Besser ist der Feind von Gut.

Essay von Petra Weiß. Lesedauer ~20 Minuten
Rubrik: Umdenken

In meiner Praxis begegnen mir häufig Menschen, die sich auf unbestimmte Weise irgendwie nicht gut genug fühlen. Sie leisten Großartiges und ernten vielfach Anerkennung. Trotzdem erscheinen ihnen ihr Tun und ihr Sein niemals als ausreichend. Es genügt ihnen nicht und sie haben den Eindruck, bestimmten Leuten oder der Welt im Allgemeinen nicht gerecht zu werden.

Der Beitrag beleuchtet verschiedene Gründe für das „Nicht-gut-genug“-Phänomen.

Als Frau der Sprache begebe ich mich zuerst hier auf Ursachenforschung.

In der Psychologie ist die Erscheinung schon lange bekannt und weit verbreitet. Sie wird wie eine Krankheit behandelt. Führer hat man von „Minderwertigkeitskomplexen“ gesprochen. Allein die Bezeichnung klingt in meinen Ohren wie ein Schimpfwort, als sei jemand gestört und müsse sich dafür auch noch schämen. Heutzutage sagt man eher „Selbstwertschätzung“ und meint damit gar nicht die Wertschätzung für das Selbst, sondern die Wertschätzung für die eigene Person, das Ich oder das Ego. Entsprechende Bemühungen, daran zu arbeiten, sind schon aufgrund dieser Verwechslung wenig erfolgversprechend. Vielleicht liegt genau hier ein Teil der Lösung.

Ein verhängnisvolles Missverständnis

Das Selbst ist ein unveränderlicher Teil von uns, es wird auch das wahre Wesen oder die Essenz genannt. Wir können dem Selbst nichts wegnehmen und nichts hinzufügen. Das Wort „Selbst-Optimierung“ ist daher schon in sich ein Widerspruch. Wer antritt, sein Selbst zu optimieren, hat keine Chance auf Erfolg. Und keine wahre Wertschätzung für sein Selbst. Das Selbst will einfach nur in die Welt gebracht werden, damit es dort wirken kann. Merkwürdig, dass der Begriff oft in abwertender Weise verwendet wird: die Selbst-Verwirklichung.

Etwas ganz anderes ist die Persönlichkeit. Dieses Ich ist das Ergebnis unserer Anlagen und all der Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Deshalb besteht sie unter anderem aus Abwehrmechanismen, Vermeidungsstrategien, Glaubenssätzen, Verletzungen und vielem Weiteren, was wir sonst noch so angesammelt haben. Die Ursachen dieser Anteile liegen in der Vergangenheit. Vielleicht waren sie einmal lebensrettend. Ihre Entstehungsgeschichte zu kennen und ihren ursprünglichen Zweck zu achten, kann uns mit unserem So-Sein versöhnen. Das heißt nicht, dass wir so bleiben (müssen). Ganz im Gegenteil: Wenn wir anerkennen, wer wir geworden sind, weil wir unsere Geschichte verstehen, wird der Weg frei für eine ehrliche und tiefgreifende Veränderungen. Wir sind in gewissem Sinne „ver-wickelt“ in unsere früheren Erlebnisse. Wenn wir also etwas „ent-wickeln“ wollen, dann die Persönlichkeit.

Diesseits von Gut und Böse.

Menschen, die glauben, sie seinen nicht gut genug, fühlen sich immerzu getrieben, noch mehr zu leisten und dabei ständig besser zu werden. Wussten Sie, dass „besser“ vom Wortstamm her verwandt ist mit „böse“? Ich würde so weit gehen zu sagen: „Besser“ ist der Feind von „Gut“. Durch das Streben nach „besser“ verhindern wir „zufrieden“ und „gelassen“ und viele andere Worte, die mit kraftvollen Zuständen verbunden sind.

Sich „optimieren“ zu wollen, ist in Mode gekommen. Für das Fremdwort „optimieren“ gibt es bezeichnender Weise keine deutsche Entsprechung, die genau dasselbe aussagt. Es ist ein Kunstwort. Das Optimieren hat nichts Natürliches. Es zeugt von der Verdrehung unseres naturgegebenen Drangs nach Entwicklung in ein mit Macht herbeigezwungenes Hinbiegen auf ein Ziel zu, das nicht erreichbar ist: das unverbesserliche „Optimum“. Ich hasse dieses Wort.

