst in Dauerschleife dient dem Verstand aber gar nicht. Und um das Auftreten der Furcht zur rechten Zeit müssen wir uns wirklich nicht sorgen. Sie kommt zuverlässig, falls die Situation sich entsprechend entwickelt. In diesem Zusammenhang zitiere ich eine indianische Weisheit, die mich bei meinen Fragen nach dem Umgang mit Angst und Furcht vor Jahren sehr beeindruckt hat: Wir gehen erst über die Brücke, wenn wir am Fluss sind.

Die Hauptursache von Angst

In der Lehre der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu wird Angst für die schädlichste aller Emotionen gehalten. Die Buchstaben des englischen Wortes FEAR werden im JSJ mit der Ursache von Angst in Verbindung gebracht: „false evidence appearing real“ = falsche Beweise, die echt erscheinen.

Erinnert Sie das an irgendetwas?

Lösung mit Jin Shin Jyutsu

Im Jin Shin Jyutsu gibt es einen Griff, der uns dabei unterstützt, die Gewohnheit des Sich-Ängstigens loszulassen: das Sicherheitsenergischloss SES23.

Wächter über das Schicksal ist die Bedeutung, die SES23 in der blumigen Sprache ihrer asiatischen Herkunft zugeschrieben wird. Sie unterstützen uns dabei, unsere mitgebrachten Gaben in die Welt zu bringen, so dass sich unsere Bestimmung erfüllt und wir im Fluss des Lebens sind. Damit ehren wir all die männlichen und weiblichen Ahnen, die vor uns waren und die gebraucht wurden, um uns genau in dieses Dasein hinein zu setzen.

Ohne Furcht blicken wir in die Tiefe unserer Seele, wenn das SES23 in Balance ist. Wir werden uns darüber bewusst, dass alle Ereignisse im Außen uns dazu dienen, uns selbst zu erkennen. In diesem Urvertrauen fühlen wir uns geborgen. Ängste lösen sich und unser Lebensmut kehrt zurück.

Die Lage von SES23 am Rücken auf Höhe der Nieren rechts und links der Wirbelsäule deutet schon an, dass SES23 auf alle Flüssigkeiten im menschlichen Leib einwirkt.

In der Muskulatur sind unbewältigte Emotionen gespeichert. Auch sie werden vom gesunden Energiefluss durch SES23 fortgespült. Das Gewebe wird von Schlacken befreit, der Körper von Giften gereinigt.

Loslassen. Wir können auf allen Ebenen leichter loslassen, was zweckdienlich ist, wenn Sie zum Beispiel Ihren Keller aufräumen oder ungenutzte Kleidung aussortieren wollen. Wir müssen nicht festhalten an Dingen, die wir eigentlich nicht brauchen, oder an Menschen, die uns nicht guttun, nur weil wir Angst haben, in Mangel oder in Einsamkeit zu geraten. Wir vertrauen auf den Kreislauf von Geben und Nehmen und darauf, dass ein freier Platz wieder besetzt wird.

Geduld. Angst ist ein derart belastendes Gefühl, dass wir es rasch wieder loswerden wollen. Daher geht es häufig mit Ungeduld einher. SES23 verhilft uns zu mehr Geduld – vor allem mit unseren eigenen Entwicklungen.

Klares Denken. Angst erzeugt Stress, Ungeduld bringt noch mehr Stress. Und Stresshormone behindern das klare Denken. Auf diesem Weg unterstützt SES23 die Gehirnfunktionen.

Suchtverhalten dient häufig dem Stressabbau. Beim Essen wird das beruhigende Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet. Das Nervengift Nikotin unterdrückt beim Rauchen ganz direkt Angstgefühle. Beide Linderungen halten aber nicht lange an, so dass besonders bei ängstlichen Personen Essen und Zigaretten, aber auch andere Ersatzhandlungen zur Sucht werden können. SES23 ist daher eine gute Idee, wenn Sie sich aus solchen Abhängigkeiten lösen wollen.

Im Leib stört Angst zahlreiche Abläufe in verschiedenen Bereichen. Deshalb ist die Unterstützung, die unser Körper durch SES23 erfährt, bei einer großen Anzahl von ganz unterschiedlichen Beschwerden überaus hilfreich.

SES23 zeigt uns besonders deutlich, die Zusammenhänge im Körper. Um Ihnen den Eindruck der Ganzheit zu vermitteln, werde ich ausnahmsweise etwas tiefer in die Sicht der Wechselwirkungen einsteigen:

Nieren und Nebennieren verrichten ungestört ihre Arbeit, wenn die SES23 offen sind. Sie regulieren die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, die in der Nebenniere hergestellt werden, sowie den Mineralien- und Wasserhaushalt, welche durch die Niere gesteuert sind. In der Folge harmonisieren die SES23 den Blutdruck, was wiederum das Herz vor Überlastung schützt.

Cholesterin wird im Körper zu Hormonen verarbeitet, die durch das Strömen von SES23 wieder in ausreichendem Maß hergestellt werden können. Dadurch normalisiert sich der Cholesterinwert, sofern er mit einem Hormonmangel einhergeht.

Schädliche Substanzen aus der Umwelt, aus der Nahrung oder aus Medikamenten werden unter anderem durch die Nieren ausgeschieden. Die Nieren sind Teil des Entgiftungskreislaufs. Starke Nieren entlasten alle anderen Reinigungsorgane: Leber, Darm, Lunge, Lymphe, Haut.

Säure-Basen-Haushalt. Nieren sorgen zusätzlich für eine individuell passende Säure-Basen-Balance. Individuell passend, weil der gesundheitsförderliche Säure-Anteil von der Blutgruppe abhängt. Blutgruppe Null braucht mehr Säure. Deshalb essen diese Menschen gerne Fleisch und Süßes. Sie trinken öfter Kaffee als andere und vertragen mehr Alkohol.

Bei A0 und B0 ist das in abgemilderter Form so. Oft wissen wir aber nicht, ob wir AA oder A0 bzw. BB oder B0 haben. Weil unsere Blutgruppenbestimmung nur die Verträglichkeit von Bluttransfusionen ergründen will. Sie können logische Rückschlüsse ziehen, wenn Sie die Blutgruppen von Eltern oder Kindern des Betreffenden kennen. Das führt hier zu weit. Vertiefen Sie das Thema mithilfe von eigenen Recherchen, wenn es Sie interessiert.

Über die Säure-Basen-Balance trägt SES23 zu unserem grundsätzlichen Wohlbefinden bei. Das ist nicht nur ein netter Wohlfühl-Effekt, sondern für unsere Gesundheit wesentlich. Dauernde Übersäuerung führt zu chronischen Entzündungen, auf deren Grundlage Tumorwachstum begünstigt wird.

Ansammlungen. Nicht nur Geschwulste, auch andere Ansammlungen im Körper, wie Blähungen oder Wassereinlagerungen, werden durch SES23 aufgelöst.

Abwehrsystem. Die regulierende Wirkung von SES23 auf das Immunsystem zeigt sich entzündungshemmend bei überschießenden Immunreaktionen (Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ I, Hashimoto, Rheuma, Lupus, Multiple Sklerose, etc.) ebenso wie in der gestärkten Abwehr von Infekten aller Art: Pilze, Viren und Bakterien.

SES23 verbindet die obere mit der unteren Körperhälfte. Als Trennlinie können wir die Taille oder das Zwerchfell betrachten.

Die Bauchspeicheldrüse, welche das zuckerspaltende Hormon Insulin produziert, befindet sich in der Nähe dieser Mittellinie. SES23 hilft der natürlichen Regulation des Blutzuckerspiegels und dient uns nicht erst bei erhöhten Werten oder wenn Diabetes festgestellt wird.

Die Bedeutung von SES23 ist so grundlegend und die Wirkungen sind so vielseitig, dass ich Ihnen noch seitenweise darüber berichten könnte.

Sie haben heute ein bisschen mehr Theorie gehört also sonst. Das dient Ihrem Bewusstsein über die Auswirkungen von Angst. Sie sollen verstehen, wie bedeutsam es für Sie ist, sich um Ihre Ängste zu kümmern.

Die praktische Umsetzung im Jin Shin Jyutsu ist ganz leicht: Halten Sie sich die beiden Punkte über den Nieren – im Sitzen oder im Liegen – so oft Sie daran denken mit der Handinnen- oder -außenfläche. Es gibt noch weitere Möglichkeiten: Machen Sie „ein Blasen-Sandwich“, indem Sie eine Hand in den unteren Rücken legen und eine auf den Unterbauch. Oder ganz einfach: Strömen Sie Ihren Zeigefinger für den Nieren- und Blasen-Meridian oder den kleinen Finger speziell für SES23.

Text und Foto: Petra Weiß

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Hier werden insgesamt 26 Beiträge aus der Reihe veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Auftakt-Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen
Foto: Walter Eberl / pixelio.de

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven
Foto: Petra Weiß

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

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SES20 Verbunden mit dem wissenden Feld

23.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 19 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Ein Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll. Irgendwoher muss sie eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Er entwickelte die These von wissenden Feldern, die der in-Form-ation dienen.

Auch wir können uns mit dem wissenden Feld verbinden, um unseren Platz in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.

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SES21 Die Befreiung

09.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Glaubenssätze geben uns Halt. Früh in unserem Leben haben wir gelernt, wie die Welt ist. So entsteht ein unbewusstes Bild davon, wie wir selbst sind, wie andere Menschen sind, und was man in bestimmten Situationen am Besten tun sollte.

Wir haben Erfahrungen gemacht und daraus Schlüsse gezogen. Diese Schlüsse sind auch heute noch entscheidend für unsere Überzeugungen und Handlungen. Deshalb ist es zweckdienlich für unsere Entwicklung, sie ins Bewusstsein zu holen und ihren Sinngehalt mit erwachsenem Verstand zu prüfen.

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SES22 Der rechte Platz

20.03.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Was ist meine Bestimmung? Wohin gehöre ich? An welcher Postion in unserer Gesellschaft kann ich meine einzigartigen Gaben entfalten? Diese und ähnliche Fragen stellen sich die meisten Menschen im Laufe ihrer Bewusstwerdung.

Früher hat man solche Überlegungen im süffisantem Ton der Überlegenheit als “Selbstverwirklichungstrip” belächelt. Gut, dass diese Zeiten vorbei sind. Heute darf man sich auf die Suche nach dem eigenen Platz im Leben machen und findet sogar allenthalben Unterstützung für dieses Ansinnen.

Zu der Frage, wohin wir in unserer Familie gehören, gibt es aufschlussreiches und anwendbares Wissen sowie bewährte Vorgehensweisen wie das Familienstellen. Kniffeliger ist das Finden des rechten Platzes für den Einzelnen in unserer Gesellschaft.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Die Befreiung

Schreibkunst Redakteur PR-Text

Glaubenssätze geben uns Halt. Früh in unserem Leben haben wir gelernt, wie die Welt ist. So entsteht ein unbewusstes Bild davon, wie wir selbst sind, wie andere Menschen sind, und was man in bestimmten Situationen am Besten tun sollte. Wir haben Erfahrungen gemacht und daraus Schlüsse gezogen. Diese Schlüsse sind auch heute noch entscheidend für unsere Überzeugungen und Handlungen. Deshalb ist es zweckdienlich für unsere Entwicklung, sie ins Bewusstsein zu holen und ihren Sinngehalt mit erwachsenem Verstand zu prüfen.

Die Glaubenssätze unterscheiden sich, je nachdem in welchem Alter sie entstanden sind. Ihr Zweck ist stets das Überleben – körperlich, emotional und in der Gemeinschaft. Als Säugling waren wir ganz in unseren Leibesempfindungen gefangen. Schmerz, Hunger und Kälte erfassten unser komplettes Erleben. Als Kleinkind war unser Weh und Wohl von Gemütsregungen bestimmt, die uns plötzlich überfluteten. Wir hatten noch nicht die Fähigkeit, unser Gefühl als getrennt von uns zu erkennen. An der Schwelle zwischen Kleinkind und Kind (2-4 Jahre) erlebten wir, dass Zugehörigkeit unser Überleben sichert. Deshalb passten wir uns so gut wie möglich an die Erwartungen von außen an.

Wenn wir dieselben oder ähnliche Erlebnisse mehrfach hatten, haben sich die Schlüsse zu Grundüberzeugungen verfestigt. Und wenn sie verfestigt waren, hat sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass wir dasselbe in der gleichen Weise immer und immer wieder erleben. Unsere Unterbewusstsein sucht nach Bestätigung, nicht nach Widerspruch. Es sorgt zuverlässig dafür, dass unsere tiefen Überzeugungen nicht ständig in Frage gestellt werden. Das wäre höchst destabilisierend. Solche Zustände halten wir nicht sehr lange gut aus.

Sind wir unter lebensbejahenden Umständen aufgewachsen, werden wir lebensförderliche Glaubenssätze entwickeln. Unsere unbewussten Überzeugungen schaffen günstige Bedingungen für ein gutes Gedeihen unserer natürlichen Anlagen. Wir finden Möglichkeiten, unsere Gaben in die Welt zu bringen, weil unsere Wahrnehmung auf ihre Sichtung ausgerichtet ist.

Wenn wir aber in unseren ersten Lebensjahren den Eindruck gewonnen haben, das Leben sei eine gefährliche Angelegenheit, bilden wir Glaubenssätze, die in der Folge dazu führen, dass wir vor allem Bedrohungen und Fluchtmöglichkeiten wahrnehmen. Das Entfalten unserer Einzigartigkeit ist damit gebremst.

Glaubenssätze sind an sich nichts Falsches. Von Zeit zu Zeit kann es aber ratsam sein, aufmerksam zu schauen, ob die Glaubenssätze Ihnen noch dienlich sind. Oft verhalten wir uns so, als könnten wir ohne das Zutun anderer nicht überleben oder unsere Bedürfnisse nicht selbst stillen. Dabei liegen die Umstände, unter denen wir tatsächlich abhängig waren, schon Jahrzehnte zurück. In besonderem Ausmaß gilt das für reflexhafte Reaktionen aufgrund von Trauma-Reaktivierungen. Aber auch andere Lebensumstände führen in kindliche Annahmen, über die wir immer wieder stolpern, ohne es zu bemerken.

Die Japanische Heilkunst Jin Shin Jyutsu hält einen einfachen Griff für uns bereit, mit dem wir uns aus dieser „geistigen Gefangenschaft befreien“: das Sicherheitsenergieschloss SES21.

SES21 löst Vorurteile und Ressentiments auf. Wir werden den Punkt noch häufig brauchen, um uns von den Nachwirkungen der Gehirnwäsche zu befreien, die seit Monaten und Jahren auf uns einprasselt. Das Denken kann aus den engen Begrenzungen der Vergangenheit ausbrechen. Wir überwinden die kindlichen Blockaden und werden endlich erwachsen.

Der Punkt befindet sich rechts und links der Nase mittig unter den Augen auf den Wangenknochen. Darunter liegen die Kieferhöhlen. Sie gehören zu den Nasennebenhöhlen, über deren Bedeutung als Energiereservoire wir schon in Zusammenhang mit dem SES20 gehört haben.

Entsprechend versorgt uns ein geöffnetes SES21 mit Energie für den Kopf. Wenn wir diese Punkte halten, sind wir wacher, wir können klarer denken, unsere Wahrnehmung über Augen und Ohren wird gestärkt. Manchmal kann man beobachten, dass Kinder unwillkürlich diese Stellen berühren, wenn sie im Unterricht müde werden. Sie stützen dann ihr Gesicht auf die Hände. Das ist sehr schlau. Versuchen Sie bitte nicht, den Kleinen diesen Ausdruck innerer Weisheit abzugewöhnen.

Viele Ansichten über Erziehung, Bildung, Lernen und so weiter sind aus Überzeugungen entstanden, die wir als Menschheit überwinden können. Die Gehirnforschung ist schon viel weiter. Wir hängen noch in den alten Lehrmeinungen fest.

Ohne viele Sorgen und Grübeleien das Leben neu zu denken, dabei hilft uns SES21. Wir finden Sicherheit in uns, statt immerzu das Bewährte im Außen beibehalten zu müssen. So näheren wir uns frohen Mutes anstehenden Veränderungen.

SES21 unterstützt uns beim Verdauen von Gedanken und Nahrung. Die Speicheldrüse wird angeregt. Die erkältete Nase wird frei von Verstopfung. Alles kommt in Fluss. Auch Zahnweh und Nervenschmerzen im Gesicht können durch SES21 gelindert werden.

Die Gesichtszüge werden insgesamt entspannter dank SES21, was besser wirkt als jede Anti-Aging-Creme 🙂

Text und Foto: Petra Weiß

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Hier werden insgesamt 26 Beiträge aus der Reihe veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Auftakt-Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

Weiterlesen…

SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen
Foto: Walter Eberl / pixelio.de

In der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven
Foto: Petra Weiß

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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SES19 Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

12.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Schreibkunst Texter Redaktion
Foto: paukereks / pixelio.de

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. An unseren eigenen Werten werden wir gemessen. Sie sind die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehren suchen. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen.

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SES20 Verbunden mit dem wissenden Feld

23.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 19 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Petra Weiß

Ein Naturforscher hat beobachtet, dass Stammzellen sich mal zu Leberzellen und mal zu Hautzellen entwickeln mit vollkommen unterschiedlichen Merkmalen. Er hat sich gefragt, woher die Zelle WEISS, was aus ihr werden soll. Irgendwoher muss sie eine Information erhalten, an welche Stelle im Leib sie hingehört und welche Gestalt sie annehmen muss, um dort ihren Zweck zu erfüllen. Er entwickelte die These von wissenden Feldern, die der in-Form-ation dienen.

Auch wir können uns mit dem wissenden Feld verbinden, um unseren Platz in der Schöpfung zu finden und alle Fähigkeiten herauszubilden, die wir benötigen, um dort unsere einzigartigen Gaben in die Welt zu bringen.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Der Quecksilber-Narzisst – ein homöopathischer Erklärungsversuch

Hermes der Götterbote

Lesedauer ~22 Minuten

Homöopathische Arzneimittelbilder entstehen so, dass man dem Prüfling eine bestimmte Substanz verabreicht und haarklein alle Besonderheiten aufschreibt, die sich nach der Gabe zeigen. Sie betreffen nicht nur Krankheitssymptome, sondern auch Änderungen im Gemütszustand, neue Abneigungen und Vorlieben, Empfindsamkeiten gegenüber spezifischen Reizen und vieles mehr. Aus der Gesamtschau der Prüfberichte werden typische Erscheinungen herausgearbeitet und zu einem Arzneimittelbild zusammengefasst. Homöopathische Arzneimittelprüfungen werden weltweit nach einem strengen standardisierten Verfahren durchgeführt.

Darüber hinaus sammeln praktische Ärzte und Heilpraktiker klinische Erfahrungen, die diesen Wissensschatz fortlaufend ergänzen. Manche von ihnen veröffentlichen ihre Erkenntnisse.