Was mich bei meiner Suche nach den gesamtgesellschaftlichen Ursachen des Perfektionswahns regelrecht anspringt, ist die Bezeichnung der Schulnoten im Zeugnis. Wer kam nur auf die Idee, den Schülern die Bewertungen „sehr gut“ und „gut“ zu geben? Was bedeutet es, wenn sie dieses Niveau nicht erreichen? Fragen wir doch mal nach der Logik: Was liegt außerhalb von „gut“, bzw. was ist das Gegenteil von „gut“? Je nach Blickwinkel gibt es zwei mögliche Antworten: Im Leistungssinne ist das, was nicht gut ist, „schlecht“. Im moralischen Sinne ist das Nicht-Gute sogar „böse“.

Können Sie sich vorstellen, was so eine Bandmarkung in einer Kinderseele hinterlässt, auch wenn oder vielleicht gerade weil sie unausgesprochen im Raum steht?

Und es wird noch schlimmer: „befriedigend“ ist nicht gut genug, um als „gut“ zu gelten. Da muss man sich über Spätfolgen der Benotung für das Unterbewusstsein nicht wundern. Wie sollten wir denn mit dem „befriedigenden“ Ergebnis unserer Bemühungen jemals zufrieden sein, wenn wir von Kindesbein an lernen, dass das Zufriedenstellende es nicht verdient hat, als „gut“ zu gelten? Von „mangelhaft“ und „ungenügend“ ganz zu schweigen!

Kleine Anpassung, große Wirkung

Machen Sie sich frei, von dem Wort „besser“. Probieren Sie aus, womit Sie es ersetzen wollen. „lieber“ ist häufig zutreffend, wenn der Zusammenhang ein allgemeiner ist. „Lass uns besser/lieber am Montag treffen.“

Wenn es um einen Optimierungsversuch geht, kann es sehr erhellend sein, das „Besser“ genau zu benennen. Dann fällt einem häufig auf, wie unsinnig das Ansinnen eigentlich ist.

Wollen Sie zum Beispiel eine „bessere Hausfrau“ werden: Was genau wollen Sie verändern? Ist der Anspruch realistisch? Welches Ergebnis versprechen Sie sich davon? Wie werden Sie erkennen, dass Ihr Bestreben erfolgreich war? Ist Ihr Gradmesser für den Zweck überhaupt geeignet?

Sie nehmen sich beispielsweise vor, dass Sie für mehr Ordnung und Sauberkeit in Ihrem Zuhause sorgen wollen. Das erkennen Sie daran, dass Ihr Mann nicht mehr meckert? Wirklich? Der Gradmesser ist denkbar ungeeignet. Ihr Mann ist vielleicht ein notorischer Nörgler. Dann werden Sie Ihr Ziel nie erreichen. Merken Sie etwas? Wenn Ihr Gradmesser untauglich ist, hat das ganze Vorhaben keinen Sinn.

Lobhuddelei und ihre Folgen

Den Maßstab für die Bewertung des eigenen Verhaltens einem anderen Menschen in die Hand zu legen, ist selten eine gute Idee. Leider sind wir daran so gewöhnt, dass uns das im Alltag nicht einmal mehr auffällt. Wir lechzen so nach Anerkennung, dass wir jedes Lob aufsaugen, egal wer sich gerade anmaßt, uns belobigen zu wollen und wofür.

Wann ist es angemessen, dass uns ein anderer Mensch sagt „Das hast Du gut gemacht!“ Welche Rollenverteilung tönt da mit? Lob ist wie Wasser: Es fließt grundsätzlich von oben nach unten. Wer uns lobt, stellt sich über uns. Das setzt eine Hierarchie voraus, die es in manchen Zusammenhängen tatsächlich gibt: zwischen Eltern und Kindern, zwischen älteren und jüngeren Geschwistern, zwischen Lehrern und Schülern oder zwischen Professoren und Studenten. Auch im Geschäftsleben wird gelobt. Es mag angemessen sein, dass ein Chef seine Mitarbeiter lobt oder ein Auftraggeber den Dienstleister. Wir nennen das neudeutsch „Feedback“.

Ehrliche Rückmeldungen erkennen Sie daran, dass etwas ganz Bestimmtes lobend erwähnt wird, und zwar eine Ihrer Eigenschaften in Zusammenhang mit einer konkreten Leistung z.B. Ihre Zuverlässigkeit in der Terminplanung oder Ihre Kreativität beim Design des neuen Produktes oder Ihre Fachkenntnisse in diesem oder jenem Bereich.