Homöopathie ist eine Heilweise für die Behandlung von körperlichen und psychischen Leiden. Gleichzeitig sind die Charakterisierungen über die Konstitutionstypen für psychologische Erkenntnisse von großem Nutzen. Durch sie gelangen wir zu einem tieferen Verständnis für die Beweggründe und Verhaltensweisen der Menschen. Die hier beschriebenen Muster bieten aufschlussreiche Einblicke in die menschliche Psyche, die sich ohne homöopathische Bezüge nur schwer erschließen.

Der Ego-Tripp als Lifestyle

Narzissmus gerät immer mehr in den Blickpunkt der Fachkreise und der Allgemeinheit: der weit verbreitete Alltagsnarzissmus ebenso wie seine behandlungsbedürftigen Formen. Es gibt unzählige Veröffentlichungen darüber.

Viele verschiedene Quellen habe ich gesichtet, um Eindrücke zu gewinnen, die Informationen mit meinem Vorwissen zu verknüpfen und mit meinem persönlichen Erleben zu verbinden. So konnte ich interessante Schlüsse ziehen, die ich mit Ihnen teilen will.

Meine Forschung begann mit der Beobachtung, dass mir das Phänomen Narzissmus bei meiner Arbeit und in meinem privaten Umfeld in unterschiedlichen Ausprägungen immer häufiger begegnet und dass ich mich damit unbehaglich fühle. Gleichzeitig werden narzisstische Verhaltensweisen in der künstlichen Welt der Medien häufig als erstrebenswert und vorbildlich dargestellt, ja als Voraussetzung für Glück und Erfolg verkauft. Viele machen mit beim Ringen um Aufmerksamkeit und Applaus für ihre Heldentaten oder um Bewunderung für ihre Leiden.

Was mich umtrieb war die Frage: Warum hat das Erscheinen narzisstischer Muster in unserer Gesellschaft eine solch hohe Präsenz gewonnen? Es musste einen Grund geben. Wie kann es zu Narzissmus-Exzessen kommen, ohne dass die Gemeinschaft dem Größenwahn und der Rücksichtslosigkeit beizeiten Einhalt gebietet? Das Massenphänomen dem Zeitgeist zuzuschreiben, war keine ausreichende Erklärung für mich.

Beobachtungen und Erkenntnisse

2020 beobachtete ich ein erschreckendes Maß an paranoider Angst gepaart mit einem Mangel an Mitgefühl und in der Folge einen Rückfall in archaische Verhaltensweisen, welche unsere Menschheitsfamilie längst überwunden glaubte. Ich suchte nach einer Ursache.

Aus meiner Warte als Traumatherapeutin konnte ich mir einige Reaktionen schlüssig erklären: Die Schrecken des Krieges mit all ihren Entbehrungen und teilweise katastrophalen hygienischen Verhältnissen sowie die Diktaturen vor und im Osten auch nach 1945 haben Traumata hinterlassen, die unbewusst von Generation zu Generation weitergereicht wurden und heute noch reaktiviert werden können. Die Verunmöglichung einer Flucht aus einer bedrohlichen Situation ruft Angst hervor. Wenn wir von Angst beherrscht sind, handeln wir instinktiv. Das vernünftige Denken ist eingeschränkt durch eine biochemische Reaktion: Adrenalin setzt Verstand außer Kraft.

Als Enneagramm-Kennerin erschließen sich mir Dynamiken, die in der Mentalität eines Landes liegen. Deutschland gilt als SECHSer Land. Die Enneagramm-SECHS ist ein Angst-Typ. Er ist über alle Maßen loyal und erhofft sich Schutz von einer starken Führung. Im Stress wechselt die SECHS in ein DREIer Muster: Man folgt nicht mehr seinen Überzeugungen, sondern tut, was notwendig ist, um ein Ziel zu erreichen. In Krisensituationen verbindet sich rückgratlose Anpassung mit dem Mangel an Verantwortungsbereitschaft. Diese Mischung kann zu einer Unterwürfigkeit im Radfahren-Design führen: nach oben buckeln, nach unten treten. Das meine ich mit archaisch.

Durch die Brille der systemischen Beraterin sah ich weitere Zusammenhänge. Wir sind traditionell so mit eingeredeten und übernommenen Schuldgefühlen belastet, dass wir uns alles mögliche antun lassen. Um nur nicht zum Täter zu werden, bleiben wir lieber Opfer. Und wenn wir anderen absichtlich oder aus Versehen etwas antun, sind wir für die Folgen der Tat lieber blind, als weitere Schuldgefühle aushalten zu müssen.

Doch wie ich die Sache auch drehte und wendete, ganz schlau wurde ich aus all dem nicht. Und dann stellte mir mein Mann die entscheidende Frage am Kaffeetisch, zu der ich am Ende dieses Beitrags kommen werde.

Homöopathische Betrachtung

Narzisstische Züge finden wir in mehreren Konstitutionen. Man könnte nun noch die Angst vor Krankheit, Angst vor dem Tod und Angst vor Menschen hinzufügen. Vielleicht käme man dann in der homöopathischen Auswertung schon auf Quecksilber. Mein Weg zum Mittel war ein anderer.

Arsen im Grundwasser. Eine Kollegin hatte mich einmal darauf hingewiesen, dass in einer bestimmten Region unseres Landes von Natur aus ein hoher Anteil an Arsen im Grundwasser vorhanden ist. Die Menschen, die dort leben, gelten in der allgemeinen Wahrnehmung als besonders gottesfürchtig, fleißig und ordentlich. Darüber hinaus sagt man ihnen nach, die Früchte ihrer eifrigen Arbeit für den Erwerb von Immobilien einzusetzen. Vielleicht haben Sie eine Idee, wer da gemeint sein könnte. Spannend dabei ist: Genau diese geradezu sprichwörtlichen Eigenschaften der betreffenden Bevölkerungsgruppe gehören zur Essenz des homöopathischen Mittels Arsenicum album. Könnte es sein, dass das Arsen im Grundwasser über die Jahrzehnte so etwas wie eine Arsenicum-Mentalität in der Region geschaffen hat?

Warum erwähne ich das hier? Weil ganze Gruppen von Menschen bestimmten Substanzen über eine längere Zeit ausgesetzt sind, die nicht nur toxisch auf sie wirken, sondern möglicherweise auch im homöopathischen Sinne.

Quecksilber in Medizinprodukten. Jahrzehntelang wurde Quecksilber im Rahmen medizinischer Behandlungen in den menschlichen Organismus eingebracht. Es gab Gründe, das Schwermetall zu verwenden, und Argumente, welche man gegen seinen Einsatz vorbringen könnte. Beide werde ich hier nicht besprechen. Mir geht es nicht um den medizinischen Schaden oder Nutzen, sondern um die Hypothese, dass wir so einer unfreiwilligen Arzneimittelprüfung unterzogen wurden, und um die Frage, welche Konsequenzen das haben kann.

Angst und Zwangsverhalten. Werfen wir einen Blick in die Leitsymptome (nach Morrison) von Mercurius (Quecksilber), finden wir dort die oben erwähnten Ängste vor Krankheit und Tod. Diese sind für sich betrachtet noch nicht wirklich ungewöhnlich. Besonders finde ich allerdings die Angst vor Menschen. Wenn sich nun jemand in einem Zustand von Mercurius befindet, dann triggern diese Auslöser seine Angst bis hin zur Panik. Sie führen möglicherweise zu zwanghaftem Verhalten. Dann versucht er seine Angst durch ein bestimmtes Ritual zu lindern. Das muss nicht unbedingt sinnhaft oder logisch sein. Oder er zieht sich zurück und wird depressiv. Beide Varianten habe ich in den vergangenen Monaten beobachten können.

Grippale Infekte. Nicht nur für bestimmte Emotionen ist man unter Einfluss von Quecksilber empfänglich, man ist auch anfällig für Erkältungen. Ich will nicht alle Symptome aufzählen, die für das Mittel sprechen, sondern nur solche, die in der aktuellen Situation eine besondere Rolle spielen könnten.

Psychologische Homöopathie. Um mich tiefer in das Arzneimittel einzuarbeiten, habe ich es auch aus Sicht der Psychologischen Homöopathie nach Bailey betrachtet. Und da wurde ich fündig, was die Verbindung von Quecksilber mit dem Narzissmus angeht.

Philip M. Bailey ist ein Praktiker, mit einem wachen Verstand und einer scharfen Beobachtungsgabe gesegnet ist. Außerdem stellt er bildhafte Bezüge her, was das Studium der charakteristischen Eigenschaften erleichtert.

Im Namen des Herrn. Die Beschreibung von Mercurius startet er daher mit dem Verweis auf den Götterboten Merkur. Das narzisstische Muster ist hier schwer zu übersehen: Es gibt Vertreter dieser Konstitution, die sich für Abgesandte der Götter halten. Sie glauben, sie brächten göttliche Kunde ins gemeine Volk, auf das dieses die Bestimmung erfülle. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Meister der Masken. Im weiteren beschreibt Bailey einen Mangel an eigener Persönlichkeit. Dadurch ist Mercurius in hohem Maße von außen beeinflussbar. Das deckt sich mit meiner Deutung, dass pathologische Narzissten den Kontakt zu ihrem Selbst verloren haben und sich für die Fassade halten, die sie als Image mühsam aufgebaut haben. Wehe, wenn das Trugbild in sich zusammenbricht – Wer sind sie dann?

Die weiße Weste. Kein Mensch will erleben, dass seine Identität infrage steht. Um den drohenden Identitätsverlust nicht zu erleiden, wird dem Zusammenbruch mit allen Mitteln vorgebeugt. Typisch narzisstische Abwehrmechanismen finden sich ebenfalls in der Beschreibung von Bailey zu Mercurius: „…eine seltsame Mischung aus Verletzlichkeit und arroganter Empfindungslosigkeit. Er hält sich für den Besten, braucht aber Bestätigung. Er nimmt den Mund voll, ohne an die Konsequenzen zu denken, aber er ist zutiefst verletzt, wenn jemand Kritik äußert, die zutreffend ist.“ und an anderer Stelle führt er fort „…denkt ständig über sich selbst nach, aber alles, was er sieht, ist seine oberflächliche Brillanz.“

Haben Sie zufällig jemanden gehört oder gesehen, der sich seine Fehler ums Verrecken nicht eingestehen will, obwohl seine gravierenden Verfehlungen jeden auf den allerersten Blick anspringen?

Elitäre Kreise. Mercurius-Menschen umgeben sich gerne mit ihresgleichen. Das ist Ausdruck ihrer Selbstverliebtheit. Tiefe Bindungen aufzubauen liegt ihnen eher nicht.

Die Blindheit des Narzissten gegenüber seinen eigenen Versäumnissen und Fehlentscheidungen, die verblendete Selbsterhöhung durch skrupellose Erniedrigung anderer und sein Mangel an Empathie für die Gefühle seiner Mitmenschen, die er bedenkenlos verletzt, machen das Bild für mich rund.

Hausgemacht. Die kluge Frage, die mein Mann gestellt hatte, war: „Ist es möglich, dass wir das Problem mit dem Narzissmus irgendwie selbst eingeimpft haben?“ Ja, ich glaube, das haben wir. Seit Jahrzehnten gibt es eine unfreiwillige Arzneimittelprüfung für Mercurius, deren Prüflinge sich nicht für das Experiment gemeldet haben und deren Wirkungen nicht dokumentiert sind.

Meine Vermutung ist, dass wir durch den weit verbreiteten Kontakt mit Quecksilber eine Welt geschaffen haben, in der Narzissmus blühen kann.

Welch skurrile Früchte die Quecksilber-Dauer-Exposition tragen kann, finden wir beim weiteren Studium von Mercurius in den Rubriken „Rituale und magisches Denken“ sowie „Größenwahn und Grausamkeit“.

Der Zahlen-Wahn. Fixe Ideen und Zwangshandlungen, die mit Zahlen zu tun haben, gehören zur merkurischen Konstitution. Das klingt für mich so als starre man auf Zahlen, die keine Aussagekraft hätten und interpretiere hinein, dass das Ende der Menschheit bevorsteht. Zum Schutz vor der Apokalypse vollführe man ein Ritual, dessen Wirkung keiner logischen Prüfung standhält. Meinen Sie, so ein abscheulicher Aberglaube könnte in unserer aufgeklärten Gesellschaft nicht Fuß fassen?

Dictator’s wet dream. Wirklich erschrocken bin ich an der Stelle, wo diktatorisches Verhalten in Zusammenhang mit Mercurius erläutert wird. Bailey beschreibt, dass Mercurius „den Trend hat, stets seinen Kopf durchsetzen zu wollen. Und wenn (er) nicht bekommt, was er will, sorgt er für Chaos.“ Diese Eigenschaft verbindet sich mit einem inneren Abstand zu den Mitmenschen bis hin zu vollkommener Gleichgültigkeit und dem scharfen Intellekt einer rascher Auffassungsgabe. Absurde Drohungen im Wechsel mit Versprechen auszustoßen, nennt der Homöopath zusätzlich als Mercurius Merkmale. Puh, da könnte einem schon der ein oder andere Tyrann einfallen.

Freiwilliger Gehorsam. Gefährlich sind Herrscher dann, wenn man ihrer Manipulation auf den Leim geht und längst an ihrem Gängelband läuft, bevor man merkt, was eigentlich passiert. Dazu dienen Menschen mit Mercurius-Konstitution ihre außerordentliche Redegewandtheit und ihre Gabe, andere trickreich an der Nase herumzuführen, sie zu verwirren und sich blitzschnell zu verwandeln.

Wolf im Schafspelz. Bailey verwendet Fallbeispiele aus seiner Praxis und aus dem öffentlichen Leben. Er berichtet z.B. von einem jugendlichen Mann und dessen „Potenzial, für Gott und den Teufel offen zu sein“. Diese extreme Polarität kommt bei Quecksilber-Menschen bzw. im Quecksilber-Zustand besonders stark zum Ausdruck.

In dieser Verfassung kann man ein edler Ritter sein und im nächsten Moment das Verderben über ein ganzes Land bringen. „Mercurius hat im allgemeinen keine Moral.“ Und so ist es für ihn selbst auch wenig störend, wenn er seine wechselhafte Meinung täglich umkehrt so wie das Quecksilber im Thermometer sinkt und steigt.

Bailey vergleicht die Charakteristik von Quecksilber mit dem Rattenfänger von Hameln: „Wenn man ihm in die Quere kommt, wird er zum herzlosen Dämon.“

Vielleicht fallen Ihnen ein paar Biotope ein, wo solche Eigenschaften besonders förderlich sind.

Menschlichkeit bekämpfen. Und nun hören Sie sich das noch an: Mercurius ist fasziniert von fortgeschrittener Computertechnologie. Er träumt von der Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Mir persönlich jagt der Anblick eines „Borg“ (Anm. Menschmaschine aus der Star Trek Serie) kalte Schauer über den Rücken. Für Mercurius ist das Unpersönliche und Künstliche des Transhumanismus sympathisch. Da könnte man schon mal den scheinbar genialen Einfall haben, den Menschen einen Computer-Chip in den Kopf zu implantieren, um – WAS? – Musik herunterzuladen. Am Ende kommt noch jemand auf die Idee, das menschliche Erbgut technologisch verbessern zu wollen…

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich einige der absurden Entwicklungen, denen die Menschheit derzeit zustrebt, durch eine homöopathische Auswirkung der langfristigen Vergiftung durch Quecksilber erklären lassen. Der allgegenwärtige Wahn ist möglicherweise ein hausgemachtes Problem.

Was wir jetzt tun können

Statt dass wir in narzisstischer Grandiosität die Welt retten, fangen wir ganz klein und pragmatisch bei uns selbst an. Zuerst müssen wir neue Belastungen vermeiden. Wie Quecksilber in den menschlichen Körper gelangt, werden Sie sehr einfach herausfinden können, wenn es Sie interessiert. Es gibt gesündere Alternativen. Lassen Sie Schwermetalle fachgerecht entfernen. Wichtig ist eine begleitende Ausleitungstherapie unter der Kontrolle eines erfahrenen Mediziners. Er wird Ihnen verschiedene Mittel zur Auswahl anbieten und Ihren die Vor- und Nachteile verständlich erklären.

Ziehen Sie eine homöopathische Behandlung in Betracht. Aus meiner Sicht ist es vorstellbar, dass sich die Anlage zu Quecksilber-Symptomatik durch die weiträumige Verbreitung und langanhaltende Belastung wie ein Miasma (Anm. erbliche Vorbelastung) transgenerational auswirkt, so dass man auch ohne eigene Quecksilber-Kontakte merkurische Merkwürdigkeiten an den Tag legen kann.

Begeben Sie sich nur in fachkundige Hände. Nach dem Resonanzprinzip würde es mich nicht wundern, wenn Sie an einen sich selbst maßlos überschätzenden, wortgewandten und wenig einfühlsamen Geschäftemacher geraten. Mercurius gibt es in allen Berufsgruppen, auch unter den Therapeuten. Ich nenne sie die Quecksilber-Quacksalber. Bleiben Sie wachsam.

Lassen Sie uns bewusst wieder mehr Menschlichkeit kultivieren. Maschinen sind dazu da, unsere Leben zu erleichtern, nicht um uns das Denken abzunehmen oder uns in künstlichen Scheinwelten gefangen zu halten. Die naturgegebene Verbindung unserer sinnlichen Erfahrungen mit unserem emotionalen Erleben und unserem Verstand ist es, was unser Leben einzigartig macht.

Text: Petra Weiß
Foto: JaWa73 / pixelio.de

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Sie ist ausgebildet in klassischer Homöopathie und hat sich ein breites Wissen über verschiedene Weiterentwicklungen von Hahnemanns Heilweise im Selbststudium erarbeitet. Konstitutionelle Betrachtungen der Arzneimittel nutzt sie in der psychologischen Beratung.

Freie Selbstbestimmung und natürliche Führung

Schreibkunst Texter Redaktion

Es gibt Menschen, die sich fortwährend entschuldigen und rechtfertigen. Diese wunderliche Gewohnheit ist so zu ihrer zweiten Natur geworden, dass sie es oft gar nicht mehr bemerken. Manche sind in zerstörerischen Sippen von klein auf mit Schuldzuweisungen überschüttet worden. Andere sind ausgesprochen empfindsam, so dass sie im Umkehrschluss dauernd befürchten, ihre Mitmenschen zu verletzen. Wieder andere fischen auf diese Weise nach Ermutigung, Zustimmung oder Beifall. Vielleicht wollen sie sich als besonders pflichtbewusst oder vorbildlich bemüht darstellen. Oder sie haben einen derart übertriebenen Vollkommenheitsanspruch, dass sie ihm einfach nicht genügen. Es gibt viele Gründe. Ein fruchtbares Verhalten ist das nicht.