Statt sich beide Beine auszufreuen, dass man Ihnen ein Krönchen aufsetzt, fragen Sie sich, ob der Kollege sich gerade in die Chef-Rolle aufschwingt, wenn er Ihnen ein Lob ausspricht. Und auch wenn die Rollen passen, lohnt es sich, ein Kompliment zu hinterfragen. Betrifft es eine Eigenschaft, für die Sie geschätzt werden wollen. Wenn man Sie so mit Arbeit zumüllt, dass Sie kaum mehr atmen können und trotzdem haben Sie einen wichtigen Termin gehalten, dann bedeutet das Lob Ihrer Termintreue: “Prima, wir können Dich weiterhin ausnutzen und Deine Bedürfnisse ignorieren. Du funktionierst trotzdem.”

Häufig wird die ausgesprochene Anerkennung für bestimmte Zwecke genutzt und verliert damit jeden Glanz. Solange wir von der Wertschätzung durch andere abhängig sind, wirken Lob und Tadel wie Zuckerbrot und Peitsche: Sie konditionieren uns auf ein gewünschtes Verhalten.

Führungskräfte lernen, dass sie ihre Mitarbeiter durch Lob motivieren müssen, damit diese noch mehr, noch effektiver, noch flexibler etc. zu arbeiten oder einfach, um bei der Stange zu bleiben. Manch ein Angestellter vergisst im Freudentaumel des Gelobtwordenseins, dass ihm längst eine Gehaltserhöhung zustünde. Oder er nimmt einen unliebsamen Auftrag an, weil man ihm Honig um den Bart geschmiert hat.

Diese Schein-Wertschätzung als Hilfsmittel der Manipulation hat viel Misstrauen in den Austausch von Freundlichkeiten gebracht. Schade. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal dabei erwischt, dass Ihnen jemand etwas Nettes sagt und Sie denken reflexhaft „Was will der von mir?“ Es ist sehr traurig, dass die Frage durchaus berechtigt sein kann. In modernen Kommunikationstrainings wird den Leuten beigebracht, dass sie zuerst etwas loben müssen, bevor sie die Kritikkeule auspacken. Im Zweifel schlucken Sie dann leichter, wenn Sie jemand im Anschluss beleidigt und beschimpft. Die oft geforderte Kritikfähigkeit nehmen wir aber ein andermal auseinander. Heute liegt unser Schwerpunkt auf dem Lob.

Wertschätzung, die von Herzen kommt

Sie sehen: Lob hat Risiken und Nebenwirkungen. Wann ist es aber angebracht, dass man eine Rückmeldung gibt und in welcher Weise?

Aufrichtigkeit und Verbundenheit sind Voraussetzungen für Wertschätzung, die in Form von Worten zwischen zwei Menschen liebevoll fließt.

So könnte das Lob der Termintreue ausschauen, das man bedenkenlos annehmen kann: „Ich war so erleichtert, dass Du trotz der technischen Schwierigkeiten den Termin eingehalten hast! Der Kunde hat sich auf mein Versprechen verlassen. Ich stand bei ihm im Wort. Beim nächsten Auftrag dieser Art planen wir 5 % mehr Puffer in den Zeitplan ein, damit Deine Arbeitsgruppe am Ende des Projekts keine Nachtschichten machen muss.“ Diese Rückmeldung ist persönlich und wertschätzend, sie würdigt nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Weg dorthin, und zielt nicht auf weitere Ausbeutung.

„Deine Torte schmeckt mir so gut! Die Füllung erinnert mich an den Erdbeerkuchen von meiner Oma, den ich so geliebt habe.“ hört sich ganz anders an als „Die Torte hast Du gut gemacht. Die Füllung ist cremig und der Teig ist schön fluffig geworden. “ Die zweite Fassung klingt nach Gefälle. Zwischen dem Konditormeister und seinem Lehrling ist das passend. Am Kaffeetisch bei Schwiegermuttern kann eine solche Aussage diplomatische Verwicklungen nach sich ziehen.

Achten Sie darauf, was Sie bei anderen wahrnehmen und natürlich auch, was Sie selbst von sich geben. Ich-Botschaften sind in der Regel gute Vermittler für Anerkennung und Dank.

Bei sich selbst beginnen…

Egal, wie herzlich eine wertschätzende Aussage gemeint ist: Wenn wir uns selbst – oder treffender gesagt: unser Selbst – nicht angemessen wertschätzen, kommt jeder Versuch von Wertschätzung durch unser Umfeld entweder gar nicht oder schräg an.