In unserer Gesellschaft ist es üblich, dass wir uns Gedanken machen, was unser Umfeld von uns hält. In einem gewissen Umfang ist das normal. Schließlich sind wir Gemeinschaftswesen und möchten nicht Gefahr laufen, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden. Über den absonderlichen Umgang mit Fehlern habe ich an anderer Stelle schon ausführlich geschrieben. Kurz gesagt: Wir haben einen unerbittlichen, engstirnigen und denkbar beziehungsschädigenden Blick auf die Unvollkommenheit. Und zwar auf die eigene, auf die unseres Gegenübers und erst recht auf die von Dritten, die gerade nicht anwesend sind.

Unsere liebste Übung in diesem Zusammenhang ist die Empörung. Mein Gott: Was können wir uns aufregen! Über Dinge, die uns voraussichtlich niemals betreffen werden. Nur so. Aus Prinzip. Wir müssen in der Sache nicht mal Ahnung haben. Zu viel Wissen stört den Vorgang eher. Das hält uns nicht davon ab, uns eine Meinung zu bilden. Die Mischung aus wenig Sachlichkeit und reichlich Gefühlsbetonung hat schon so manchen aufrechten Bürger Kopf und Kragen gekostet. Früher hat man den Betreffenden am Baum aufgeknüpft. Heute macht man das digital. Schlaue Meinungsmacher steuern den aufgebrachten Pöbel aus dem Hintergrund. Man nennt das in der PR-Sprache „Empörungsmangement“: Wir lassen uns sagen, was wir so richtig schrecklich finden sollen. Und richten uns danach. Unser Gewinn ist der falsche Glaube an unsere sittliche Überlegenheit. Wer braucht da noch Mitgefühl, Verständnis oder eine genaue Kenntnis der Dinge?! – Ein bisschen Spott darf sein.

Und weil wir damit rechnen, dass andere sich genauso ungerechtfertigt über uns beschweren, sind wir auf der Hut. Schließlich wollen wir nicht, dass ein Abbild unseres heiligen Zorns auf uns selbst hernieder fährt. Das ist verständlich. Wie vermeiden wir das? Wir müssen unsere ganze Erscheinung so stromlienienförmig an den allgemeinen Trend anpassen wie nur möglich. Und wehe, wir fallen einmal aus dem Rahmen! Dann geißeln wir uns reumütig und unter den strengen Augen unserer Mitmenschen für jeden Anflug von Einzigartigkeit.

Da stehen wir heute.

Statt unserem Gewissen verpflichtet zu sein und unseren eigenen Überzeugungen zu folgen, richten wir unser Fähnchen nach dem Wind. Der Wind ist mal ein Tornado und mal eine laue Brise. Er hat zahlreiche Namen. Fragen Sie sich einfach nach den Inhalten der “Political Correctness” und Sie werden eine unerschöpfliche Reihe von verlogener Verbogenheit finden.

Das Leben in der Herde hat unbestritten Vorteile. Nur eines bietet es sicher nicht: die Möglichkeit, dass der Mensch seine einzigartigen Gaben auf seine eigentümliche Weise in die Welt bringt. Und das ist der Haken an der Sache. Unser Wesenskern ist unerwünscht. Unser Selbstausdruck stört. Wir müssen unsere Inneres unterdrücken. Das macht bestenfalls krank und schlimmstenfalls geben wir so unser gesamtes Leben der Bedeutungslosigkeit hin.

Die einzige Instanz, der wir Rechenschaft schulden, ist unser eigenes höheres Selbst. Der Richter, dem wir eines Tages – oder täglich – gegenübertreten, liegt in uns, nicht im Außen. Vor unserem Gewissen müssen wir verantworten, was wir getan haben und was nicht. Und die Regeln, nach denen wir bewertet werden, kommen aus uns. Es sind unsere eigenen Werte, an denen wir uns messen. Das ist die Richtschnur unseres Lebens. Folgen wir ihr, werden wir – unabhängig von äußeren Umständen – unser Sein als sinnstiftend und erfüllt empfinden. Das sind die Früchte der Aufrichtigkeit.

Dieser Führung können wir uns anvertrauen. Wir müssen nicht nach Gurus oder Lehrern suchen, die uns “den rechten Glauben” oder ihre Lehrmeinung vermitteln. Kein Fachmann ist vonnöten, um uns irgendwelche Verantwortung abzunehmen. Wir brauchen niemandens Erwartungen zu erfüllen als die eigenen. Wenn wir Glück haben, finden wir stattdessen einen Meister, der unsere einzigartigen Fähigkeiten erkennt und sie fördert und der uns darin unterrichtet, sie im Sinne unserer Selbst-Verwirklichung zum Wohle aller zu nutzen.

Wenn Sie Autorität außerhalb von sich erleben, dient Ihnen das Sicherheitsenergieschloss SES19 als Erinnerung, wer der Herr im Haus Ihres Leibes, Ihrer Seele und Ihres Geistes ist. Der Energiepunkt liegt in der Ellenbeuge. Wir berühren ihn automatisch, wenn wir die Arme vor dem Brustkorb verschränken – eine Geste der Grenzsetzung und des Selbstschutzes.

Lassen Sie sich nicht von einem Rhetoriktrainer (Trainer sind Lehrer) einreden, diese Pose dürften Sie nicht einnehmen, weil sie abwehrend wirkt. Sie können sich gleichzeitig in gesundem Maß abgrenzen UND zugewandt sein. Ihr Leib macht das schon richtig, wenn Sie ihn lassen. Dass es aus Ihrer Perspektive Grund zum Schutz Ihrer Bedürfnisse gibt, darf Ihr Gesprächspartner ruhig wahrnehmen. Wir wollen ja echt und glaubwürdig kommunizieren.

Das SES19 ist von wesentlicher Bedeutung. Es belebt die gesamte Energie und dient der leiblichen Kraft und Lebendigkeit in besonderem Maße. Den Umkehrschluss kennen Sie vielleicht aus eigenem Erleben: Wenn wir uns mit Autoritäten aufreiben, kostet uns das unverhältnismäßig viel Lebenskraft. SES19 hilft daher bei Streitigkeiten mit Eltern, Lehrern, Vermietern, Behörden, Arbeitgebern, Richtern, Ärzten und anderen sogenannten Respektspersonen.

Ist das SES19 in Balance entwickeln wir natürliche Führungsfähigkeiten, statt bosshaft oder herrisch zu sein. Gute Führung in diesem Sinne ist eine mitfühlende und verständnisvolle Dienstleistung an der Gruppe zum Wohle aller und mit dem gemeinsamen Ziel im Blick.

SES19 hilft bei Ängsten aller Art. Der Griff hat sich deshalb bei Bettnässen bewährt, dem „Weinen über die Blase“. Das Sicherheitsenergieschloss dient schon aufgrund der Lage unsere Verdauung und dem Atem. Es unterstützt das Herz in seinen Aufgaben und entlastet den Brustkorb. Allergien als Ausdruck eines überlasteten Abwehr(!)systems, das Freund und Feind nicht mehr klar unterscheiden kann, sprechen ebenfalls auf SES19 an. Vor einem ähnlichen Hintergrund kann man die Wirkung von SES19 auf Juckreiz und Hustenanfälle sehen.

Durch die Sicherheitsenergieschlösser SES16 bis 19 können alle verkrusteten Gemütszustände (im JSJ sagen wir „Einstellungen“) losgelassen werden, wie anhaltende Sorge, Angst, Wut, Trauer sowie der Zustand, in dem wir uns befinden, wenn wir uns verbiegen. Das ist bei der Behandlung von Schmerzen zu beachten. Denn erst, wenn die zugrundeliegende Einstellung aufgelöst sind, kann der Schmerz verschwinden.

Verschränken Sie einfach die Arme vor der Brust. Oder halten Sie eine Ellenbeuge mit der Hand so lange es Ihnen wohltut.

Sie können diese Übung genau in dem Moment machen, in dem die Lage es erfordert, also beispielsweise während eines Streitgesprächs, oder im Vorfeld vorbereitend.

Als Griffkombination hat es sich bewährt, die hohe 19 (eine Handbreit über SES19, also etwa in der Mitte des Oberarms) gleichzeitig mit der gegenüberliegenden hohen SES1 (oberhalb von SES1, etwa in der Mitte des Oberschenkels an der Innenseite des Beins) zu halten.

Text: Petra Weiß
Foto: paukereks / pixelio.de

Zur Reihe

Die Reihe „Jin Shin Jyutsu – japanische Heilkunst als Impuls für das Bewusstsein“ erscheint in der Online-Zeitschrift „Weißheiten: vom Ich zum Selbst“. Zwischen September 2020 und März 2021 werden insgesamt 26 Beiträge veröffentlicht. Sie erfahren, wie Sie mit einfachen Griffen Ihren Energiefluss gezielt ins Gleichgewicht bringen können. Das fördert Ihre Gesundheit, beruhigt Ihr Gemüt und unterstützt Ihre Bewusstwerdung. Grundlegendes zur Heilweise Jin Shin Jyutsu und zur Anwendung der Griffe erfahren Sie aus dem Beitrag…

Jin Shin Jyutsu: japanische Heilkunst als Impulsgeber für das Bewusstsein

28.08.2020 Auftakt zur Reihe. Lesedauer ~ 10 Minuten.
Schreibkunst Redakteur
Foto: Petra Weiß

Die Entwicklung der Menschheit als Ganzes führt jeden Einzelnen immer stärker in seine Kraft. Wir werden uns bewusst, dass wir viel mehr zu unserer Gesunderhaltung und Genesung beitragen können, als uns die „alte Medizin“ unser Leben lang erzählt hat. Und zwar nicht durch das Befolgen ihrer bevormundenden Eingriffe in unsere Entscheidungen der Lebensführung, sondern dadurch, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen.

Es gibt verschiedene Heilweisen, die jeder für sich nutzen kann. Jin Shin Jyutsu ist frei von unerwünschten Wirkungen, leicht erlernbar und ohne Hilfsmittel anzuwenden.

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SES1 Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…

01.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~5 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: günther gumhold / pixelio

Kennen Sie das? Sie wissen genau, was Sie tun müssten, und finden keinen Anfang. Egal, ob es sich um einen Arbeitsauftrag, das Aussortieren Ihrer Kleider oder eine überfällige Bewerbungsaktion handelt. Vielleicht ist die Fülle an Möglichkeiten zu groß, so dass Sie sich nicht entscheiden können. Oder Sie fürchten, einen Fehler zu machen. Oder das Ganze überfordert Sie. Oder Ihr Kopf und Ihr Bauch sind unterschiedlicher Meinung. An vielen Punkten kann man ansetzen, um innere und äußere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Immer notwendig ist der zündende Funke, der gefühlte Startschuss, das Freisetzen der Energie.

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SES2 Das Ende der Spaltung

09.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Ghostwriter
Foto: p.kopf / pixelio.de

Wenn wir die schmerzhafte Spaltung in unserer Gesellschaft überwinden wollen, müssen wir die Spaltung in uns erkennen: Welche Anteile habe ich abgespalten, weil sie mir so böse erscheinen, dass ich nicht einmal im stillen Kämmerlein bei Kerzenschein hinschauen kann? Und genau diesen Teil integrieren.

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SES 3 Die Aikido-Abwehr – Angriffe transformieren

15.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~7 Minuten

Schreibkunst Texter Redakteur
Foto: Kurt / pixelio.de

Haben Sie schon einmal eine asiatische Kampfkunst beobachtet? Das schaut ganz anders aus als Boxen. Die Bewegungsabläufe erscheinen anmutig und fließend. Angriffe werden nicht durch eine abwehrende Gegenbewegung gestoppt, sondern geschmeidig in die eigene Bewegung überführt. So nutzt man die Energie des Gegners. Nach diesem Prinzip stärken wir mit Jin Shin Jytsu Ihre Abwehr auf körperlicher und seelischer Ebene.

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SES4 Weise Entscheidungen treffen

23.09.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Oliver Mohr / pixelio.de

Im Alltag treffen wir viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Hier fließen Millionen von Daten aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen in Bruchteilen von Sekunden zusammen. Die Kunst dabei ist, das Unwesentliche zu ignorieren.

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SES 5 Bereit für den Wandel

01.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~ 6 Minuten

Bild zum Beitrag Bereit für den Wandel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Unsere Welt ist in einem weiträumigen Veränderungsprozess. Wie erleben Sie diese Bewegung? Freuen Sie sich auf den bevorstehenden Wandel? Oder machen Sie sich Sorgen, wie es dann weitergehen wird? Möchten Sie gar, dass alles so bleibt wie es immer war?

Menschen sind konstitutionell unterschiedlich gut dafür gewappnet, mit Veränderungen umzugehen. Was für den einen ein Bedürfnis ist, bereitet dem anderen großes Ungemach. Doch Leben ist Entwicklung, ist Veränderung. Wir Menschen können das prinzipiell, wir haben uns immer den Umständen angepasst, sonst wäre unsere Spezies längst ausgestorben.

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SES 6 Einen ausgewogenen Standpunkt finden

Video von Petra Weiß. Spieldauer ~10 Minuten

Zum Sicherheitsenergieschloss 6 habe ich ein Video für Sie erstellt. Sie finden es auf BitChute:

In diesem Video erfahren Sie, wie Sie einen ausgewogenen Standpunkt finden und andere Standpunkte besser tolerieren können. Dabei unterstützt Sie ein einfacher Griff aus der Japanischen Heilkunst Jin Shin Jyutsu.

SES7 Entwicklung in Zyklen

20.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 MinutenBild zum Beitrag Entwicklung in Zyklen

Foto: Walter Eberl / pixelio.deIn der Biographie-Arbeit gibt es das Konzept der Jahrsiebte. Alle sieben Jahre treten wir in einen neuen Entwicklungszyklus ein. In jedem Lebensjahrsiebt haben wir ein spezielles Thema in unserer Entwicklung zu bewältigen. Es kann sehr nützlich sein, sich über diese Themen zu informieren.

Vielleicht lässt sich das Konzept der Jahrsiebte auch auf Beziehungen, Unternehmen, Vereine oder Staaten anwenden…

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SES8 Rhythmus ist Leben

26. Oktober 2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Rhythmus ist Leben
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Wir begegnen von Anbeginn unseres Lebens verschiedenen Rhythmen in uns und um uns herum. Die rhythmischen Prozesse in unserem Körper stehen in Verbindung miteinander und mit den Vorgängen in unserer Umwelt.

Vielleicht erahnen Sie, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Jin Shin Jyutsu Griffs sind, der uns dabei unterstützt, uns den inneren und äußeren Rhythmen des Lebens harmonisch anzupassen.

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SES9 Vom toten Gaul absteigen

28.10.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~6 Minuten

Bild zum Beitrag Vom toten Gaul absteigen
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt Situationen, in denen ist es ratsam, eine Investition an Geld, Zeit, Emotion oder Energie abzuschreiben, um nicht noch weitere Verluste zu riskieren. Aber das fällt schwer. Lieber zerren und reißen wir an einer Lösung, die keine Chance mehr hat, richtig gut zu werden, nur damit nicht alles umsonst gewesen ist. Vielleicht auch, um das Gesicht nicht zu verlieren. Oder um uns nicht der Schmach auszusetzen, einen gravierenden Fehler begangen zu haben.

Wie kommt man dann aus der Nummer bloß wieder raus?

SES10 Das Erleben von Fülle statt Mangelgefühle

04.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Bild zum Beitrag Fülle statt Mangel
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Wir haben alles, was wir brauchen. Um uns herum ist genügend Luft, wir können so viel davon einatmen, wie wir wollen. Die Erde schenkt uns Wasser und Nahrung. Unser Körper ist perfekt. Er funktioniert als Wunderwerk der Natur: Tausende biochemischer Prozesse greifen geschmeidig ineinander, wenn man sie nicht stört. Wir verfügen von Geburt an über ein wirksames Abwehrsystem, dass sich mit jeder neuen Herausforderung noch weiterentwickelt. Wir haben viele verschiedene Menschen um uns herum, mit denen wir uns verbinden können. Es ist alles da.

Wieso glauben wir, dass es uns an irgendetwas mangelt?

Heute wird mein Beitrag ein bisschen weniger spirituell und etwas mehr faktenbasiert. Ich möchte Ihr Bewusstsein dafür wecken, wie kostbar Ihre Lebensleistung ist.

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SES11 Loslassen und leichter leben

16.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~13 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Es ist nicht immer leicht, präsent zu sein. Häufig weilen unsere Gedanken bekümmert in der Vergangenheit oder sorgenvoll in der Zukunft. Das hält uns davon ab, mit unserem Bewusstsein im Hier und Jetzt zu sein – da wo das Leben stattfindet.

Das Loslassen richtet sich zeitlich in zwei Richtungen: Vergebung – auch für sich selbst – ist eine Form des Loslassens, welche die Vergangenheit betrifft. Sorgen loszulassen, betrifft hingegen die Zukunft. Der Beitrag gibt Ihnen Anregungen zu beiden Seiten.

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SES12 Die Sache mit dem freien Willen

19.11.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten

Foto zum Beitrag Die Sache mit dem freien Willen.
Foto: pixplosion / pixelio.de

Wir leben in einer infantilen Gesellschaft. Wie wir heute deutlicher denn je sehen, ist bei vielen Menschen ein psychischer Anteil im Kleinkindalter abgespalten worden. Als Traumatherapeutin kann ich das gut verstehen. Unsere Standard-Abläufe lassen kaum eine Gelegenheit aus, schon die Kleinsten zu überfordern.

Die Willensbildung ist ein komplexer Vorgang. Ein Wille, der auf falschen Informationen, kritiklos übernommenen Meinungen und kindlichen Entscheidungsmustern beruht, ist kein freier Wille im eigentlichen Sinne.

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SES 14 Integrieren oder loslassen?

11.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~12 Minuten

Bild zum Beitrag Integrieren oder Loslassen?
Foto: Petra Weiß

Viele von uns müssen im Moment mit ihren Kapazitäten klug haushalten. Achten Sie also darauf, was Ihre Bedürfnisse stillt. Manchmal ist eine halbe Stunde in der Hängematte oder die Umarmung einer guten Freundin oder ein mit Liebe gebackener Kuchen nahrhafter als das beste bio-vegane Fairtrade-Menü.

Den Verdauungsprozess unterstützen wir auf der energetischen Ebene mit dem Sicherheitsschloss SES14. Es liegt auf dem vorderen unteren Rippenbogen, rechts also direkt über der Leber und ihrer Gallenblase. Die anatomische Nähe zu Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz ist sinnig.

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SES15 Heitere Gelassenheit

17.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~8 Minuten

Foto zum Beitrag Heitere Gelassenheit
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ein ausgeglichenes Luft-Element zeigt sich im Gemüt als heitere Gelassenheit. Doch wer erlebt diese gerade? Unser Gelassenheits-Element wird durch eine behinderte Atmung, durch Ausgangssperren, durch Beschränkungen in der Reisefreiheit und in der freien Gestaltung unseres Alltags sowie durch die Furcht vor realen und eingebildeten Gefahren reduziert. Um so wichtiger ist es, dass wir jetzt gut für unser Luft-Element sorgen.