Bei einem Mangel an Selbstwertschätzung warten wir auf das Lob von außen wie eine Spinne im Netz. Wir tun viel dafür, damit es endlich kommt. Wir verausgaben uns bis zum Letzten, um ein Kompliment zu erhaschen. Und wenn es dann da ist, reicht es uns nicht. Es ist zu wenig. Genügt nicht. In einem Akt der Projektion verleihen wir dem Lob dieselbe Note, die wir uns selbst gegeben haben: „ungenügend“ oder „mangelhaft“, weil nicht „gut“ oder „sehr gut“, und in keiner Hinsicht „befriedigend“.

Meine Empfehlung: Machen Sie sich möglichst unabhängig von Wertschätzung aus Ihrem Umfeld. Freuen Sie sich ruhig, wenn jemand Ihnen etwas Liebes sagt, das ist zutiefst menschlich. Aber gieren Sie nicht danach. Die Wertschätzung kommt eh nicht an, wenn Ihre Antennen dafür fehlen oder verkümmert sind.

Wie richten wir diese Antennen aus, um überhaupt mitzubekommen, dass jemand uns echte Wertschätzung entgegenbringt?

Ein guter erster Schritt ist es, wenn Sie sich darüber klar zu werden, welche Fähigkeiten Ihnen Freude bereiten, die Ihnen in die Wiege gelegt sind, oder die Sie mit Leichtigkeit hervorgebracht haben. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese Eigenschaften etwas mit Ihrem natürlichen So-Sein zu tun haben. Seien Sie stolz darauf, auch und gerade wenn Ihnen bestimmte Tätigkeiten keine Mühe bereiten. Wir haben ja oft gelernt, dass unsere Leistungen nichts wert sind, wenn wir uns nicht anstrengen. Das Gegenteil ist der Fall. Was Ihnen besonders leicht von der Hand geht, wird unterstützt durch eine Gabe. Unsere Talente gehören nicht zu unserem Tun, sondern zu unserem Sein. Diese selbst zu schätzen, macht das Leben einfacher und glücklicher. Freuen Sie sich an ihren Schätzen! Sie gehören zu Ihnen. Erforschen Sie Ihre Gaben, schreiben Sie sie auf, wenn Sie das wollen.

Fällt Ihnen die Übung schwer? Dann schimpfen Sie bitte nicht mit sich. Bei vielen Menschen herrscht seit frühester Kindheit ein innerer Kritiker mit das Zepter der Bewertung. Diese Gewohnheit ist meist unbewusst und reflexhaft. Sie zu verändern, erfordert Beharrlichkeit und Ausdauer. Aber es lohnt sich.

Erschwernisse auf dem Weg

Der Richter im Rucksack ist besonders ungnädig nach narzisstischem Missbrauch. Durch einen Narzissten erfahren wir ein hohes Maß an mehr oder weniger offen feindseliger Abwertung. Während wir direkte Angriffe erkennen und uns klar dagegen stellen können, werden kaum greifbare Vorhaltungen früher oder später vom Opfer verinnerlicht.

Lob vom Narzissten ist in der Regel vergiftet. Zu Beginn des Kontakts überschwemmt er seine Opfer mit Komplimenten aus Kalkül, er wickelt sie darin ein und macht sie davon abhängig. Später verpackt er in scheinbar freundliche Äußerungen kleine Spitzen der  Gehässigkeit, oder das Gelobte hat man (angeblich) ihm zu verdanken, und er lobt indirekt nur sich selbst. Kein Wunder, dass manche Kinder narzisstisch gestörter Eltern später kaum ertragen, belobigt zu werden. Sie müssen es mühsam lernen, dass wirklich sie gemeint sind und es keinen Haken an der Sache gibt.

Es muss aber nicht unbedingt etwas vorgefallen sein, um eine problematische Beziehung zur eigenen Selbstwertschätzung zu haben.

Nicht jeder Mensch hat die gleiche Anlage dafür, mich sich zufrieden sein zu können. Es gibt Typen, die sich damit schwertun, sich mit der eigenen Unvollkommenheit abzufinden.