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SES16 Die große Metamorphose

23.12.2020 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Foto: Michael Otterbach / pixelio.de

Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderung und einer Transformation? Die Transformation verändert uns elementar und fundamental. Jedes Lebewesen wächst und entwickelt sich. Schmetterlinge allerdings durchleben eine Metamorphose. Sie beginnen ihren Weg als kriechende Raupe und verwandeln sich später in ein Tier der Lüfte! Ihr wundersamer Wandel ist das Paradebeispiel einer Transformation.

Wir durchlaufen im Moment alle eine Metamorphose. Der aktuelle Stillstand ist notwendig, auch wenn er schwer auszuhalten ist. Die meisten befinden sich im Puppenstadium, einige kriechen noch umher und andere sind schon am Schlüpfen. Klopfen Sie nicht an den Kokon Ihres Nachbarn. Er wird davon nicht schneller reifen. Ihren eigenen Prozess können Sie aktiv unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihren ein paar praktische Tipps.

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SES17 Fruchten und Reifen dank stabiler Nerven

17.01.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~14 Minuten
Bild zu Fruchten und Reifen mit stabilen Nerven

In einem gesunden Organismus laufen Nerven und Energiebahnen parallel. Wenn wir uns erschrecken oder einen Schock erleiden, lösen sich die beiden Systeme (vorübergehend) voneinander. Dadurch ist man im Wortsinne „außer sich“.

Was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben und möglicherweise in den kommenden Tagen erfahren werden, kann die Reaktivierung von kleinen, mittleren und größeren Traumata auslösen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst. Sorgen Sie jetzt besonders gut für sich – und für Ihr Nervensystem.

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SES18 Den Körper spüren

05.02.2021 Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~9 Minuten

Schreibkunst Texter Content
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Integrität von Körper und Bewusstsein ist bei vielen Menschen verloren gegangen. Sie spüren sich in ihrer Leiblichkeit nicht mehr richtig. Das Phänomen hat viele Ursachen – von einem handfesten Trauma bis zum alltäglichen Ignorieren der eigenen Bedürfnisse.

Leider nehmen die meisten Menschen ihre körperlichen Empfindungen nicht wahr. Deshalb habe ich eine kleine Übung für Sie mitgebracht, die den Fokus der Aufmerksamkeit nach innen lenkt und Ihnen gleichzeitig ein Gefühl der Selbstwirksamkeit vermittelt.

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Jin Shin Jyutsu war ab 2003 ein wesentlicher Mosaikstein ihrer Genesung von einer angeblich unheilbaren Krankheit.

Gemäß ihrer Ausbildung darf sie die Bezeichnung Jin Shin Jyutsu Praktikerin seit 2007 mit dem Segen der Grande Dame des JSJ, Mary Burmeister, führen. Jin Shin Jyutsu ist seither ein Grundpfeiler ihrer naturheilkundlichen Beratung. Petra Weiß unterrichtet Fachleute und Laien in der japanischen Heilkunst. Sie teilt ihr Wissen und ihre Erfahrung mit Heilpraktikern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen und gibt Selbsthilfekurse mit verschiedenen Schwerpunkten für jedermann.

 

Zum Weiterlesen

Riegger-Krause, Waltraud: Jin Shin Jyutsu: Die Kunst der Selbstheilung durch Auflegen der Hände. IRISANA 2012
Burmeister, Alice: Heilende Berührung: Körper, Seele und Geist mit Jin Shin Jyutsu behandeln. KNAUR.LEBEN 2019

Nackt und gackernd durch den Stadtpark

Schreibkunst Texter Content

Beitrag von Petra Weiß. Lesedauer ~17 Minuten

Nehmen wir einmal an, ich möchte Sie hypnotisieren, ohne dass Sie es bemerken. Am besten, Sie kommen nicht einmal auf die Idee, dass jemand Sie hypnotisiert haben könnte. Im Idealfall würden Sie sogar im Brustton der Überzeugung ausrufen „MIIICH? Auf gar keinen Fall!“ oder „Ich bin gar nicht hypnotisierbar!“ Wie könnte ich Sie in aller Seelenruhe hypnotisieren und Sie wären dabei völlig ahnungslos?

Was soll ich Ihnen sagen: Wir alle werden jeden Tag hypnotisiert und die meisten haben davon nicht den leisesten Hauch eines Schimmers. Ein eklatanter Fehler in der öffentlichen Meinung über Hypnose ist dafür verantwortlich, dass sie es nicht wissen. Die Frage ist berechtigt, wer ein Interesse an diesem „Missverständnis“ haben könnte, das sich auf wundersame Weise so hartnäckig hält und partout keine Klärung findet.

Während meiner Ausbildung in Hypnotherapie haben meine Kollegen und ich uns über das falsche Image unserer Methode amüsiert. „Jaja, Du willst mit mir üben und ich laufe dann wieder nackt und gackernd wie ein Huhn durch den Stadtpark!“ oder „Ja, klar: Morgen kann ich in der Zeitung lesen, was Du mit mir in der Trance gemacht hast!“ oder „Ich habe meine neue Freundin hypnotisiert, damit sie mich toll findet. Wehe, wenn jemand mit den Fingern schnippt!“

Nichts davon entspricht der Wahrheit.

Hypnose ist nach der Definition des Grand Monsieur der Modernen Hypnotherapeuten, Gunther Schmidt, das Lenken der Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Ausschnitt der Wahrnehmung. Dieser Ausschnitt ist dann unsere Wirklichkeit, also der Teil der Realität, der auf uns wirkt. Das ist alles.

Im normalen Tagesgeschehen sind wir dauernd gezwungen, unsere (bewusste) Wahrnehmung auf einen kleinen Teil der unüberschaubaren Vielzahl von Sinneseindrücken zu reduzieren. Das machen wir unwillkürlich vollautomatisch.

Wenn wir unsere eigene Aufmerksamkeit lenken, kann man das als Selbsthypnose bezeichnen. Lenkt jemand anders unsere Aufmerksamkeit in eine bestimmte Reichung, dann versucht er, uns zu hypnotisieren.

Jedes Mal, wenn Ihre Aufmerksamkeit gezielt gefesselt wird, oder wenn Ihre Gedanken von irgendetwas absichtlich abgelenkt werden, erleben Sie eine Hypnose.

Meinen Sie immer noch, man könne Sie nicht hypnotisieren?

Viele Menschen denken, Hypnose sei das, was sie im Varieté als Show vorgeführt bekommen. Dort sortiert ein Künstler vorher, welcher Zuschauer besonders „suggestibel“ ist, wen er also am leichtesten beeinflussen kann. Die Beeinflussbarkeit steigert er dann noch mit bestimmten Induktionstechniken zu einem trance-artigen Bewusstseinszustand. Was wir dort häufiger sehen, ist eine sogenannte Schock-Induktion. Ein plötzlicher und unerwarteter Schreckmoment wird zur Vertiefung der Trance gezielt erzeugt. Solche Mittel würde ich in der Therapie niemals einsetzen. Wir erleben Schock-Induktionen allerdings täglich – wir müssen nur die Nachrichten einschalten.

Eine weitere Induktionstechnik ist das völlige Überladen des Verstands mit verwirrenden Inhalten. Das haben Sie sicher auch schon außerhalb einer therapeutischen Hypnose erlebt. Diese Form der Reizüberflutung führt irgendwann zum Abschalten des Verstandes. Wir gleiten in eine Art Halbschlaf. Unsere Gehirnwellen sind im Alpha-Frequenzbereich, daher nennt man den Zustand Alpha-Zustand: Hier haben wir Zugang zu unserem Unbewussten, und zwar in beide Richtungen. Wir können unserem Unbewussten Botschaften eingeben und Botschaften aus dem Unbewussten erhalten.

Diese Eigenschaften nutzt die Hypnotherapie. Der Patient sucht für sein Problem nach Lösungsmöglichkeiten, die im Alltagsbewusstsein nicht erreichbar sind. Oder er wünscht sich eine bestimmte Suggestion, um sein Problem unter Mitwirkung des Unbewussten zu lösen. Jede Suggestion ist natürlich vorher im Detail abgestimmt. Die Absicht ist transparent und für den Hypnotisierten nachvollziehbar. Sie entspricht seinem Willen. So ist die Arbeit mit dem Unbewussten ethisch einwandfrei.

Ethisch nicht vertretbar ist es, Hypnosetechniken ohne Auftrag des Betreffenden einzusetzen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Das ist im weitesten Sinne schwarze Magie oder moderner ausgedrückt eine hinterlistige Manipulation.

Sie wollen eigentlich einen Spielfilm sehen. Stattdessen werden Sie alle 15 Minuten von Werbespots überfallen. Ihre Aufmerksamkeit wird gelenkt und noch schlimmer, man versucht – meist sehr erfolgreich – bei Ihnen eine bestimmte Emotion auszulösen. Die Kopplung zwischen dieser Emotion und dem Produkt soll in Ihnen angelegt werden. Worte, Bilder, Musik – alles wirkt gemeinsam in diesem Sinne auf Ihr Unbewusstes ein. Ihr Bewusstsein ist nämlich noch mit dem Krimi von eben beschäftigt und versucht zu ergründen, wer der Täter ist. Die Bahn ist frei für Suggestionen. Plötzlich spüren Sie das Bedürfnis nach Abenteuer und holen sich gedankenverloren ein Bier aus der Kühlung. Voilà: Sie wurden programmiert.