Gerne greife ich zur Verdeutlichung auf die Typenlehre des Enneagramms zurück: Der Typ EINS hat sogar den Beinamen „der Perfektionist“. Seine Wahrnehmung ist dergestalt, dass er immer sieht, was nicht genau passt, was man noch verbessern könnte. Sein Radar ist stets auf Optimierungspotenzial gerichtet. Daher entspringen sein Tatendrang, seine Bedächtigkeit und seine Präzision. Und leider oft auch seine Melancholie, sein Pessimismus und sein Weltschmerz. Er hat eine große Sehnsucht nach Vollkommenheit, weil das die Erinnerung ist, die er aus der Einheit mitgebracht hat. Außer im Paradies, wird sie natürlich nirgends erfüllt. Versucht man einen Menschen dieses Typs zu loben, wird er es überhören oder abwiegeln und aufzählen, was alles noch nicht gut ist. Der Zaubertrunk für die EINS heißt „Gut ist gut genug.“

Aus der Homöopathie kennen wir mehrere Konstitutionen, die sich (und/oder ihr Umfeld) mit dem Anspruch auf eine perfekte Welt quälen (Arsenicum, Lycopodium, Kalium etc.). Wenn man mit so einer Veranlagung geboren wird, löst sie sich nicht in Luft auf, wenn man nur hart genug an sich arbeitet. Aber man kann versuchen, sich insgesamt in eine ausgeglichene Balance zu bringen, damit man leichter Fünfe grade sein lassen kann. Und im Zweifel hilft ein Kügelchen, die heftigsten Ausschläge auf der Enttäuschungsskala etwas zu glätten.

Ein Blick ins Horoskop hilft manchmal herauszufinden, ob der hohe Anspruch an sich selbst und an die Mitmenschen gottgegeben ist. Die Jungfrau steht in dem Ruf, immer etwas zu finden, woran sie herummäkeln kann. Ihr Streben nach Reinheit gibt ihr andererseits etwas kindlich-naiv Bezauberndes. Wenn Sie wissen wollen, ob Sie solch eine Anlage mitgebracht haben: Betrachten Sie nicht nur das Sonnenzeichen, sondern immer auch die restlichen Planeten und vor allem den Aszendenten.

Erste Schritte in die Schwerelosigkeit

Was unterstützt Sie bei Ihrer Bewusstwerdung auf dem Weg zur Selbstwertschätzung?

Die genannten Denkanstöße dienen Ihnen im Alleingang oder im vertrauensvollen Austausch mit einem wertschätzenden Gegenüber. Narzisstische Erfahrungen verarbeiten Sie in der Regel nicht in Eigenregie, insbesondere wenn es sich um Kindheitserlebnisse handelt. Suchen Sie sich fachkundige Hilfe. Und achten Sie darauf, dass Sie nicht – aufgrund der Resonanz – an einen narzisstischen Therapeuten geraten.

Ihr homöopathisches Konstitutionsmittel finden Sie in der Begleitung eines erfahrenen Mediziners. Eine laienhafte Ruck-Zuck-Homöopathie a la 3×5 Kügelchen D6 ist hier nicht angebracht.

Kraftvoll und sanft wirken Bachblüten. Sie eignen sich zur Selbstbehandlung und sind für kleines Geld rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Ich empfehle für die Selbstwertschätzung folgende Mischung:

    • Crab Apple: Vernünftige Ansprüche an sich und an die Welt richten.
    • Rock Water: Raus aus der Rigidität.
    • Larch: Selbstvertrauen und innere Sicherheit.
    • Rock Rose: Nachwirkungen traumatischer Erlebnisse auflösen.
    • Impatiens: Geduld mit sich und anderen.
    • Pine: Schuldgefühle loslassen.

Falls Sie das Bedürfnis verspüren, mir eine Rückmeldung zu dem Beitrag zu senden, können Sie das bei Bedarf gleich üben: Bleiben Sie bei SICH und sagen Sie mir, wie der Artikel auf Sie gewirkt hat und was Sie für sich daraus ziehen können.

Dass ich mein Wissen und meine Erfahrungen in geschmeidige Worte fassen kann, weiß ich schon 🙂 Das fällt mir leicht. Es ist meine Gabe.
Und falls kein Mensch mir eine Rückmeldung für diese Arbeit gibt, bin ich trotzdem ganz zufrieden.

Text: Petra Weiß
Foto: twinlili / pixelio.de

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Zur Autorin

Schreibkunst Redakteur PR-Text
Petra Weiß ist Heilpraktikerin und psychologische Beraterin. Ihre Liebe zur Sprache begleitet sie schon ihr Leben lang. Sie hat zahlreiche Beiträge in Print und Online veröffentlicht. Seit Sommer 2020 gibt Sie die Zeitschrift “Weißheiten: vom Ich zum Selbst” heraus.