Da Schock-Induktionen besonders wirkungsvoll sind, seien Sie vor allem achtsam, ob jemand Ihnen einen Schreck einjagen will und wenn ja, welche Informationen gleichzeitig oder direkt danach angeboten werden. Alles was Sie dann sehen oder hören, läuft am bewussten Verstandesdenken vorbei direkt ins Unbewusste und entfaltet dort seine Wirkung.

Mir ist solch ein billiger Trick als Gesprächstaktik bei einem Versicherungsmakler begegnet. Er wollte mir einen Vertragsabschluss schmackhaft machen und hat mir zu diesem Zweck eine Horrorgeschichte von einer angeblichen Bekannten erzählt. Ob es diese Frau wirklich gibt, weiß ich nicht. Geschweige denn, ob die Story stimmt. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, lassen sich Menschen manchmal Phantasien einfallen, die prinzipiell stimmen könnten. Hier war wenigstens klar, welche Absicht verfolgt wird: Der Mann wollte mir eine Versicherung verkaufen. Das ist sein Beruf. Was aber, wenn im Dunkeln liegt, wer uns beeinflussen will und in welche Richtung?

In den täglichen Nachrichten wird über Dinge berichtet, die potenziell Angst und Schrecken verbreiten. Gerne möchte ich davon ausgehen, dass unsere Nachrichtensender uns ausgewogen über das Weltgeschehen informieren wollen. Vielleicht verfolgen ein paar von ihnen stattdessen oder zusätzlich auch andere Ziele. Von ebendiesen Medien bekommen wir immer wieder gesagt, dass Propaganda nur von bösen Regierungen „der anderen Seite“ eingesetzt wird oder früher von den Nazis. Unsere Medien sind natürlich vollkommen frei von politischen Motiven.

Sie dürfen gerne bei dieser Meinung bleiben, wenn es Ihnen damit gut geht. Falls Sie sich schon einmal nach den Geldflüssen erkundigt haben, oder wenn Sie die Neutralität eines Senders oder einer Zeitung aus anderen Gründen anzweifeln, lade ich Sie zu einem kleinen Experiment im Selbstversuch ein:

Prüfen Sie doch einfach mal den Effekt, den Nachrichten aus verschiedenen Informationsquellen auf Sie haben. Wie ging es Ihnen vorher? Wie geht es Ihnen danach? Fühlen Sie sich klar und stabil oder schwach und verwirrt? Haben Sie Angst bekommen? Sind Sie empört? Betrifft der Gegenstand der Angst oder der Empörung Ihr persönliches Erleben? Haben Sie sich gerade einschüchtern oder aufhetzen lassen? Welche Botschaften wurde vordergründig, welche durch Farben, Töne und Formulierungen vermittelt? Passen die Inhalte des gesprochenen Wortes und der Bilder zusammen? Sind sie dem Thema angemessen? Fühlen Sie sich in irgendeiner Weise bedrängt?

Werden die immer gleichen Bilder oder gleichlautenden Formulierungen mantramäßig wiederholt und wiederholt und wiederholt? Auch das gehört zu einer guten Hypnose. Die Menschen glauben fast alles, wenn sie es oft genug hören. Das nennt man eine Gehirnwäsche.

Hollywood-Filme liefern reihenweise Beispiele für geschickt vermittelte Botschaften jenseits der bewussten Wahrnehmung. Keiner will Ihnen den Spaß am Kino vermiesen. Genießen Sie ruhig die Spannung und freuen Sie sich über die schauspielerische Leistung. Aber fragen Sie sich auch: Welches Narrativ wurde mir da angeboten? Welche Eindrücke abseits der für den Plot notwendigen Dramaturgie wurden vermittelt?

Wenn ich mir Stirb langsam anschaue, was denke ich danach über Mercedes-Fahrzeuge? Wenn Bruce Willis mit seiner G-Klasse über die Autodächer poltert und später mit einem PKW einen Helikopter abschießt? Just im Moment des grandiosen Triumphs über die Bösen.

Product Placement nennt man das indirekte Bewerben von Produkten während eines Unterhaltungsfilms. Das ist Hypnose pur. Durch die emotionale Aufladung während des Films wirkt Product Placement massiv im Unterbewusstsein. Der Hersteller entscheidet, welche Emotion beim Zuschauer mit seinem Produkt gekoppelt sein soll. „Mercedes = Triumph über das Böse“ – aus Marketing-Sicht ist das der Jackpot!

Dabei ist es sogar unwichtig, ob es die G-Klasse war, die den Hubschrauber trifft. Das Fahrzeug ist so lange und so intensiv im Blickpunkt, dass jeder andere Eindruck verblasst. Ich habe den Film bestimmt 10 Mal gesehen und könnte nicht sagen, aus welchem Auto John McLane springt. Aber die G-Klasse vergisst man nie.

Diese „versteckte“ Werbung ist noch relativ leicht erkennbar, wenn man darauf achtet. Erscheint es Ihnen abwegig zu spekulieren, ob wir noch andere Botschaften untergejubelt bekommen? In Serien, in Filmen, in Talkshows, in sogenannten Dokumentationen. Den „Spin“ können wir mehr oder weniger deutlich an der Tönung erkennen: Wie sollen wir über die Welt denken, wenn wir den Beitrag gesehen haben? Wie über gesellschaftliche Fragen, z.B. Geschlechterrollen? Wie über eine bestimmte Persönlichkeit?

Gesetzt der Fall, jemand wollte eine öffentliche Person in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Geplant sei ein Spielfilm über diesen Menschen und sein Tun. Beim Casting könnte man aus einer Vielzahl von Künstlern wählen, also beispielsweise zwischen einem Schauspieler, den alle als fürsorglichen Arzt einer Vorabendserie kennen, und einem Darsteller, der durch seine Rolle als psychopathischer Massenmörder in einem Blockbuster bekannt ist. Für wen würde man sich entscheiden? Und wie würde schon diese Auswahl unbewusst auf die Zuschauer wirken? So eine Besetzung ist reine Phantasie? Sie würden sich wundern. Um hier keine politische Diskussion vom Zaun zu brechen, werde ich mein Beispiel nicht benennen. Recherchieren Sie selbst, wenn Sie wissen wollen, wer hier angeblich aus Insider-Sicht bloßgestellt wurde.

Hollywood lenkt seit Jahrzehnten unsere Aufmerksamkeit und wir zahlen auch noch Eintritt dafür. Glauben Sie, Sie wüssten, was wirklich auf der Titanic geschehen ist, nur weil Sie den Film gesehen haben? Oder bei der Apollo 13 Mission? Ich sage nicht, dass hier gelogen wird. Ich sage nur, dass Sie von einem Film, der sich auf historische Ereignisse bezieht, keine objektive Darstellung wahrer Begebenheiten erwarten dürfen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Drehbuchautoren sich spannende Dinge ausdenken. Das ist ihr Job. Sie werden dafür bezahlt. Aber verwechseln Sie niemals einen Spielfilm mit der Tagesschau.

In unserer multimedialen Zeit ist es kaum möglich, sich der allgegenwärtigen Hypnose zu entziehen. Das Bewusstsein für diese Vorgänge dient der wichtigen Erkenntnis, wo und in welcher Weise wir hypnotisiert werden. Eine Chance, trotzdem in der Selbstbestimmung zu bleiben, ist bewusst zu entscheiden, welchem Teil der Realität wir unsere Aufmerksamkeit schenken wollen. Diese Entscheidung ist wesentlich. Sie bringt uns aus der passiven Konsumhaltung ins aktive Gestalten unserer Gedanken- und Erlebniswelt.

Einige Menschen genießen es wie ein Detektiv-Spiel, Manipulationsversuche aufzustöbern. Sie nehmen das Ganze sportlich und freuen Sich über jede neue Entdeckung. Für andere ist es gar nicht so einfach zu akzeptieren, dass sie hin und wieder einem professionellen Hypnotiseur auf den Leim gegangen sein könnten – ganz gleich ob er Versicherungsmakler, Nachrichtensprecher oder Spielfilm-Produzent ist. Wir alle haben gerne ein Gefühl der Kontrolle über unser Leben. Manche ziehen es deshalb vor, (unbemerkte) Manipulation aus den Möglichkeiten ihrer individuellen Wirklichkeit zu verbannen. Das dürfen sie natürlich. Damit spielen sie leider allen Betrügern direkt in die Hände. Das ist nämlich genau ihr Trick: Hypnose funktioniert deshalb so gut, weil wir glauben, dass es sie in unserem Leben nicht gibt. Weil wir ein völlig falsches Bild von ihr haben. Oder besser gesagt: hatten. Ihr Bild ist jetzt zurecht gerückt. „Welcome to the real world.“

Text: Petra Weiß
Foto: Martin Wendring / pixelio.de

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Zur Person

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Petra Weiß ist als Heilpraktikerin mit ihrer Praxis für Homöopathie, Ganzheitsmedizin und Psychotherapie (HeilprG) in Weinheim niedergelassen. Moderne Hypnotherapie nach Milton Erickson gehört zu ihrem facettenreichen Therapieangebot. Sie ist Fachjournalistin für das Ressort Medizin & Gesundheit und hat sie zahlreiche Beiträge in Zeitschriften sowie online veröffentlicht. Sie war als Fachlektorin an mehreren Patientenratgebern beteiligt. An dem Buch “Gesundheit gestalten mit den 4 Elementen” von Dr. Peter Vill hat sie als Co-Autorin mitgewirkt.